Wachtturm ONLINE-BIBLIOTHEK
Wachtturm
ONLINE-BIBLIOTHEK
Deutsch
  • BIBEL
  • PUBLIKATIONEN
  • ZUSAMMENKÜNFTE
  • Gedenke deines großen Schöpfers!
    Der Wachtturm 1999 | 15. November
    • Gedenke deines großen Schöpfers!

      „Gedenke nun deines großen Schöpfers ..., bevor die unglücklichen Tage herankommen“ (PREDIGER 12:1).

      1. Wie sollten junge Leute, die Gott hingegeben sind, ihre Jugend und ihre Kraft gebrauchen?

      JEHOVA gibt seinen Dienern Kraft, damit sie seinen Willen tun können (Jesaja 40:28-31). Das Alter spielt dabei keine Rolle. Junge Leute, die Gott hingegeben sind, sollten ihre Jugend und ihre Kraft allerdings besonders weise gebrauchen. Deshalb beherzigen sie den Rat des „Versammlers“, König Salomo von Israel. Er gab den eindringlichen Rat: „Gedenke nun deines großen Schöpfers in den Tagen deines Jünglingsalters, bevor die unglücklichen Tage herankommen oder die Jahre sich eingestellt haben, da du sagen wirst: ‚Ich habe kein Gefallen daran‘ “ (Prediger 1:1; 12:1).

      2. Was sollten die Kinder von Gott hingegebenen Christen tun?

      2 Salomos Aufforderung, des großen Schöpfers in der Jugend zu gedenken, war zunächst einmal an junge Männer und Frauen in Israel gerichtet. Sie waren in eine Nation hineingeboren worden, die Jehova hingegeben war. Wie verhält es sich heute mit den Kindern von Gott hingegebenen Christen? Sie sollten gewiß immer ihren großen Schöpfer im Sinn behalten. Wenn sie das tun, werden sie ihn ehren und selbst einen Nutzen haben (Jesaja 48:17, 18).

      Vorzügliche Beispiele aus der Vergangenheit

      3. Welches Beispiel gaben Joseph, Samuel und David?

      3 Viele Personen, von denen die Bibel berichtet, gaben ein vorzügliches Beispiel, insofern als sie ihres großen Schöpfers schon in jungen Jahren gedachten. Zu diesen gehörte Jakobs Sohn Joseph. Als Potiphars Frau ihn verführen wollte, blieb er standhaft und erklärte: „Wie ... könnte ich diese große Schlechtigkeit begehen und in Wirklichkeit gegen Gott sündigen?“ (1. Mose 39:9). Der Levit Samuel gedachte seines Schöpfers nicht nur in seiner Kindheit, sondern sein Leben lang (1. Samuel 1:22-28; 2:18; 3:1-5). Der jugendliche David aus Bethlehem hatte gewiß immer seinen Schöpfer im Sinn. Sein Vertrauen auf Gott zeigte sich deutlich, als er dem Philisterriesen Goliath gegenüberstand und verkündete: „Du kommst zu mir mit Schwert und mit Speer und mit Wurfspieß, ich aber komme zu dir mit dem Namen Jehovas der Heerscharen, des Gottes der Schlachtreihen Israels, den du verhöhnt hast. An diesem Tag wird Jehova dich in meine Hand liefern, und ich werde dich bestimmt niederschlagen und deinen Kopf von dir nehmen; ... und Leute der ganzen Erde werden erkennen, daß ein Gott existiert, der zu Israel gehört. Und diese ganze Versammlung wird erkennen, daß Jehova weder mit Schwert noch mit Speer rettet, denn Jehova gehört die Schlacht, und er wird euch bestimmt in unsere Hand geben.“ Kurz darauf war Goliath tot, und die Philister ergriffen die Flucht (1. Samuel 17:45-51).

      4. (a) Was zeigt, daß ein gefangenes israelitisches Mädchen in Syrien und auch der junge König Josia des großen Schöpfers gedachten? (b) Wie bewies der 12jährige Jesus, daß er seines Schöpfers gedachte?

      4 Zu den jungen Menschen, die des großen Schöpfers gedachten, gehört auch ein gefangenes israelitisches Mädchen. Es gab der Frau des syrischen Heerführers Naaman solch ein vorzügliches Zeugnis, daß sich Naaman zu dem Propheten Gottes begab, von Aussatz geheilt wurde und ein Anbeter Jehovas wurde (2. Könige 5:1-19). Der junge König Josia förderte mutig die reine Anbetung Jehovas (2. Könige 22:1 bis 23:25). Das vorzüglichste Beispiel für jemand, der seines großen Schöpfers schon in zartem Alter gedachte, war jedoch Jesus von Nazareth. Betrachten wir einmal, was geschah, als er 12 Jahre alt war. Seine Eltern nahmen ihn mit nach Jerusalem zum Passah. Auf dem Rückweg stellten sie fest, daß er fehlte, weshalb sie umkehrten, um ihn zu suchen. Am dritten Tag fanden sie ihn im Tempel, wo er sich mit den Lehrern über biblische Fragen unterhielt. Auf die besorgte Erkundigung seiner Mutter entgegnete Jesus: „Wie habt ihr mich nur suchen können? Wußtet ihr nicht, daß ich im Haus meines Vaters sein muß?“ (Lukas 2:49). Es war für Jesus von Nutzen, geistig wertvollen Aufschluß im Tempel, dem ‘Haus seines Vaters’, zu erhalten. Heute ist der Königreichssaal der Zeugen Jehovas eine vorzügliche Stätte, um eine genaue Erkenntnis unseres großen Schöpfers zu erlangen.

