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  • Vergängliches Glück, flüchtiger Erfolg
    Erwachet! 2008 | November
    • Vergängliches Glück, flüchtiger Erfolg

      Sie war schon mit Anfang 20 ein berühmter Popstar und schwamm im Geld. Doch kaum hatte sie erreicht, was nur die allerwenigsten in so jungen Jahren schaffen, ging es auch schon bergab mit ihr. Nach zwei gescheiterten Ehen musste sie mehrmals in eine Klinik, um einen Alkohol- und Drogenentzug zu machen. Ihr Leben war nur noch ein Trümmerhaufen.

      LEIDER ist diese junge Sängerin kein Einzelfall. Die Medien sind voll von traurigen Skandalgeschichten über Stars. Und selbst in der eher konservativen Finanzwelt sieht es bei denen, die es scheinbar zu etwas gebracht haben, im Privatleben oft trostlos aus. Über die New Yorker Spitzenbanker schrieb eine Zeitung: „Das Streben nach Rekordgewinnen zerstört Karrieren, reißt Familien auseinander und lässt das Drogengeschäft blühen . . . Durch Rekordprämien fühlen sich manche Banker an der Wall Street wie Halbgötter, während andere durch den Leistungsdruck als seelische Wracks ganz tief unten landen.“

      Sind solche Probleme vielleicht darauf zurückzuführen, dass man an der falschen Stelle nach Glück und Erfolg sucht? Ohne Geld kommt man nicht aus. Aber hängt der Erfolg im Leben wirklich davon ab, dass man immer mehr Besitz anhäuft? Aktuelle Studien lassen etwas anderes erkennen. In einer Zeit, als in China beispielsweise das Durchschnittseinkommen um 250 Prozent stieg, waren die Leute sogar unzufriedener als vorher.

      Ist also eine Karriere, ein schönes Haus, ein schicker Wagen oder eine teure Uhr der Schlüssel zu echtem Glück? Oder haben Glück und Erfolg nicht eher damit zu tun, was für ein Mensch man ist — was für Werte man hat und wofür man lebt? Manche sind intelligent und einflussreich, gehen aber über Leichen, haben keine Liebe und stehen ohne echte Freunde da. Andere haben es zu Berühmtheit und Reichtum gebracht, müssen sich aber nach Jahren fragen: „War das alles? Was hat mein Leben überhaupt für einen Sinn?“

      Zu einem wirklich glücklichen Leben gehört also mehr. Man braucht Werte, die einem inneren Frieden und Selbstachtung geben und durch die man auch die Achtung anderer gewinnt. Man braucht Lebensziele, die sich nicht einfach um das eigene Ich drehen — etwas, was dem Leben Sinn und Erfüllung gibt. Was für Werte und Lebensziele sind das genau? Findet man sie dadurch heraus, dass man auf seine innere Stimme hört, oder muss man woanders suchen? Damit befassen sich die nächsten Artikel.

      [Kasten auf Seite 3]

      EINE VERDREHTE ANSICHT ÜBER ERFOLG

      Wie man festgestellt hat, greifen immer mehr junge Sportler zu leistungssteigernden Mitteln, die ihnen schaden können. Das Internetmagazin Education Update Online berichtet: „In einer kürzlich durchgeführten Studie wurden Studenten gefragt, ob sie Steroide nehmen würden, wenn sie wüssten, dass sie dann zwar einen Wettkampf gewinnen oder in eine Mannschaft aufgenommen werden, aber nach 5 Jahren krank sind. Fast alle antworteten mit Ja. Auf die Frage, ob sie die Steroide auch nehmen würden, wenn sie in 5 Jahren davon sterben würden, sagten immer noch 65 Prozent Ja.“

  • Wo soll man suchen?
    Erwachet! 2008 | November
    • Wo soll man suchen?

      WER kann uns sagen, wie wir wirklich glücklich werden — also nicht, wie wir beruflich oder finanziell erfolgreich werden, sondern wie wir echtes Glück finden? Die Grundvoraussetzungen dafür sind, wie wir schon gesehen haben, die richtigen Werte und ein edler Lebenszweck, nicht Ansehen, Geld oder Macht.

