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Ist ewiges Leben wirklich möglich?Der Wachtturm 1999 | 15. April
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Für ewiges Leben ausgelegt
3, 4. (a) Warum glauben viele, daß wir in der Lage sein müßten, für immer zu leben? (b) Was sagte David über die Art und Weise, wie er gebildet wurde?
3 Ein Grund, warum viele nicht ausschließen, daß der Mensch für immer leben könnte, hat damit zu tun, wie wunderbar wir gemacht sind. Es ist beispielsweise wirklich erstaunlich, wie wir im Leib unserer Mutter gebildet wurden. Eine führende Autorität auf dem Gebiet der Alternsforschung schrieb: „Nachdem die Natur die Wunder vollbracht hatte, die von der Empfängnis über die Geburt und Geschlechtsreife bis hin zum Erwachsenen führen, ersann sie keine Möglichkeit, dieses Wunderwerk einfach für immer instand zu halten, was doch wohl ein wesentlich einfacherer Mechanismus wäre.“ Ja, wenn wir unsere wunderbare Beschaffenheit in Betracht ziehen, bleibt die Frage bestehen: Warum müssen wir sterben?
4 Vor Tausenden von Jahren sann der Bibelschreiber David über genau diese Wunder nach, obwohl er nicht in den Mutterleib hineinsehen konnte, wie Wissenschaftler es heute können. David dachte darüber nach, wie er selbst gebildet worden war, während er, wie er schrieb, ‘im Leib seiner Mutter abgeschirmt’ war. Zu dieser Zeit wurden, so sagte er, ‘seine Nieren hervorgebracht’. Er sprach auch von seinem „Gebein“, als er erklärte, daß er „insgeheim gemacht wurde“. David gebrauchte dann die Worte „den Embryo von mir“, und in Verbindung mit jenem Embryo im Leib seiner Mutter bemerkte er, daß „alle seine Teile eingeschrieben“ waren (Psalm 139:13-16).
5. Welche Wunder gehen damit einher, daß der Mensch im Mutterleib gebildet wird?
5 Offensichtlich existierte kein buchstäblicher handschriftlich angefertigter Bauplan für die Art und Weise, wie David im Leib seiner Mutter gebildet worden war. Doch als David über die Entstehung seiner „Nieren“, seines ‘Gebeins’ und seiner anderen Körperteile nachsann, schien es ihm, als sei deren Wachstum nach einem Plan verlaufen — als ob alles „eingeschrieben“ gewesen wäre. Es war, als beherbergte die befruchtete Eizelle in seiner Mutter eine umfangreiche Bibliothek voller Bücher mit genauen Anweisungen, wie ein Menschenkind gebildet wird, und als würden die komplexen Anweisungen an jede neue Zelle weitergegeben. In ähnlicher Weise schreibt die Zeitschrift Science World in bildlicher Sprache, daß „jede Zelle eines heranwachsenden Embryos über einen vollständigen Satz von Bauplänen verfügt“.
6. Welche Beweise gibt es dafür, daß wir „wunderbar gemacht“ sind, wie David schrieb?
6 Haben wir jemals über die geheimnisvollen Funktionen unseres Körpers nachgedacht? Der Biologe Jared Diamond bemerkte: „Die Zellen der Darmschleimhaut erneuern sich alle paar Tage, die der Schleimhaut der Harnblase alle zwei Monate und die roten Blutkörperchen alle vier Monate.“ Er kam zu dem Schluß: „Die Natur nimmt uns jeden Tag auseinander und setzt uns wieder zusammen.“ Was bedeutet das eigentlich? Nun, es bedeutet, daß ungeachtet dessen, wie viele Jahre wir leben mögen — ob 8, 80 oder gar 800 —, unser Körper sehr jung bleibt. Ein Wissenschaftler erklärte einmal: „Innerhalb eines Jahres werden schätzungsweise 98 Prozent der Atome, die sich gegenwärtig in uns befinden, gegen andere Atome ausgetauscht, die wir über die Luft sowie durch Essen und Trinken aufnehmen.“ Ja, wie David Gott pries, sind wir „wunderbar gemacht“ (Psalm 139:14).
