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    Der Wachtturm 2003 | 1. Juli
    • Wie Jehova uns seiner Liebe versichert

      9. Was möchte uns Satan einreden, aber was sichert uns Jehova zu?

      9 Allerdings erhebt sich hier eine wichtige Frage: Liebt Gott uns als Einzelne? Manche glauben zwar, dass Gott die Menschheit im Allgemeinen liebt, wie es ja in Johannes 3:16 steht, denken aber: „Mich persönlich könnte Gott niemals lieben.“ Tatsächlich möchte uns Satan, der Teufel, gern einreden, dass Jehova uns weder liebt noch schätzt. Aber selbst wenn wir uns persönlich für wertlos oder nicht liebenswert halten, sichert uns Jehova doch zu, dass für ihn jeder seiner treuen Diener kostbar ist.

      10, 11. Wie zeigte Jesus am Beispiel der Sperlinge, dass wir in Jehovas Augen wertvoll sind?

      10 Beachte beispielsweise die Worte Jesu aus Matthäus 10:29-31. Jesus machte hier deutlich, wie wertvoll seine Jünger sind. Er sagte: „Werden nicht zwei Sperlinge für eine Münze von kleinem Wert verkauft? Doch kein einziger von ihnen wird ohne eures Vaters Wissen zur Erde fallen. Aber sogar die Haare eures Hauptes sind alle gezählt. Darum fürchtet euch nicht: Ihr seid mehr wert als viele Sperlinge.“ Denken wir einmal darüber nach, was diese Worte für Jesu Zuhörer im 1. Jahrhundert bedeuteten.

      11 In Jesu Tagen waren Sperlinge die billigsten zum Verzehr angebotenen Vögel. Für eine Münze von geringem Wert bekam ein Käufer zwei Sperlinge. War er jedoch bereit, zwei Münzen auszugeben, dann bekam er, wie Jesus laut Lukas 12:6, 7 später einmal erwähnte, nicht vier, sondern fünf Sperlinge. Der zusätzliche Vogel war gratis, so als hätte er überhaupt keinen Wert. Solche Vögel waren für einen Menschen vielleicht wertlos, aber wie sah der Schöpfer sie an? Jesus erklärte: „Nicht einer von ihnen wird vor Gott vergessen [auch nicht der Gratisvogel].“ Jetzt wird uns wahrscheinlich klar, was Jesus damit sagen wollte. Wenn Jehova einem einzigen Sperling so viel Wert beimisst, wie viel mehr ist dann ein Mensch wert! Jesus machte deutlich, dass Jehova uns bis in alle Einzelheiten kennt. Sogar die Haare, die auf unserem Kopf wachsen, sind gezählt!

      12. Wieso können wir sicher sein, dass Jesu Aussage, unsere Haare seien gezählt, nicht unrealistisch war?

      12 Manch einer wird diese Aussage Jesu für übertrieben halten. Aber denken wir nur einmal an die Auferstehungshoffnung. Wie genau muss uns Jehova doch kennen, um uns wiedererschaffen zu können! Ihm liegt so viel an uns, dass er jede Einzelheit im Gedächtnis behält, auch unseren genetischen Bauplan, unsere Erinnerungen und die Erfahrungen, die wir über die Jahre gemacht haben. Unsere Haare zu zählen — im Durchschnitt sind es 100 000 — wäre im Vergleich dazu ein Leichtes. Mit was für ansprechenden Worten Jesus uns doch versichert, dass Jehova an uns persönlich interessiert ist!

      13. Wie wird an König Josaphat deutlich, dass Jehova das Gute in uns sucht, auch wenn wir unvollkommen sind?

      13 Die Bibel bekräftigt noch durch eine weitere Erkenntnis, dass uns Jehova liebt: Er sucht das Gute in uns und schätzt es. Ein Beispiel dafür ist Josaphat, der ein guter König war. Nachdem er etwas Törichtes getan hatte, sagte ein Prophet Jehovas zu ihm: „Dafür ist heftiger Zorn über dir von der Person Jehovas.“ Ein ernüchternder Gedanke! Aber Jehovas Botschaft war hier nicht zu Ende. Sie lautete weiter: „Immerhin gibt es gute Dinge, die bei dir gefunden worden sind“ (2. Chronika 19:1-3). Jehova war in seinem gerechten Zorn nicht blind für die guten Seiten Josaphats. Ist es nicht beruhigend zu wissen, dass unser Gott das Gute in uns sucht, auch wenn wir unvollkommen sind?

      Ein Gott, der „zum Vergeben bereit“ ist

      14. Welche Gefühle mögen uns belasten, wenn wir sündigen, aber wie können wir Jehovas Vergebung erlangen?

      14 Wenn wir sündigen, kann es sein, dass wir vor lauter Enttäuschung und vor Scham- und Schuldgefühlen meinen, wir seien es einfach nicht wert, Jehova dienen zu dürfen. Vergessen wir aber nicht, dass Jehova „zum Vergeben bereit“ ist (Psalm 86:5). Ja, wenn wir unsere Sünden bereuen und unser Bestes tun, sie nicht zu wiederholen, können wir Jehovas Vergebung erlangen. Betrachten wir, wie die Bibel diese wunderbare Facette der Liebe Jehovas beschreibt.