      Wo finden wir denn die richtigen Werte und die Antwort auf die Frage nach dem Zweck unseres Daseins? Sollten wir auf unsere innere Stimme hören? Hand aufs Herz: Wir alle machen Fehler und haben oft Wünsche, die in eine ganz falsche Richtung gehen (1. Mose 8:21). Genau deswegen suchen Millionen von Menschen ihr Glück in der „Begierde des Fleisches“, in der „Begierde der Augen“ und in der „auffälligen Zurschaustellung der Mittel, die jemand zum Leben hat“, wie es die Bibel ausdrückt (1. Johannes 2:16). Das führt allerdings nicht zu echtem Glück; man macht sich damit nur etwas vor. Das Ergebnis ist eine innere Leere. Viele sind deshalb zu dem Schluss gekommen, dass eigentlich nur der Schöpfer die Antwort auf die Frage nach dem Sinn des Lebens geben kann.a

      Hat Gott eine Antwort?

      Warum ist es das einzig Vernünftige, den Schöpfer zu fragen? Er weiß, warum er uns gemacht hat und somit auch, was unser Lebenszweck sein sollte. Und er weiß, wie er uns gemacht hat — wie unser Körper funktioniert, wie unser Gehirn arbeitet und was wir fühlen. Folglich kennt er auch die allerbesten Lebensprinzipien für uns. Darüber hinaus ist Gott die Liebe in Person und möchte, dass wir glücklich und erfolgreich sind (1. Johannes 4:8). Es liegt also nahe, dass er uns nicht ohne Anleitung gelassen hat. Doch wo finden wir sie? Gott wählte etwa 40 Männer aus, um seine Gedanken für uns aufzuschreiben. Das Resultat ist die Bibel (2. Timotheus 3:16, 17).b Wieso können wir uns aber auf diese Anleitung verlassen?

      Jesus Christus, der Hauptvertreter Gottes, sagte: „Wie recht die Weisheit Gottes hat, erweist sich in dem, was sie bewirkt“ (Matthäus 11:19, Hoffnung für alle; Johannes 7:29). Die Weisheit Gottes führt uns auf den Weg zu echtem Glück und Erfolg — auf „die ganze Bahn des Guten“ (Sprüche 2:8, 9). Die Weisheit, die von Menschen kommt und Gott außer Acht lässt, kann dagegen nur zu Misserfolg und Enttäuschung führen (Jeremia 8:9).

      Ein Beispiel dafür ist die Hippie-Bewegung, die in den 1960er-Jahren aufkam. Ihre Vertreter wehrten sich gegen die traditionellen Normen und lehnten jede Art Autorität ab. Sie suchten ihr Glück in Drogen, lebten nur für das Jetzt und propagierten sexuelle Freiheit. War diese Lebensphilosophie der Weisheit letzter Schluss? Haben ihre Anhänger dadurch einen Sinn im Leben gefunden und Werte, die ihnen inneren Frieden und echtes Glück gebracht haben? Oder hat dieser Lebensstil nicht vielmehr dazu beigetragen, dass es mit der menschlichen Gesellschaft moralisch noch weiter bergab ging? (2. Timotheus 3:1-5).

      Im Gegensatz zu menschlichen Philosophien hat sich die Weisheit der Bibel schon über Jahrtausende bewährt (Jesaja 40:8). Darauf wird im Anschluss noch näher eingegangen: Es werden sechs biblische Lebensprinzipien beleuchtet, die Millionen rund um den Globus zu echtem Glück verholfen haben, und zwar ganz unabhängig davon, ob sie sich eher auf der Sonnenseite oder auf der Schattenseite des Lebens befinden.

      [Fußnoten]

      a Siehe den Kasten „Wie die Vorstellung von Glück und Erfolg verzerrt wird“.

      b Siehe die Sonderausgabe von Erwachet! „Kann man der Bibel vertrauen?“ (November 2007). Es werden unter anderem archäologische, geschichtliche und naturwissenschaftliche Beweise dafür angeführt, dass die Bibel tatsächlich von Gott stammt.

      [Kasten auf Seite 5]

      WIE DIE VORSTELLUNG VON GLÜCK UND ERFOLG VERZERRT WIRD

      Viele behaupten, es gebe keinen Gott und wir seien ein Produkt des Zufalls. Würde das stimmen, hätten wir unser Leben nur einer Reihe chemischer und biologischer Unfälle zu verdanken. Die Suche nach allgemeingültigen Werten und einem Sinn im Leben wäre dann völlig umsonst.

