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‘Euer Vater ist barmherzig’Der Wachtturm 2007 | 15. September
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Barmherzigkeit bei Übertretungen
8, 9. Wie kam es, dass David nach seiner Sünde mit Bathseba Barmherzigkeit erwiesen wurde?
8 Betrachten wir, was geschah, nachdem der Prophet Nathan den israelitischen König David auf sein ehebrecherisches Verhältnis mit Bathseba angesprochen hatte. Reumütig betete David: „Erweise mir Gunst, o Gott, gemäß deiner liebenden Güte. Gemäß der Fülle deiner Erbarmungen tilge meine Übertretungen aus. Wasch mich gründlich von meinem Vergehen, und reinige mich auch von meiner Sünde. Denn meine Übertretungen erkenne ich selbst, und meine Sünde ist beständig vor mir. Gegen dich, dich allein, habe ich gesündigt, und was böse ist in deinen Augen, habe ich getan“ (Psalm 51:1-4).
9 David ging es wie ein Stich durchs Herz. Jehova verzieh ihm die Sünde und stand davon ab, ihn und Bathseba nach dem Buchstaben des Gesetzes zu verurteilen. Auf das Vergehen stand nach dem mosaischen Gesetz für David und Bathseba die Todesstrafe (5. Mose 22:22). Beide blieben am Leben, doch ihnen blieben nicht alle Folgen ihrer Sünde erspart (2. Samuel 12:13). Aus Barmherzigkeit verzeiht Gott Vergehungen. Aber das hält ihn nicht von einer angebrachten Bestrafung ab.
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‘Euer Vater ist barmherzig’Der Wachtturm 2007 | 15. September
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11. Inwiefern berücksichtigte Jehova gebührend die Gerechtigkeit, als er sich mit dem Fall von David und Bathseba befasste?
11 Bevor im Fall von David und Bathseba von der Todesstrafe abgesehen werden konnte, mussten ihnen ihre Sünden verziehen werden. Das ging über die Entscheidungsfreiheit der Richter in Israel hinaus. Hätten sie sich damit befassen müssen, wäre ihnen keine andere Wahl geblieben, als die Todesstrafe zu verhängen. So schrieb es das Gesetz vor. Aus Rücksicht auf seinen Bund mit David wollte Jehova aber sehen, ob es eine Grundlage gab, auf der Davids Sünde vergeben werden konnte (2. Samuel 7:12-16). Deshalb entschied sich Jehova Gott als „der Richter der ganzen Erde“, der ‘das Herz prüft’, die Angelegenheit selbst in die Hand zu nehmen (1. Mose 18:25; 1. Chronika 29:17). Gott wusste genau, was in David vor sich ging, konnte die Echtheit seiner Reue beurteilen und Vergebung gewähren.
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