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    Der Wachtturm 1986 | 15. Februar
    • Vereint dem Ziel, dem ewigen Leben, entgegenjagen

      „Dies bedeutet ewiges Leben, daß sie fortgesetzt Erkenntnis in sich aufnehmen über dich, den allein wahren Gott, und über den, den du ausgesandt hast, Jesus Christus“ (JOHANNES 17:3).

      1. (a) Bei welcher Gelegenheit sprach Jesus zum erstenmal vom „ewigen Leben“? (b) Wer kann dieses Ziel erreichen?

      VERSTOHLEN nähert er sich im Schutz der Dunkelheit. Es ist Nikodemus. Ihn haben die Zeichen beeindruckt, die Jesus zur Passahzeit des Jahres 30 u. Z. in Jerusalem vollbrachte. Im Gespräch mit diesem Pharisäer erwähnt der Sohn Gottes zum erstenmal (gemäß den Aufzeichnungen) den Begriff „ewiges Leben“. Danach äußert er folgende herzerfreuende Worte: „So sehr hat Gott die Welt geliebt, daß er seinen einziggezeugten Sohn gab, damit jeder, der Glauben an ihn ausübt, nicht vernichtet werde, sondern ewiges Leben habe“ (Johannes 3:15, 16). Welch großartige Gelegenheit sich nun für die erlösbare Menschenwelt erschließt! Selbst ein stolzer Pharisäer demütigt sich womöglich, um dieses Ziel zu erreichen.

      2. (a) Unter welchen Umständen sprach Jesus erneut vom „ewigen Leben“? (b) Wem werden lebengebende Wasser zur Verfügung gestellt?

      2 Kurz danach geht Jesus von Jerusalem nach Galiläa. Er macht eine Pause an einem Brunnen in Samaria, während seine Jünger etwas zu essen kaufen. Eine Frau kommt, um Wasser zu schöpfen. Jesus sagt zu ihr: „Wer auch immer von dem Wasser trinkt, das ich ihm geben will, der wird überhaupt nie durstig werden, sondern das Wasser, das ich ihm geben will, wird in ihm zu einer Wasserquelle werden, die hervorsprudelt, um ewiges Leben zu vermitteln“ (Johannes 4:14). Warum hält Jesus dieser Frau eine solch kostbare Hoffnung vor Augen, obwohl die Samariter von den Juden verachtet werden? Außerdem ist Jesus bekannt, daß diese Frau fünf Männer gehabt hat und jetzt in einem unsittlichen Verhältnis mit einem Mann lebt, der nicht ihr Ehemann ist. Doch wie Jesus hier zu erkennen gibt, werden die lebengebenden Wasser der Wahrheit sogar den Verachteten der Menschenwelt zur Verfügung gestellt, wenn sie nur bereuen und ihr Leben in Ordnung bringen. (Vergleiche Kolosser 3:5-7.)

      3. (a) Welche Art „Speise“ empfahl Jesus? (b) Inwiefern hat sich Johannes 4:34-36 erfüllt?

      3 „Ewiges Leben“! Jesus entwickelt dieses Thema weiter, da jetzt seine Jünger zurückgekommen sind und ihn drängen zu essen. Er sagt zu ihnen: „Meine Speise ist, daß ich den Willen dessen tue, der mich gesandt hat, und sein Werk vollende.“ Welches Werk? Jesus sagt: „Erhebt eure Augen, und schaut die Felder an, daß sie weiß sind zur Ernte. Schon empfängt der Schnitter Lohn und sammelt Frucht zum ewigen Leben.“ Selbst bei den verachteten Samaritern stand eine solche Ernte in Aussicht und wurde auch, wie aus dem Bericht hervorgeht, zur erfreulichen Wirklichkeit (Johannes 4:34-36; Apostelgeschichte 8:1, 14-17). Die Ernte im Hinblick auf ewiges Leben hält bis zum heutigen Tag an, aber jetzt ist das Feld die Welt. Die Jünger Jesu Christi haben in diesem Werk des Herrn immer noch viel zu tun (Matthäus 13:37, 38; 1. Korinther 15:58).

      „Die Gabe des Lebens“

      4. Was erwiderte Jesus den Juden in bezug auf das Halten des Sabbats?

      4 Ein Jahr später: Passahzeit des Jahres 31 u. Z. Wegen des Festes hält sich Jesus, seiner Gewohnheit entsprechend, in Jerusalem auf. Aber die Juden fangen an, ihn zu verfolgen, weil er in seiner Güte am Sabbat Heilungen vornimmt. Was erwidert Jesus ihnen? Er sagt: „Mein Vater hat bis jetzt fortwährend gewirkt, und ich wirke fortwährend.“ Daher suchen sie ihn zu töten (Johannes 5:17, 18).

      5, 6. (a) Welche kostbare Gemeinschaft beschreibt Jesus hier? (b) In welcher Hinsicht hat Jesus „Leben in sich selbst“?

      5 Danach beschreibt Jesus eine äußerst kostbare Gemeinschaft — die Einheit oder Übereinstimmung, die zwischen ihm und dem Vater besteht. Er sagt zu jenen Juden: „Der Vater hat Zuneigung zum Sohn und zeigt ihm alle Dinge, die er selbst tut, und er wird ihm größere Werke als diese zeigen, so daß ihr euch wundern mögt.“ Er deutet an, daß der Vater ihm außergewöhnliche Macht verliehen hat: „Wer auf mein Wort hört und dem glaubt, der mich gesandt hat, hat ewiges Leben, und er kommt nicht ins Gericht, sondern ist aus dem Tod zum Leben hinübergegangen“ (Johannes 5:20, 24).