      Gedenkt heute Jehovas!

      5. Wie würden wir in eigenen Worten das wiedergeben, was der Versammler gemäß Prediger 12:1 äußert?

      5 Ein aufrichtiger Anbeter Jehovas hat den Wunsch, sich so bald wie möglich in den Dienst für seinen Gott zu stellen und ihm sein Leben lang zu dienen. Doch welche Aussichten hat jemand, der seine Jugend vertut, weil er des Schöpfers nicht gedenkt? Unter göttlicher Inspiration sagt der Versammler: „Gedenke nun deines großen Schöpfers in den Tagen deines Jünglingsalters, bevor die unglücklichen Tage herankommen oder die Jahre sich eingestellt haben, da du sagen wirst: ‚Ich habe kein Gefallen daran‘ “ (Prediger 12:1).

      6. Woran ist deutlich zu erkennen, daß Simeon und Anna noch im Alter ihres großen Schöpfers gedachten?

      6 Niemand freut sich über die „unglücklichen Tage“ des Alters. Ältere Menschen, die Gottes gedenken, sind aber dennoch voller Freude. Zum Beispiel nahm der betagte Simeon im Tempel den kleinen Jesus in seine Arme und verkündete freudig: „Nun, Souveräner Herr, entläßt du deinen Sklaven in Frieden, deiner Erklärung gemäß; denn meine Augen haben dein Mittel zur Rettung gesehen, das du angesichts aller Völker bereitet hast, ein Licht zur Beseitigung des Schleiers von den Nationen und eine Herrlichkeit deines Volkes Israel“ (Lukas 2:25-32). Die 84jährige Anna gedachte ebenfalls ihres Schöpfers. Sie war stets im Tempel und war auch zugegen, als der kleine Jesus dorthin gebracht wurde. „Gerade in jener Stunde trat sie herzu und begann Gott Dank zu zollen und zu allen, die auf die Befreiung Jerusalems warteten, von dem Kind zu reden“ (Lukas 2:36-38).

      7. In welcher Lage befinden sich diejenigen, die im Dienst für Gott alt geworden sind?

      7 Heutige Zeugen Jehovas, die im Dienst für Gott alt geworden sind, leiden womöglich unter Schmerzen und unter den Grenzen, die ihnen durch ihr fortgeschrittenes Alter gesetzt sind. Doch wie glücklich sie sind, und wie sehr wir ihren treuen Dienst schätzen! Sie haben die „Freude Jehovas“, denn sie wissen, daß er seine unüberwindliche Macht über unsere Erde an sich genommen und Jesus Christus als starken himmlischen König eingesetzt hat (Nehemia 8:10). Jetzt ist es für Jung und Alt an der Zeit, folgende Ermahnung zu beachten: „Ihr jungen Männer und auch ihr Jungfrauen, ihr alten Männer zusammen mit Knaben. Mögen sie den Namen Jehovas preisen, denn sein Name allein ist unerreichbar hoch. Seine Würde ist über Erde und Himmel“ (Psalm 148:12, 13).

      8, 9. (a) Für wen sind die „unglücklichen Tage“ unbefriedigend, und warum? (b) Wie würdest du Prediger 12:2 erklären?

      8 Die „unglücklichen Tage“ des Alters sind für solche Menschen unbefriedigend — vielleicht sehr betrüblich —, die für ihren großen Schöpfer keinen Gedanken übrig haben und seine wunderbaren Vorsätze nicht verstehen. Ihnen fehlt das religiöse Verständnis, das einen Ausgleich schaffen kann zu den Problemen des Alters und dem Unheil, von dem die Menschen heimgesucht werden, seit Satan aus dem Himmel geworfen wurde (Offenbarung 12:7-12). Daher fordert der Versammler uns auf, unseres Schöpfers zu gedenken, „bevor sich die Sonne und das Licht und der Mond und die Sterne verfinstern und die Wolken zurückgekehrt sind, danach der Regenguß“ (Prediger 12:2). Was bedeuten diese Worte?

      9 Salomo vergleicht die Zeit der Jugend mit dem Sommer in Palästina, wenn das Licht von Sonne, Mond und Sternen aus einem wolkenlosen Himmel strahlt. Alles sieht dann sehr heiter aus. Im Alter, wenn man mit einem Leiden nach dem anderen regelrecht überschüttet wird, gleichen die Tage eines Menschen dagegen der kalten, regnerischen Winterzeit (Hiob 14:1). Wie traurig wäre es, den Schöpfer zu kennen, es aber zu versäumen, ihm in der Sommerzeit seines Lebens zu dienen! Im Alter, der Winterzeit des Lebens, verdunkelt sich alles, besonders für diejenigen, die sich die Gelegenheiten entgehen ließen, Jehova in ihrer Jugend zu dienen, weil sie sich auf fruchtlose Bestrebungen einließen. Wir wollen dagegen — ungeachtet unseres Alters — ‘Jehova völlig nachfolgen’ wie der treue Kaleb, ein loyaler Gefährte des Propheten Moses (Josua 14:6-9).