      Andere glauben, dass Gott zwar den Menschen erschaffen hat, sich seitdem aber nicht mehr um ihn kümmert. Das würde heißen, wir wären völlig uns selbst überlassen — ohne Sinn im Leben und ohne verbindliche Verhaltensnormen. Überlegen wir einmal: Gott stattete alle Vertreter des Tierreichs mit einem Instinkt aus, damit sie ihren Platz in der Natur ausfüllen können. Überall erkennt man seine unendliche Weisheit. Würde uns dieser Schöpfer erst erschaffen und dann völlig orientierungslos durch die Welt ziehen lassen? (Römer 1:19, 20).

      Atheistische Philosophien machen die Suche nach einem Sinn im Leben und nach allgemeingültigen Werten überflüssig. Sie reduzieren Glück und Erfolg auf das Streben nach Geld und Macht.

      [Bild auf Seite 5]

      Die Weisheit aus der Bibel zeigt sich in dem, was sie bewirkt

  • Sechs Schlüssel zu Glück und Erfolg
    Erwachet! 2008 | November
    • Sechs Schlüssel zu Glück und Erfolg

      ECHTES Glück verspürt man, wenn man sich an Gottes Gebote hält und so lebt, wie Gott es für uns vorgesehen hat. Das ist der beste Lebensweg. Wer diesen Weg geht, wird, wie die Bibel in Psalm 1:3 sagt, „gewiss wie ein Baum werden, gepflanzt an Wasserbächen, der seine eigene Frucht gibt zu seiner Zeit und dessen Laub nicht welkt, und alles, was er tut, wird gelingen.“

      Obwohl wir alle unsere Schwächen und Fehler haben, kann unser Leben unter dem Strich ein voller Erfolg sein. Wünscht sich das nicht jeder? Sehen wir uns deshalb sechs biblische Lebensprinzipien an, die uns dazu verhelfen. Dabei wird uns klar werden, dass die Aussagen der Bibel auf der Weisheit Gottes beruhen (Jakobus 3:17).

      1 Die richtige Einstellung zu Geld

      „Die Geldliebe ist eine Wurzel von schädlichen Dingen aller Arten, und indem einige dieser Liebe nachstrebten, . . . haben [sie] sich selbst mit vielen Schmerzen überall durchbohrt“ (1. Timotheus 6:10). Hier geht es nicht um Geld an sich, denn Geld braucht man nun mal zum Leben und um für seine Familie sorgen zu können. Es geht darum, ob man Geld liebt. Wer Geld liebt, macht es zu seinem Herrn oder Gott.

      Wie bereits erwähnt, geben sich Menschen, die ihr Glück im Reichtum suchen, einer Illusion hin. Sie handeln sich „viele Schmerzen“ ein, zum Beispiel Enttäuschung. Die Jagd nach Reichtum geht oft auf Kosten von Freundschaften und familiären Bindungen. Auch der Schlaf kann leiden — wenn nicht wegen der Arbeit, dann wegen anderer Ängste und Sorgen. „Süß ist der Schlaf des Dienenden, ungeachtet, ob es wenig oder viel sei, was er isst; aber der Überfluss, der dem Reichen gehört, lässt ihn nicht schlafen“, heißt es in Prediger 5:12.

      Geld ist nicht nur ein grausamer Herr, sondern auch ein gerissener. Jesus Christus sprach von der „trügerischen Macht des Reichtums“ (Markus 4:19). Reichtum verspricht Glück, hält sein Versprechen aber nicht. Man entwickelt nur die Gier nach mehr. „Wer nur Silber liebt, wird mit Silber nicht gesättigt werden“, sagt die Bibel (Prediger 5:10).

      Wer Geld liebt, wird letztendlich nur enttäuscht und kann sogar kriminell werden (Sprüche 28:20). Viel weiter kommt man mit Großzügigkeit, Versöhnlichkeit, einer hohen Moral, Liebe und einer engen Beziehung zu Gott.

      2 Großzügigkeit

      „Beglückender ist Geben als Empfangen“ (Apostelgeschichte 20:35). Gibt man hin und wieder anderen etwas ab, wird man Momente des Glücks erleben. Ist man generell großzügig, wird das Glück sogar von Dauer sein. Großzügigkeit kann sich ganz unterschiedlich zeigen. Eine der besten Möglichkeiten besteht darin, von sich selbst zu geben, und das wird auch oft am meisten geschätzt.

