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Folge dem Licht der WeltDer Wachtturm 1993 | 1. April
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Folge dem Licht der Welt
„Wer mir nachfolgt, ... wird das Licht des Lebens besitzen“ (JOHANNES 8:12).
1. Wie wichtig ist das Licht?
WAS würden wir ohne Licht anfangen? Stellen wir uns einmal vor, es wäre das ganze Jahr hindurch, an jedem Tag, an dem wir aufwachten, finster — 24 Stunden lang. Versuchen wir uns eine Welt ohne Farben vorzustellen, denn wo kein Licht ist, gibt es keine Farben. Allerdings würden wir ohne Licht sowieso nicht existieren. Warum? Weil die grünen Pflanzen für den Prozeß der sogenannten Photosynthese Licht benötigen, damit das entsteht, was wir essen: Getreide, Gemüse und Früchte. Natürlich verzehren wir auch Fleisch von Tieren. Doch diese Tiere sind ebenfalls Pflanzenfresser, oder sie fressen Tiere, die sich von Pflanzen ernähren. Unser physisches Leben ist also vollständig von Licht abhängig.
2. Was für machtvolle Lichtquellen gibt es, und was sagen sie uns über Jehova?
2 Das Licht stammt von der Sonne — einem Stern. Sie strahlt zwar eine gewaltige Lichtmenge ab, ist aber eigentlich nur von mittlerer Größe. Es gibt viele weitaus größere Sterne. Und zu dem Sternsystem oder der Galaxie, in der wir leben — der sogenannten Milchstraße —, gehören mehr als hundert Milliarden Sterne. Noch erstaunlicher ist, daß es im Universum viele Milliarden von Galaxien gibt. Welch eine gewaltige Ansammlung von Sternen! Welch enorme Lichtmenge sie abstrahlen! Und welch eine machtvolle Lichtquelle Jehova doch ist, der all die Sterne erschaffen hat! In Jesaja 40:26 heißt es: „Hebt eure Augen in die Höhe und seht. Wer hat diese Dinge erschaffen? Er ist es, der ihr Heer selbst der Zahl nach herausführt, der sie alle sogar mit Namen ruft. Wegen der Fülle dynamischer Kraft, da er an Macht auch kraftvoll ist, fehlt nicht eines davon.“
Eine andere Art des Lichts
3. Wie wichtig ist das geistige Licht von Jehova?
3 Jehova ist jedoch auch der Quell eines andersartigen Lichts, eines Lichts, das es uns ermöglicht, geistig zu sehen, geistig erleuchtet zu sein. In einem Wörterbuch wird „erleuchten“ wie folgt definiert: „Erkenntnis vermitteln; belehren; geistige Einsicht verleihen“. „Erleuchtet“ wird definiert als „nicht unwissend und nicht falsch unterrichtet sein“. Geistige Erleuchtung von Jehova wird uns durch eine genaue Erkenntnis seines Wortes, der Bibel, zuteil. Wir erfahren daraus, wer Gott ist und worin seine Vorsätze bestehen. „Denn Gott ist es, der gesagt hat: ‚Das Licht strahle aus der Finsternis‘, und er hat in unsere Herzen gestrahlt, um sie mit der herrlichen Erkenntnis Gottes durch das Angesicht Christi zu erleuchten“ (2. Korinther 4:6). Die Wahrheiten aus Gottes Wort bewirken somit, daß wir nicht mehr unwissend und falsch unterrichtet sind. Jesus sagte: „Ihr werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen“ (Johannes 8:32).
4, 5. Inwiefern dient die Erkenntnis Jehovas in unserem Leben als Licht?
4 Jehova, der Quell wahrer geistiger Erleuchtung, ist der ‘an Erkenntnis Vollkommene’ (Hiob 37:16). An diesen Gott sind die Worte aus Psalm 119:105 gerichtet: „Dein Wort ist eine Leuchte meinem Fuß und ein Licht für meinen Pfad.“ Er kann also nicht nur jeweils den nächsten Schritt in unserem Leben geistig beleuchten, sondern auch den Weg, der vor uns liegt. Wäre dem nicht so, würde unser Leben einer Autofahrt auf einer gewundenen Gebirgsstraße in finsterer Nacht gleichen — ohne Licht am Fahrzeug oder sonst irgendwo. Das von Gott stammende geistige Licht können wir mit dem Licht der Scheinwerfer an einem Auto vergleichen. Es beleuchtet den Weg, so daß wir genau sehen können, wohin wir fahren.
5 Die Prophezeiung in Jesaja 2:2-5 zeigt, daß Gott in unserer Zeit aus allen Nationen Menschen einsammelt, die geistiges Licht wünschen, damit sie die wahre Anbetung kennenlernen und ausüben können. In Vers 3 heißt es: „Er wird uns über seine Wege unterweisen, und wir wollen auf seinen Pfaden wandeln.“ Gemäß Vers 5 werden Wahrheitssucher eingeladen: „Kommt, und laßt uns im Licht Jehovas wandeln!“
6. Wohin wird uns das Licht von Jehova letztlich führen?
6 Folglich ist Jehova der Quell von zwei Arten lebenswichtigen Lichts: des buchstäblichen und des geistigen Lichts. Das buchstäbliche Licht trägt dazu bei, daß unser Körper gegenwärtig am Leben erhalten wird — vielleicht 70 oder 80 Jahre. Dagegen führt das geistige Licht zu ewigem Leben auf einer paradiesischen Erde. Jesus sagte in einem Gebet zu Gott: „Dies bedeutet ewiges Leben, daß sie fortgesetzt Erkenntnis in sich aufnehmen über dich, den allein wahren Gott, und über den, den du ausgesandt hast, Jesus Christus“ (Johannes 17:3).
