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    • Sich richtig auf das Studium einstimmen

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      Um den größten Nutzen aus dem persönlichen Studium zu ziehen, muss das Herz bereitgemacht werden

      Wenn du dich auf das Studium vorbereitest, legst du dir einiges zurecht: deine Bibel, die Veröffentlichungen, die du verwenden möchtest, einen Stift und gegebenenfalls ein Notizbuch. Aber machst du auch dein Herz bereit? In der Bibel heißt es, dass Esra „sein Herz bereitgemacht [hatte], das Gesetz Jehovas zu befragen und danach zu tun und in Israel Satzung und Recht zu lehren“ (Esra 7:10). Was schließt es ein, das Herz in dieser Weise bereitzumachen?

      Ein Gebet lässt dich mit der richtigen Gesinnung an das Studium des Wortes Gottes herangehen. Schließlich soll dein Herz, dein innerstes Ich, für die Unterweisung Jehovas empfänglich sein. Beginne jedes Studium damit, dass du Jehova um die Hilfe seines Geistes bittest (Luk. 11:13). Bitte ihn, dich verstehen zu lassen, von welcher Bedeutung das ist, was du studieren wirst, inwiefern es mit seinem Vorsatz in Verbindung steht, wie es dir helfen kann, Gut und Böse zu unterscheiden sowie Jehovas Grundsätze in deinem Leben anzuwenden, und inwiefern der Stoff dein Verhältnis zu ihm berührt (Spr. 9:10). ‘Bitte Gott unablässig’ um Weisheit, wenn du studierst (Jak. 1:5). Nimm unter Berücksichtigung dessen, was du lernst, eine ehrliche Selbstprüfung vor, und bitte Jehova, dir dabei zu helfen, dich von verkehrten Gedanken oder schädlichen Begierden frei zu machen. Auf das, was Jehova offenbart, solltest du stets „mit Danksagung“ reagieren (Ps. 147:7). Solch ein Studium unter Gebet führt zu einem engen Verhältnis zu Jehova, da du für das empfänglich bist, was er dir durch sein Wort zu sagen hat (Ps. 145:18).

      Diese Empfänglichkeit unterscheidet das Volk Jehovas von anderen Studierenden. Unter Menschen ohne Gottergebenheit ist es allgemein üblich, das anzuzweifeln und infrage zu stellen, was geschrieben steht. So sind wir nicht eingestellt. Wir vertrauen auf Jehova (Spr. 3:5-7). Wenn wir etwas nicht verstehen, folgern wir nicht anmaßend, es müsse falsch sein. Während wir gründlich nach Antworten suchen, warten wir auf Jehova (Mi. 7:7). Wie Esra haben wir das Ziel, uns nach dem zu richten, was wir lernen, und es andere zu lehren. Mit solch einer Herzenseinstellung werden wir für unser Studium gewiss reich belohnt werden.

      Studieren — aber wie?

      Statt einfach mit dem ersten Absatz zu beginnen und dann alles durchzuarbeiten, nimm dir zunächst die Zeit für einen Überblick über den ganzen Artikel oder das Kapitel in der Publikation. Betrachte als Erstes die Formulierung des Titels. Das ist das Thema, mit dem du dich befassen wirst. Schau dir anschließend genau an, wie sich die Untertitel auf das Thema beziehen. Befasse dich mit Abbildungen, Karten oder Hinweiskästen, die zum Text gehören. Frage dich: „Was werde ich angesichts dieser Vorschau wohl lernen? Inwiefern wird es für mich von Wert sein?“ Dadurch erhält das Studium eine bestimmte Richtung.

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      Es wäre gut, sich mit den Hilfsmitteln zum Nachforschen vertraut zu machen, die in der eigenen Sprache verfügbar sind

      Wende dich nun den einzelnen Fakten zu. Für die Wachtturm-Studienartikel gibt es vorgegebene Fragen, ebenso in einigen Büchern. Beim Lesen jedes Absatzes ist es nützlich, sich die Antworten zu kennzeichnen. Auch wenn keine Studienfragen vorhanden sind, kannst du dir wichtige Gedanken markieren, an die du dich erinnern möchtest. Sollte ein Punkt neu für dich sein, beschäftige dich etwas länger damit, um sicherzugehen, dass du ihn gut verstehst. Achte auf Veranschaulichungen oder auf Beweisführungen, die dir im Predigtdienst nützlich sein können beziehungsweise die du in eine künftige Redeaufgabe oder in einen Vortrag einflechten könntest. Denke an bestimmte Personen, deren Glaube gestärkt würde, wenn du ihnen von dem erzähltest, was du studierst. Markiere die Gedanken, die du verwenden möchtest, und wiederhole sie am Ende des Studiums.

      Schlage die angeführten Bibeltexte auf, während du den Stoff eingehend betrachtest. Überlege, wie sich jeder Bibeltext in den allgemeinen Tenor des Absatzes einfügt.

