Seit der Zeit Homers (9. oder 8. Jahrhundert v. u. Z.) war Lydien und Umgebung für die Purpurfärberkunst berühmt. In einem Nachschlagewerk heißt es: „Das Wasser von Thyatira ergab die leuchtstärksten und haltbarsten Farbtöne.“
Purpurwaren galten als Luxusartikel und waren nur für Reiche erschwinglich. Der Farbstoff wurde auf unterschiedliche Weise gewonnen. Doch den besten und teuersten Purpur, der für feines Tuch verwendet wurde, lieferten die im Mittelmeer lebenden Purpurschnecken. Aus einer Schnecke konnte man nur eine winzige Menge Purpur gewinnen, deswegen benötigte man für ein einziges Gramm dieses kostbaren Farbstoffes rund 8000 Schnecken. Kein Wunder, dass Purpurstoffe so kostspielig waren!