Eine Welt in geistiger Finsternis
7. Warum benötigen wir die geistige Erleuchtung heute mehr denn je?
7 Heute benötigen wir geistiges Licht mehr denn je. Biblische Prophezeiungen wie zum Beispiel in Matthäus, Kapitel 24 und 2. Timotheus, Kapitel 3 lassen erkennen, daß das Ende des gegenwärtigen Systems der Dinge nahe ist. In diesen und anderen Prophezeiungen ist all das Grauenerregende vorhergesagt worden, was heute geschieht und uns erkennen läßt, daß wir uns in den „letzten Tagen“ befinden. Wie prophezeit, hat sich in unserem Jahrhundert eine Katastrophe nach der anderen ereignet. Verbrechen und Gewalttätigkeiten haben ein erschreckendes Ausmaß angenommen. Kriege haben bereits über hundert Millionen Todesopfer gefordert. Krankheiten wie die gefürchtete Immunschwächekrankheit Aids bedrohen Millionen — allein in den Vereinigten Staaten sind schon etwa 160 000 Menschen an Aids gestorben. Das Familienleben hat großen Schaden genommen, und Sittlichkeit gilt als altmodisch.
8. Vor welcher Situation steht die Menschheit heute, und warum?
8 Javier Pérez de Cuéllar, der frühere Generalsekretär der Vereinten Nationen, sagte: „Die Weltlage liefert überwältigende Beweise dafür, daß die Armut den Zusammenhalt der Gesellschaft untergräbt.“ Er fügte hinzu, daß „über eine Milliarde Menschen heute in absoluter Armut leben“ und daß das „jene Kräfte nährt, die zu gewalttätigen Auseinandersetzungen führen“. Diese „ernsten Nöte trotzen“ gemäß Pérez „allen staatlichen Lösungen“. Und der Präsident einer einflußreichen Organisation kam zu dem Ergebnis: „Das zentrale Problem, mit dem die Gesellschaft konfrontiert wird, besteht darin, daß sie unregierbar geworden ist.“ Wie wahr sind doch die Worte aus Psalm 146:3: „Setzt euer Vertrauen nicht auf Edle noch auf den Sohn des Erdenmenschen, bei dem es keine Rettung gibt.“!
9. Wer ist in erster Linie für die Finsternis verantwortlich, die die Menschheit einhüllt, und wer kann einen von diesem Einfluß befreien?
9 Die heutige Situation entspricht genau dem, was in Jesaja 60:2 vorausgesagt wurde: „Siehe, Finsternis, sie wird die Erde bedecken und dichtes Dunkel die Völkerschaften.“ Diese Finsternis, die die überwiegende Mehrheit der Erdbewohner einhüllt, rührt daher, daß sie das von Jehova kommende geistige Licht nicht in sich aufnehmen. Und die Verursacher der geistigen Finsternis sind Satan, der Teufel, und seine Dämonen, die Erzfeinde des Gottes des Lichts. Sie sind „die Weltbeherrscher dieser Finsternis“ (Epheser 6:12). Wie es in 2. Korinther 4:4 heißt, ist der Teufel der „Gott dieses Systems der Dinge“, der „den Sinn der Ungläubigen verblendet hat, damit das erleuchtende Licht der herrlichen guten Botschaft über den Christus, der das Bild Gottes ist, nicht hindurchstrahle“. Und keine menschliche Regierung kann die Welt von dem Einfluß Satans befreien. Das kann nur Gott.
„Ein großes Licht“
10. Wie sagte Jesaja voraus, daß in unseren Tagen Licht über der Menschheit aufleuchten würde?
10 Tiefe Finsternis bedeckt zwar den Großteil der Menschheit, doch Gottes Wort sagt gemäß Jesaja 60:2, 3 auch: „Über dir wird Jehova aufleuchten, und seine eigene Herrlichkeit wird über dir zu sehen sein. Und Nationen werden bestimmt zu deinem Licht gehen.“ Das ist im Einklang mit Jesaja, Kapitel 2, wo unter anderem verheißen worden ist, daß die Licht spendende wahre Anbetung Jehovas in den gegenwärtigen letzten Tagen fest gegründet sein wird, und wo in den Versen 2 und 3 zu lesen ist: „Zu ihm sollen alle Nationen strömen. Und viele Völker werden bestimmt hingehen und sagen: ‚Kommt, und laßt uns zum Berg Jehovas hinaufziehen‘“, das heißt zu seiner erhabenen wahren Anbetung. Obwohl Satan die Welt beherrscht, geht doch von Gott Licht aus, das viele Menschen aus der Finsternis befreit.
