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  • Jehovas furchteinflößender Tag ist nahe
    Der Wachtturm 1995 | 15. April
    • Gott naht zum Gericht

      11. Welche Verhältnisse in Israel gaben Anlaß zu der Prophezeiung Maleachis?

      11 Was die unmittelbare Zukunft der Menschheit angeht, so wirft die Prophezeiung Maleachis Licht auf das, was bald geschehen wird. Maleachi wird als letzter in der langen Reihe hebräischer Propheten der alten Zeit aufgeführt. Das Volk Israel hatte die Verwüstung Jerusalems im Jahr 607 v. u. Z. erlebt. Doch 70 Jahre später hatte Jehova seine Barmherzigkeit und liebende Güte bewiesen, als er die Nation wieder in ihr Land zurückkehren ließ. Es vergingen indes keine hundert Jahre, und die Israeliten wurden wieder abtrünnig und glitten in die Bosheit ab. Das Volk entehrte den Namen Jehovas, mißachtete seine gerechten Gesetze und verunreinigte seinen Tempel, indem es blinde, lahme und kranke Tiere als Opfer brachte. Auch entließen Israeliten die Frau ihrer Jugend, damit sie fremdländische Frauen heiraten konnten (Maleachi 1:6-8; 2:13-16).

      12, 13. (a) Weshalb mußte die Klasse gesalbter Priester gereinigt werden? (b) Inwiefern zieht auch die große Volksmenge aus der Reinigung Nutzen?

      12 Ein Reinigungswerk war nötig. Es wird in Maleachi 3:1-4 beschrieben. Wie die Israeliten in alter Zeit mußten auch Jehovas neuzeitliche Zeugen gereinigt werden, und so läßt sich das von Maleachi beschriebene Reinigungswerk auf sie anwenden. Gegen Ende des Ersten Weltkriegs versäumten es einige Bibelforscher, wie Jehovas Zeugen damals genannt wurden, sich gegenüber den Angelegenheiten der Welt strikt neutral zu verhalten. Im Jahr 1918 sandte Jehova seinen ‘Boten des Bundes’, Christus Jesus, zu seinem geistigen Tempel, damit er die kleine Gruppe seiner Anbeter von den durch die Welt verursachten Makeln reinige. In der Prophezeiung hatte Jehova die Frage gestellt: „Wer wird den Tag seines Kommens [des Kommens des Boten] ertragen, und wer wird bestehen, wenn er erscheint? Denn er wird wie das Feuer eines Läuterers sein und wie die Lauge von Wäschern. Und er soll als Läuterer und Reiniger von Silber sitzen und soll die Söhne Levis [die Gruppe gesalbter Priester] reinigen; und er soll sie läutern wie Gold und wie Silber, und sie werden bestimmt für Jehova solche werden, die eine Opfergabe in Gerechtigkeit darbringen.“ Genau das haben sie als ein gereinigtes Volk getan.

      13 Jene Gruppe gesalbter Priester zählt nur 144 000 Glieder (Offenbarung 7:4-8; 14:1, 3). Wie steht es daher mit den anderen Gott hingegebenen Christen heute? Ihre Zahl geht mittlerweile in die Millionen; sie bilden „eine große Volksmenge“, die ebenfalls von weltlichen Verhaltensweisen gereinigt werden muß, und sie ‘waschen ihre langen Gewänder und machen sie im Blut des Lammes weiß’ (Offenbarung 7:9, 14). Weil sie Glauben ausüben an das Loskaufsopfer des Lammes, Jesus Christus, können sie vor Jehova rein dastehen. Ihnen ist verheißen worden, daß sie die gesamte große Drangsal, den furchteinflößenden Tag Jehovas, überleben werden (Zephanja 2:2, 3).

      14. Welchen Worten sollten Gottes Diener heute Aufmerksamkeit schenken, während sie beständig an der neuen Persönlichkeit arbeiten?

      14 Gemeinsam mit dem Überrest von Priestern muß die große Volksmenge den weiteren Worten Gottes Aufmerksamkeit schenken: „Ich will mich euch nahen zum Gericht, und ich will ein schneller Zeuge sein gegen die Zauberer und gegen die Ehebrecher und gegen die falsch Schwörenden und gegen diejenigen, die mit dem Lohn eines Lohnarbeiters, mit der Witwe und mit dem vaterlosen Knaben betrügerisch handeln, und diejenigen, die den ansässigen Fremdling wegweisen, wobei sie mich nicht gefürchtet haben ... Denn ich bin Jehova; ich habe mich nicht geändert“ (Maleachi 3:5, 6). Nein, Jehovas Maßstäbe ändern sich nicht. Jehovas Diener heute müssen ihn daher fürchten, indem sie jede Art Götzendienst meiden, ehrlich und freigebig sind und beständig an der christlichen Persönlichkeit arbeiten (Kolosser 3:9-14).