7. Zu welcher Schlußfolgerung sind manche, gestützt auf die Beschaffenheit des Körpers, gelangt?
7 Angesichts der Beschaffenheit unseres Körpers bemerkte eine Autorität auf dem Gebiet der Alternsforschung: „Es ist nicht ersichtlich, warum das Altern einsetzt.“ Somit scheint es wirklich so zu sein, daß wir für immer leben sollten. Und deshalb versucht der Mensch, mit Hilfe der Technik dieses Ziel zu erreichen. Dr. Alvin Silverstein schrieb vor nicht allzu langer Zeit zuversichtlich in seinem Buch Sieg über den Tod: „Wir [kommen] dem Wesen des Lebens ein Stück näher. Wir werden genau begreifen, ... wie jemand stirbt.“ Die Folge? Er prophezeite: „Es wird keine ‚alten‘ Menschen mehr geben, denn das Wissen, das die Entmachtung des Todes bringt, wird uns auch ewige Jugend schenken.“ Ist der Gedanke an ewiges Leben also zu weit hergeholt, wenn man die modernen wissenschaftlichen Forschungen über den Aufbau des Menschen in Betracht zieht? Es gibt sogar einen noch triftigeren Grund, zu glauben, daß ewiges Leben möglich ist.
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Ist ewiges Leben wirklich möglich?Der Wachtturm 1999 | 15. April
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Auf wen sollten wir vertrauen?
12. Worauf vertrauen manche Menschen, und halten wir selbst ein solches Vertrauen für gut begründet?
12 Aber worauf sollten wir vertrauen, was das Erlangen von ewigem Leben betrifft? Auf die menschliche Technologie des 20. oder 21. Jahrhunderts? In dem Artikel „Sie wollen leben“ im New York Times Magazine war von der „Gottheit Technik“ die Rede und von der „Begeisterung für die technischen Möglichkeiten“. Von einem Forscher hieß es sogar, er sei „absolut zuversichtlich ..., daß Genmanipulationstechniken rechtzeitig verfügbar sein werden, die uns dadurch retten, daß das Altern aufgehalten, wenn nicht sogar umgekehrt wird“. In Wirklichkeit haben sich die Bemühungen des Menschen, das Altern zu verhindern oder den Tod zu besiegen, jedoch als völlig wirkungslos erwiesen.
13. Inwiefern läßt der Aufbau des Gehirns erkennen, daß wir für immer leben sollten?
13 Bedeutet das, daß es keine Möglichkeit gibt, ewiges Leben zu erlangen? Keineswegs! Es gibt eine Möglichkeit. Der Aufbau des erstaunlichen menschlichen Gehirns mit seiner praktisch unbegrenzten Lernfähigkeit sollte uns davon überzeugen. Der Molekularbiologe James Watson bezeichnete unser Gehirn als „das Komplizierteste, was wir bisher im Universum entdeckt haben“. Und der Neurologe Richard Restak sagte, daß „es nirgendwo im bekannten Universum etwas gibt, was ihm [dem Gehirn] auch nur annähernd gleichkommt“. Wozu sollten wir ein Gehirn besitzen, das praktisch unbegrenzt Informationen aufnehmen und speichern kann, und einen Körper, der dafür ausgelegt ist, für immer zu leben, wenn wir gar nicht ewig leben sollten?
14. (a) Auf welche Schlußfolgerung in bezug auf das menschliche Leben weisen Bibelschreiber hin? (b) Warum sollten wir unser Vertrauen auf Gott setzen und nicht auf Menschen?
14 Was ist also die einzig vernünftige, sachliche Schlußfolgerung, zu der wir kommen müssen? Ist es nicht die, daß wir von einem allmächtigen, intelligenten Schöpfer entworfen und erschaffen wurden, um ewig leben zu können? (Hiob 10:8; Psalm 36:9; 100:3; Maleachi 2:10; Apostelgeschichte 17:24, 25).
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