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Die erstaunlichen Sinne der TiereErwachet! 2003 | 8. März
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Ein eingebauter Kompass
Stellen wir uns einmal vor, unser Körper würde über einen eingebauten Kompass verfügen. Wir würden bestimmt nie wieder die Orientierung verlieren. Bei einigen Tieren haben Forscher winzige Kristalle einer natürlichen magnetischen Substanz, Magnetit, gefunden. Die Zellen, die diese Kristalle enthalten, sind mit dem Nervensystem verbunden. Erwiesenermaßen können Bienen, aber auch Forellen, Magnetfelder wahrnehmen. So orientieren sich Bienen beim Bau ihrer Waben und bei der Navigation am Magnetfeld der Erde.
Magnetit wurde sogar in einer Bakterienart entdeckt, die in Ablagerungen am Meeresboden lebt. Wird das Sediment aufgewühlt, richtet das Erdmagnetfeld die Bakterien mithilfe des Magnetits so aus, dass sie in den sicheren Meeresboden zurückfinden können. Andernfalls würden sie absterben.
Viele wandernde Tiere, darunter Vögel, Schildkröten, Lachse und Wale, haben möglicherweise ebenfalls einen magnetischen Sinn. Offenbar verlassen sie sich jedoch nicht ausschließlich auf diesen Sinn, sondern orientieren sich mithilfe verschiedener Sinne. So finden Lachse den Fluss, in dem sie geboren wurden, wahrscheinlich dank ihres ausgeprägten Geruchssinns wieder. Stare orientieren sich an der Sonne, einige andere Vögel an den Sternen. In seinem Buch Sensory Exotica—A World Beyond Human Experience gibt Howard C. Hughes, Professor für Psychologie, jedoch zu bedenken: „Wir sind ganz offensichtlich noch weit davon entfernt, diese und andere Geheimnisse der Natur zu verstehen.“
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Die erstaunlichen Sinne der TiereErwachet! 2003 | 8. März
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[Bild auf Seite 7]
Bienen — Sehsinn und magnetischer Sinn
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Die erstaunlichen Sinne der TiereErwachet! 2003 | 8. März
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[Bild auf Seite 7]
Schildkröte — möglicherweise elektrischer Sinn
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