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  • Welche Filme kommen für mich infrage?
    Erwachet! 2005 | 8. Mai
    • Vor allem Eltern müssen darauf achten, welche Filme sie ihre Kinder sehen lassen. Es wäre naiv, lediglich einen flüchtigen Blick auf die Altersfreigabe zu werfen. Ein Film, der für die Altersgruppe ihrer Kinder geeignet sein soll, kann nämlich durchaus Werte vermitteln, mit denen die Eltern überhaupt nicht einverstanden sind. Das dürfte Christen kaum überraschen, denn Denk- und Handlungsweisen, die göttlichen Maßstäben zuwiderlaufen, gelten heute als normal (Epheser 4:17, 18; 1. Johannes 2:15-17).c

      Damit soll nicht gesagt werden, alle Filme seien schlecht. Dennoch ist Vorsicht angebracht. In diesem Zusammenhang war in der Erwachet!-Ausgabe vom 22. Mai 1997 zu lesen: „Jeder Einzelne [sollte] sorgfältig abwägen, was er sich als Unterhaltung aussucht, und Entscheidungen treffen, die er mit gutem Gewissen vor Gott und vor Menschen vertreten kann“ (1. Korinther 10:31-33).

      Sich passende Unterhaltung suchen

      Was hilft Eltern, zu entscheiden, welche Filme ihre Familie sehen kann? Beachten wir die folgenden Äußerungen von Eltern aus verschiedenen Ländern. Ihre Hinweise können bei der Suche nach vernünftiger Unterhaltung für die eigene Familie hilfreich sein. (Siehe auch Seite 14: „Andere Möglichkeiten der Freizeitgestaltung“.)

      „Als unsere Kinder jünger waren, ist einer von uns, entweder meine Frau oder ich, immer mit ins Kino gegangen“, erzählt Juan aus Spanien. „Sie sind nie allein oder einfach mit anderen Jugendlichen gegangen. Heute, als Jugendliche, gehen sie nicht zu Erstaufführungen; stattdessen warten wir lieber ab, bis wir die Kritiken gelesen oder von anderen, denen wir vertrauen, etwas über den betreffenden Film gehört haben. Dann entscheiden wir zusammen, ob wir uns diesen Film ansehen.“

      Mark in Südafrika legt Wert darauf, offen mit seinem jugendlichen Sohn darüber zu sprechen, was im Kino läuft. „Meine Frau und ich fragen ihn direkt nach seiner Meinung zu dem Film. Dadurch erfahren wir, wie er denkt, und können das Für und Wider gemeinsam abwägen. Das ermöglicht es uns, Filme auszuwählen, die wir zusammen ansehen können.“

      Auch Rogerio in Brasilien nimmt sich die Zeit, mit seinen Kindern die Filme, die sie sich ansehen wollen, zu analysieren. „Ich lese mit ihnen die Kritiken und gehe mit ihnen in die Videothek, um ihnen zu zeigen, welche Hinweise schon auf der Hülle andeuten, dass der Film möglicherweise nichts für sie ist.“

      Matthew, der in Großbritannien lebt, findet es wichtig, mit seinen Kindern über die Filme zu sprechen, die sie gerne sehen würden. „Wir haben unsere Kinder von klein auf in unsere Gespräche über Filme einbezogen, die uns als Familie interessieren. Wenn wir uns gegen einen bestimmten Film entschieden haben, sagen meine Frau und ich nicht einfach Nein, sondern erklären auch, warum.“

      Andere Eltern informieren sich im Internet über Filme. Es gibt etliche Websites, die genau über den Inhalt von Filmen Auskunft geben. Dort kann man sich ein klareres Bild davon machen, welche Werte ein bestimmter Film vermittelt.