      6 Ja, sogar diejenigen, die aufgrund ihrer ererbten Sündhaftigkeit in Gottes Augen tot sind, können die „Stimme des Sohnes Gottes“ hören und zum Leben kommen. Aber wie? Jesus erklärt: „So, wie der Vater Leben in sich selbst hat, so hat er auch dem Sohn gewährt, Leben in sich selbst zu haben.“ Die Worte „Leben in sich selbst“ können auch mit „die Gabe des Lebens in sich selbst“ wiedergegeben werden (Johannes 5:25, 26, New World Translation—With References, Fußnote). Jesus ist also in der Lage, Menschen einen vortrefflichen Stand vor Gott zu verleihen. Außerdem ist er in der Lage, die Entschlafenen aufzuerwecken und ihnen Leben zu vermitteln (Johannes 11:25; Offenbarung 1:18).

      7. (a) Was zeigt uns Psalm 36:5, 9 in bezug auf Gott? (b) Wie hat Jehova seinen Sohn, der die Lauterkeit bewahrt hat, belohnt?

      7 Jehova hat schon immer Leben in sich selbst gehabt. Es heißt von ihm: „Bei dir ist der Quell des Lebens“ (Psalm 36:5, 9). Aber nun hat der Vater seinen Sohn, der die Lauterkeit bewahrt hat, auferweckt, und zwar als „Erstling derer, die im Tod entschlafen sind“. Da Jesus „die Gabe des Lebens in sich selbst“ hat, ist er ermächtigt, Sünden zu vergeben, zu richten und die Toten aufzuerwecken — mit der Aussicht auf ewiges Leben (1. Korinther 15:20-22; Johannes 5:27-29; Apostelgeschichte 17:31).

      Eine freudige Gemeinschaft

      8, 9. (a) Wie können wir das Ziel, das ewige Leben, im Sinn behalten? (b) Welche Vorkehrung trifft Gott in bezug auf das ewige Leben? (c) Wer hat an diesen Segnungen teil, und inwiefern?

      8 Jesu Jünger Judas ermahnt uns: „Bewahrt euch selbst in Gottes Liebe, während ihr mit der Aussicht auf ewiges Leben auf die Barmherzigkeit unseres Herrn Jesus Christus wartet“ (Judas 21). Welch ein kostbares Ziel — ewiges Leben! Und das wird ein Leben in Vollkommenheit sein gemäß dem Willen unseres vollkommenen Schöpfers und gemäß der Vorkehrung, die er durch seinen Sohn trifft. Es wird frei sein von der Mühsal, die dem Kampf um das Überleben im gegenwärtigen System der Dinge so oft anhaftet. Im kommenden System der Dinge wird es Trauer, Krankheit, Gesetzlosigkeit, Verdorbenheit und sogar den Tod nicht mehr geben (Micha 4:3, 4; 1. Korinther 15:26).

      9 Wer wird an der Verwirklichung dieser Verheißungen teilhaben? Und wo? Es sind diejenigen, die Glauben an Jesu Opfer ausüben und diesem Glauben gottgemäße Werke hinzufügen. Sie werden mit ihren Mitchristen weltweit in der Einheit des Glaubens harmonisch zusammengefügt (Jakobus 2:24; Epheser 4:16).

      10. (a) Was steht gemäß Gottes „Verwaltung“ an erster Stelle? (b) Was kommt gemäß der „Verwaltung“ als nächstes?

      10 Gott hat sich nach seinem Wohlgefallen eine „Verwaltung“ „vorgesetzt“, um „in dem Christus wieder alle Dinge zusammenzubringen, die Dinge in den Himmeln und die Dinge auf der Erde“ (Epheser 1:8-10). Das ist Gottes Anordnung, gemäß der die Einsammlung der 144 000 Miterben Christi an erster Stelle steht. Sie werden „als Erstlinge aus den Menschen für Gott und für das Lamm [Jesus Christus] erkauft“. Sie haben an der „ersten [der himmlischen] Auferstehung“ teil, so daß sie mit Christus tausend Jahre als Könige und Priester dienen können. Als nächstes kommt gemäß Gottes Verwaltung die Einsammlung der „Dinge auf der Erde“, und zwar anfangs in Form einer zahllosen „großen Volksmenge ... aus allen Nationen und Stämmen und Völkern und Zungen“. Diese Diener Gottes werden aus der „großen Drangsal“ kommen und die Aussicht haben, ewiges Leben als Teil einer „neuen Erde“ zu erlangen (Offenbarung 14:1, 4; 20:4, 6; 7:4, 9-17; 21:1, 4).

      11. (a) Auf welche kostbare „Gemeinschaft“ bezieht sich Epheser 1:11? (b) Inwiefern ist Johannes 15:4, 5 auf diejenigen anzuwenden, die sich in dieser „Gemeinschaft“ befinden?

      11 Die geistgezeugten Söhne Gottes, die die „Dinge in den Himmeln“ sind, erfreuen sich eines sehr engen Verhältnisses zu Jesus und zu dem Vater. Sie sind ‘eingesetzt zu Erben’ des Königreiches in Gemeinschaft mit Jesus (Epheser 1:11). Jesus ermunterte sie, in Gemeinschaft mit ihm zu bleiben, so wie Zweige am Weinstock bleiben, um viel Frucht zu tragen. Wenn diese kostbare Gemeinschaft mit Christus Jesus nicht aufrechterhalten wird, können die Zweige „gar nichts tun“ (Johannes 14:10, 11, 20; 15:4, 5; 1. Johannes 2:27).

      Die „anderen Schafe“ haben jetzt teil

      12. (a) Welche Beziehung besteht zwischen den „anderen Schafen“ und der „kleinen Herde“? (b) Wie ist 1. Johannes 2:1-6 in bezug auf jede dieser Gruppen anzuwenden?