      Der Forscher Stephen G. Post hat die Ergebnisse mehrerer Studien über den Zusammenhang zwischen Selbstlosigkeit, Glück und Gesundheit zusammengetragen. Er kam zu dem Schluss, dass selbstlose, hilfsbereite Menschen ein längeres, glücklicheres Leben haben, eine bessere körperliche und psychische Verfassung und weniger Depressionen.

      Großzügigkeit macht übrigens nicht arm. In Sprüche 11:25 heißt es: „Wenn du mit anderen teilst, wirst du selbst beschenkt; wenn du den Durst anderer stillst, lässt man dich auch nicht verdursten“ (Gute Nachricht Bibel). Ein Mensch, der von Herzen großzügig ist und sich davon nichts zurückerhofft, wird geschätzt und geliebt — besonders von Gott (Hebräer 13:16).

      3 Versöhnlichkeit

      „Fahrt fort . . . einander bereitwillig zu vergeben, wenn jemand Ursache zu einer Klage gegen einen anderen hat. So, wie Jehova euch bereitwillig vergeben hat, so tut auch ihr“ (Kolosser 3:13). Verzeihen ist heutzutage nicht gerade populär. Die meisten zahlen lieber mit gleicher Münze zurück, statt Nachsicht zu üben. Auf eine Kränkung folgt eine Beleidigung, auf einen Angriff ein Gegenangriff.

      Das ist aber noch nicht alles. Die kanadische Zeitung The Gazette berichtete über eine Studie mit 4 600 Teilnehmern im Alter von 18 bis 30 Jahren. Was fand man dabei heraus? Je feindseliger, frustrierter und hinterhältiger ein Mensch ist, umso schlechter arbeitet die Lunge. Zum Teil waren die Auswirkungen schlimmer als beim Rauchen. Versöhnlichkeit sorgt also nicht nur für ein reibungsloseres Miteinander, sondern ist auch eine gute Medizin.

      Wie kann man verzeihen lernen? Ein erster Schritt wäre, sich einmal ganz ehrlich zu fragen, ob man nicht selber auch manchmal andere verärgert und dann froh ist, wenn sie darüber hinwegsehen. Schon von daher müsste es eigentlich selbstverständlich sein, dass man mit anderen nachsichtig ist (Matthäus 18:21-35). Ein guter Rat in brenzligen Situationen ist auch, erst einmal „bis zehn zu zählen“ oder sich sonst irgendwie zu beruhigen. Dabei ist es eine Hilfe, wenn man Selbstbeherrschung als Stärke sieht. „Wer langsam ist zum Zorn, ist besser als ein Starker“, lesen wir in Sprüche 16:32. „Besser als ein Starker“ — wenn das kein Erfolg ist!

      4 Eine hohe Moral

      „Das Gebot Jehovas ist rein, erleuchtet die Augen“ (Psalm 19:8). Die Gebote Gottes sind einfach nur gut für uns, sowohl für unsere körperliche als auch für unsere seelische Verfassung. Sie sind ein Schutz vor Drogen- und Alkoholmissbrauch, sexuellem Fehlverhalten, vor Pornografie und vielem anderen, was uns nur schaden würde (2. Korinther 7:1; Kolosser 3:5). Schaden deshalb, weil zu den Folgen Kriminalität, Armut, Vertrauensverlust, kaputte Familien, psychische Probleme, Krankheiten und sogar der Tod gehören können.

      Im Gegensatz dazu haben Menschen, die sich an die Gebote Gottes halten, oft gute, dauerhafte Freundschaften, Selbstachtung und inneren Frieden. In Jesaja 48:17, 18 heißt es, dass Gott uns zu unserem Nutzen lehrt und uns den richtigen Weg zeigt. Er bittet uns: „O wenn du doch nur meinen Geboten Aufmerksamkeit schenktest! Dann würde dein Frieden so werden wie ein Strom und deine Gerechtigkeit wie die Meereswellen.“ Unser Schöpfer wünscht uns nur das Allerbeste. Er möchte uns den Weg zu echtem Glück zeigen.

      5 Selbstlose Liebe

      „Die Liebe . . . erbaut“ (1. Korinther 8:1). Könnte man sich ein Leben ohne Liebe vorstellen? Was für ein leeres, trauriges Dasein das doch wäre! „Wenn ich . . . nicht Liebe habe, so bin ich nichts“, schrieb der Apostel Paulus unter dem Einfluss von Gottes Geist und fügte noch hinzu, dass ihm dann alle noch so guten Taten nichts nützen würden (1. Korinther 13:2, 3).

