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  • Zurechtweisung
    Einsichten über die Heilige Schrift, Band 2
    • zurechtgewiesen werden mit dem Ziel, ihn von seinem Fehlverhalten abzubringen. Dieser moralischen Verpflichtung nicht nachzukommen konnte dazu beitragen, dass weitere Sünden begangen wurden, und derjenige, der seinen Gefährten nicht zurechtwies, war für diese Sünden mitverantwortlich. (Vgl. Mat 18:15.)

      Stellvertretend für die Versammlung müssen Älteste manchmal Personen, die eine schwere Sünde begangen haben, zurechtweisen, und das mitunter in Gegenwart anderer, die von der sündigen Handlungsweise Kenntnis haben. Zurechtweisung ist nicht nur für die vorgesehen, die dafür empfänglich sind. Älteste werden auch aufgefordert, „die Widersprechenden zurechtzuweisen“ und diejenigen, die „Widerspenstige“ und „eitle Schwätzer“ sind, „mit Strenge zurechtzuweisen“ (1Ti 5:20; Tit 1:9, 10, 13).

      Obwohl eine Zurechtweisung für den Empfänger von Nutzen sein kann, werden die Bemühungen desjenigen, der eine Zurechtweisung erteilt, nicht immer geschätzt. So heißt es in Sprüche 9:7, 8 warnend: „Wer den Spötter rügt, holt für sich Unehre, und wer einem Bösen eine Zurechtweisung erteilt – ein Makel an ihm. Weise einen Spötter nicht zurecht, damit er dich nicht hasst. Erteile einem Weisen eine Zurechtweisung, und er wird dich lieben.“

      Richtige Einstellung. Da die Heilige Schrift von Gott inspiriert ist, ist jede darauf gestützte Zurechtweisung in Wirklichkeit eine Zurechtweisung von ihm (2Ti 3:16). Jehovas Zurechtweisung ist ein Ausdruck seiner Liebe und sollte nicht verabscheut oder verworfen werden (Spr 3:11, 12). Aus Zuneigung zu den Mitgliedern der Christenversammlung sorgt Jesus Christus als Haupt dafür, dass durch geistig befähigte Männer die nötige Zurechtweisung erteilt wird (Off 3:14, 19). Weise Menschen sind sich dessen bewusst, dass Erziehung durch Zurechtweisung „der Weg des Lebens“ ist (Spr 6:23).

      Der sündige Mensch neigt dazu, sich über Zurechtweisung und über den Menschen, der sie erteilt, zu ärgern. Dieser Neigung nachzugeben bedeutet jedoch eine Erniedrigung auf die Stufe eines vernunftlosen Tieres, das kein sittliches Unterscheidungsvermögen besitzt. Das zeigt der inspirierte Spruch: „Wer ... Zurechtweisung hasst, ist vernunftlos“ (Spr 12:1). Im Gegensatz dazu schrieb der Psalmist David, der selbst wiederholt zurechtgewiesen wurde: „Sollte der Gerechte mich schlagen, es wäre liebende Güte; und sollte er mich zurechtweisen, es wäre Öl auf das Haupt, das mein Haupt nicht zurückweisen möchte“ (Ps 141:5).

  • Zuriel
    Einsichten über die Heilige Schrift, Band 2
    • ZURIEL

      (Zụriël) [„Mein Fels ist Gott“].

      Vorsteher der meraritischen Leviten in der Zeit der Wildniswanderung; Sohn von Abihajil (4Mo 3:35).

  • Zurischaddai
    Einsichten über die Heilige Schrift, Band 2
    • ZURISCHADDAI

      (Zurischaddai) [„Mein Fels ist der Allmächtige“].

      Ein Simeoniter, dessen „Sohn“ Schelumiel während der Wildniswanderung Vorsteher eines Stammes war (4Mo 1:6, 16; 2:12; 7:36, 41; 10:19).

  • Zusammenkunft
    Einsichten über die Heilige Schrift, Band 2
    • ZUSAMMENKUNFT

      Ein Zusammenkommen oder -treffen für einen besonderen Zweck; ein Versammeln. In den Schriften ist der Ausdruck „Zusammenkunft“ eine Übersetzung des hebräischen Wortes miqráʼ, das „ein Zusammenrufen“ oder eine „Einberufung“ bedeutet. Eine alternative Wiedergabe dieses hebräischen Wortes ist „Versammlung“ oder auch „Einberufung“. Die grundlegende Bedeutung ist in 4. Mose 10:2 zu sehen, wo von der Einberufung der Gemeinde die Rede ist. (Vgl. Jes 1:13, Fn.)