11. Wer sollte Jehovas Licht in hervorragendster Weise widerstrahlen, und wie machte Simeon ihn kenntlich?
11 Gemäß der Prophezeiung in Jesaja 9:2 wollte Gott jemanden in die Welt senden, der sein Licht widerstrahlen würde. Sie lautet: „Das Volk, das in der Finsternis wandelte, hat ein großes Licht gesehen. Was die im Land tiefen Schattens Wohnenden betrifft, Licht ist über ihnen aufgeleuchtet.“ Dieses ‘große Licht’ ist Jesus Christus, Jehovas Sprecher. Jesus sagte: „Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, wird keineswegs in der Finsternis wandeln, sondern wird das Licht des Lebens besitzen“ (Johannes 8:12). Das war einigen sogar schon bekannt, als Jesus noch ein Kind war. In Lukas 2:25 wird ein Mann namens Simeon erwähnt, der „gerecht und ehrfurchtsvoll“ war, und „heiliger Geist war auf ihm“. Als Simeon den kleinen Jesus sah, sagte er in einem Gebet zu Gott: „Meine Augen haben dein Mittel zur Rettung gesehen, das du angesichts aller Völker bereitet hast, ein Licht zur Beseitigung des Schleiers von den Nationen“ (Lukas 2:30-32).
12. Wann und wie begann Jesus, den Schleier der Finsternis von der Menschheit zu nehmen?
12 Jesus begann kurz nach seiner Taufe damit, den Schleier der Finsternis von der Menschheit zu nehmen. Aus Matthäus 4:12-16 erfahren wir, daß sich dadurch Jesaja 9:1, 2 erfüllte, wo von einem ‘großen Licht’ die Rede ist, das über den Menschen aufleuchten würde, die in geistiger Finsternis wandelten. In Matthäus 4:17 heißt es: „Von dieser Zeit an fing Jesus an zu predigen und zu sagen: ‚Bereut, denn das Königreich der Himmel hat sich genaht.‘“ Durch das Predigen der guten Botschaft von Gottes Königreich erleuchtete Jesus die Menschen in bezug auf Gottes Vorsätze. Er ‘warf Licht auf Leben und Unvergänglichkeit durch die gute Botschaft’ (2. Timotheus 1:10).
13. Wie beschrieb Jesus sich selbst, und wieso konnte er das mit einer solchen Gewißheit tun?
13 Jesus strahlte das von Gott stammende Licht getreu wider. Er sagte: „Ich bin als ein Licht in die Welt gekommen, damit jeder, der an mich glaubt, nicht in der Finsternis bleibe. ... ich habe nicht aus eigenem Antrieb geredet, sondern der Vater selbst, der mich gesandt hat, hat mir ein Gebot in bezug auf das gegeben, was ich sagen und was ich reden soll. Auch weiß ich, daß sein Gebot ewiges Leben bedeutet“ (Johannes 12:44-50).
‘Durch ihn war Leben’
14. Wie wird Jesus in Johannes 1:1, 2 kenntlich gemacht?
14 Ja, Jehova sandte seinen Sohn auf die Erde, damit er den Menschen als Licht diene, das ihnen den Weg zu ewigem Leben weisen würde. Beachten wir, wie das in Johannes 1:1-16 hervorgehoben wird. Die Verse 1 und 2 lauten: „Im Anfang war das WORT, und das WORT war bei GOTT, und das WORT war ein Gott. Dieser war im Anfang bei GOTT.“ Hier bezeichnet Johannes den vormenschlichen Jesus mit dem Titel „WORT“. Das zeigt, daß er die Funktion des Wortführers Jehovas innehatte. Und mit den Worten „Im Anfang war das WORT“ wollte Johannes sagen, daß das WORT der Beginn der Schöpfungswerke Jehovas war, „der Anfang der Schöpfung Gottes“ (Offenbarung 3:14). Aufgrund seiner überragenden Stellung unter allen Geschöpfen Gottes wird er mit gutem Grund als „ein Gott“ oder ein Mächtiger bezeichnet. In Jesaja 9:6 wird er „Starker Gott“ genannt, jedoch nicht allmächtiger Gott.
15. Welche zusätzlichen Informationen über Jesus können wir Johannes 1:3-5 entnehmen?
15 Aus Johannes 1:3 geht folgendes hervor: „Alle Dinge kamen durch ihn ins Dasein, und ohne ihn kam auch nicht e i n Ding ins Dasein.“ Und in Kolosser 1:16 wird gesagt: „Durch ihn sind alle anderen Dinge in den Himmeln und auf der Erde ... erschaffen worden.“ Gemäß Johannes 1:4 war durch ihn „Leben, und das Leben war das Licht der Menschen“. Somit wurden alle anderen Lebensformen durch das WORT erschaffen; ebenfalls durch seinen Sohn ermöglicht Gott es sündigen, sterblichen Menschen, ewiges Leben zu erlangen. Bestimmt ist Jesus der Mächtige, der in Jesaja 9:2 „ein großes Licht“ genannt wird. Und in Johannes 1:5 wird gesagt: „Das Licht leuchtet in der Finsternis, aber die Finsternis hat es nicht überwältigt.“ Licht steht für Wahrheit und Gerechtigkeit — im Gegensatz zur Finsternis, die für Irrtum und Ungerechtigkeit steht. Johannes zeigt folglich, daß die Finsternis das Licht nicht besiegen wird.