      12 Was geschieht jedoch mit den Millionen anderen schafähnlichen Menschen, die in den vergangenen 50 Jahren von den weltlichen „Böcken“ getrennt worden sind? (Matthäus 25:31-40). Sie gehören nicht zu Jesu „kleiner Herde“, der das Königreich gegeben wird, sondern sie schließen sich ihr als „andere Schafe“ an und werden dadurch Teil einer größeren Herde, die in Einheit mit dem Vater und dem Sohn dient (Lukas 12:32; Johannes 10:16). Wie der Apostel Johannes versichert, ist Jesus Christus ein „Sühnopfer für unsere Sünden [das heißt für die der „kleinen Herde“], doch nicht nur für die unseren, sondern auch für die der ganzen Welt“. Demzufolge können sich diese „anderen Schafe“, die aus der Menschenwelt eingesammelt werden, ebenfalls einer kostbaren Gemeinschaft oder Eintracht mit Gott und Christus erfreuen. Es verhält sich so, wie Johannes im folgenden sagt: „Wer ... sein Wort hält, in diesem ist wahrhaftig die Liebe Gottes vollkommen gemacht worden. Dadurch wissen wir, daß wir in Gemeinschaft mit ihm sind.“ Zuerst kommen die Glieder der „kleinen Herde“ und dann die „anderen Schafe“ unter die Verpflichtung, so zu wandeln, wie Jesus wandelte (1. Johannes 2:1-6).

      13. (a) Worum betete Jesus gemäß Johannes 17:20, 21? (b) Was zeigt, daß diese Bitte nicht auf Christi Miterben beschränkt ist?

      13 Heute sind beide Gruppen, die himmlische und die irdische, ‘in Gemeinschaft mit dem Vater und mit dem Sohn’ — in völligem Einklang mit ihnen bei der Ausführung des Werkes Gottes. Jesus betete darum, daß „sie alle eins [einig] seien, so wie du, Vater, in Gemeinschaft bist mit mir und ich in Gemeinschaft bin mit dir, daß auch sie in Gemeinschaft mit uns seien“. Diese Einheit beschränkt sich nicht auf eine Gemeinschaft als Erben, denn offensichtlich werden Jesu Jünger nicht Teil eines „Leibes Jehovas“ oder „Miterben mit Jehova“. Der Ausdruck „in Gemeinschaft“ bezieht sich auf die Einigkeit in der Zusammenarbeit und darauf, daß sie sowohl mit Jehova als auch mit Christus eines Herzens und eines Sinnes sind, während sie der Menschenwelt Zeugnis geben (Johannes 17:20, 21).

      14. Auf welch besondere Weise sind die Glieder der himmlischen Klasse in Gemeinschaft mit Christus, und wodurch wird ihnen dieses Bewußtsein vermittelt?

      14 Doch die Glieder der gesalbten, himmlischen Klasse erfreuen sich dieser Gemeinschaft jetzt auf besondere Weise, da sie durch die Anwendung des Verdienstes des Opfers Jesu gerechtgesprochen worden sind. Daher können sie vom Geist gezeugt werden mit der Aussicht, Miterben Jesu Christi zu werden. Sie bekennen ihre Annahme an Sohnes Statt, indem sie sagen: „Der Geist selbst [Gottes zeugende wirksame Kraft] bezeugt mit unserem Geist [unserer vorherrschenden Gesinnung], daß wir Gottes Kinder sind“ (Römer 3:23, 24; 5:1; 8:15-18).

      15. Was bietet die Gegenwart und die Zukunft denjenigen, die Aussicht auf irdisches Leben haben?

      15 Diejenigen, die Aussicht auf irdisches Leben haben, werden jetzt als Freunde Gottes gerechtgesprochen, so wie einst Abraham, Rahab und andere. Während der Tausendjahrherrschaft Christi werden sie allmählich zu menschlicher Vollkommenheit gebracht, so daß nach einer Schlußprüfung „die Schöpfung selbst auch von der Sklaverei des Verderbens frei gemacht werden wird zur herrlichen Freiheit der Kinder Gottes“ (Römer 8:19-21; Jakobus 2:21-26). So werden gehorsame Menschen zu ewigem Leben auf der Erde gerechtgesprochen. (Vergleiche Johannes 10:10; Jesaja 9:7; 11:1-9; 35:1-6; 65:17-25.)

      16. (a) In welcher Hinsicht sind die „kleine Herde“ und die „anderen Schafe“ miteinander „in Gemeinschaft“? (b) Doch warum bezieht sich Johannes 3:3-5 nur auf die „kleine Herde“?

      16 Die Glieder der „kleinen Herde“ und die der zahlreichen Volksmenge der „anderen Schafe“ bekunden als einzelne einen vergleichbar freudigen Eifer im Dienst Gottes (Lukas 12:32; Johannes 10:16; Titus 2:13, 14). Die meisten der übriggebliebenen Gesalbten sind, was das Alter und die christliche Erfahrung anbelangt, weiter fortgeschritten, aber beide Gruppen weisen die christliche Persönlichkeit und die Frucht des Geistes auf (Epheser 4:24; Galater 5:22, 23). Es besteht jedoch ein Unterschied. Das deutete Jesus gegenüber Nikodemus an, noch bevor er über das ewige Leben sprach. Er sagte: „Wenn jemand nicht wiedergeboren wird, kann er das Königreich Gottes nicht sehen“ (Johannes 3:3-5). Die getauften Christen, die Gott zu Miterben mit Jesus in seinem Königreich beruft, erfahren also eine geistige Wiedergeburt (1. Korinther 1:9, 26-30). Die „anderen Schafe“ bedürfen keiner solchen Wiedergeburt, denn ihr Ziel ist es, als Untertanen des Königreiches ewig in dem wiederhergestellten irdischen Paradies zu leben (Matthäus 25:34, 46b; Lukas 23:42, 43).

