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Maria in der Kirche und in der BibelErwachet! 1988 | 8. November
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Was das Dogma von der Unbefleckten Empfängnis betrifft, so weist Laurentin darauf hin, daß „zahlreiche ältere [Kirchen-]Väter unbedenklich von Verfehlungen der Mutter Jesu sprachen“. Im 17. Jahrhundert hielt sogar die römische Inquisition die Lehre für zweifelhaft. „Das Dogma von der Unbefleckten Empfängnis Marias wurde ohne jeden biblischen Beweis verkündet“, bemerkt der Jesuit John McKenzie.
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Maria in der Kirche und in der BibelErwachet! 1988 | 8. November
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War Maria zur Zeit ihrer [eigenen] Empfängnis unbefleckt oder ohne Sünde? Theologen erklären, daß dies zufolge ihrer „Vorerlösung“ möglich war. Mit anderen Worten: Der Wert des Loskaufsopfers Christi wurde im voraus auf sie angewandt, noch bevor Jesus empfangen wurde und sein Leben dahingab. Doch das widerspricht der biblischen Lehre: „Ohne Blutvergießen gibt es keine Vergebung“ (Hebräer 9:22). Es ist daher unrichtig, von einer „Vorerlösung“ zu sprechen (Römer 5:12; vergleiche Lukas 2:22-24 mit 3. Mose 12:1-8). Dieses Dogma, so folgert Laurentin, „ist nicht biblisch“.
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