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    Jahrbuch der Zeugen Jehovas 1995
    • Die gute Botschaft gelangt nach Chiapas

      Schon vor der amtlichen Eintragung war die gute Botschaft nach Chiapas gelangt, einem südlichen Bundesstaat — allerdings nicht durch einen Bibelforscher, wie Jehovas Zeugen damals genannt wurden. Ein wohlhabender Mann namens Del Pino reiste von Chiapas nach Europa, um Medizin zu studieren. Während seines Aufenthalts dort lernte er viel von den Bibelforschern. Zurück in Mexiko, richtete er einen Saal her, in den er seine Arbeiter von der Hazienda Montserrat sowie protestantische Prediger aus der Umgebung einlud. Er kannte sich in der Bibel gut aus, und es bereitete ihm Freude, den Versammelten grundlegende Wahrheiten erklären zu können.

      José Maldonado, ein junger Mann, der 1924 auf der Hazienda arbeitete, hörte sich diese Erörterungen mit lebhaftem, aufrichtigem Interesse an. Es gibt keinen Hinweis, daß sich sein Arbeitgeber, Dr. Del Pino, Jehovas Zeugen je richtig anschloß, obwohl er die Wachtturm-Publikationen erhielt. Doch die biblischen Wahrheiten, die der junge José gehört hatte, weckten in ihm den Wunsch, sie anderen zu verkünden. 1927 ließ sich José in Tuxtla Gutiérrez nieder; er verkündigte von dort aus im ganzen Bundesstaat Chiapas die gute Botschaft und verbreitete biblische Schriften — und das ohne jede Schulung durch die Organisation. In Tapachula, einer Stadt nahe der Grenze zu Guatemala, begann damals Josefina Rodríguez ebenfalls, die biblische Botschaft zu predigen.

      Ein paar Jahre später besuchte ein gewisser Bruder Carreón sowohl José Maldonado als auch Josefina Rodríguez. Er machte Bruder Maldonados Haus zum Ausgangspunkt seiner Tätigkeit, wo er alle vier bis fünf Tage seinen Literaturvorrat erneuerte, als er das gesamte Gebiet an der pazifischen Küste zwischen Arriaga und Tapachula durcharbeitete. Die Landschaft war herrlich, aber die Gebirgsstraßen ließen so zu wünschen übrig, daß man meistens zu Fuß gehen mußte. Abends hielt Bruder Carreón Vorträge und bot danach die Publikationen der Gesellschaft an. Auf diese Weise wurden viele Schriften abgegeben. Er verband seine Predigttätigkeit allerdings mit dem Verkauf von Handelsartikeln.

      Im Jahr 1931 wurden die Kolporteure auf einem Kongreß in Mexiko-Stadt angewiesen, sich mehr auf die Verbreitung biblischer Schriften zu konzentrieren als auf den Verkauf von Waren. Bruder Carreón nahm daran Anstoß und verließ die Organisation. Dann tat er sich mit einem Herrn Pérez in Veracruz zusammen. Nach einiger Zeit gründeten sie eine Gruppe mit dem Namen Estudiantes Nacionales de la Biblia (Nationale Bibelforscher).

      José Maldonado dagegen war von Anfang an davon beeindruckt, daß Jehovas Organisation international ist. Er war von dem, was er auf diesem Kongreß in Mexiko-Stadt hörte, tief bewegt. Das Programm hob den Namen Jehovas Zeugen hervor und betonte die Verantwortung, die es mit sich bringt, diesen Namen zu tragen. Noch ehe der Kongreß zu Ende war, hatte Bruder Maldonado beschlossen, seine ganze Zeit als Kolporteur dem Predigen zu widmen. Tatsächlich bestand ein großer Bedarf an Predigern der guten Botschaft. Damals gab es im ganzen Land nur 82 Zeugen Jehovas.

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    Jahrbuch der Zeugen Jehovas 1995
    • später wieder nach Chiapas

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