      Das Gedächtnismahl — und der neue Bund

      17. (a) Warum sollten sich alle, die das ewige Leben zum Ziel haben, am 24. März mit Gottes Volk versammeln? (b) Was ist zur Gedächtnismahlfeier des Jahres 1985 zu sagen?

      17 Im Jahre 1986 werden Jehovas Zeugen die Feier zum Gedächtnis an Jesu Tod am 24. März nach Sonnenuntergang abhalten. Dabei wird die Aufmerksamkeit auf das gelenkt werden, was Jesus für die Rechtfertigung des Namens und des Vorsatzes seines Vaters und zugunsten der sündigen Menschheit getan hat: die Opferung seines vollkommenen menschlichen Körpers und Lebensblutes (1. Korinther 11:23-26). Daher sollten sich weltweit alle, die das ewige Leben (ob im Himmel oder auf der Erde) zum Ziel haben, mit Gottes Volk zu diesem freudigen Anlaß einfinden. Im Jahre 1985 gedachten auf diese Weise insgesamt 7 792 109 Personen des Todes Jesu. Allerdings nahmen nur 9 051 von den Gedächtnismahlsymbolen, dem Brot und dem Wein, die Jesu menschlichen Körper und sein Blut darstellen. Warum nur so wenige?

      18, 19. (a) Auf welche Bünde bezieht sich Jesus in Lukas, Kapitel 22? (b) Welchem Zweck dient jeder Bund? (c) Inwiefern dient Jesus, der von Moses vorgeschattet wurde, als der „e i n e Mittler“?

      18 Nun, was sagte Jesus an jenem Abend, an dem er das Mahl zum Gedächtnis an seinen Tod einsetzte? Nachdem er seinen Jüngern das Brot gegeben hatte, reichte er ihnen in ähnlicher Weise den Wein, wobei er sagte: „Dieser Becher bedeutet den neuen Bund kraft meines Blutes, das zu euren Gunsten vergossen werden wird.“ Später betonte er noch, warum er sie in den neuen Bund aufnahm: „Ihr aber seid es, die in meinen Prüfungen mit mir durchgehalten haben; und ich mache einen Bund mit euch, so wie mein Vater einen Bund mit mir gemacht hat, für ein Königreich, damit ihr an meinem Tisch in meinem Königreich eßt und trinkt und auf Thronen sitzt, um die zwölf Stämme Israels zu richten“ (Lukas 22:19, 20, 28-30).

      19 Der Prophet Jeremia hatte den neuen Bund vorausgesagt, durch den Jehova die Vergehung und die Sünde seines Volkes vergeben würde, so daß es ‘Jehova erkennen’ würde, was auf ein höchst enges Verhältnis hinweist (Jeremia 31:31, 34). So, wie Moses der „Mittler“ des Gesetzesbundes mit dem fleischlichen Israel war, ist Jesus der „Mittler eines entsprechend besseren Bundes“, den Gott mit dem geistigen „Israel Gottes“ geschlossen hat. Es geht dabei um den Loskauf derer, die zu Königreichserben mit Christus berufen worden sind. Auf diese Weise empfangen sie die „Verheißung des ewigen Erbes“ (Galater 3:19, 20; 6:16; Hebräer 8:6; 9:15; 12:24). Vor allem in diesem biblischen Sinne dient Christus Jesus als der „e i n e Mittler zwischen Gott und Menschen“ (1. Timotheus 2:5, 6).

      20. (a) Wer nimmt passenderweise von den Gedächtnismahlsymbolen? (b) Warum ist dem so?

      20 Wer darf dann passenderweise von den Gedächtnismahlsymbolen, dem Brot und dem Wein, nehmen? Es ist nur die Gruppe, die Gott in den neuen Bund aufgenommen hat, der über Jesu Opfer geschlossen worden ist (Psalm 50:5). Der Zweck dieses Bundes besteht darin, Jesu 144 000 Miterben zuerst zu menschlichem Leben gerechtzusprechen, so daß sie imstande sind, dieses Lebensrecht zu opfern, und in das himmlische Königreich aufgenommen werden können (Römer 4:25; 2. Timotheus 2:10, 12). Wie steht es jedoch mit den „anderen Schafen“?

      21. (a) Welchen Nutzen haben die „anderen Schafe“ als Beobachter beim Gedächtnismahl? (b) Worauf wird durch die Gedächtnismahlfeier die Aufmerksamkeit gelenkt, und welche Frage erhebt sich?

      21 Diejenigen, die zur Klasse der „anderen Schafe“ gehören, sind nicht im neuen Bund und nehmen daher nicht von den Symbolen. Aber dadurch, daß sie der Gedächtnismahlfeier als respektvolle Beobachter beiwohnen, werden sie alle reich gesegnet. Ihre Wertschätzung für geistige Belange wird im Sinne folgender Worte aus Jesu Gebet an seinen Vater vertieft: „Dies bedeutet ewiges Leben, daß sie fortgesetzt Erkenntnis in sich aufnehmen über dich, den allein wahren Gott, und über den, den du ausgesandt hast, Jesus Christus“ (Johannes 17:3). Denke daran, daß die Gedächtnismahlfeier die Aufmerksamkeit auf Jesu Fleisch und Blut lenkt. Das geopferte Fleisch und Blut Christi ist unerläßlich für alle, die dem Ziel, dem ewigen Leben, entgegenjagen. Inwiefern trifft das auf die „anderen Schafe“ zu, die nicht in den neuen Bund aufgenommen worden sind und daher nicht von den Gedächtnismahlsymbolen nehmen? Das wollen wir im nächsten Artikel betrachten.