      15. Wie weit trägt Jehova unsere Sünden von uns weg?

      15 Der Psalmist David gebrauchte folgende anschauliche Worte für Jehovas Vergebung: „So fern der Osten von dem Westen liegt, so weit entfernt er unsere Schuld von uns“ (Psalm 103:12, Die Gute Nachricht; Kursivschrift von uns). Wie weit ist der Osten vom Westen entfernt? In gewissem Sinne ist es die äußerste entgegengesetzte Entfernung, die man sich vom Westen aus vorstellen kann; die beiden Punkte treffen nie zusammen. Nach Ansicht eines Gelehrten ist mit dieser Aussage gemeint: „so weit entfernt wie nur möglich; so weit entfernt, wie man sich nur vorstellen kann“. Die inspirierten Worte Davids wollen uns also sagen, dass Jehova, wenn er vergibt, unsere Sünden so weit von uns wegträgt, wie wir uns nur denken können.

      16. Warum können wir sicher sein, dass uns Jehova als rein betrachtet, wenn er uns unsere Sünden vergeben hat?

      16 Hast du schon einmal versucht, einen hartnäckigen Fleck von einem hellen Kleidungsstück zu entfernen? Du hast vielleicht alles Mögliche ausprobiert, und trotzdem ist er nicht ganz weggegangen. Achte einmal darauf, wie weitreichend Jehovas Vergebung ist: „Wenn sich eure Sünden auch wie Scharlach erweisen sollten, werden sie so weiß werden wie Schnee; wenn sie auch rot sein sollten wie Karmesintuch, werden sie sogar wie Wolle werden“ (Jesaja 1:18). „Scharlach“ ist ein leuchtendes, helles Rot.a Und der Ausdruck „Karmesintuch“ bezeichnet einen intensiv gefärbten Stoff. Durch eigene Anstrengungen könnten wir niemals die Flecken der Sünde beseitigen. Doch Jehova kann Sünden, die so auffällig sind wie Scharlach oder Karmesin, entfernen und weiß machen wie Schnee oder ungefärbte Wolle. Wenn also Jehova uns unsere Sünden vergibt, brauchen wir uns nicht ein Leben lang damit behaftet zu fühlen.

      17. Was bedeutet es, dass Jehova unsere Sünden hinter seinen Rücken wirft?

      17 In einem bewegenden Dankeslied, das Hiskia nach seiner Genesung von einer tödlichen Krankheit komponierte, richtete er an Jehova die Worte: „Du hast alle meine Sünden hinter deinen Rücken geworfen“ (Jesaja 38:17). Hier wird bildlich dargestellt, wie Jehova die Sünden eines reumütigen Menschen nimmt und hinter sich wirft, wo er sie nicht mehr sieht und auch nicht mehr beachtet. Dieser Gedanke wird in einem Nachschlagewerk so ausgedrückt, als hätte Gott die Sünden „ungeschehen gemacht“. Ist das nicht tröstlich?

      18. Wie machte der Prophet Micha deutlich, dass Jehova, wenn er vergibt, unsere Sünden für immer verschwinden lässt?

      18 In einer Wiederherstellungsverheißung brachte der Prophet Micha die Überzeugung zum Ausdruck, dass Jehova seinem reumütigen Volk vergeben würde: „Wer ist ein Gott wie du, einer, der ... an der Übertretung des Überrestes seines Erbteils vorübergeht? ... Und du wirst alle ihre Sünden in die Tiefen des Meeres werfen“ (Micha 7:18, 19). Versuchen wir uns vorzustellen, was diese Worte für die Menschen in biblischer Zeit bedeuteten. Wie hätte man damals etwas, was „in die Tiefen des Meeres“ gesunken war, zurückholen können? Micha machte damit deutlich, dass Jehova, wenn er vergibt, unsere Sünden für immer verschwinden lässt.

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    Der Wachtturm 2003 | 1. Juli
    • 23. (a) Wie erfahren wir aus den Worten des Psalmisten, dass Jehova viel an uns persönlich liegt? (b) Wie hilft uns Jehova?

      23 Jehova erbarmt sich seiner Diener aber nicht nur als Gruppe gesehen. Unserem liebevollen Gott liegt viel an uns persönlich. Ihm entgeht nichts von dem, was wir durchmachen müssen. Der Psalmist sagte: „Die Augen Jehovas sind auf die Gerechten gerichtet und seine Ohren auf ihren Hilferuf. Jehova ist nahe denen, die gebrochenen Herzens sind; und die zerschlagenen Geistes sind, rettet er“ (Psalm 34:15, 18). Wie hilft Jehova uns persönlich? Die Ursache des Leids wird er nicht unbedingt beseitigen. Doch er hat für alle, die ihn um Hilfe anrufen, großzügig Vorsorge getroffen. Sein Wort gibt praktische Hinweise, die wirklich weiterhelfen können. In der Versammlung hat Jehova befähigte Aufseher eingesetzt, die bemüht sind, sein Mitgefühl nachzuahmen, wenn sie anderen beistehen (Jakobus 5:14, 15). Als der „Hörer des Gebets“ gibt er „denen heiligen Geist ..., die ihn bitten“ (Psalm 65:2; Lukas 11:13). Alle diese Hilfen sind ein Ausdruck des „innigen Erbarmens unseres Gottes“ (Lukas 1:78).

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