16. Welchen Hinweis auf den Umfang der Tätigkeit Jesu gab Johannes der Täufer?
16 In den Versen 6 bis 9 berichtet Johannes folgendes: „Es trat ein Mensch auf, der als ein Vertreter Gottes ausgesandt war; sein Name war Johannes [der Täufer]. Dieser kam zu einem Zeugnis, um Zeugnis von dem Licht abzulegen, damit durch ihn Menschen von allen Arten zum Glauben kämen. Nicht er [Johannes] war dieses Licht, sondern er sollte Zeugnis von diesem Licht [Jesus] ablegen. Das wahre Licht, das jeder Art von Menschen Licht gibt, war im Begriff, in die Welt zu kommen.“ Johannes wies auf den kommenden Messias hin und führte seine Nachfolger zu ihm. Im Laufe der Zeit erhielten alle Arten von Menschen die Gelegenheit, das Licht anzunehmen. Jesus kam also nicht nur im Interesse der Juden, sondern auch im Interesse aller anderen Menschen, ob arm oder reich und ungeachtet ihrer Rasse.
17. Was wird in Johannes 1:10, 11 über den geistigen Zustand der Juden in den Tagen Jesu gesagt?
17 Die Verse 10 und 11 lauten: „Er war in der Welt, und die Welt kam durch ihn ins Dasein, aber die Welt erkannte ihn nicht. Er kam in sein eigenes Heim, aber sein eigenes Volk nahm ihn nicht auf.“ Der vormenschliche Jesus war es gewesen, durch den die Menschenwelt erschaffen worden war. Als er sich jedoch auf der Erde befand, wurde er von der Mehrheit seines eigenen Volkes, den Juden, verworfen. Sie wollten nicht, daß ihre Schlechtigkeit und Heuchelei aufgedeckt wurde. Sie zogen die Finsternis dem Licht vor.
18. Wie geht aus Johannes 1:12, 13 hervor, daß einige Menschen Kinder Gottes werden konnten, um ein besonderes Erbe zu empfangen?
18 Johannes fährt in Vers 12 und 13 fort: „So viele ihn aber aufnahmen, denen gab er Befugnis, Kinder Gottes zu werden, weil sie Glauben an seinen Namen ausübten; und sie wurden nicht aus Blut noch aus dem Willen des Fleisches, noch aus dem Willen eines Mannes, sondern aus Gott geboren.“ Aus diesen Versen geht hervor, daß die Nachfolger Jesu ursprünglich keine Söhne Gottes waren. Bevor Christus zur Erde kam, gab es für Menschen weder eine solche Sohnschaft noch eine himmlische Hoffnung. Doch aufgrund des Wertes des Loskaufsopfers Christi wurden einige Menschen, die Glauben daran ausübten, als Söhne adoptiert und erlangten damit die Hoffnung auf ein Leben als Könige mit Christus in Gottes himmlischem Königreich.
19. Warum ist Jesus am besten geeignet, Gottes Licht widerzustrahlen, wie dies aus Johannes 1:14 hervorgeht?
19 In Vers 14 wird erklärt: „So wurde das WORT Fleisch und weilte unter uns; und wir schauten seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit, wie sie einem einziggezeugten Sohn vom Vater her gehört.“ Auf der Erde spiegelte Jesus Gottes Herrlichkeit wider, wie nur er es als Gottes erstgeborener Sohn tun konnte. Er war somit in einzigartiger Weise, ja am besten dazu geeignet, den Menschen Gott und dessen Vorsätze zu offenbaren.
20. Was sagte Johannes der Täufer gemäß Johannes 1:15 über Jesus?
20 Weiter schreibt der Apostel Johannes in Vers 15: „Johannes [der Täufer] legte Zeugnis von ihm ab, ja er rief tatsächlich aus — dieser war es, der es sagte —, indem er sprach: ‚Der nach mir Kommende ist mir vorausgegangen, denn er hat vor mir existiert.‘“ Johannes der Täufer wurde etwa sechs Monate vor Jesu Geburt als Mensch geboren. Aber weil Jesus weit mehr vollbrachte als Johannes, hatte er ihm in jeder Hinsicht vieles voraus. Und Johannes anerkannte, daß Jesus aufgrund seines vormenschlichen Daseins vor ihm existiert hatte.
Gaben Jehovas
21. Warum heißt es in Johannes 1:16, daß wir „unverdiente Güte über unverdiente Güte“ empfangen haben?
21 Johannes 1:16 enthält die Schlußfolgerung: „Denn wir alle haben aus seiner Fülle empfangen, ja unverdiente Güte über unverdiente Güte.“ Obwohl die Menschen in Sünde geboren werden, weil sie diese von Adam geerbt haben, beabsichtigt Jehova, das gegenwärtige böse System zu vernichten, Millionen Menschen in die neue Welt hinüberleben zu lassen, die Toten aufzuerwecken sowie Sünde und Tod zu beseitigen, wodurch ewiges Leben auf einer paradiesischen Erde Wirklichkeit werden wird. All diese Segnungen haben sich sündige Menschen nicht verdient. Es sind Gaben Jehovas durch Christus.
22. (a) Was ermöglicht Gottes größte Gabe? (b) Welche Einladung ergeht im letzten Buch der Bibel an uns?
22 Was ist die größte Gabe, die all das ermöglicht? „So sehr hat Gott die Welt [die Menschenwelt] geliebt, daß er seinen einziggezeugten Sohn gab, damit jeder, der Glauben an ihn ausübt, nicht vernichtet werde, sondern ewiges Leben habe“ (Johannes 3:16). Wer geistiges Licht und ewiges Leben wünscht, benötigt also unbedingt eine genaue Erkenntnis über Gott und seinen Sohn, den „Hauptvermittler des Lebens“ (Apostelgeschichte 3:15). Im letzten Buch der Bibel wird daher jeder, der die Wahrheit liebt und leben möchte, eingeladen: „‚Komm!‘ Und jeder, der es hört, sage: ‚Komm!‘ Und jeder, den dürstet, komme; jeder, der wünscht, nehme Wasser des Lebens kostenfrei“ (Offenbarung 22:17).
