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MosambikJahrbuch der Zeugen Jehovas 1996
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Dann verlegte man ihn in das Zentralgefängnis in Beira; von dort transportierte man ihn auf eine sowohl befremdende als auch unmenschliche Weise nach Lourenço Marques. Er wurde mit dem Boot befördert, und zwar steckte er in einem Behälter mit Salzwasser, aus dem nur sein Kopf herausschaute. In Lourenço Marques angekommen, stieg er nackt aus dem Behälter heraus; seine Kleidung hatte sich aufgelöst. Man gab ihm einen Sack, damit er sich bedecken konnte.
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MosambikJahrbuch der Zeugen Jehovas 1996
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Im Jahr 1953 ging der junge Francisco Zunguza von Beira nach Kapstadt (Südafrika). Sein Ziel war es, ein Stipendium für ein Medizinstudium in London zu erhalten. Er hatte das Buch Kinder in seinem Gepäck, das ihm ein Freund geschenkt hatte. Er wohnte in Pretoria bei einer anglikanischen Familie, die ihn eines Tages das Buch lesen sah und fragte, ob er ein Zeuge Jehovas sei. Er verneinte es und sagte, er lese einfach nur in dem Buch. Doch diese Familie war so nett, den Kontakt zu einem Zeugen Jehovas herzustellen, der dann mit ihm studierte. Zwei Jahre nach seiner Ankunft in Südafrika ließ er sich taufen.
Bruder Zunguza erinnert sich daran, daß ihm reife Brüder der Versammlung folgendes rieten: „Zunguza, kehre in dein Land, Mosambik, zurück, und sei dort tätig; das wird das beste sein. Du bist jetzt getauft. Warum also nach etwas anderem streben? Das ist es nicht wert.“ (Vergleiche Römer 11:13; Philipper 3:7, 8; 1. Johannes 2:15-17.) Bruder Zunguza befolgte diesen Rat und ging, ohne zu zögern, nach Lourenço Marques zurück, wo er sich der kleinen Gruppe dort anschloß. Später heiratete er, und gemeinsam mit seiner Frau Paulina war er Jehovas Organisation sehr dienlich, denn er führte in ganz Mosambik den Reisedienst durch. Seine Liebe zu Gott wurde schweren Prüfungen unterzogen. Ungeachtet der etwa 14 Jahre, die er im Gefängnis, in Konzentrationslagern und unter Einschränkungen seitens der Regierung verbracht hat, ist er treu geblieben. Verständlicherweise wird er von seinen mosambikanischen Brüdern überaus geschätzt und geliebt. Bruder Zunguza selbst sieht das so: „Es war das beste, in mein Land zurückzukehren.“
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