      Die Liebe, um die es hier geht, hat nichts mit Sex zu tun, obwohl natürlich auch diese Art Liebe ihre Berechtigung hat. Paulus meint eine edlere, beständigere Liebe, die sich von göttlichen Prinzipien leiten lässt (Matthäus 22:37-39).a Diese Liebe ist nicht passiv, sondern legt großen Wert auf Geben. Sie ist, wie Paulus weiter sagt, geduldig und gütig. Sie ist nicht eifersüchtig, angeberisch oder stolz, sondern hat selbstloses Interesse an anderen. Auch ist sie nicht schnell beleidigt, sondern verzeiht gern. Eine solche Liebe tut gut. Sie hilft, miteinander auszukommen, und trägt vor allem zu einem glücklichen Familienleben bei (1. Korinther 13:4-8).

      Für Eltern würde das bedeuten, dass sie ihren Kindern Nestwärme geben, ihnen eine hohe Moral beibringen und Verhaltensregeln aufstellen, die sich an der Bibel orientieren. Kinder fühlen sich in so einem Umfeld geborgen, geliebt und geschätzt (Epheser 5:33 bis 6:4; Kolosser 3:20).

      Jack, ein junger Amerikaner, kommt aus einer Familie, in der biblische Prinzipien großgeschrieben werden. Nachdem er von zu Hause ausgezogen war, schrieb er seinen Eltern: „Ich habe immer versucht, mich an das Gebot zu halten: Ehre deinen Vater und deine Mutter, damit es dir gut geht (5. Mose 5:16). Damit bin ich immer gut gefahren. Jetzt ist mir erst so richtig klar geworden, dass ich das eurer Liebe zu verdanken habe und weil ihr eure Aufgabe so ernst genommen habt. Ich danke euch, dass ihr euch so viel Mühe mit mir gegeben habt und immer für mich da wart.“ Wie schön muss es für Eltern sein, so einen Brief zu bekommen!

      Die prinzipientreue Liebe „freut sich mit der Wahrheit“ — mit der Wahrheit der Bibel (1. Korinther 13:6; Johannes 17:17). Stellen wir uns ein Paar vor, das Eheprobleme hat. Die beiden setzen sich zusammen hin und lesen Jesu Worte in Markus 10:9: „Was also Gott zusammengejocht hat, bringe kein Mensch auseinander.“ Das wird sie zum Nachdenken bringen: Freuen wir uns wirklich mit der biblischen Wahrheit? Ist die Ehe für uns genauso heilig, wie sie es für Gott ist? Sind wir bereit, unsere Probleme mit Liebe zu lösen? Wenn ja, ist das ein Erfolg, über den sie sich freuen können.

      6 Eine enge Beziehung zu Gott

      „Glücklich sind die, die sich ihrer geistigen Bedürfnisse bewusst sind“ (Matthäus 5:3). Anders als Tiere haben Menschen das Bedürfnis, nach etwas Höherem zu suchen. Sie stellen sich Fragen wie: Was ist der Sinn des Lebens? Gibt es einen Schöpfer? Was geschieht nach dem Tod? Was bringt die Zukunft?

      Weltweit haben Millionen Menschen festgestellt, dass diese Fragen in der Bibel beantwortet werden. Die letzte Frage beispielsweise hängt damit zusammen, was Gott für die Menschheit vorgesehen hat. Er möchte, dass aus der Erde ein Paradies wird, in dem Menschen, die ihn und seine Gebote lieben, für immer leben werden. In Psalm 37:29 heißt es: „Die Gerechten selbst werden die Erde besitzen, und sie werden immerdar darauf wohnen.“

      Unser Schöpfer möchte also, dass wir nicht nur 70, 80 Jahre Glück und Erfolg genießen, sondern bis in alle Ewigkeit. Das Beste, was man heute tun kann, ist daher, seinen Schöpfer näher kennenzulernen. Jesus sagte: „Dies bedeutet ewiges Leben, dass sie fortgesetzt Erkenntnis in sich aufnehmen über dich, den allein wahren Gott, und über den, den du ausgesandt hast, Jesus Christus“ (Johannes 17:3). Wenn man Gott und Jesus kennenlernt und nach der Bibel lebt, wird man feststellen, wie wahr die Worte aus Sprüche 10:22 sind: „Der Segen Jehovas — er macht reich, und keinen Schmerz fügt er ihm hinzu.“

