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Erwachet! 1989
g89 8. 7. S. 11-12

Tabak und Zensur

„Genug Zensur! Die Redefreiheit — einschließlich der Werbefreiheit — ist ein Recht, das gewahrt werden muß. Ein Verbot der Zigarettenwerbung wird von der Mehrheit der Amerikaner nicht befürwortet.“ Zeitungsanzeige vom Januar 1989; gestützt auf eine „landesweite Telefonumfrage unter 1 500 Erwachsenen“. Aber repräsentieren 1 500 die „Mehrheit der Amerikaner“?

DIE Firmen argumentieren, sie würden durch ihre Werbung niemanden zum Rauchen bewegen, es ginge nur um die Aufteilung des Marktes unter den verschiedenen Marken. Angesichts der steigenden Zahl von Raucherinnen ist diese Behauptung allerdings fragwürdig. Doch die Tabakindustrie nutzt ihre Macht, um noch auf andere verderbliche Weise Einfluß zu nehmen.

In den letzten Jahren konnten sich amerikanische Tabakfirmen ein besseres Image verschaffen, indem sie Nahrungsmittelunternehmen aufkauften und das Wort Tabak aus ihrem Firmennamen strichen. So ist aus der American Tobacco Company die American Brands geworden, R. J. Reynolds Tobacco Company wurde kürzlich zu RJR/ Nabisco, und Brown and Williamson Tobacco Corporation heißt jetzt Brown and Williamson Industries. Wie wirken sich diese Änderungen aus? Es wird noch stärker geworben. Aus welchem Grund?

Selbst Herausgeber von Zeitschriften, die nie für Tabakprodukte geworben haben, müssen es sich zweimal überlegen, ob sie Artikel gegen den Tabak und das Rauchen veröffentlichen. Es gingen zwar keine Einnahmen aus der Tabakwerbung verloren, aber wie würde es sich mit den Firmen verhalten, die für Nahrungsmittel und andere Produkte werben und jetzt den Tabakbaronen gehören? Wie sieht es also mit Artikeln oder Äußerungen aus, die das Rauchen in einem schlechten Licht erscheinen lassen? Im Endeffekt kommt es zu einer heimtückischen, fast unbemerkten Selbstzensur.

Ein interessanter Fall war die Newsweek-Ausgabe vom 6. Juni 1983. Die Ausgaben zuvor und danach enthielten zwischen 7 und 10 Seiten Zigarettenwerbung. Doch die Ausgabe vom 6. Juni brachte eine kontroverse Artikelserie von mehr als 4 Seiten unter dem Motto „Entscheidungsschlacht ums Rauchen“. Wie viele Seiten Zigarettenwerbung gab es in dieser Ausgabe? Keine einzige. Der Autor White erklärte: „Als die Zigarettenfirmen von den geplanten Artikeln erfuhren, zogen sie ihre Anzeigen zurück. Die Zeitschrift verlor durch die Story etwa 1 Million Dollar Werbeeinnahmen.“

Die Werbeeinnahmen sind der Lebensnerv von Zeitschriften und Tageszeitungen. Wie die Tatsachen zeigen, überlegen es sich die Redaktionen gut, welchen tabakfeindlichen Stoff sie veröffentlichen, wenn überhaupt. Ein Gesundheitsjournalist sagte: „Setze ich beispielsweise das Rauchen auf die Liste der Ursachen für Herzkrankheiten, setzt der Redakteur es ans Ende der Liste oder läßt es gleich ganz verschwinden.“ Es ist so, wie das Sprichwort sagt: „Geld regiert die Welt.“ Selbstzensur ist heute an der Tagesordnung.

Interessanterweise heißt es im Wall Street Journal, daß zwei Zeitschriften für Schwarze in einem Zeitraum von sechs Jahren, in dem sie Zigarettenwerbung veröffentlichten, keinen einzigen Artikel brachten, der direkt das Thema „Rauchen und Gesundheit“ behandelte. Zufall? Logischerweise sägen die, die für Tabakwaren werben, nicht an dem Ast, auf dem sie sitzen. So halten sie sich zurück, die Gefahren des Rauchens aufzuzeigen.

Wie die Ausführungen bisher erkennen ließen, steht sehr viel auf dem Spiel. Für die Tabakpflanzer geht es um die Existenz, für die Tabakbarone und -händler um hohe Profite, für die Regierungen um die Steuern und für die Millionen Raucher um Gesundheit und Leben.

Es ist deine persönliche Entscheidung, mit dem Rauchen zu beginnen oder weiterzurauchen. Wie die Tabakriesen gern betonen, hast du das Recht zu rauchen. Aber vergiß nicht, daß du auch das Recht hast, an Lungen- oder Kehlkopfkrebs, an Herz-Kreislauf-Krankheiten, an Lungenemphysem, der Buerger-Krankheit (siehe Seite 9) oder an einer von vielen anderen Krankheiten zu sterben. Doch wie kannst du vorgehen, wenn du das Rauchen aufgeben möchtest? Was benötigst du? Motivation!

[Bild auf Seite 12]

E. Koop, Surgeon General, hat immer wieder vor den Gefahren des Tabakkonsums gewarnt

[Bildnachweis]

Foto: Public Health Service

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