      Die „heiligen Zusammenkünfte“ waren: 1. jeder Sabbat (3Mo 23:3); 2. der erste und siebte Tag des Festes der ungesäuerten Brote im Nisan, dem ersten Monat (März/April) (4Mo 28:18, 25; 3Mo 23:6-8); 3. das Fest der Wochen oder Fest der Ernte, später als Pfingstfest bekannt, das im dritten Monat, Sivan (Mai/Juni), gefeiert wurde (3Mo 23:15-21); 4. der erste und zehnte Tag des siebten Monats, Ethanim oder Tischri (September/Oktober); der zehnte Tischri war der Sühnetag (3Mo 23:23-27; 4Mo 29:1, 7); 5. der erste Tag des Laubhüttenfestes, das am 15. Tag des siebten Monats, Ethanim oder Tischri, begann, auch der Tag nach dem siebentägigen Fest (3Mo 23:33-36).

      Eine Besonderheit all dieser „heiligen Zusammenkünfte“ war, dass an diesen Tagen keinerlei mühevolle Arbeit verrichtet werden durfte. Zum Beispiel waren der erste und der siebte Tag des Festes der ungesäuerten Brote „heilige Zusammenkünfte“, denn Jehova sagte diesbezüglich: „Keine Arbeit soll an diesen getan werden. Nur was jede Seele zum Essen benötigt, das allein darf für euch getan werden“ (2Mo 12:15, 16). Während der „heiligen Zusammenkünfte“ waren allerdings die Priester damit beschäftigt, Jehova Opfer darzubringen (3Mo 23:37, 38), was sicherlich keine Übertretung des Verbots war, der normalen täglichen Arbeit nachzugehen. Solche Anlässe waren auch für das allgemeine Volk keine Zeit zum Müßiggang, sondern sie waren von großem geistigen Nutzen. Am wöchentlichen Sabbat kam das Volk zusammen, um Gott anzubeten und sich unterweisen zu lassen. Durch das öffentliche Vorlesen und die Erklärung des geschriebenen Wortes Gottes wurden sie erbaut, wie dies später in den Synagogen geschah (Apg 15:21). Obwohl sie am Sabbat oder an den Tagen, an denen „heilige Zusammenkünfte“ abgehalten wurden, keinerlei mühevolle Arbeit verrichten durften, widmeten sie sich dem Gebet und dachten über ihren Schöpfer und seine Vorsätze nach. (Siehe GEMEINDE, VERSAMMLUNG.)

  • Zutritt zu Gott
    Einsichten über die Heilige Schrift, Band 2
    • ZUTRITT ZU GOTT

      Im Orient war in alter Zeit der Zutritt zu einem Monarchen an einem fürstlichen Hof nur gestattet, wenn bestimmte Vorschriften befolgt wurden und der Monarch seine Erlaubnis gab. Meist trat ein Mittelsmann für Bittsteller ein, die eine Audienz beim Herrscher wünschten, indem er sie vorstellte und sich für die Echtheit ihres Beglaubigungsschreibens verbürgte. Es bedeutete den Tod, wenn man den inneren Vorhof des persischen Königs Ahasverus betrat, ohne gerufen worden zu sein. Als Königin Esther jedoch ihr Leben aufs Spiel setzte, um in die Gegenwart des Königs zu gelangen, wurde ihr Gunst gewährt (Est 4:11, 16; 5:1-3). Wie vorsichtig man vorging, um nicht das Missfallen eines Königs zu erregen, wird durch die Handlungen und Worte der Brüder Josephs veranschaulicht, denn Juda sagte zu Joseph: „Es ist bei dir gleichwie bei Pharao“ (1Mo 42:6; 43:15-26; 44:14, 18). Es war also meist sehr schwierig, Zutritt zu einem irdischen Herrscher zu erlangen, obwohl dieser lediglich ein unvollkommener Mensch war, und dieses Vorrecht wurde nur selten gewährt.