      Auswirkungen des vorgerückten Alters

      10. Was wird durch (a) die „Hüter des Hauses“ und (b) die „Männer von leistungsfähiger Kraft“ dargestellt?

      10 Salomo verweist als nächstes auf die Schwierigkeiten „an dem Tag, an dem die Hüter des Hauses zittern und die Männer von leistungsfähiger Kraft sich gekrümmt haben und die mahlenden Frauen aufgehört haben zu arbeiten, weil ihrer wenig geworden sind, und die Damen, die an den Fenstern schauen, es dunkel gefunden haben“ (Prediger 12:3). Das „Haus“ bezeichnet den menschlichen Körper (Matthäus 12:43-45; 2. Korinther 5:1-8). Seine „Hüter“ sind die Arme und Hände, die den Körper schützen und für seine Bedürfnisse sorgen. Gebrechlichkeit, Ängstlichkeit und Lähmung lassen sie in hohem Alter häufig zittern. Die „Männer von leistungsfähiger Kraft“ — die Beine — sind keine stabilen Säulen mehr, sondern sind schwach geworden und verkrümmt, so daß die Füße nur noch dahinschlurfen. Doch ist es für uns ungeachtet dessen nicht eine Freude, ältere Mitchristen in den christlichen Zusammenkünften zu sehen?

      11. Wer sind im übertragenen Sinn die „mahlenden Frauen“ und die „Damen, die an den Fenstern schauen“?

      11 Von den „mahlenden Frauen“ heißt es, daß sie „aufgehört haben zu arbeiten, weil ihrer wenig geworden sind“. Aber inwiefern? Die Zähne sind womöglich nicht mehr so gut oder sind vielleicht bis auf einige wenige ausgefallen. Das Zerkleinern von fester Nahrung ist schwierig geworden oder gar nicht mehr möglich. „Die Damen, die an den Fenstern schauen“, — die Augen zusammen mit den geistigen Fähigkeiten, die das Sehen ermöglichen — werden schwach, wenn nicht sogar völlig verdunkelt.

      12. (a) Inwiefern sind die „Türen nach der Straße geschlossen“? (b) Wie denkst du über ältere Königreichsverkündiger?

      12 Der Versammler spricht weiter davon, daß „die Türen nach der Straße geschlossen sind, wenn das Geräusch der mahlenden Mühle leise wird und man beim Laut eines Vogels aufsteht und alle Töchter des Gesangs gedämpft tönen“ (Prediger 12:4). Die beiden Türen des Mundes — die Lippen — öffnen sich nicht mehr oft oder überhaupt nicht mehr, um mitzuteilen, was im „Haus“ oder Körper des Betagten vor sich geht, der Gott nicht dient. Nichts dringt auf die „Straße“ des öffentlichen Lebens hinaus. Wie verhält es sich dagegen mit den eifrigen älteren Königreichsverkündigern? (Hiob 41:14). Sie können vielleicht nur langsam von Haus zu Haus gehen, und einigen fällt das Sprechen womöglich schwer, aber ganz gewiß preisen sie Jah! (Psalm 113:1).

      13. Wie beschreibt der Versammler andere Probleme der Betagten, aber was trifft auf ältere Christen zu?

      13 Das Geräusch der mahlenden Mühle wird leise, weil die Nahrung statt mit den Zähnen mit dem Zahnfleisch zerkleinert wird. Ein älterer Mensch schläft nicht mehr so fest in seinem Bett. Schon das Zwitschern eines Vogels stört ihn. Er singt nur noch selten ein Lied, und er gibt eine Melodie nur noch leise wieder. „Alle Töchter des Gesangs“ — die Töne der Melodie — ‘tönen gedämpft’. Die Musik und den Gesang anderer hört die ältere Person nur noch schlecht. Doch ältere Gesalbte und ihre Gefährten, von denen etliche auch nicht mehr so jung sind, erheben weiterhin in christlichen Zusammenkünften ihre Stimme und singen Lieder zum Lobpreis Gottes. Wie froh wir sind, Seite an Seite mit ihnen Jehova in der Versammlung preisen zu dürfen! (Psalm 149:1).

      14. Welche Befürchtungen belasten alte Menschen?

      14 Wie traurig ist das Los älterer Menschen, vor allem das Los derjenigen, die den Schöpfer außer acht gelassen haben! Der Versammler sagt: „Auch fürchten sie sich schon vor dem, was hoch ist, und Schrecknisse gibt es auf dem Weg. Und der Mandelbaum trägt Blüten, und der Grashüpfer schleppt sich hin, und die Kapernbeere platzt, weil der Mensch zu seinem langwährenden Haus hingeht und die Klagenden auf der Straße umhergegangen sind“ (Prediger 12:5). Oben auf einer hohen Treppe überkommt viele Ältere die Angst zu fallen. Ihnen wird womöglich schon schwindlig, wenn sie zu etwas Hohem emporblicken. Müssen sie auf belebte Straßen hinaus, erschreckt sie der Gedanke daran, verletzt oder von Dieben überfallen zu werden.

      15. Inwiefern ‘trägt der Mandelbaum Blüten’, und wie ist es zu verstehen, daß sich der Grashüpfer ‘hinschleppt’?

      15 Bei einem alten Menschen ‘trägt der Mandelbaum Blüten’, was offenbar ein Hinweis darauf ist, daß das Haar grau und schließlich schneeweiß wird. Seine weißen Haare fallen herab wie die weißen Blüten des Mandelbaums. Wenn er ‘sich hinschleppt’, vielleicht vornübergebeugt, während die Arme herabhängen oder die Hände auf die Hüften gestützt sind, wobei die Ellbogen aufwärts zeigen, gleicht er einem Grashüpfer. Sollte jemand von uns diesem Bild ein wenig ähneln, wird er anderen dennoch deutlich zeigen, daß er zu Jehovas tatkräftigem, flinken Heuschreckenheer gehört! (Siehe Wachtturm, 1. Mai 1998, Seite 8—13.)

      16. (a) Worauf weist das ‘Platzen der Kapernbeere’ hin? (b) Was ist das ‘langwährende Haus’ eines Menschen, und woran ist das Nahen des Todes zu erkennen?