  • Das „Brot des Lebens“ für alle erhältlich
    Der Wachtturm 1986 | 15. Februar
    • Das „Brot des Lebens“ für alle erhältlich

      „Ich bin das lebendige Brot, das vom Himmel herabgekommen ist; wenn jemand von diesem Brot ißt, wird er immerdar leben; und in der Tat, das Brot, das ich geben werde, ist mein Fleisch zugunsten des Lebens der Welt“ (JOHANNES 6:51).

      1. Mit welcher tragischen Situation wird die Menschheit heute konfrontiert?

      DIE Menschenwelt wird schon seit Jahrtausenden durch Brot, das am weitesten verbreitete Nahrungsmittel auf der Erde, am Leben erhalten. Es gilt als lebenswichtiges Grundnahrungsmittel. Aber heutzutage hat der Hunger nach Brot tragische Ausmaße erreicht. Ein Viertel der Erdbevölkerung wird von Hungersnot heimgesucht. In der Zeitung The Globe and Mail (Toronto, Kanada) hieß es: „Ähnlich wie der Krieg kennt die Hungersnot keine Grenzen.“ Dann wurde der Leiter von UN-Hilfsmaßnahmen in Afrika zitiert, nach dessen Warnungen Afrika am Rande „einer der größten menschlichen Tragödien, einer der größten menschlichen Herausforderungen der Geschichte, steht“.

      2, 3. (a) Zu welchem Zeichen gehört Nahrungsmittelknappheit? (b) Wie werden die Ernährungsprobleme gelöst werden? (c) Was ist noch nötig, und welche glücklich stimmende Zusicherung vermittelt uns Jesaja 25:8?

      2 Jesus sagte voraus, daß Nahrungsmittelknappheit ein Teil des Zeichens seiner Gegenwart in Königreichsmacht sein würde (Matthäus 24:3, 7, 32, 33; 25:31, 32; Lukas 21:11). Wie froh wir doch sein können, daß sich sein Königreich genaht hat! Dieser glorreiche König wird bald alle Feinde der Menschheit bezwingen, indem er mit den politischen und wirtschaftlichen Ungerechtigkeiten Schluß macht, die solch grausames Leid nach sich gezogen haben. Dann werden alle Völker jubeln, weil sie für jeden Tag ihr Brot erhalten (Matthäus 6:10, 11; 24:21, 22; Daniel 2:44; Sprüche 29:2).

      3 Unter dieser gerechten Regierung wird unsere gute Erde imstande sein, einen „Überfluß“ an Nahrung hervorzubringen, der ausreichen wird, um weit mehr als die gegenwärtige Weltbevölkerung zu ernähren (Psalm 72:12-14, 16, 18). Jehova wird für sein Volk ein „Festmahl“ an guten Dingen bereiten (Jesaja 25:6). Aber es ist noch etwas anderes nötig. Werden denn die Menschen im Laufe der Jahre immer noch krank werden und sterben? Glücklicherweise heißt es in Jesaja 25:8 von Jehova: „Er wird tatsächlich den Tod für immer verschlingen, und der Souveräne Herr Jehova wird gewißlich die Tränen von allen Angesichtern abwischen.“ Wie wird das bewerkstelligt werden?

      Jehovas liebevolle Vorkehrung

      4. Welche liebevolle Vorkehrung traf Jehova in Ägypten?

      4 Als Joseph Nahrungsmittelverwalter in Ägypten war, gab es Getreide im Überfluß. Der Grund dafür bestand darin, daß Joseph nach seiner Bevollmächtigung durch Pharao in weiser Voraussicht Vorbereitungen für die vorausgesagten sieben Hungerjahre getroffen hatte und daß Jehova in liebevoller Weise seinen Segen dazu gab (1. Mose 41:49). Für alle war genug da, und es gab noch Überschüsse. Als Jakob, Josephs Vater, sowie Josephs Brüder und ihre Familien zu Joseph nach Ägypten kamen, zogen sie großen Nutzen aus der göttlichen Vorsehung. Zweifellos wurden jene Israeliten dort auch gut vertraut mit dem Sauerteigbrot aus Weizen, da es offensichtlich aus Ägypten stammt.

      5. (a) Wie sorgte Jehova für Nahrung in der Wildnis? (b) Wer hatte mit Israel an dieser Segnung teil, und warum?

      5 Später traf Jehova für sein Volk eine weitere liebevolle Vorkehrung. Die Millionen von Israeliten verließen Ägypten und zogen durch die Wildnis des Sinai. Wie nur konnte eine so große Menschenmenge in dieser kahlen, unwirtlichen Wüste Nahrung finden? Obwohl Jehova erzürnt war über ihren Mangel an Glauben, „öffnete [er] sogar die Türen des Himmels. Und er ließ auf sie Manna zum Essen regnen, und das Korn des Himmels gab er ihnen.“ „Mit Brot vom Himmel sättigte er sie fortwährend“, und zwar während 40 langer Jahre (Psalm 78:22-24; 105:40; 2. Mose 16:4, 5, 31, 35). Man darf nicht vergessen, daß nicht nur die Israeliten Manna aßen. „Viel Mischvolk“, das aus Nichtisraeliten bestand, übte Glauben an Jehova aus und schloß sich ihnen beim Auszug aus Ägypten an. Auch für diese Menschen beschaffte Gott Manna (2. Mose 12:38).