      Die Heiligkeit der Gegenwart Gottes. Paulus erklärte in Athen, dass Gott „einem jeden von uns nicht fern ist“ (Apg 17:27); auch betont Gottes Wort, die Bibel, immer wieder, dass Gott zugänglich ist. Wer sich ihm nahen will, muss jedoch ebenfalls bestimmte Voraussetzungen erfüllen und Gottes Erlaubnis oder Gunst besitzen. Die Vision Daniels von dem majestätischen himmlischen Gerichtshof des „Alten an Tagen“, zu dem der ‘Menschensohn Zutritt erlangte, den man nahe heranbrachte, ja vor IHN’, veranschaulicht die Würde, Achtung und Ordnung, die die Gegenwart des souveränen Herrschers des Universums auszeichnen (Da 7:9, 10, 13, 14; vgl. Jer 30:21). Der Bericht in Hiob 1:6 und 2:1 lässt erkennen, dass auch Gottes Engelsöhne von ihm zu bestimmten Zeiten in seine unmittelbare Gegenwart geladen werden, und dass Satan unter ihnen erschien, lässt sich vernünftigerweise nur dadurch erklären, dass der Souverän es ihm gestattete.

      Der Mensch, der im Bilde und gemäß dem Gleichnis seines Schöpfers gemacht und daher mit einem gewissen Maß an göttlichen Eigenschaften ausgestattet worden war und der die Verantwortung erhalten hatte, sich um die Erde und die darauf lebende Tierwelt zu kümmern, musste mit seinem Gott und Vater in Verbindung stehen (1Mo 1:26, 27). Diese Verbindung wird in 1. Mose 1:28-30 und 2:16, 17 beschrieben.

      Adam und Eva waren als vollkommene Menschen frei von Schuldgefühlen oder einem Bewusstsein der Sündhaftigkeit. Daher konnten sie sich ursprünglich Gott nahen, um mit ihm zu sprechen, ohne auf einen Mittelsmann zwischen ihnen und ihrem Schöpfer angewiesen zu sein – geradeso wie Kinder sich ihrem Vater nahen (1Mo 1:31; 2:25). Wegen ihrer Sünde und Rebellion büßten sie dieses Verhältnis ein und brachten die Verurteilung zum Tod über sich (1Mo 3:16-24). Ob sie danach versuchten, sich Gott zu nahen, wird nicht berichtet.

      Durch Glauben, gerechte Werke und das Darbringen von Schlachtopfern. Der Bericht darüber, wie sich Kain und Abel auf der Grundlage von Opfern Gott nahten, zeigt, dass Glauben und gerechte Werke die Voraussetzung für den Zutritt zu Gott waren. Deshalb versagte Gott Kain seine Anerkennung, bis er ‘darangehen würde, gut zu handeln’ (1Mo 4:5-9; 1Jo 3:12; Heb 11:4). Als man später, in den Tagen Enoschs, daranging, „den Namen Jehovas anzurufen“, tat man dies allem Anschein nach nicht aufrichtig (1Mo 4:26), denn nach Abel wird als nächster Mann des Glaubens nicht Enosch, sondern Henoch genannt. Dass er ‘mit Gott wandelte’, beweist, dass er Zutritt zu Gott erlangte (1Mo 5:24; Heb 11:5). Wie aus der in Judas 14, 15 aufgezeichneten Prophezeiung Henochs jedoch hervorgeht, nahm zu seiner Zeit die Respektlosigkeit gegenüber Gott überhand. (Siehe ENOSCH, ENOS.)

      Da Noah gerecht und untadelig unter seinen Zeitgenossen wandelte, durfte er sich Gott nahen und wurde bewahrt (1Mo 6:9-19). Nach der Sintflut nahte er sich Gott mithilfe eines Opfers, wie Abel es getan hatte. Er wurde gesegnet, und ihm wurde mitgeteilt, von welchen zusätzlichen Voraussetzungen das Wohlgefallen Gottes abhing und welchen Bund Gott mit allem Fleisch geschlossen hatte, wodurch gewährleistet wurde, dass es nie wieder eine weltweite Flut geben werde (1Mo 8:20, 21; 9:1-11). Der Ausdruck „Jehova, der Gott Sems“ deutet offenbar an, dass dieser Sohn Noahs bei Gott größere Gunst erlangt hatte als seine beiden Brüder (1Mo 9:26, 27).

      Das Priestertum Melchisedeks. Zwar vertrat Noah seine Familie am Altar, doch vor der Zeit

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