      16 Eine ältere Person hat keinen großen Appetit mehr, selbst wenn das Essen, das vor ihr steht, so schmackhaft ist wie Kapernbeeren. Diese Beeren dienen seit langem dazu, den Appetit anzuregen. Das ‘Platzen der Kapernbeere’ ist ein Hinweis darauf, daß bei schwindendem Appetit eines alten Menschen selbst diese Frucht das Verlangen nach Speise nicht mehr wecken kann. Solche Dinge zeigen an, daß er „seinem langwährenden Haus“, dem Grab, entgegengeht. Es wird seine ewige Wohnstätte sein, wenn er versäumt hat, an seinen Schöpfer zu denken, und sein Lebenswandel so schlecht war, daß Gott in der Auferstehung seiner nicht gedenken wird. Zeichen des nahenden Todes sind die traurigen, klagenden Laute, die aus den Türen des Mundes eines alten Menschen zu hören sind.

      17. In welcher Hinsicht wird die „silberne Schnur“ entfernt, und was könnte die „goldene Schale“ darstellen?

      17 Wir werden aufgefordert, unseres Schöpfers zu gedenken, „ehe die silberne Schnur entfernt wird und die goldene Schale zerschlagen wird und der Krug am Quell zerbrochen wird und das Schöpfrad für die Zisterne zerschlagen worden ist“ (Prediger 12:6). Bei der ‘silbernen Schnur’ könnte es sich um das Rückenmark handeln. Der Tod ist unausweichlich, wenn dieser erstaunliche Übertragungsweg für die zum Gehirn führenden Impulse irreparabel geschädigt ist. Die „goldene Schale“ könnte auf das von der schalenförmigen Hirnschale umschlossene Gehirn hinweisen, mit dem das Rückenmark verbunden ist. Das Gehirn ist zwar kostbar wie Gold, doch wenn seine Funktionen aufhören, bedeutet das den Tod.

      18. Worum handelt es sich bei dem symbolischen „Krug am Quell“, und was geschieht, wenn er zerbrochen wird?

      18 Der „Krug am Quell“ ist das Herz, in das das Blut hineinströmt und das das Blut wieder aussendet, damit es durch den Körper zirkuliert. Beim Tod gleicht das Herz einem am Quell zerbrochenen Krug, weil es das Blut, das für die Ernährung und Regeneration des Körpers lebenswichtig ist, nicht mehr in sich aufnehmen und weiterpumpen kann. Das ‘zerschlagene Schöpfrad für die Zisterne’ dreht sich nicht mehr, wodurch die Zirkulation des lebenserhaltenden Blutes aufhört. Jehova offenbarte Salomo somit, daß das Blut zirkuliert, lange bevor der Arzt William Harvey im 17. Jahrhundert den Nachweis dafür erbrachte.

      19. Was geschieht beim Tod, wie aus den Worten in Prediger 12:7 hervorgeht?

      19 Der Versammler fügt hinzu: „Dann kehrt der Staub zur Erde zurück, so wie er gewesen ist, und der Geist selbst kehrt zu dem wahren Gott zurück, der ihn gegeben hat“ (Prediger 12:7). Ist das „Schöpfrad“ zerschlagen, kehrt der menschliche Körper, der ursprünglich aus Staub vom Erdboden gemacht wurde, zum Staub zurück (1. Mose 2:7; 3:19). Die Seele stirbt, weil der Geist oder die Lebenskraft, die Gott gibt, zu unserem Schöpfer zurückkehrt und bei ihm ruht (Hesekiel 18:4, 20; Jakobus 2:26).

      Was für eine Zukunft haben diejenigen, die Gottes gedenken?

      20. Worum betete Moses gemäß Psalm 90:12?

      20 Salomo zeigte sehr eindrucksvoll, wie wichtig es ist, unseres großen Schöpfers zu gedenken. Ein relativ kurzes und problembeladenes Leben ist gewiß nicht alles, was denjenigen in Aussicht steht, die Jehova stets im Sinn behalten und seinen Willen mit ungeteiltem Herzen tun. Ob jung oder alt, haben sie dieselbe Einstellung wie Moses, der betete: „Zeige uns, wie wir unsere Tage auf eine Weise zählen sollen, daß wir ein Herz der Weisheit einbringen.“ Gottes demütiger Prophet wünschte für sich und das Volk Israel ernstlich, von Jehova gezeigt zu bekommen oder von ihm belehrt zu werden, wie man mit Weisheit ‘die Tage seiner Jahre’ bewertet und sie auf eine von Gott gutgeheißene Art und Weise gebraucht (Psalm 90:10, 12).

      21. Was müssen wir tun, wenn wir unsere Tage zur Ehre Jehovas zählen wollen?

      21 Besonders christliche Jugendliche sollten entschlossen sein, den Rat des Versammlers zu beachten, den Schöpfer stets im Sinn zu behalten. Welch großartige Gelegenheiten sie haben, Gott heiligen Dienst darzubringen! Wenn wir lernen, unsere Tage in der gegenwärtigen „Zeit des Endes“ zur Ehre Jehovas zu zählen, können wir sie ungeachtet unseres Alters womöglich für immer weiterzählen (Daniel 12:4; Johannes 17:3). Voraussetzung dafür ist natürlich, daß wir unseres großen Schöpfers gedenken. Des weiteren müssen wir unsere ganze Pflicht Gott gegenüber erfüllen.

  • Erfüllen wir unsere ganze Pflicht Gott gegenüber?
    Der Wachtturm 1999 | 15. November
    • Erfüllen wir unsere ganze Pflicht Gott gegenüber?

