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MexikoJahrbuch der Zeugen Jehovas 1995
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Kongresse — ein großartiges Zeugnis
Wie hat sich der Umstand, daß unsere Organisation nicht mehr lediglich als kulturelle Gesellschaft, sondern als Religion der Zeugen Jehovas anerkannt wird, auf das Abhalten von Kongressen ausgewirkt? Als wir uns 1988 zum erstenmal deswegen an die Behörden wandten, sagte man uns schlichtweg, im Gesetz sei es nicht vorgesehen, daß Religionsgemeinschaften außerhalb ihrer regulären Zusammenkunftsstätten öffentliche Tagungen veranstalten. Damals legte man uns nahe, für eigene große Kongreßstätten zu sorgen, statt auf öffentliche Einrichtungen zurückzugreifen. Wir gaben aber nicht so schnell auf und baten um eine Sondergenehmigung für das Abhalten großer Kongresse in öffentlichen Anlagen. Man teilte uns mit, wir könnten einen Antrag einreichen und man werde ihn prüfen. Man verbot uns nicht, große Zusammenkünfte zu veranstalten, denn das hatten wir ja von jeher getan, und andere Kirchen organisierten auch öffentliche religiöse Veranstaltungen. Ein Bruder in verantwortlicher Stellung erinnert sich noch, wie das Treffen endete. „Als wir uns zum Weggehen bereitmachten, sagte ich: ‚Also, ich gehe davon aus, daß wir so fortfahren können wie bisher, bis eine andere Regelung getroffen wird.‘ Das wurde bejaht, und wir verabschiedeten uns freundlich voneinander.“
Die Gesellschaft organisierte weiterhin Kongresse, und wir gingen dazu über, Plaketten zu tragen, so wie es Jehovas Zeugen überall auf der Welt tun. Wir begannen auch, bei unseren Kongressen zu singen und zu beten. Statt Publizität zu vermeiden, hießen wir Reporter herzlich willkommen. Von der Regierung beauftragte Inspektoren, die den Kongressen beiwohnten, waren beeindruckt. Jehova gab seinen Segen, und so wurde durch die Kongresse ein großes Zeugnis für seinen Namen abgelegt.
In den letzten Monaten des Jahres 1993 fanden 161 Bezirkskongresse unter dem Motto „Göttliche Belehrung“ in 74 Städten statt, bei denen 830 040 Besucher und 15 662 Täuflinge gezählt wurden. Was für ein Kontrast zu den Anfängen des Werkes!
„Ein Weckruf für die katholische Kirche“
Etliche mexikanische Zeitungen haben sich anerkennend über einige unserer letzten Kongresse geäußert, und schon allein dadurch wurde ein Zeugnis gegeben, das ein gutes Licht auf den Namen Jehovas wirft. Die in Monterrey erscheinende Zeitung El Norte schrieb in der Ausgabe vom 27. Oktober 1991: „Obwohl 25 000 Zeugen Jehovas im Baseball-Stadion von Monterrey versammelt waren, lag dort kein Abfall herum, es wurde nicht gedrängelt, nicht herumgeschrien, und Polizeistreifen erübrigten sich ... Die Menschenmenge, die aus Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen bestand, kam in gepflegter Kleidung zu der Veranstaltung; die Männer fielen dadurch auf, daß sie Krawatten trugen, und die Frauen durch ihre langen Röcke in dezenten Farben. Fast alle hatten eine Bibel zur Hand, und zwar die Übersetzung der Zeugen Jehovas, die Neue-Welt-Übersetzung, die sie jedesmal aufschlugen, wenn sich der Redner auf bestimmte Kapitel bezog.“ In derselben Stadt wurden in einem anderen Zeitungsbericht folgende Worte eines Monsignore wiedergegeben: „Die Botschaft, die von der Hauptversammlung der Zeugen Jehovas nachhallt, ist ein Weckruf für die katholische Kirche, ihren Glauben neu zu beleben.“
Eine Journalistin, die bei einem Kongreß der Zeugen Jehovas in der Arena México zugegen war, schilderte zunächst, was sie dort sah und hörte, und schrieb dann: „Ich für meinen Teil gehe nachdenklich von hier weg. Ich lasse meine Blicke über unsere Gemeinden streifen, horche in mich hinein und schäme mich für das Armutszeugnis, das ich meinem Glauben ausgestellt habe, dem Glauben, zu dem ich mich bekenne und von dem ich fest überzeugt zu sein behaupte. ... Und so verabschiede ich mich von den Zeugen Jehovas, erforsche mein Gewissen und bitte um die Kraft, ein wahrer Zeuge für den wahren Glauben zu werden.“ Im Norden Mexikos, in der Stadt Monclova im Bundesstaat Coahuila, schrieb die Zeitung La Voz: „Wir müssen zugeben, daß sie wahrhaftig etwas zustande bringen ... Es ist noch nicht lange her, da hatten die Katholiken an demselben Ort eine Tagung, der sogar das Landesoberhaupt der katholischen Kirche beiwohnte, doch das Stadion sah noch nie so sauber aus wie jetzt ..., und das nach drei Tagen Kongreß; und bevor sie das Stadion wieder übergeben, werden sie es reinigen ... Wir können ruhig die Behauptung wagen, daß diese Anlagen nur dann schön und brauchbar aussehen, wenn Jehovas Zeugen hier ihre Tagungen abhalten.“
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MexikoJahrbuch der Zeugen Jehovas 1995
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Kongresse — ein großartiges Zeugnis
Wie hat sich der Umstand, daß unsere Organisation nicht mehr lediglich als kulturelle Gesellschaft, sondern als Religion der Zeugen Jehovas anerkannt wird, auf das Abhalten von Kongressen ausgewirkt? Als wir uns 1988 zum erstenmal deswegen an die Behörden wandten, sagte man uns schlichtweg, im Gesetz sei es nicht vorgesehen, daß Religionsgemeinschaften außerhalb ihrer regulären Zusammenkunftsstätten öffentliche Tagungen veranstalten. Damals legte man uns nahe, für eigene große Kongreßstätten zu sorgen, statt auf öffentliche Einrichtungen zurückzugreifen. Wir gaben aber nicht so schnell auf und baten um eine Sondergenehmigung für das Abhalten großer Kongresse in öffentlichen Anlagen. Man teilte uns mit, wir könnten einen Antrag einreichen und man werde ihn prüfen. Man verbot uns nicht, große Zusammenkünfte zu veranstalten, denn das hatten wir ja von jeher getan, und andere Kirchen organisierten auch öffentliche religiöse Veranstaltungen. Ein Bruder in verantwortlicher Stellung erinnert sich noch, wie das Treffen endete. „Als wir uns zum Weggehen bereitmachten, sagte ich: ‚Also, ich gehe davon aus, daß wir so fortfahren können wie bisher, bis eine andere Regelung getroffen wird.‘ Das wurde bejaht, und wir verabschiedeten uns freundlich voneinander.“
Die Gesellschaft organisierte weiterhin Kongresse, und wir gingen dazu über, Plaketten zu tragen, so wie es Jehovas Zeugen überall auf der Welt tun.
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