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  • Die Anfänge der modernen Diamantenförderung
    Erwachet! 2005 | 22. November
    • Der Diamantenrausch setzt ein

      Anfänglich beschränkte sich die Diamantensuche auf die Ufer von Oranje und Vaal. 1870 hörte man dann von sensationellen Funden auf Farmen weiter im Landesinnern zwischen den beiden Flüssen. Scharen von Diamantensuchern eilten daher von den Flüssen in die Gegend, wo Adrian van Wyks Farm lag. Weder er noch seine Nachbarn wussten, dass sie über erloschenen Vulkanen siedelten. Diamanten werden in dem so genannten Blue Ground (blaue Erde) gefunden, der in früheren Vulkanschloten vorkommt.

      So entstanden eilig errichtete Zeltdörfer, die bald Wellblechbauten wichen. Diese Dörfer waren, gelinde gesagt, primitiv, da es an Wasser mangelte und jede Infrastruktur fehlte. Die Neuankömmlinge ertrugen Staubwolken, Fliegenschwärme, Sommertage mit über 40 Grad Celsius und Winternächte, in denen das Thermometer manchmal unter den Gefrierpunkt fiel. Sie nahmen all diese Unannehmlichkeiten auf sich in der Hoffnung, das große Glück zu finden.

      Wie erging es Adrian van Wyk, nachdem sich die Diamantensucher auf seiner Farm breit gemacht hatten? Anfänglich gestattete er ihnen, gegen eine geringe monatliche Gebühr auf einem Teil seiner Farm zu arbeiten. Da aber immer mehr Schürfer seine Farm überschwemmten, wurde es für van Wyk immer schwieriger, die Lage zu beherrschen. Als ihm eine Minengesellschaft 2 000 Pfund für seine Farm anbot, ging er mit Freuden darauf ein, unterschrieb die Papiere und zog an einen ruhigeren Ort.

      Eine von van Wyks Nachbarfarmen gehörte zwei Brüdern mit dem Familiennamen de Beer. Ihr Name wurde verwendet, als die De Beers Consolidated Mines ins Handelsregister eingetragen wurde — bis heute der größte Diamantenförderer der Erde. Dort, wo sich damals die ärmlichen Farmen befanden, liegt heute die Stadt Kimberley. Auf dem Gebiet der ehemaligen De-Beer-Farm wurde die Suche mit allen Mitteln vorangetrieben, wodurch eine so tiefe und große Grube entstand, dass sie schließlich als „Big Hole“ (großes Loch) bezeichnet wurde.

      Bevor in Südafrika die ersten Diamanten gefunden wurden, beschränkte sich die Gewinnung der kostbaren Edelsteine auf Indien und Brasilien. Diese Länder allein konnten allerdings die starke Nachfrage auf dem Weltmarkt nicht befriedigen. Die Entdeckung der großen Diamantenvorkommen in Südafrika bildete den Anfang der modernen Diamantenförderung.

  • Die Anfänge der modernen Diamantenförderung
    Erwachet! 2005 | 22. November
    • [Kasten/Bilder auf Seite 16, 17]

      DIE PREMIER MINE

      Im Jahr 1903 ging etwa 30 Kilometer östlich von Pretoria (Südafrika) eine neue Diamantenmine in Betrieb. Sie wurde passenderweise Premier Mine (hervorragendste Mine) genannt. Zwei Jahre später, als die Grube 10 Meter tief war, machte ein Arbeiter auf einen glänzenden Gegenstand in der Felswand aufmerksam. Sein Betriebsleiter kletterte vorsichtig hinunter und löste den Gegenstand mit seinem Taschenmesser heraus. Er hielt den größten Rohdiamanten in der Hand, der je gefunden wurde; er war so groß wie eine Männerfaust. Der riesige, 3 106-karätige Diamant wurde nach dem Entdecker der Mine, Thomas Cullinan, benannt. Der Cullinan-Diamant wurde in 9 große Edelsteine und 96 kleinere gespalten. Einer davon, der Cullinan I oder „Stern von Afrika“, ist der größte geschliffene Diamant der Welt. Er schmückt das britische Königszepter, das auf dieser Seite abgebildet ist. Auch nach hundert Jahren werden in der Premier Mine im Einklang mit ihrem Namen viele große und hochwertige Diamanten gefunden.

      [Bilder]

      Das britische Königszepter

      Der Cullinan als Rohdiamant — so groß wie eine Männerfaust

  • Die Anfänge der modernen Diamantenförderung
    Erwachet! 2005 | 22. November
    • [Kasten/Bild auf Seite 18]

      DAS „BIG HOLE“ IN KIMBERLEY

      In den vier Jahren von 1869 bis 1873 wuchs die Bevölkerung in der Umgebung der heutigen Stadt Kimberley von einer Hand voll Farmer auf über 50 000 Menschen. Darunter befanden sich viele Glücksjäger, die aus allen Teilen der Erde gekommen waren. Tausende gingen die 1 000 Kilometer vom Hafen in Kapstadt zu Fuß dorthin. Mit Pickeln und Schaufeln schufen sie dort, wo sich einmal ein Hügel erhob, das größte Loch, das jemals von Menschenhand gegraben wurde. Als der Aushub schließlich eingestellt wurde, hatte der Krater eine Tiefe von 240 Metern. Der Untertagebergbau wurde bis in eine Tiefe von 1 097 Metern fortgesetzt. Bis 1914, als der Abbau eingestellt wurde, sind dort gemäß der Standard Encyclopaedia of Southern Africa „25 Millionen Tonnen Erdreich“ bewegt worden. Aus all dem Gestein und Sand wurden gemäß derselben Quelle 3 Tonnen Diamanten gewonnen, die einen Wert von mehr als 47 000 000 Pfund hatten.

  • Die Anfänge der modernen Diamantenförderung
    Erwachet! 2005 | 22. November
    • [Bilder auf Seite 18, 19]

      Das „Big Hole“ (1875); die Seile dienten den Hunderten von Grubenanteilseignern dazu, Arbeiter in die Grube hinunterzulassen und diamanthaltiges Gestein hochzuziehen

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