      „Der wahre Gott selbst wird jederlei Werk ins Gericht über alles Verborgene bringen im Hinblick darauf, ob es gut ist oder böse“ (PREDIGER 12:14).

      1. Welche Vorkehrungen hat Jehova für seine Diener getroffen?

      JEHOVA unterstützt diejenigen, die stets seiner als ihres großen Schöpfers gedenken. Sein inspiriertes Wort vermittelt ihnen die nötige Erkenntnis, um ihm völlig zu gefallen. Gottes heiliger Geist lenkt sie dabei, Gottes Willen zu tun und „in jedem guten Werk Frucht zu tragen“ (Kolosser 1:9, 10). Außerdem sorgt Jehova für geistige Speise und theokratische Anleitung durch den „treuen und verständigen Sklaven“ (Matthäus 24:45-47). In vielerlei Hinsicht haben Gottes Diener daher den Segen des Himmels, während sie Jehova dienen und das lebenswichtige Werk des Predigens der guten Botschaft vom Königreich durchführen (Markus 13:10).

      2. Welche Zweifel und was für Fragen könnten in Verbindung mit dem Dienst für Jehova auftauchen?

      2 Wahre Christen sind glücklich, im heiligen Dienst für Jehova beschäftigt zu sein. Bei einigen könnte sich jedoch eine gewisse Entmutigung einstellen, vielleicht weil sie meinen, ihre Anstrengungen seien bedeutungslos. Gott hingegebenen Christen könnten zum Beispiel manchmal Zweifel kommen, ob sich ihre gewissenhaften Bemühungen tatsächlich lohnen. Fragen wie die folgenden könnten einem Familienhaupt in den Sinn kommen, das über das Familienstudium und andere Tätigkeiten nachdenkt: „Bereitet das, was wir tun, Jehova tatsächlich Freude? Erfüllen wir unsere ganze Pflicht Gott gegenüber?“ Die weisen Worte des Versammlers können eine Hilfe sein, solche Fragen zu beantworten.

      Ist alles Nichtigkeit?

      3. Was ist im Einklang mit Prediger 12:8 die größte Nichtigkeit?

      3 Manch einer denkt vielleicht, die Worte des Weisen seien für niemanden — weder für junge noch für ältere Menschen — besonders ermunternd. „ ‚Die größte Nichtigkeit!‘ sprach der Versammler, ‚alles ist Nichtigkeit‘ “ (Prediger 12:8). Es ist tatsächlich die größte Nichtigkeit, den großen Schöpfer in der Jugend außer acht zu lassen, alt zu werden, ohne ihm zu dienen, und einzig und allein ein hohes Alter erreicht zu haben. Für solch eine Person war alles nichtig oder hohl, selbst dann, wenn sie in der heutigen Welt, die in der Macht dessen liegt, der böse ist — Satan, der Teufel —, zu ihren Lebzeiten Reichtum und Ruhm erlangt hat (1. Johannes 5:19).

      4. Warum kann gesagt werden, daß nicht alles Nichtigkeit ist?

      4 Für diejenigen dagegen, die als Jehovas treue Diener Schätze im Himmel aufhäufen, ist keineswegs alles Nichtigkeit (Matthäus 6:19, 20). Sie sind reichlich beschäftigt im lohnenden Werk des Herrn, und diese mühevolle Arbeit ist zweifellos nicht vergeblich (1. Korinther 15:58). Sind wir persönlich als Gott hingegebene Christen in dem uns von Gott aufgetragenen Werk für die gegenwärtigen letzten Tage tatsächlich eifrig beschäftigt? (2. Timotheus 3:1). Oder haben wir uns einen Lebensstil angewöhnt, der sich kaum von dem unserer Mitmenschen im allgemeinen unterscheidet? Sie sind womöglich mit irgendeiner Religion verbunden und vielleicht sogar ziemlich religiös, sie suchen regelmäßig ihre Anbetungsstätte auf und bemühen sich, das auszuleben, was ihre Form der Anbetung von ihnen verlangt. Natürlich sind sie keine Verkündiger der Königreichsbotschaft. Ihnen fehlt die genaue Erkenntnis darüber, daß die „Zeit des Endes“ angebrochen ist, und sie haben kein Dringlichkeitsbewußtsein angesichts der Tage, in denen wir leben (Daniel 12:4).

      5. Was sollten wir tun, wenn die alltäglichen Dinge zu unserem Hauptinteresse geworden sind?

      5 Jesus Christus sagte über unsere kritischen Zeiten: „Geradeso wie die Tage Noahs waren, so wird die Gegenwart des Menschensohnes sein. Denn so, wie sie in jenen Tagen vor der Sintflut waren: sie aßen und tranken, Männer heirateten und Frauen wurden verheiratet bis zu dem Tag, an dem Noah in die Arche hineinging, und sie nahmen keine Kenntnis davon, bis die Sintflut kam und sie alle wegraffte: so wird die Gegenwart des Menschensohnes sein“ (Matthäus 24:37-39). An Essen und Trinken in Maßen ist nichts verkehrt, und die Ehe ist eine Einrichtung, die von Gott selbst stammt (1. Mose 2:20-24). Sollten wir jedoch feststellen, daß sich bei uns alles nur noch um die alltäglichen Dinge dreht, wäre es gewiß angebracht, dies zum Gegenstand unserer Gebete zu machen. Jehova kann uns helfen, die Königreichsinteressen stets an die erste Stelle zu setzen und das Rechte zu tun sowie unsere Pflicht ihm gegenüber zu erfüllen (Matthäus 6:33; Römer 12:12; 2. Korinther 13:7).