23. Was werden schafähnliche Menschen tun, wenn sie zum Licht kommen?
23 Demütige, schafähnliche Menschen werden nicht nur zum Licht der Welt kommen, sondern diesem Licht auch folgen: „Die Schafe folgen ihm, weil sie seine Stimme kennen“, das heißt den Klang der Wahrheit in seiner Stimme (Johannes 10:4). Ja, sie ‘folgen seinen Fußstapfen genau nach’, weil sie wissen, daß es für sie ewiges Leben bedeutet (1. Petrus 2:21).
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Wer folgt dem Licht der Welt?Der Wachtturm 1993 | 1. April
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Wer folgt dem Licht der Welt?
„[Leuchtet] wie Lichtspender in der Welt“ (PHILIPPER 2:15).
1. Was sagt die Bibel über religiöse Irrlichter?
DIE Bibel macht Jesus eindeutig als „ein großes Licht“, „das Licht der Welt“, kenntlich (Jesaja 9:2; Johannes 8:12). Als er auf der Erde war, folgten ihm jedoch relativ wenige nach. Die meisten wollten lieber Irrlichtern folgen, die eigentlich Träger der Finsternis waren. Über diese heißt es in Gottes Wort: „Solche Menschen sind falsche Apostel, betrügerische Arbeiter, die die Gestalt von Aposteln Christi annehmen. Und kein Wunder, denn der Satan selbst nimmt immer wieder die Gestalt eines Engels des Lichts an. Es ist daher nichts Großes, wenn auch seine Diener immer wieder die Gestalt von Dienern der Gerechtigkeit annehmen. Ihr Ende aber wird gemäß ihren Werken sein“ (2. Korinther 11:13-15).
2. Was ist nach Jesu Worten die Grundlage für das Gericht an den Menschen?
2 Nicht alle wünschen also das Licht, so wunderbar dieses auch ist. Jesus erklärte: „Dies nun ist die Grundlage für das Gericht, daß das Licht in die Welt gekommen ist, aber die Menschen haben die Finsternis mehr geliebt als das Licht, denn ihre Werke waren böse. Denn wer schlechte Dinge treibt, haßt das Licht und kommt nicht zum Licht, damit seine Werke nicht gerügt werden“ (Johannes 3:19, 20).
Menschen, die die Finsternis lieben
3, 4. Wodurch zeigten die religiösen Führer in Jesu Tagen, daß sie dem Licht nicht folgen wollten?
3 Betrachten wir, inwiefern das zutraf, als Jesus auf der Erde war. Gott hatte Jesus ermächtigt, erstaunliche Wunder zu wirken, um so zu beweisen, daß er der Messias war. Zum Beispiel machte er einmal am Sabbat einen Blindgeborenen sehend. Welch eine wunderbare Tat der Barmherzigkeit! Wie dankbar der Mann war! Zum ersten Mal in seinem Leben konnte er sehen. Aber wie reagierten die religiösen Führer darauf? In Johannes 9:16 wird berichtet: „Einige von den Pharisäern [begannen über Jesus] zu sagen: ‚Dieser Mensch ist nicht von Gott, denn er hält den Sabbat nicht.‘“ Wie böse ihr Herz doch war! Da wurde jemand auf wunderbare Weise geheilt, aber statt sich mit dem ehemals Blinden zu freuen und dem Heiler dankbar zu sein, verurteilten sie Jesus. Zweifellos sündigten sie dadurch gegen die Kundgebung des heiligen Geistes Gottes — eine unvergebbare Sünde (Matthäus 12:31, 32).
4 Als diese Heuchler den ehemals Blinden über Jesus befragten, entgegnete er ihnen: „Dies ist bestimmt verwunderlich, daß ihr nicht wißt, woher er [Jesus] ist, und doch hat er meine Augen geöffnet. Wir wissen, daß Gott nicht auf Sünder hört, doch wenn jemand gottesfürchtig ist und seinen Willen tut, hört er auf diesen. Seit alters hat man nie davon gehört, daß jemand einem Blindgeborenen die Augen geöffnet hat. Wenn dieser Mensch [Jesus] nicht von Gott wäre, so könnte er gar nichts tun.“ Wie reagierten die religiösen Führer darauf? „Sie antworteten ihm und sprachen: ‚Du bist ganz und gar in Sünden geboren worden, und dennoch lehrst du uns?‘ Und sie warfen ihn hinaus!“ Wie wenig Mitgefühl sie hatten! Ihr Herz war aus Stein. Daher erklärte Jesus ihnen, daß sie zwar mit ihren buchstäblichen Augen sahen, geistig aber blind waren (Johannes 9:30-41).
5, 6. Was taten die religiösen Führer des ersten Jahrhunderts, wodurch sie bewiesen, daß sie die Finsternis liebten?
