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MexikoJahrbuch der Zeugen Jehovas 1995
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Wegen der Hindernisse bei der Einreise dienten Rosa May Dreyer und Shirley Hendrickson zwei Jahre lang nahe der texanisch-mexikanischen Grenze. In dieser Zeit lernten sie etwas Spanisch. Obwohl Shirley ein fröhliches Naturell hatte, fand sie das Gebiet dort schwierig. Um so mehr freute sie sich über das, was sie in Mexiko-Stadt vorfand. Anfangs wurden ihnen entgegen ihren Erwartungen keine einheimischen Verkündiger als Begleiter zugeteilt. Statt dessen brachte jemand sie an eine Straßenecke und sagte: „Hier ist euer Gebiet“ — ohne jede Schulung vor Ort. Noch dazu waren ihre Spanischkenntnisse begrenzt. Statt jedoch entmutigt zu sein, setzten sie ihre Tätigkeit, so gut sie konnten, fort. Shirley erzählte über diese Zeit: „Ich erinnere mich an das erste Gebäude, in das ich leicht zitternd ging, und daß ich an den ersten vier Türen die vier Bücher abgab, die ich bei mir hatte, worauf ich zu Hause Nachschub holen mußte. Dadurch faßte ich Mut und hatte nie mehr Probleme.“ Vor ein paar Jahren war Shirley zur Hochzeit der Enkeltochter einer Frau eingeladen, mit der sie in ihren ersten Jahren in Mexiko die Bibel studiert hatte. Was für eine Freude, dort 50 Nachkommen dieser Familie zu begegnen, die Jehova dienen! Einer von ihnen hatte als reisender Aufseher gedient, und eine andere Verwandte gehörte zur Bethelfamilie.
Shirley und Rosa May waren von 1937 (bevor sie zusammen die Gileadschule besuchten) bis 1991 Dienstpartnerinnen. Dann starb „Rosita“ in ihrem zugeteilten Gebiet in Mexiko. 54 Jahre des Dienstes — und fast immer zusammen!
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MexikoJahrbuch der Zeugen Jehovas 1995
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[Bilder auf Seite 202]
Shirley Hendrickson (links) und Rosa May Dreyer — über 50 Jahre Dienstpartnerinnen
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