      6. (a) Welches größere Bedürfnis hat der Mensch, und warum? (b) Was wurde durch die Opfer Israels deutlich gemacht, und was schatteten sie vor?

      6 Die Menschheit hat indes immer ein Bedürfnis gehabt, das größer ist als das Bedürfnis nach buchstäblichem „Brot vom Himmel“. Selbst diejenigen, die das durch ein Wunder zustande gekommene Manna aßen, alterten und starben, denn der ererbte sündige Zustand des Menschen macht den Tod unabwendbar, ganz gleich, welche Nahrung man zu sich nimmt (Römer 5:12). Israels Opfer waren ein Mittel zur Aufrechterhaltung eines guten Verhältnisses zu Gott, aber jene Opfer machten auch den sündigen Zustand der Nation deutlich. Sie ‘vermochten niemals, Sünden vollständig wegzunehmen’. Zudem schatteten diese Opfer Jesu „einziges Schlachtopfer“ vor, durch das Sünden „für immer“ beseitigt werden können. Jesus ist jetzt von seiner erhöhten Stellung im Himmel aus in der Lage, das Verdienst dieses Opfers anzuwenden (Hebräer 10:1-4, 11-13).

      „Das wahre Brot vom Himmel“

      7. (a) In welchem anderen Zusammenhang müssen Jesu Worte aus Johannes, Kapitel 6 betrachtet werden? (b) Warum wies Jesus die Volksmenge zurecht?

      7 Nun wollen wir uns Johannes, Kapitel 6 zuwenden. Jesu Ausführungen hier sind keine Fortsetzung dessen, was in Kapitel 5 aufgezeichnet ist. Der Zusammenhang ist ein anderer, denn inzwischen ist wieder ein Jahr vergangen. Man schreibt nun das Jahr 32 u. Z. Die Szene spielt nicht mehr unter den selbstgerechten Juden in Jerusalem, sondern unter dem gewöhnlichen Volk in Galiläa. Jesus hat gerade durch ein Wunder 5 000 Männer mit fünf Gerstenbroten und zwei kleinen Fischen gespeist. In der Erwartung, wieder eine kostenlose Mahlzeit zu erhalten, geht die Volksmenge am nächsten Tag Jesus nach. Daher sagt Jesus: „Ihr sucht mich nicht, weil ihr Zeichen gesehen, sondern weil ihr von den Broten gegessen habt und satt geworden seid. Wirkt nicht für die Speise, die vergeht, sondern für die Speise, die für das ewige Leben bleibt.“ Jesus war von seinem Vater gesandt worden, um eine solche Speise für alle zu beschaffen, die Glauben an ihn ausüben würden. Das wäre „das wahre Brot vom Himmel“ mit einer anhaltenderen Wirkung als das buchstäbliche Manna, das die Israeliten aßen (Johannes 6:26-32).

      8. Wie kann man ewiges Leben erlangen?

      8 Anschließend erklärt ihnen Jesus, welchen Nutzen man aus dieser „Speise“ ziehen kann: „Ich bin das Brot des Lebens. Wer zu mir kommt, wird überhaupt nicht hungrig werden, und wer Glauben an mich ausübt, wird überhaupt nie durstig werden. ... Denn dies ist der Wille meines Vaters, daß jeder, der den Sohn sieht und Glauben an ihn ausübt, ewiges Leben habe, und ich will ihn am letzten Tag zur Auferstehung bringen“ (Johannes 6:35-40).

      9, 10. (a) Welcher Gegensatz besteht zwischen dem „Brot des Lebens“ und dem Manna? (b) Für wen gab Jesus gemäß Johannes 6:42-51 sein Fleisch? (c) Inwiefern „essen“ sie „sein Fleisch“?

      9 Jene materialistischen Juden nehmen Anstoß an diesen Worten. Sie sehen in Jesus nichts weiter als einen Sohn Josephs und Marias. Jesus ermahnt sie: „Hört auf, untereinander zu murren. Niemand kann zu mir kommen, es sei denn, der Vater, der mich gesandt hat, ziehe ihn; und ich will ihn am letzten Tag zur Auferstehung bringen.“ Dann wiederholt er: „Ich bin das Brot des Lebens. Eure Vorväter aßen das Manna in der Wildnis und starben trotzdem. Dies ist das Brot, das vom Himmel herabkommt, damit irgend jemand davon esse und nicht sterbe. Ich bin das lebendige Brot, das vom Himmel herabgekommen ist; wenn jemand von diesem Brot ißt, wird er immerdar leben; und in der Tat, das Brot, das ich geben werde, ist mein Fleisch zugunsten des Lebens der Welt“ (Johannes 6:42-51).

      10 Jesus gab sein Fleisch also für das „Leben der Welt“ — der gesamten erlösbaren Menschenwelt. „Irgend jemand“ aus der Menschenwelt, der in übertragenem Sinn von diesem „Brot“ ißt, indem er Glauben an die Erlösungskraft des Opfers Jesu bekundet, kann den Weg zum ewigen Leben betreten. Hier schattet das „viele Mischvolk“, das in der Wildnis mit den Israeliten Manna aß, die große Volksmenge der „anderen Schafe“ Jesu vor, die zusammen mit dem gesalbten Überrest des „Israels Gottes“ in übertragenem Sinn heute Jesu Fleisch essen. Das tun sie, indem sie Glauben an sein Opfer ausüben (Galater 6:16; Römer 10:9, 10).