5 Daß diese religiösen Heuchler gegen Gottes Geist sündigten, wurde bei einer anderen Gelegenheit deutlich, als Jesus Lazarus von den Toten auferweckte. Aufgrund dieses Wunders glaubten viele vom einfachen Volk an Jesus. Man beachte jedoch, was die religiösen Führer taten. „Infolgedessen versammelten die Oberpriester und die Pharisäer den Sanhedrin und begannen zu sagen: ‚Was sollen wir tun, denn dieser Mensch tut viele Zeichen? Wenn wir ihn so gewähren lassen, werden sie alle an ihn glauben, und die Römer werden kommen und sowohl unsere Stätte als auch unsere Nation wegnehmen‘“ (Johannes 11:47, 48). Sie bangten um ihre Stellung und ihr Ansehen. Um jeden Preis wollten sie den Römern gefallen, nicht Gott. Was taten sie deshalb? „Darum hielten sie von jenem Tag an Rat, um ihn [Jesus] zu töten“ (Johannes 11:53).
6 War das aber alles? Nein. Ihr weiteres Tun bewies, wie sehr sie die Finsternis liebten: „Die Oberpriester nun hielten Rat, um auch Lazarus zu töten, weil viele von den Juden seinetwegen dorthin gingen und an Jesus glaubten“ (Johannes 12:10, 11). Welche unglaubliche Niedertracht! Was geschah jedoch, obgleich sie alles unternahmen, um ihre Stellung zu sichern? Noch während jener Generation lehnten sich die Juden gegen die Römer auf; diese gingen 70 u. Z. gegen sie vor und nahmen ihnen nicht nur ihre Stätte und ihre Nation, sondern auch das Leben (Jesaja 5:20; Lukas 19:41-44).
Jesu Mitgefühl
7. Warum strömten wahrheitsliebende Menschen zu Jesus?
7 Auch in unserer Zeit wünscht nicht jeder geistige Erleuchtung. Wer jedoch die Wahrheit liebt, möchte bestimmt zum Licht kommen. Er wünscht, daß Gott sein Souverän ist, wendet sich begierig Jesus zu und folgt ihm als demjenigen nach, den Gott gesandt hat, um zu erklären, was das Licht ist. Das taten demütige Menschen bereits, als Jesus auf der Erde war. Ja sie strömten zu ihm. Selbst die Pharisäer mußten das zugeben. Sie beklagten sich: „Die Welt ist ihm nachgelaufen“ (Johannes 12:19). Schafähnliche Menschen liebten Jesus, denn er war genau das Gegenteil der selbstsüchtigen, arroganten, machthungrigen religiösen Führer, von denen er sagte: „Sie binden schwere Lasten zusammen und legen sie auf die Schultern der Menschen, sie selbst aber wollen sie nicht mit ihrem Finger bewegen. Alle Werke, die sie tun, tun sie, um von den Menschen gesehen zu werden“ (Matthäus 23:4, 5).
8. Welche Einstellung hatte Jesus im Gegensatz zu den religiösen Heuchlern?
8 Man beachte dagegen Jesu Mitgefühl: „Als er die Volksmengen sah, empfand er Mitleid mit ihnen, weil sie zerschunden waren und umhergestoßen wurden wie Schafe, die keinen Hirten haben“ (Matthäus 9:36). Wie schaffte er Abhilfe? Er sagte zu denen, die durch Satans System ausgebeutet wurden: „Kommt zu mir alle, die ihr euch abmüht und die ihr beladen seid, und ich will euch erquicken. Nehmt mein Joch auf euch und lernt von mir, denn ich bin mild gesinnt und von Herzen demütig, und ihr werdet Erquickung finden für eure Seele. Denn mein Joch ist sanft, und meine Last ist leicht“ (Matthäus 11:28-30). Jesus tat das, was in Jesaja 61:1, 2 über ihn vorausgesagt worden war: „Jehova [hat] mich gesalbt ..., um den Sanftmütigen gute Botschaft kundzutun. Er hat mich gesandt, um die zu verbinden, die gebrochenen Herzens sind, Freiheit auszurufen den Gefangengenommenen und das weite Öffnen der Augen selbst den Gefangenen; um auszurufen das Jahr des Wohlwollens seitens Jehovas und den Tag der Rache seitens unseres Gottes; um zu trösten alle Trauernden.“
Die Einsammlung der Lichtträger
9. Welche bedeutsamen Ereignisse traten 1914 ein?
9 Nach seiner Himmelfahrt mußte Jesus warten, bis für Gott die Zeit kam, ihm Königreichsmacht zu geben. Danach sollte er darangehen, die „Schafe“ von den „Böcken“ zu trennen (Matthäus 25:31-33; Psalm 110:1, 2). Diese Zeit kam 1914, als die „letzten Tage“ begannen (2. Timotheus 3:1-5). Der als König des himmlischen Königreiches Gottes eingesetzte Jesus begann, diejenigen, die dem Licht folgen wollten, zu seiner Rechten, der Stellung der Gunst, zu sammeln. Nach dem Ersten Weltkrieg nahm dieses Einsammlungswerk immer mehr an Schwung zu.
10. Was kann man sich in bezug auf diejenigen fragen, die Jesus im Einsammlungswerk gebraucht?
10 Unter der Leitung Christi Jesu ist das Einsammlungswerk bisher ein voller Erfolg gewesen. Noch nie sind so viele Menschen aus allen Nationen im Licht der wahren Anbetung vereint gewesen wie heute. Und wer folgt heute dem von Gott und Christus stammenden Licht? Wer ‘leuchtet wie Lichtspender in der Welt’, wie es in Philipper 2:15 heißt, und lädt andere ein, ‘zu kommen und Wasser des Lebens kostenfrei zu nehmen’? (Offenbarung 22:17).
