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    Jahrbuch der Zeugen Jehovas 1996
    • Dem europäischen Feld Aufmerksamkeit geschenkt

      Im Jahr 1929 kamen die ersten europäischen Zeugen, Henry und Edith Myrdal, von Südafrika nach Lourenço Marques und gaben der portugiesischen Bevölkerung Zeugnis. Vier Jahre später schloß sich ihnen das Ehepaar de Jagers an. Die Folge ihres Umzugs war, daß viele Samenkörner der biblischen Wahrheit ausgestreut wurden.

      Im Jahr 1935 statteten dann zwei weitere Pioniere, Fred Ludick und David Norman, Lourenço Marques einen Besuch ab. Sie wohnten bei der Familie Myrdal. Am fünften Tag ihres Dienstes wurden sie jedoch ganz plötzlich in der Wohnung der Myrdals von der Geheimpolizei verhaftet; man steckte sie in die „Schwarze Maria“ (ein Bus, mit dem man Verbrecher transportierte) und brachte sie zu einem hochrangigen Beamten, einem Herrn Teixeira. Als David unerschrocken sagte, er wisse, daß der Bischof hinter der ganzen Verschwörung stecke, sprang Herr Teixeira auf und brüllte: „Wenn Sie Bürger meines Landes wären, würde ich Sie hier und heute auf die Insel Madeira verbannen, weil Sie aber Bürger Südafrikas sind, werde ich Sie auf der Stelle des Landes verweisen!“ Noch am selben Tag wurden sie zur Grenze gebracht, eskortiert von zwei Wagen mit schwerbewaffneten Polizisten. Doch die Brüder gaben ihren Wächtern Zeugnis, als sie an der Grenze ankamen, ließen bei ihnen Literatur zurück und verabschiedeten sich allseits mit Händedruck, bevor sie ihre Reise fortsetzten.

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    Jahrbuch der Zeugen Jehovas 1996
    • Dann verlegte man ihn in das Zentralgefängnis in Beira; von dort transportierte man ihn auf eine sowohl befremdende als auch unmenschliche Weise nach Lourenço Marques. Er wurde mit dem Boot befördert, und zwar steckte er in einem Behälter mit Salzwasser, aus dem nur sein Kopf herausschaute. In Lourenço Marques angekommen, stieg er nackt aus dem Behälter heraus; seine Kleidung hatte sich aufgelöst. Man gab ihm einen Sack, damit er sich bedecken konnte. Bei seinem Prozeß wurde ihm befohlen, seinem Gott und seinem Glauben abzuschwören, doch ähnlich wie die Apostel Jesu Christi erwiderte er: „Gott mehr zu gehorchen als den Menschen, das allein zählt“ (Apg. 5:29).

      Nach dem Prozeß kam Janeiro in eine kleine Einzelzelle und wurde dort in einen schmalen Holzkasten gesteckt, der nur eine winzige Öffnung hatte, durch die man täglich ein paar Früchte schob. Als man ihn eine Woche später herausholte, konnte er so gut wie gar nicht mehr stehen.

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    • Und wie stand es um die Zeugen Jehovas im Süden? Auch sie erwiesen sich unter schwerster Verfolgung als loyale Zeugen. Zu diesen gehörte Albino Mhelembe, der damals bereits an Jahren fortgeschritten war. Im Jahr 1957 wurden er und andere aus Lourenço Marques ebenfalls nach São Tomé verbannt, doch sie gaben weiterhin Zeugnis.

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    • Neue Gruppen wurden gebildet, darunter eine in Lourenço Marques, dem heutigen Maputo.

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    • So antwortete Calvino Machiana, als sein Lehrer die Klasse fragte, was sie einmal werden wollten, wenn sie erwachsen seien. Später gab ihm ein früherer Schulkamerad in Johannesburg Zeugnis. Aber erst als er 1950 nach Lourenço Marques zurückkehrte, löste er endgültig seine Bindung zur Schweizer Missionskirche. Nachdem die Erfahreneren der Gruppe von der PIDE, der Kolonialpolizei, verhaftet und verbannt worden waren, fehlte es denen, die zurückblieben, an der richtigen Leitung.

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    • Bruder Zunguza befolgte diesen Rat und ging, ohne zu zögern, nach Lourenço Marques zurück, wo er sich der kleinen Gruppe dort anschloß. Später heiratete er, und gemeinsam mit seiner Frau Paulina war er Jehovas Organisation sehr dienlich, denn er führte in ganz Mosambik den Reisedienst durch.

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