      Die Vorteile eines geschulten Gewissens

      Die Bibel spricht von Menschen, die „ihr Wahrnehmungsvermögen durch Gebrauch geübt haben zur Unterscheidung zwischen Recht und Unrecht“ (Hebräer 5:14). Daher sollte es das Ziel von Eltern sein, ihren Kindern Werte zu vermitteln, die ihnen später helfen, sich ihre Unterhaltung mit Umsicht selbst auszusuchen.

      Viele junge Zeugen Jehovas sind von ihren Eltern in dieser Hinsicht hervorragend angeleitet worden. Beispielsweise gehen Bill und Cherie aus den USA gern mit ihren beiden jugendlichen Söhnen ins Kino. Bill erzählt: „Oft unterhalten wir uns hinterher über den Film und sprechen darüber, welche Wertvorstellungen er vermittelte und was wir von diesen Werten halten.“ Natürlich wissen Bill und Cherie, dass sie wählerisch sein müssen. „Wir informieren uns vorher über den Film, aber schämen uns auch nicht, aufzustehen und rauszugehen, wenn anstößige Inhalte gezeigt werden, mit denen wir nicht gerechnet haben“, erklärt Bill. Bill und Cherie denken, dass ihre Söhne eher einen wachen Sinn für Recht und Unrecht entwickeln, wenn sie bei den Entscheidungen mitreden dürfen. „Wenn es darum geht, welche Filme sie sich ansehen wollen, können sie viel besser entscheiden“, sagt Bill.

      Wie Bill und Cherie haben viele Eltern ihren Kindern geholfen, in Verbindung mit Unterhaltungsfragen wachen Sinnes zu sein. Vieles, was die Filmindustrie anbietet, kommt für sie nicht infrage. Doch Christen, die biblische Grundsätze beherzigen, müssen deshalb nicht auf eine angenehme und sinnvolle Freizeitgestaltung verzichten.

  • Welche Filme kommen für mich infrage?
    Erwachet! 2005 | 8. Mai
    • c Christen sollten auch bedenken, dass in Filmen für Kinder und Jugendliche Hexerei, Spiritismus und andere Formen des Dämonismus vorkommen können (1. Korinther 10:21).

  • Welche Filme kommen für mich infrage?
    Erwachet! 2005 | 8. Mai
    • [Kasten/Bilder auf Seite 12]

      „WIR ENTSCHEIDEN GEMEINSAM“

      „Als ich jünger war, sind wir als Familie ins Kino gegangen. Heute bin ich älter und darf auch allein gehen. Aber vorher wollen meine Eltern den Titel des Films wissen und worum es darin geht. Wenn sie von dem Film noch nichts gehört haben, lesen sie erst eine Kritik oder sehen sich im Fernsehen eine Vorschau an. Sie informieren sich auch im Internet über den Film. Falls sie den Eindruck haben, er sei nichts für mich, erklären sie mir, warum. Ich kann dann auch sagen, wie ich darüber denke. Wir unterhalten uns ganz offen und wir entscheiden gemeinsam“ (Héloïse, 19, Frankreich).

      [Kasten/Bild auf Seite 13]

      SPRECHT DARÜBER!

      „Wenn Eltern Nein sagen, ohne sinnvollen Ersatz anzubieten, versuchen die Kinder möglicherweise, sich ihre Wünsche heimlich zu erfüllen. Manche Eltern, deren Kinder etwas Bedenkliches ansehen wollen, verbieten es daher nicht sofort, aber sie erlauben es auch nicht. Stattdessen lassen sie etwas Zeit vergehen, bis beide Seiten die Sache entspannter sehen. Ohne sich zu ereifern, sprechen sie das Thema in den nächsten Tagen gelegentlich an und fragen ihren Sohn oder ihre Tochter, warum sie meinen, diese Art Unterhaltung sei gut für sie. Wenn man mit den Jugendlichen spricht, sind sie am Ende oft der gleichen Meinung wie ihre Eltern und danken ihnen sogar. Dann suchen sie sich unter Anleitung der Eltern eine Freizeitgestaltung, von der alle etwas haben“ (Masaaki, ein reisender Aufseher in Japan).

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