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BrasilienJahrbuch der Zeugen Jehovas 1997
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„Zusammenkommen“ trotz großer Entfernungen
Die brasilianischen Glaubensbrüder- und schwestern schätzen den biblischen Rat sehr, das Zusammenkommen nicht aufzugeben, und das um so mehr, als sie den Tag Jehovas herannahen sehen (Heb. 10:24, 25). Für manche bedeutet dies beträchtliche Anstrengungen. Ein Bruder aus der Versammlung in Fazenda Taquari (Bahia) läuft, obwohl 70 Jahre alt und körperlich behindert, 8 Kilometer zum Königreichssaal. Brüder in der Versammlung Olindina (Bahia) legen 16 Kilometer zu Fuß zurück und haben eine Plastiktasche mit Kleidung bei sich, damit sie sich nach dem Durchqueren eines Flusses trockene Sachen anziehen können. In Pará gehen mehrere Familien 6 Kilometer durch einen Wald, wo sie oft die Spuren eines Jaguars sehen. Auch in der Versammlung in Repouso do Amatari (Amazonas) gibt es zwei Familien mit insgesamt 15 Personen, die durch den Dschungel laufen, wobei ein Erwachsener vorausgeht, der mit einem Stock an Bäume und auf den Boden schlägt, um die Schlangen zu verjagen.
Eine schwangere Schwester lief, immer wenn sie nicht von einem Lkw mitgenommen wurde, die 16 Kilometer bis zum Königreichssaal in der Kleinstadt Axixá (Tocantins) zu Fuß und hatte dabei noch ein Kind auf dem Arm. Damit eine Schwester in Bahia ihre kleinen Kinder zum Königreichssaal mitnehmen kann, setzt sie sie in zwei große Körbe und befestigt diese rechts und links vom Esel, den sie führt.
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BrasilienJahrbuch der Zeugen Jehovas 1997
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Um bei den Zusammenkünften im Königreichssaal in Guimarães anwesend zu sein, mußten manche Brüder jede Woche über 30 Kilometer zu Fuß zurücklegen, was ungefähr fünf bis sechs Stunden dauerte. Wenn der Kreisaufseher da war, blieben sie immer die ganze Woche da, um aus seinem Besuch vollen Nutzen zu haben.
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