      [Fußnote]

      a An fast allen Stellen in den Christlichen Griechischen Schriften oder dem Neuen Testament, in denen das Wort Liebe vorkommt, steht im Griechischen das Wort agápe. Dabei handelt es sich um eine Liebe, die auf hohen Moralbegriffen beruht und ganz bewusst geübt wird — und zwar aus Prinzip, aus einem Verantwortungsgefühl heraus und aus Anstand. Dieser Liebe fehlt es dabei aber nicht an Gefühl, Wärme und Tiefe (1. Petrus 1:22).

      [Kasten auf Seite 7]

      WEITERE PRINZIPIEN FÜR EIN GLÜCKLICHES LEBEN

      ◼ Mäßige Lebensweise. „Ein Trunkenbold und ein Schlemmer werden verarmen“ (Sprüche 23:21).

      ◼ Die richtigen Freunde. „Wer mit Weisen wandelt, wird weise werden, wer sich aber mit den Unvernünftigen einlässt, dem wird es schlecht ergehen“ (Sprüche 13:20).

      ◼ Ehrfurcht vor Gott. „Die Furcht Jehovas ist der Weisheit Anfang“ (Sprüche 9:10).

      ◼ Verzicht auf Vergeltung. „Vergeltet niemandem Böses mit Bösem“ (Römer 12:17).

      ◼ Fleiß. „Wenn jemand nicht arbeiten will, soll er auch nicht essen“ (2. Thessalonicher 3:10).

      ◼ Die Goldene Regel. „Alles daher, was ihr wollt, dass euch die Menschen tun, sollt auch ihr ihnen ebenso tun“ (Matthäus 7:12).

      ◼ Freundlicher Umgangston. „Wer das Leben lieben und gute Tage sehen möchte, der halte seine Zunge vom Bösen zurück“ (1. Petrus 3:10).

      [Kasten/Bild auf Seite 8]

      LIEBE IST DIE BESTE MEDIZIN

      Der Arzt und Autor Dean Ornish schrieb: „Liebe und menschliche Nähe sind die Wurzeln all dessen, was uns krank oder gesund macht, Traurigkeit oder ein Glücksgefühl in uns aufsteigen lässt, Leid bringt oder zur Heilung führt. Käme ein neues Medikament mit der gleichen Wirkung auf den Markt, würde jeder Arzt es seinen Patienten empfehlen. Es nicht zu verschreiben wäre unterlassene Hilfeleistung.“

      [Kasten/Bilder auf Seite 9]

      HEUTE IST ER EIN GLÜCKLICHER MENSCH

      Als in Milankos Heimat auf dem Balkan ein Krieg ausbrach, wurde er Soldat. Wegen seiner „Heldentaten“ nannte man ihn Rambo (nach der brutalen Filmfigur). Die Korruption und Scheinheiligkeit, die er beim Militär beobachtete, raubten ihm dann aber mit der Zeit alle Illusionen. Er schreibt: „Ich begann zu trinken, zu rauchen, Drogen zu nehmen und zu spielen. Auch hatte ich viele Frauen. Mein Leben war eine einzige Katastrophe. Ich wusste einfach nicht mehr weiter.“

      In dieser schwierigen Phase seines Lebens fing Milanko an, in der Bibel zu lesen. Als er einmal bei einem Verwandten zu Besuch war, fiel ihm Der Wachtturm in die Hände (eine von Jehovas Zeugen herausgegebene Zeitschrift). Ihm gefielen die Artikel darin und schon bald unterhielt er sich regelmäßig mit Zeugen Jehovas über die Bibel. Was er dabei lernte, half ihm zu verstehen, wie man wirklich glücklich und erfolgreich werden kann. „Das hat mir enorm Auftrieb gegeben“, erzählt er. „Ich konnte mit allen meinen schlechten Gewohnheiten brechen. Dadurch bin ich ein ganz anderer Mensch geworden. Heute bin ich ein Zeuge Jehovas. Weil ich jetzt ganz anders bin als früher, nennen mich die Leute nicht mehr Rambo, sondern so, wie man mich schon als Kind genannt hat: Zec [Häschen].“

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