      11. Welche weiteren Worte Jesu schockierten die Juden, und warum?

      11 Viele der Zuhörer Jesu in Galiläa sind schockiert über seine Rede. Während er noch über sein Fleisch spricht, geht er sogar einen Schritt weiter: „Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wenn ihr nicht das Fleisch des Sohnes des Menschen eßt und sein Blut trinkt, so habt ihr kein Leben in euch selbst. Wer sich von meinem Fleisch nährt und mein Blut trinkt, hat ewiges Leben, und ich werde ihn am letzten Tag zur Auferstehung bringen; denn mein Fleisch ist wahre Speise, und mein Blut ist wahrer Trank“ (Johannes 6:53-55). Wirklich schockierend! Das wirkt nicht allein wegen der Vorstellung von Kannibalismus auf die Juden abstoßend, sondern es ist auch aufgrund des Gebotes aus 3. Mose 17:14 ausdrücklich verboten, „das Blut von irgendeiner Art Fleisch [zu] essen“.

      12. (a) Was betont Jesus hier? (b) Welche Schriftstellen zeigen, daß das nicht auf Jesu Miterben beschränkt ist?

      12 Natürlich betont Jesus hier, daß irgend jemand, der ewiges Leben erlangen möchte, Glauben an das Opfer ausüben muß, das Jesus später darbrachte, indem er seinen vollkommenen menschlichen Körper opferte und sein Lebensblut vergoß (Hebräer 10:5, 10; 1. Petrus 1:18, 19; 2:24). Diese Vorkehrung ist nicht auf Jesu Miterben beschränkt. Sie muß auch die „große Volksmenge“, die die „große Drangsal“ überleben wird, einschließen, denn ihre Glieder „haben ihre langen Gewänder gewaschen und sie in dem Blut des Lammes weiß gemacht“. Ihr Glaube an Jesu Opfer, den sie auch durch ihren „heiligen Dienst“ für Gott beweisen, führt zu ihrer Errettung aus der größten Drangsal der Menschheitsgeschichte. Man denke an Rahab, die gerechtgesprochen wurde und am Leben blieb, als Josua Jericho der Vernichtung weihte (Offenbarung 7:9, 10, 14, 15; Josua 6:16, 17; Jakobus 2:25).

      „Leben in euch selbst“

      13. (a) Was stellt man bei einem Vergleich von Johannes 5:26 mit Johannes 6:53 fest? (b) Welche grammatische Konstruktion, die im Griechischen gebräuchlich ist, hilft uns, Johannes 6:53 zu verstehen? (c) Worauf bezieht sich daher der Ausdruck „Leben in euch selbst“, und auf wen ist er anzuwenden?

      13 In Johannes 6:53, 54 setzt Jesus „ewiges Leben“ mit „Leben in euch selbst“ gleich. Also scheint der Ausdruck „Leben in euch selbst“ in diesem Zusammenhang eine andere Bedeutung zu haben als der in Johannes 5:26. Die grammatische Konstruktion, die den Worten „habt ... Leben in euch selbst“ zugrunde liegt, erscheint auch in anderen Äußerungen in den Griechischen Schriften. Zum Beispiel: „Habt Salz in euch selbst“ (Markus 9:50). Und: „[Sie empfingen] an sich selbst die volle Vergeltung“ (Römer 1:27).a In diesen Fällen bringt die Redewendung nicht die Ermächtigung zum Ausdruck, anderen Salz zu geben oder an ihnen Vergeltung zu üben. Vielmehr wird eine innere Vollständigkeit oder Fülle angezeigt. Somit bezieht sich der Ausdruck „Leben in euch selbst“ (Johannes 6:53) gemäß dem Zusammenhang darauf, daß man letztlich in die Fülle des Lebens eintritt. Die Glieder der „kleinen Herde“ von Königreichserben erleben das bei ihrer Auferstehung zu himmlischem Leben. Die „anderen Schafe“ erleben es nach dem Ende der tausend Jahre, nachdem sie geprüft und zu ewigem Leben auf der paradiesischen Erde gerechtgesprochen worden sind (1. Johannes 3:2; Offenbarung 20:4, 5).

      14. Wer zieht außerdem Nutzen aus dem „Brot vom Himmel“, und inwiefern?

      14 Auch andere können aus dem „Brot vom Himmel“ Nutzen ziehen. Jesus sagte von demjenigen, der ‘sein Fleisch ißt und sein Blut trinkt’, aber stirbt: „Ich werde ihn am letzten Tag zur Auferstehung bringen.“ Wie wir wissen, werden die gesalbten Christen, die im Tode schlafen, beim Schall der „letzten Posaune“ auferweckt, nämlich beim „Offenbarwerden“ Jesu Christi in Königreichsherrlichkeit (1. Korinther 15:52; 2. Timotheus 4:1, 8). Wie verhält es sich aber mit den voraussichtlichen „anderen Schafen“, die entschlafen? Hier ist von Interesse, was Martha sagte, als Lazarus tot war, denn damals hatten gottesfürchtige Juden nur die Hoffnung auf eine irdische Auferstehung. Martha brachte ihren Glauben wie folgt zum Ausdruck: „Ich weiß, daß er [Lazarus] auferstehen wird in der Auferstehung am letzten Tag“ (Johannes 11:24). Daher können wir, die wir während der Gegenwart Christi leben, hoffen, daß treue Glieder der „großen Volksmenge“, die entschlafen, eine frühe Auferstehung hier auf der Erde haben werden, so daß sie wieder von dem „Brot vom Himmel“ nehmen können — mit ewigem Leben in Aussicht. Welch eine großartige Hoffnung, eine Hoffnung, die dadurch gesichert ist, daß Jesus selbst von den Toten auferweckt wurde! (1. Korinther 15:3-8).

