-
MexikoJahrbuch der Zeugen Jehovas 1995
-
-
Im Jahr 1931 wurden die Kolporteure auf einem Kongreß in Mexiko-Stadt angewiesen, sich mehr auf die Verbreitung biblischer Schriften zu konzentrieren als auf den Verkauf von Waren. Bruder Carreón nahm daran Anstoß und verließ die Organisation. Dann tat er sich mit einem Herrn Pérez in Veracruz zusammen. Nach einiger Zeit gründeten sie eine Gruppe mit dem Namen Estudiantes Nacionales de la Biblia (Nationale Bibelforscher).
José Maldonado dagegen war von Anfang an davon beeindruckt, daß Jehovas Organisation international ist. Er war von dem, was er auf diesem Kongreß in Mexiko-Stadt hörte, tief bewegt. Das Programm hob den Namen Jehovas Zeugen hervor und betonte die Verantwortung, die es mit sich bringt, diesen Namen zu tragen. Noch ehe der Kongreß zu Ende war, hatte Bruder Maldonado beschlossen, seine ganze Zeit als Kolporteur dem Predigen zu widmen. Tatsächlich bestand ein großer Bedarf an Predigern der guten Botschaft. Damals gab es im ganzen Land nur 82 Zeugen Jehovas.
„Wir haben eine Menge Gebiet in Mexiko“
Da Bruder Maldonado seinen Dienst ausdehnen wollte, äußerte er im Jahr darauf den Wunsch, in Guatemala zu predigen, das an den Bundesstaat Chiapas grenzt. Die Antwort des Zweigbüros in Mexiko lautete: „Lieber Bruder Maldonado! Wir haben eine Menge Gebiet in Mexiko. Man kann sagen, daß es noch jungfräuliches Gebiet ist. Mexiko hat rund 15 000 000 Einwohner. Wir müssen mindestens 7 000 000 Zeugnisse geben, und es wurden erst 200 000 gegeben ... Wir haben in den nächsten fünf Jahren noch genug Arbeit für etwa 100 Kolporteure. Gegenwärtig sind aber nur 33 tätig. Du kannst Dir also vorstellen, wieviel Arbeit es in unserem Land noch zu tun gibt.“ (Ein Zeugnis war eine kurze Predigt über Jehova und seine Vorsätze, verbunden mit einem Literaturangebot.)
Bruder Maldonado und seine Frau wurden in den Bundesstaat Morelos, südlich von Mexiko-Stadt, gesandt,
-
-
MexikoJahrbuch der Zeugen Jehovas 1995
-
-
Einige Jahre hatten sie auch ihr kleines Kind dabei. Manchmal wurden sie mit Pistolen oder Schrotflinten bedroht. Bruder Maldonado kam ins Gefängnis, und einmal wurde er sogar geschlagen. Als ihre Tochter sieben Jahre alt wurde, hielten sie es für vernünftig, sich in Mexiko-Stadt niederzulassen. Dort setzten sie ihren Dienst fort.
-