11. Wie steht die Christenheit zum geistigen Licht?
11 Kann das von der Christenheit gesagt werden? Die Christenheit mit ihren uneinigen Glaubensgemeinschaften leuchtet gewiß nicht als Lichtspender. Tatsächlich gleicht die Geistlichkeit den religiösen Führern der Tage Jesu. Sie strahlt auf keinen Fall das von Gott und Christus stammende wahre Licht wider. Vor dreiunddreißig Jahren war in einer theologischen Zeitschrift zu lesen: „Leider muß man zugeben, daß dieses Licht in der Kirche nicht mit der gebotenen Helligkeit leuchtet. ... Die Kirche tendiert dazu, sich immer mehr den Gemeinwesen anzugleichen, von denen sie umgeben ist. Sie ist nicht so sehr das Licht der Welt als vielmehr ein Reflektor von Lichtern, die in der Welt selbst leuchten“ (Theology Today). Und heute befindet sich die Christenheit in einem noch schlimmeren Zustand. Das sogenannte Licht, das sie von der Welt widerstrahlt, ist in Wirklichkeit Finsternis, denn etwas anderes haben Satan und seine Welt nicht zu bieten. Nein, von den widersprüchlichen und durch und durch verweltlichten Glaubensgemeinschaften der Christenheit kommt kein Wahrheitslicht.
12. Wer bildet heute die wahre Organisation von Lichtträgern?
12 Voller Überzeugung kann dagegen gesagt werden, daß die Neue-Welt-Gesellschaft der Zeugen Jehovas heute die wahre Organisation von Lichtträgern ist. Alle, die ihr angehören — Männer, Frauen und auch Kinder —, lassen das von Jehova und Christus stammende Licht vor der ganzen Menschheit leuchten. Im letzten Jahr waren weltweit in fast 70 000 Versammlungen der Zeugen Jehovas über vier Millionen Lichtträger tätig, um andere mit Gott und seinen Vorsätzen bekannt zu machen. Und jedes Jahr beobachten wir eine gewaltige Einsammlung von Menschen, die geistig erleuchtet werden möchten. Hunderttausende lassen sich taufen, nachdem sie die Bibel studiert haben und zu einer genauen Erkenntnis der Wahrheit gelangt sind. Ja, es ist Gottes Wille, „daß alle Arten von Menschen gerettet werden und zu einer genauen Erkenntnis der Wahrheit kommen“ (1. Timotheus 2:4).
13. Womit können wir das von Jehova kommende Licht vergleichen?
13 Wir können die heute von Jehova kommende Erleuchtung mit dem vergleichen, was seinerzeit geschah, als Gottes Diener Ägypten verließen: „Jehova zog vor ihnen her, bei Tag in einer Wolkensäule, um sie auf dem Weg zu führen, und bei Nacht in einer Feuersäule, um ihnen Licht zu geben, damit sie bei Tag und bei Nacht gehen konnten“ (2. Mose 13:21, 22). Die Wolke bei Tag und das Feuer bei Nacht waren zuverlässige Führer. Sie waren ebenso zuverlässig wie die Sonne, die Gott erschaffen hat, damit wir Tageslicht haben. Daher können auch wir uns darauf verlassen, daß Jehova heute, in diesen bösen letzten Tagen, Wahrheitssuchern den Weg weiterhin geistig beleuchtet. In Sprüche 4:18 wird uns zugesichert: „Der Pfad der Gerechten ist wie das glänzende Licht, das heller und heller wird, bis es voller Tag ist.“
Das Königreichslicht widerstrahlen
14. Was muß das Hauptanliegen der Lichtträger sein?
14 Da Jehova der Quell des Lichts ist und Christus der Hauptreflektor dieses Lichts, müssen auch Jesu Nachfolger es widerstrahlen. Jesus sagte von ihnen: „Ihr seid das Licht der Welt. ... Laßt euer Licht vor den Menschen leuchten, damit sie eure vortrefflichen Werke sehen und euren Vater, der in den Himmeln ist, verherrlichen“ (Matthäus 5:14, 16). Und was ist das zentrale Thema des Lichts, das seine Nachfolger vor den Menschen leuchten lassen sollen? Was sollen sie gegenwärtig, auf dem Höhepunkt der Weltgeschichte, lehren? Jesu Nachfolger sollen gemäß seinen Worten weder die Demokratie predigen noch die Diktatur, noch die Einheit von Kirche und Staat, noch irgendeine andere weltliche Ideologie. Er sagte statt dessen gemäß Matthäus 24:14 voraus, daß trotz weltweiten Widerstandes „diese gute Botschaft vom Königreich ... auf der ganzen bewohnten Erde gepredigt werden [wird], allen Nationen zu einem Zeugnis; und dann wird das Ende kommen“. Deshalb unterrichten Lichtträger heute andere Menschen über Gottes Königreich, das der Welt Satans ein Ende bereiten und die gerechte neue Welt herbeiführen wird (1. Petrus 2:9).