      Die Hingabe und unsere Pflicht Gott gegenüber

      6. Auf welchem wichtigen Gebiet versäumen es einige getaufte Christen, ihre Pflicht Gott gegenüber zu erfüllen?

      6 Einige getaufte Christen müssen inbrünstig beten, weil sie in bezug auf das Predigen nicht entsprechend der Pflicht leben, die sie übernommen haben, als sie sich Gott hingaben. In letzter Zeit ließen sich zwar Jahr für Jahr mehr als 300 000 Personen taufen, aber die Gesamtzahl der aktiven Zeugen Jehovas ist nicht entsprechend gestiegen. Einige neue Königreichsverkündiger haben wieder aufgehört, die gute Botschaft zu verkündigen. Bevor sich jemand taufen lassen kann, muß er allerdings bereits einen sinnvollen Anteil am christlichen Predigtdienst haben. Ihm ist somit bewußt, daß Jesus allen seinen Nachfolgern den Auftrag gab: „Geht ... hin, und macht Jünger aus Menschen aller Nationen, tauft sie im Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes, und lehrt sie, alles zu halten, was ich euch geboten habe“ (Matthäus 28:19, 20). Personen, die getauft sind, aber nicht mehr als aktive Zeugen Gottes und Christi dienen, erfüllen nicht ihre ganze Pflicht gegenüber unserem großen Schöpfer, es sei denn, daß ihnen wegen gesundheitlicher Probleme oder anderer Umstände, auf die sie keinen Einfluß haben, wirklich unüberwindliche Grenzen gesetzt sind (Jesaja 43:10-12).

      7. Warum sollten wir regelmäßig zur Anbetung zusammenkommen?

      7 Israel war in alter Zeit eine Gott hingegebene Nation, und unter dem Gesetzesbund hatte das Volk Jehova gegenüber Pflichten. Zum Beispiel mußten sich alle männlichen Personen zu den drei jährlichen Festen versammeln, und ein Mann, der das Passah absichtlich nicht beging, wurde „abgeschnitten“, das heißt getötet (4. Mose 9:13; 3. Mose 23:1-43; 5. Mose 16:16). Die Israeliten mußten sich zur Anbetung versammeln, um ihrer Pflicht Gott gegenüber nachzukommen, die sie als Angehörige des ihm hingegebenen Volkes hatten (5. Mose 31:10-13). Im Gesetz hieß es nirgendwo: „Tu das, wenn du Zeit dafür erübrigen kannst.“ Dieser Umstand verleiht gewiß folgenden Worten des Paulus an diejenigen, die heute Jehova hingegeben sind, zusätzliches Gewicht: „Laßt uns aufeinander achten zur Anreizung zur Liebe und zu vortrefflichen Werken, indem wir unser Zusammenkommen nicht aufgeben, wie es bei einigen Brauch ist, sondern einander ermuntern, und das um so mehr, als ihr den Tag herannahen seht“ (Hebräer 10:24, 25). Ja, sich regelmäßig mit Mitchristen zu versammeln ist Teil der Pflicht, die ein getaufter Christ Gott gegenüber hat.

      Wäge deine Entscheidungen sorgfältig ab!

      8. Warum sollte sich ein junger getaufter Christ ernsthaft mit seinem heiligen Dienst auseinandersetzen?

      8 Vielleicht bist du ein junger Mensch und hast dich Jehova hingegeben. Große Segnungen werden dir zuteil werden, wenn du in deinem Leben die Königreichsinteressen an die erste Stelle setzt (Sprüche 10:22). Gestützt auf das Gebet und mit sorgfältiger Planung kannst du vielleicht zumindest deine Jugendjahre in der einen oder anderen Form des Vollzeitdienstes verbringen — eine vorzügliche Möglichkeit zu zeigen, daß du deines großen Schöpfers gedenkst. Andernfalls werden womöglich materielle Interessen immer mehr von deiner Zeit und Aufmerksamkeit in Anspruch nehmen. Wie die Menschen im allgemeinen wirst du vielleicht schon früh heiraten und dich durch die Anschaffung materieller Dinge verschulden. Ein einträglicher Beruf könnte einen Großteil deiner Zeit und Kraft beanspruchen. Hast du dann Kinder, wirst du jahrzehntelang Familienpflichten haben (1. Timotheus 5:8). Du wirst deinen großen Schöpfer wahrscheinlich darüber nicht vergessen, aber es ist trotzdem weise, dir folgendes bewußtzumachen: Es kann einen Einfluß auf den Verlauf deines Lebens als Erwachsener haben, ob du frühzeitig planst oder es unterläßt. Mancher wird eines Tages zurückblicken und sich wünschen, zumindest seine frühen Jahre als Erwachsener in vollerem Maße im heiligen Dienst für unseren großen Schöpfer verbracht zu haben. Warum sich nicht jetzt unter Gebet Gedanken über die eigene Zukunft machen, damit man einmal auf den heiligen Dienst, den man Jehova in der Jugend geleistet hat, mit Befriedigung zurückblicken kann?

      9. Was könnte jemand möglich sein, der älter geworden ist und einmal große Verantwortung in der Versammlung trug?

      9 Betrachten wir auch einmal eine ganz anders gelagerte Situation — die Umstände eines Mannes, der einmal als ein Hirte der „Herde Gottes“ gedient hat (1. Petrus 5:2, 3). Aus irgendeinem Grund hat er von sich aus dieses Vorrecht aufgegeben. Es stimmt, er ist älter geworden, und vielleicht fällt es ihm schwerer, den Dienst für Gott durchzuführen. Aber sollte er nicht wieder nach theokratischen Vorrechten streben? Welch ein Segen solch ein Mann für andere sein würde, wenn er mehr Verantwortung in der Versammlung übernehmen könnte! Und da niemand nur im Hinblick auf sich selbst lebt, würden sich Freunde und Angehörige freuen, wenn er zu Gottes Ehre seinen Dienst ausdehnen kann (Römer 14:7, 8). Vor allem wird Jehova nicht vergessen, was jemand im Dienst für ihn tut (Hebräer 6:10-12). Was kann uns also helfen, unseres großen Schöpfers zu gedenken?