      15. (a) Welche barmherzige Einladung läßt Jehova ergehen? (b) Wie können wir vermeiden, Jehova zu ‘berauben’?

      15 An alle, die sich von seinen gerechten Wegen abgewandt haben, läßt Jehova folgende Einladung ergehen: „Kehrt um zu mir, so will ich zu euch umkehren.“ Wenn sie fragen: „Auf welche Weise sollen wir umkehren?“, erwidert er: „Ihr ... beraubt mich.“ Als Antwort auf die Frage „Auf welche Weise haben wir dich beraubt?“ sagt Jehova, daß sie ihn beraubt haben, indem sie es versäumten, als Opfer für den Dienst in seinem Tempel ihr Bestes zu bringen (Maleachi 3:7, 8). Da wir uns dem Volk Jehovas angeschlossen haben, sollten wir wirklich den Wunsch haben, das Beste unserer Kraft, unserer Fähigkeiten und unserer materiellen Mittel dem Dienst für Jehova zu widmen. Statt also Gott zu berauben, ‘fahren wir fort, zuerst das Königreich und SEINE Gerechtigkeit zu suchen’ (Matthäus 6:33).

      16. Welche Ermunterung finden wir in Maleachi 3:10-12?

      16 Allen, die die eigennützigen und materialistischen Wege der Welt hinter sich lassen, steht eine großartige Belohnung in Aussicht, wie aus Maleachi 3:10-12 hervorgeht: „‚Stellt mich bitte darin auf die Probe‘, hat Jehova der Heerscharen gesprochen, ‚ob ich euch nicht die Schleusen der Himmel öffnen und tatsächlich Segen über euch ausschütten werde, bis kein Bedarf mehr ist.‘“ Jehova verheißt all denen, die Wertschätzung haben, geistige Wohlfahrt und geistige Fruchtbarkeit. Er fügt hinzu: „Alle Nationen werden euch glücklich preisen müssen, denn ihr selbst werdet ein Land des Wohlgefallens werden.“ Hat sich das nicht an den Millionen dankbaren Dienern Gottes, die es heute auf der ganzen Erde gibt, bewahrheitet?

  • Jehovas furchteinflößender Tag ist nahe
    Der Wachtturm 1995 | 15. April
    • 20, 21. (a) Wessen Namen stehen nicht in Jehovas Gedenkbuch? (b) Wessen Namen sind dort festgehalten, und warum?

      20 Jehova führt Aufzeichnungen über alle, die ihm in Lauterkeit dienen. In Maleachis Prophezeiung heißt es weiter: „Zu jener Zeit redeten diejenigen miteinander, die Jehova fürchten, jeder mit seinem Gefährten, und Jehova merkte unablässig auf und hörte zu. Und ein Gedenkbuch begann vor ihm geschrieben zu werden für diejenigen, die Jehova fürchten, und für diejenigen, die an seinen Namen denken“ (Maleachi 3:16).

      21 Wie wichtig ist es doch heute, Gottesfurcht zu bekunden, indem wir Jehovas Namen ehren! Dann werden wir nicht verurteilt wie diejenigen, die bewundernd die Systeme der Welt unterstützen. Wie aus Offenbarung 17:8 hervorgeht, sind „ihre Namen ... nicht auf die Buchrolle des Lebens geschrieben worden“. Der hervorragendste Name, der in Jehovas Buch des Lebens steht, ist logischerweise der Name Jesu Christi, des Sohnes Gottes, des Hauptvermittlers des Lebens. In Matthäus 12:21 wird erklärt: „In der Tat, auf seinen Namen werden die Nationen hoffen.“ Jesu Loskaufsopfer garantiert allen ewiges Leben, die Glauben daran ausüben. Welch ein Vorrecht ist es für jeden einzelnen von uns, wenn unsere Namen dem Namen Jesu in dieser Buchrolle hinzugefügt werden!

      22. Welcher Unterschied wird offenbar werden, wenn Jehova sein Urteil vollstreckt?

      22 Wie wird es Gottes Dienern im Gericht ergehen? Jehova beantwortet diese Frage gemäß Maleachi 3:17, 18 wie folgt: „Ich will ihnen Mitleid erweisen, so wie ein Mann seinem Sohn Mitleid erweist, der ihm dient. Und ihr werdet bestimmt wieder den Unterschied zwischen einem Gerechten und einem Bösen sehen, zwischen einem, der Gott dient, und einem, der ihm nicht gedient hat.“ Die Trennung wird allen offenbar sein: auf der einen Seite die Bösen, abgesondert für die ewige Abschneidung, und auf der anderen Seite die Gerechten, anerkannt zu ewigem Leben im Bereich des Königreiches (Matthäus 25:31-46). So wird eine große Volksmenge schafähnlicher Menschen den großen und furchteinflößenden Tag Jehovas überleben.

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