      Vielleicht stößt du auf Gedanken, die du nicht ohne weiteres verstehst oder die du gern eingehender untersuchen würdest. Statt dich dadurch ablenken zu lassen, mache eine Notiz und befasse dich später näher damit. Oft klärt sich der Sachverhalt schon beim weiteren Lesen des Stoffes. Falls nicht, kannst du zusätzliche Nachforschungen anstellen. Was könntest du dir für solch eine Betrachtung notieren? Vielleicht wird ein Bibeltext zitiert, den du nicht genau verstehst. Oder dir ist nicht ganz verständlich, wie er auf das besprochene Thema anzuwenden ist. Du könntest auch das Empfinden haben, einen bestimmten Gedanken in dem Stoff zwar zu verstehen, aber nicht gut genug, um ihn jemand anders zu erklären. Statt einfach darüber hinwegzugehen, wäre es klug, nach dem eigentlichen Studium weitere Nachforschungen anzustellen.

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      Die Bibelstellen sollten stets aufgeschlagen werden

      Als der Apostel Paulus seinen ausführlichen Brief an die Hebräerchristen schrieb, hielt er mittendrin inne und erklärte: „Folgendes [ist] der Hauptpunkt . . .“ (Heb. 8:1). Gibst du dir von Zeit zu Zeit auch solch einen Hinweis? Überlege einmal, warum Paulus es tat. In den vorausgehenden Kapiteln seines inspirierten Briefes hatte er bereits gezeigt, dass Christus als Gottes großer Hohepriester in den Himmel selbst eingegangen war (Heb. 4:14 bis 5:10; 6:20). Dadurch, dass Paulus am Anfang von Kapitel 8 den Hauptgedanken herauskristallisierte und hervorhob, bereitete er den Sinn seiner Leser nun darauf vor, ernsthaft darüber nachzudenken, wie das Erörterte ihr Leben betraf. Wie er ausführte, war der Christus zu ihren Gunsten vor der Person Gottes erschienen und ermöglichte dadurch ihren eigenen Eingang in die himmlische „heilige Stätte“ (Heb. 9:24; 10:19-22). Ihre sichere Hoffnung war ein Ansporn, den weiteren Rat zu befolgen, der in diesem Brief mit Bezug auf den Glauben, das Ausharren und den christlichen Lebenswandel gegeben wurde. Wenn wir uns beim Studieren auf die Hauptgedanken konzentrieren, werden wir in ähnlicher Weise erkennen können, wie das Thema entwickelt wird, und in unseren Sinn werden die vernünftigen Gründe dafür fest eingeprägt, dementsprechend zu handeln.

      Wird dein persönliches Studium dich zum Handeln veranlassen? Das ist eine höchst wichtige Frage. Bei Neugelerntem frage dich: „Wie sollte es sich auf meine Gesinnung und auf meine Lebensziele auswirken? Wie kann ich diesen Aufschluss verwenden, um ein Problem zu lösen, eine Entscheidung zu treffen oder an ein Ziel zu gelangen? Kann ich ihn irgendwie in Verbindung mit meiner Familie, im Predigtdienst oder in der Versammlung gebrauchen?“ Betrachte diese Fragen unter Gebet und denke an reale Situationen, in denen du die Erkenntnis in die Tat umsetzen kannst.

      Nachdem du ein Kapitel oder einen Artikel abgeschlossen hast, nimm dir die Zeit für eine kurze Wiederholung. Stell fest, ob du dich an die Hauptgedanken und an die Beweisführung erinnern kannst. Durch diesen Schritt wirst du dir die Informationen besser merken, um sie künftig parat zu haben.

  • Studieren lohnt sich
    Nutze die Belehrung der Theokratischen Predigtdienstschule
    • Wir besuchen die allwöchentlichen Zusammenkünfte. Ein vorbereitendes Studium wird uns helfen, noch größeren Nutzen daraus zu ziehen. Einige verwenden klugerweise zusätzlich Zeit darauf, verschiedene unserer christlichen Veröffentlichungen zu studieren, die herausgegeben wurden, bevor sie die Wahrheit kennen lernten. Andere unterziehen ausgewählte Verse des wöchentlichen Bibellesens einem eingehenden Studium.

      Was wäre, wenn es dir die Umstände nicht gestatteten, alles, was in den wöchentlichen Zusammenkünften betrachtet wird, sorgfältig zu studieren? Hüte dich vor der Fallgrube, durch den Stoff zu hetzen, nur damit du es getan hast, oder — was noch schlechter wäre — überhaupt nicht zu studieren, weil du nicht alles schaffen kannst. Stell stattdessen fest, wie viel du studieren kannst. Studiere dies so gut wie möglich, und zwar jede Woche. Bemühe dich im Laufe der Zeit, die Vorbereitung auch auf die übrigen Zusammenkünfte auszudehnen.

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