      Hilfen, unseres großen Schöpfers zu gedenken

      10. Warum war der Versammler bestens geeignet, Richtlinien dafür zu geben, wie wir unseres großen Schöpfers gedenken können?

      10 Der Versammler war bestens geeignet, Richtlinien dafür zu geben, wie wir unseres großen Schöpfers gedenken können. Jehova hatte seine von Herzen kommenden Gebete erhört, indem er ihm außergewöhnliche Weisheit gab (1. Könige 3:6-12). Salomo untersuchte gründlich sämtliche Bereiche der Angelegenheiten des Menschen. Außerdem wurde er von Gott inspiriert, seine Ergebnisse zum Nutzen anderer schriftlich festzuhalten. Er schrieb: „Und außer der Tatsache, daß der Versammler weise geworden war, lehrte er auch das Volk fortwährend Erkenntnis, und er stellte Erwägungen und gründliche Nachforschungen an, damit er viele Sprüche in gute Form bringe. Der Versammler suchte die gefälligen Worte zu finden und die richtigen Worte der Wahrheit niederzuschreiben“ (Prediger 12:9, 10).

      11. Warum sollten wir Salomos weisen Rat annehmen?

      11 In der Septuaginta lautet die Wiedergabe dieser Worte wie folgt: „Und außerdem, weil der Prediger weise war, weil er die Menschen Weisheit lehrte; damit die Gleichnisse dem Ohr angenehm seien, suchte der Prediger fleißig nach gefälligen Worten und einer Niederschrift in Richtigkeit — nach Worten der Wahrheit.“ Salomo bemühte sich, das Herz seiner Leser durch gefällige Worte sowie durch wirklich interessante und lohnende Themen zu erreichen. Da seine in der Bibel festgehaltenen Worte das Ergebnis der Inspiration durch den heiligen Geist sind, können wir seine Erkenntnisse und seinen weisen Rat vorbehaltlos annehmen (2. Timotheus 3:16, 17).

      12. Wie würden wir mit eigenen Worten das wiedergeben, was Salomo gemäß Prediger 12:11, 12 sagte?

      12 Auch ohne die modernen Drucktechniken gab es in Salomos Tagen eine Menge Bücher. Wie sollte solche Literatur betrachtet werden? Salomo sagte: „Die Worte der Weisen sind wie Ochsenstacheln, und wie eingeschlagene Nägel sind die, die sich den Sammlungen von Sprüchen widmen; sie sind von e i n e m Hirten gegeben worden. Was irgend etwas außer diesen betrifft, mein Sohn, laß dich warnen: Des vielen Büchermachens ist kein Ende, und sich ihnen viel zu widmen ist ermüdend für das Fleisch“ (Prediger 12:11, 12).

      13. Inwiefern können sich die Worte von Personen, die göttliche Weisheit besitzen, wie Ochsenstacheln erweisen, und wer ist wie „eingeschlagene Nägel“?

      13 Die Worte der Personen, die göttliche Weisheit besitzen, erweisen sich wie Ochsenstacheln. Inwiefern? Sie treiben den Leser oder Zuhörer an, Fortschritte im Einklang mit den weisen Worten zu machen, die sie gelesen oder gehört haben. Außerdem sind diejenigen, die sich mit „Sammlungen von Sprüchen“ oder wirklich weisen und wertvollen Aussprüchen beschäftigen, wie „eingeschlagene Nägel“, das heißt fest verankert. Das ist deshalb möglich, weil die angenehmen Worte solcher Personen Jehovas Weisheit widerspiegeln und daher dazu dienen können, die Leser oder Zuhörer zu befestigen und zu stärken. Sollten die gottesfürchtigen Eltern unter uns nicht alle Anstrengungen unternehmen, ihren Kindern solche Weisheit in Sinn und Herz einzuschärfen? (5. Mose 6:4-9).

      14. (a) Sich welchen Büchern „viel zu widmen“ ist nicht förderlich? (b) Welche Veröffentlichungen sollten wir hauptsächlich betrachten, und warum?

      14 Warum machte Salomo eigentlich diese Aussage über Bücher? Nun, verglichen mit Jehovas Wort, enthalten die zahllosen veröffentlichten Werke der heutigen Welt lediglich menschliche Überlegungen. Ein großer Teil dieses Gedankenguts spiegelt den Sinn Satans, des Teufels, wider (2. Korinther 4:4). Sich solchen weltlichen Erzeugnissen „viel zu widmen“ trägt daher kaum etwas von dauerhaftem Wert ein. Tatsächlich kann ziemlich viel davon dem Glauben abträglich sein. Wie Salomo wollen wir über das nachsinnen, was in Gottes Wort über das Leben gesagt wird. Das wird unseren Glauben stärken und eine engere Bindung zu Jehova entstehen lassen. Sich zuviel mit anderen Büchern oder Quellen der Belehrung zu befassen kann uns ermüden. Besonders wenn solche Schriften das Produkt weltlicher Überlegungen sind, die im Widerspruch zu der göttlichen Weisheit stehen, sind sie schädlich und zerstören den Glauben an Gott und seine Vorsätze. Wir wollen daher daran denken, daß wie schon in Salomos Tagen auch heute die nützlichsten Schriften jene Schriften sind, die die Weisheit des ‘e i n e n Hirten’ — Jehova Gott — widerspiegeln. Er hat die 66 Bücher der Heiligen Schrift zur Verfügung gestellt, und diesen sollten wir größte Aufmerksamkeit schenken. Die Bibel und die nützlichen Veröffentlichungen des ‘treuen Sklaven’ befähigen uns, die „wahre Erkenntnis Gottes“ zu erwerben (Sprüche 2:1-6).