15. Wohin werden sich diejenigen wenden, die das Licht wünschen?
15 Wer das Licht liebt, wird sich nicht durch die Ansprüche und Ziele der Welt ablenken lassen. Diese werden sich bald gänzlich in Luft auflösen, denn die gegenwärtige Welt nähert sich ihrem Ende. Gerechtigkeitsliebende Menschen werden sich der guten Botschaft zuwenden, die von denen verkündigt wird, die das Licht des Königreiches Gottes bis zu den Enden der Erde leuchten lassen. Von letzteren ist in Offenbarung, Kapitel 7, Vers 9 und 10 die Rede, wo es heißt: „Ich [sah], und siehe, eine große Volksmenge, die kein Mensch zählen konnte, aus allen Nationen und Stämmen und Völkern und Zungen stand vor dem Thron [Gottes] und vor dem Lamm [Christus] ... Und sie rufen fortwährend mit lauter Stimme, indem sie sagen: ‚Die Rettung verdanken wir unserem Gott, der auf dem Thron sitzt, und dem Lamm.‘“ In Vers 14 ist zu lesen: „Das sind die, die aus der großen Drangsal kommen.“ Ja, sie überleben das Ende dieser Welt und gelangen in die neue Welt unter Gottes Königreich, die kein Ende haben wird.
Die erleuchtete neue Welt
16. Was wird in der großen Drangsal mit Satans Welt geschehen?
16 Die neue Welt wird in helles Wahrheitslicht getaucht sein. Stellen wir uns den Tag vor, der auf die von Gott herbeigeführte Vernichtung des gegenwärtigen Systems der Dinge folgen wird. Satan, seine Dämonen und sein politisches, kommerzielles und religiöses System — nichts von alldem wird mehr dasein! Auch Satans Propagandaapparat wird es nicht mehr geben. Nach der großen Drangsal wird daher nie wieder auch nur eine Zeitung, eine Zeitschrift, ein Buch, eine Broschüre oder ein Flugblatt gedruckt werden, worin die heutige verderbte Welt unterstützt wird. Es werden keine weltlichen Fernseh- oder Rundfunksendungen mehr ausgestrahlt werden, die einen verderblichen Einfluß ausüben. Das gesamte vergiftete Milieu der Welt Satans wird mit einem gewaltigen Schlag ausgelöscht worden sein (Matthäus 24:21; Offenbarung 7:14; 16:14-16; 19:11-21).
17, 18. Was kann über die geistige Umwelt nach dem Ende der Welt Satans gesagt werden?
17 Welch eine enorme Erleichterung das mit sich bringen wird! Von jenem bestimmten Tag an wird die Menschheit nur noch von dem heilsamen, erbauenden geistigen Licht beeinflußt werden, das von Jehova und seinem Königreich ausgeht. In Jesaja 54:13 wird vorhergesagt: „Alle deine Söhne werden von Jehova Belehrte sein, und der Frieden deiner Söhne wird überströmend sein.“ Wenn die ganze Erde unter der Herrschaft Gottes steht, werden gemäß seiner Verheißung aus Jesaja 26:9 „die Bewohner des ertragfähigen Landes bestimmt Gerechtigkeit lernen“.
18 Die gesamte intellektuelle und geistige Umwelt wird sich rasch zum Positiven verändern. Anstelle des heute überall zu beobachtenden deprimierenden moralischen Tiefstands wird Erfreuliches das Tagesgeschehen bestimmen. Jedem, der dann lebt, wird die Wahrheit über Gott und seine Vorsätze gelehrt werden. Die Prophezeiung aus Jesaja 11:9 wird sich vollständig bewahrheiten: „Die Erde wird bestimmt erfüllt sein mit der Erkenntnis Jehovas, wie die Wasser das ganze Meer bedecken.“
Unbedingt dem Licht folgen
19, 20. Warum müssen diejenigen, die dem Licht folgen möchten, auf der Hut sein?
19 Heute, in den letzten Jahren des bösen Systems, ist es dringend notwendig, dem Licht der Welt zu folgen. Außerdem müssen wir auf der Hut sein, denn es gibt heftigen Widerstand dagegen, daß wir im Licht wandeln. Dieser geht von den Mächten der Finsternis aus — von Satan, seinen Dämonen und seiner irdischen Organisation. Deshalb äußerte der Apostel Petrus die warnenden Worte: „Bleibt besonnen, seid wachsam. Euer Widersacher, der Teufel, geht umher wie ein brüllender Löwe und sucht jemand zu verschlingen“ (1. Petrus 5:8).
20 Denen, die mit dem Licht in Berührung kommen, wird Satan jedes erdenkliche Hindernis in den Weg legen, um sie zu veranlassen, in der Finsternis zu bleiben. Dabei kann es sich um Druck handeln, den Verwandte oder frühere Freunde ausüben, die der Wahrheit widerstehen. Es können Zweifel an der Bibel sein, weil jemand durch religiöse Irrlehren oder durch Propaganda von Atheisten und Agnostikern verblendet ist. Es können auch die eigenen sündigen Neigungen sein, die es einem erschweren, den göttlichen Anforderungen zu entsprechen.
21. Was sollten alle tun, die in Gottes neuer Welt leben möchten?
21 Möchtest du ungeachtet der Hindernisse, die dir möglicherweise in den Weg gelegt werden, in einer neuen Welt leben ohne Armut, ohne Verbrechen, ohne Ungerechtigkeit und Krieg? Möchtest du dich vollkommener Gesundheit und des ewigen Lebens auf einer paradiesischen Erde erfreuen? Dann nimm Jesus Christus als das Licht der Welt an und folge ihm nach, indem du auf die Botschaft derjenigen hörst, die am „Wort des Lebens“ festhalten und ‘wie Lichtspender in der Welt leuchten’ (Philipper 2:15, 16).
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