      „In Gemeinschaft“ mit Christus

      15. Auf wen bezieht sich Jesu Hinweis auf die „Gemeinschaft“ mit Christus, und warum antwortest du so?

      15 Jesus fährt fort mit den Worten: „Wer sich von meinem Fleisch nährt und mein Blut trinkt, bleibt in Gemeinschaft mit mir und ich in Gemeinschaft mit ihm“ (Johannes 6:56). Das trifft daher auf „irgend jemand“ zu, der auf diese Weise Glauben an Jesu Opfer ausübt — mit der Aussicht, „Leben in sich selbst“ zu haben. Alle, die einen solchen Glauben bekunden, können mit Jesus „in Gemeinschaft“ kommen. Natürlich sind die Glieder der „großen Volksmenge“, die die irdische Hoffnung haben, nicht in dem Sinne „in Gemeinschaft“ mit Christus, daß sie Miterben mit ihm sind, Glieder seiner Braut, die wie er eine himmlische Auferstehung erfahren (Römer 8:1, 10; 1. Korinther 1:2; 2. Korinther 5:17; 11:2; Galater 3:28, 29; Epheser 1:1, 4, 11; Philipper 3:8-11). Doch alle, die die irdische Hoffnung haben, können und müssen insofern in völliger Harmonie mit dem Vater und dem Sohn sein, als sie den ‘vollkommenen Willen Gottes’ kennen und tun, ebenso wie dies bei der „kleinen Herde“ der Fall ist (Römer 12:2; vergleiche Johannes 17:21).

      16. (a) In welcher Hinsicht sind alle, die Glauben an Christi Opfer ausüben, „in Gemeinschaft“ mit Jesus? (b) Worin spiegelt sich ihre Einheit in der Zielsetzung und den Anstrengungen wider?

      16 Folglich steht der Opferwert des Fleisches und des Blutes Christi heute allen zur Verfügung, die Glauben ausüben, und alle, die ihn sich zunutze machen, können „in Gemeinschaft“ mit Jesus — einer lebenswichtigen Gemeinschaft — sein. Sie alle müssen ein Teil der universellen Familie Jehovas Gottes werden. In unseren kritischen „letzten Tagen“ erfreuen sie sich einer weltweiten Einheit des Glaubens, der Zielsetzung und der Tätigkeit. Da sie Glauben an Jesus ausüben, sind sie imstande, Werke zu tun, die im Ausmaß „größer“ sind als diejenigen, die Jesus hier auf der Erde verrichtete. Es ist zu erwähnen, daß die Millionen Glieder der „großen Volksmenge“ jetzt 99,7 Prozent derer ausmachen, die heute Jehovas Werk tun (Johannes 14:12; Römer 10:18). Diese Einheit in der Zielsetzung und in den Anstrengungen spiegelt sich in dem großartigen globalen Zeugnis wider sowie in der bereitwilligen Unterstützung der Bauprogramme der Watch Tower Society (Psalm 110:3). Wie viele aus der Menschenwelt noch Glauben erlangen und in diese kostbare Einheit kommen werden, wird sich zeigen. Laut einem neuen Bericht gibt es 3 024 131 aktive Zeugen.

      17. Welche Punkte müssen allen, die das Gedächtnismahl besuchen, klar sein?

      17 Es ist zu hoffen, daß beim Gedächtnismahl des Jahres 1986 in den Reihen der Besucher viele interessierte Personen sein werden. Zusammen mit den weniger werdenden Tausenden der „kleinen Herde“ werden Millionen „andere Schafe“ anwesend sein — alle aus tiefer Wertschätzung für Jehovas liebevolle Vorkehrung durch Christus und in dem Bewußtsein, daß Christi Fleisch und Blut lebenswichtig ist. Doch alle sollten deutlich erkennen, wo sie stehen. Von den Gedächtnismahlsymbolen zu nehmen vermittelt kein ewiges Leben. Es sind Symbole für Jesu Opfer, das zuerst in Verbindung mit dem „neuen Bund“ angewandt wird. Die Gesalbten, die in diesen Bund aufgenommen worden sind, und nur sie, nehmen passenderweise von den Symbolen. Entweder ist jemand im neuen Bund oder nicht (1. Korinther 11:20, 23-26). Diejenigen, die nicht im neuen Bund sind und nicht von Jesus in einen Bund für ein Königreich aufgenommen worden sind, nehmen nicht von den Gedächtnismahlsymbolen, aber sie sollten dennoch erkennen, wie wichtig Jesu geopfertes Fleisch und Blut für sie ist (Lukas 22:14-20, 28-30). Dieses Opfer ist das Mittel, durch das sie ewiges Leben auf der Erde erlangen können.

      18. Inwiefern kann man sich glücklich schätzen, wenn man ein klares Verständnis von all dem hat, was Jesu Opfer bedeutet?

      18 Mögen wir daher bereits vor dem Gedächtnismahl ein klares Verständnis von all dem haben, was Jesu Opfer für die Menschheit bedeutet. Mögen die Glieder der „kleinen Herde“ ihre Berufung schätzen, und möge die wachsende Schar der „anderen Schafe“ angesichts der Aussicht auf vollkommenes irdisches „Leben in sich selbst“ jubeln, und zwar mit großer Wertschätzung für ihre jetzige Gemeinschaft mit dem Vater, dem Sohn und dem noch auf der Erde lebenden gesalbten Überrest, der immer kleiner wird. Wie glücklich wir doch sind, daß das „Brot des Lebens“ für alle heute erhältlich ist!

      [Fußnote]

      a Siehe auch Matthäus 3:9; 9:3; 13:21; Markus 5:30; 6:51; Lukas 7:39, 49; 12:17; 18:4; Johannes 5:42; 11:38; Apostelgeschichte 10:17; 2. Korinther 1:9.

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