Das Glühwürmchen nachahmen — „keine leichte Aufgabe“
Das unscheinbare Glühwürmchen erzeugt durch einen Oxydationsprozeß mit sehr hohem Wirkungsgrad „kaltes Licht“. In den Niederlanden ist es jetzt zwei Wissenschaftlern gelungen, eine chemische Verbindung zu entwickeln, die in gelöster Form auf ähnliche Weise leuchtet.
Die Substanz könne sich, wenn sie in einem „Leuchtstab“ verwendet werde, vorzüglich als Notbeleuchtung eignen. Das berichtet Kuzien, die vierteljährlich erscheinende Zeitschrift der Universität Nimwegen. Die neue Substanz wird in ein Glasröhrchen gefüllt, das dann in einem Kunststoffbehälter untergebracht wird, der Wasser und ein organisches Lösungsmittel enthält. Wenn das Röhrchen zerbrochen wird, reagiert die Substanz mit dem Sauerstoff des Wassers — und das Licht ist angeschaltet. In der Zeitschrift wird jedoch zugegeben: „Damit ist den Chemikern zwar ein bedeutsamer Schritt nach vorn gelungen, sie stehen aber immer noch vor der herausfordernden Aufgabe, mit ihrem System einen genauso hohen Wirkungsgrad zu erzielen wie das unscheinbare Glühwürmchen. Das ist allem Anschein nach keine leichte Aufgabe.“