      Unsere ganze Pflicht Gott gegenüber

      15. (a) Wie würden wir Salomos Worte über die ‘ganze Pflicht des Menschen’ in eigenen Worten formulieren? (b) Was müssen wir tun, wenn wir unsere Pflicht Gott gegenüber erfüllen wollen?

      15 Der Versammler Salomo faßte seine gesamte Untersuchung mit folgenden Worten zusammen: „Der Abschluß der Sache, nachdem man alles gehört hat, ist: Fürchte den wahren Gott, und halte seine Gebote. Denn das ist des Menschen ganze Pflicht. Denn der wahre Gott selbst wird jederlei Werk ins Gericht über alles Verborgene bringen im Hinblick darauf, ob es gut ist oder böse“ (Prediger 12:13, 14). Eine heilsame Furcht oder ehrerbietige Achtung vor unserem großen Schöpfer wird uns und hoffentlich auch unsere Angehörigen davor bewahren, einen unvernünftigen Lebenswandel zu führen, der für uns und für sie unsagbare Probleme und Sorgen mit sich bringen kann. Die heilsame Gottesfurcht ist lauter und der Anfang aller Weisheit und Erkenntnis (Psalm 19:9; Sprüche 1:7). Wenn wir Einsicht besitzen, die auf das inspirierte Wort Gottes gestützt ist, und wenn wir in allen Dingen Gottes Rat befolgen, werden wir unsere „ganze Pflicht“ Gott gegenüber erfüllen. Es geht allerdings nicht darum, eine Liste von Pflichten aufzustellen. Vielmehr müssen wir in die Bibel hineinschauen, um die Probleme des Lebens zu lösen, und alles stets auf Gottes Weise tun.

      16. Was wird Jehova tun, wenn er Gericht übt?

      16 Uns sollte bewußt sein, daß der Aufmerksamkeit unseres großen Schöpfers nichts entgeht (Sprüche 15:3). Er „wird jederlei Werk ins Gericht [bringen]“. Ja, der Höchste wird alle Dinge richten, einschließlich der Werke, die vor menschlichen Augen verborgen sind. Sich dieses Umstandes bewußt zu sein kann als Ansporn dienen, Gottes Gebote zu halten. Der stärkste Ansporn sollte allerdings die Liebe zu unserem himmlischen Vater sein, denn der Apostel Johannes schrieb: „Darin besteht die Liebe zu Gott, daß wir seine Gebote halten; und seine Gebote sind nicht schwer“ (1. Johannes 5:3). Und da Gottes Gebote darauf ausgerichtet sind, unser immerwährendes Wohl zu fördern, ist es gewiß nicht nur angemessen, sondern auch wirklich weise, sie zu halten. Für diejenigen, die den großen Schöpfer lieben, ist das keine Bürde. Sie möchten ihre Pflicht ihm gegenüber erfüllen.

      Erfüllen wir unsere ganze Pflicht

      17. Was werden wir tun, wenn wir wirklich unsere ganze Pflicht Gott gegenüber erfüllen möchten?

      17 Wenn wir weise sind und wirklich unsere ganze Pflicht Gott gegenüber erfüllen möchten, müssen wir nicht nur seine Gebote halten, sondern auch eine ehrerbietige Furcht davor haben, ihm zu mißfallen. Tatsächlich ist „die Furcht Jehovas ... der Weisheit Anfang“, und diejenigen, die seine Gebote halten, haben „gute Einsicht“ (Psalm 111:10; Sprüche 1:7). Wir wollen daher weise handeln und Jehova in allen Dingen gehorchen. Das ist heute besonders wichtig, denn der König Jesus Christus ist gegenwärtig, und der Gerichtstag ist nahe, an dem er als von Gott ernannter Richter amtieren wird (Matthäus 24:3; 25:31, 32).

      18. Was wird es für uns bedeuten, wenn wir unsere ganze Pflicht Jehova Gott gegenüber erfüllen?

      18 Jeder einzelne von uns muß sich heute Gottes prüfendem Blick stellen. Sind wir geistig gesinnt, oder haben wir zugelassen, daß unser Verhältnis zu Gott durch weltliche Einflüsse geschwächt wurde? (1. Korinther 2:10-16; 1. Johannes 2:15-17). Ob jung oder alt, wir wollen alles uns Mögliche tun, um unserem großen Schöpfer zu gefallen. Wenn wir Jehova gehorchen und seine Gebote halten, werden wir die wertlosen Dinge der vergehenden alten Welt zurückweisen. Dann können wir die Hoffnung hegen, ewig in dem von Gott verheißenen neuen System der Dinge zu leben (2. Petrus 3:13). Was für wunderbare Aussichten für alle, die ihre ganze Pflicht Gott gegenüber erfüllen!

Deutsche Publikationen (1950-2025)
Abmelden
Anmelden
  • Deutsch
  • Teilen
  • Einstellungen
  • Copyright © 2025 Watch Tower Bible and Tract Society of Pennsylvania
  • Nutzungsbedingungen
  • Datenschutzerklärung
  • Datenschutzeinstellungen
  • JW.ORG
  • Anmelden
Teilen