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  • Wie kann man Gäste unterhalten?
  • Erwachet! 1993
  • Zwischentitel
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  • Die passende Atmosphäre schaffen
  • Das Publikum fesseln
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Erwachet! 1993
g93 22. 4. S. 14-16

Wie kann man Gäste unterhalten?

ES WAR noch früh am Abend, und alle erfreuten sich des Beisammenseins. Die Gäste unterhielten sich gut, als angekündigt wurde, daß zwei junge Männer zur Unterhaltung Musik und eine kurze Parodie vortragen wollten.

Die beiden hatten damit schon öfter Erfolg gehabt und erwarteten daher, daß die anderen begeistert sein würden. Wie peinlich es war, als beklemmende Stille herrschte, sie mit verlegenen Blicken bedacht wurden und schließlich nur verhaltener Applaus folgte. Ihre Darbietung kam nicht an. Was hatten sie falsch gemacht?

Hält uns möglicherweise die Angst vor einer solchen Erfahrung davon ab, unser Talent zu nutzen, um unsere Freunde zu unterhalten? Worin besteht das Geheimnis, andere wirklich zu amüsieren? Wenn wir auch nie auf den Gedanken gekommen sind, selbst etwas vorzuführen, haben wir vielleicht schon einmal Freunde in Verbindung mit einem geselligen Beisammensein bei uns darum gebeten. Wie kann man sichergehen, daß die Darbietung ankommt?

Die folgenden Vorschläge sind für den Fall gedacht, daß man Gäste bei sich zu Hause mit Musik unterhalten möchte. Sie lassen sich jedoch größtenteils auch auf andere Unterhaltungsformen anwenden wie die Darbietung von Sketchen, Diavorführungen oder das Erzählen von Geschichten und Erfahrungen.

Die passende Atmosphäre schaffen

Angenommen, man plant ein Beisammensein mit musikalischer Einlage. Dazu müssen die Musiker nicht perfekt sein. Und tatsächlich sind einige begabte Musiker keine großen Unterhalter. Das liegt daran, daß Unterhaltung einschließt, zu wissen, wie man anderen helfen kann, Spaß zu haben. Das fängt damit an, eine Atmosphäre zu schaffen, in der man sich wohl fühlt. Wie viele Gäste sind zum Beispiel eingeladen?

Es wird eher ein Erfolg werden, wenn nicht so viele eingeladen sind. Jeder kann sich mit jedem unterhalten und so die Gemeinschaft mit den anderen genießen. Um eine entspannte Atmosphäre zu schaffen, könnte auch für Erfrischungen gesorgt werden, sei es nun eine richtige Mahlzeit oder nur ein Imbiß. Falls ein Imbiß gereicht wird, sollten die Gäste das im voraus wissen, damit sie nicht mehr erwarten.

Wichtig ist ebenfalls, den richtigen Moment für die musikalische Darbietung abzupassen. Viele lieben es ungezwungen und müssen nicht erst groß dazu aufgefordert werden, es sich beim Essen oder bei einer Unterhaltung gemütlich zu machen. Ist das bei unseren Gästen der Fall, sollte man etwas Zeit verstreichen lassen, bevor man sie mit einem Programm überrascht. Das hatten die beiden anfangs erwähnten jungen Männer nicht beachtet. Hätten sie gewartet, bis die Stimmung etwas abgeflaut wäre, dann wäre ihr Publikum wahrscheinlich empfänglicher gewesen.

Soll gemeinsam gesungen werden, kann es praktischer sein, wenn alle etwas zusammenrücken, zum Beispiel um ein Feuer herum oder indem sich alle auf den Boden setzen. Im allgemeinen singt man lieber, wenn die Stimmung und die Umstände passen. Die richtige Atmosphäre kann viel dazu beitragen, daß die Darbietung den Eingeladenen gefällt. Sie sind dann in der besten Verfassung, um Spaß daran zu finden.

Nun ist der Augenblick gekommen, den Gästen etwas vorzuspielen. Was muß man tun, damit es ein Erfolg wird?

Das Publikum fesseln

Die meisten sehen und hören gern einer guten Darbietung zu. Warum sonst wurden allein in einem der letzten Jahre für Broadwayshows 8 142 000 Karten im Gesamtwert von 253,4 Millionen Dollar verkauft? Wenn es sich jedoch nur um ein Hobby handelt und man für die Darbietung nicht bezahlt wird, sieht man sich vor der Herausforderung, ein Publikum zu fesseln, das sich die gebotene Unterhaltung nicht unbedingt aussuchen würde. Was ist die Lösung? Eine Kombination aus Talent und Kontakt zum Publikum. Es folgen einige Vorschläge:

Etwas auswählen, was man gut beherrscht. Der Gitarrenlehrer Frederick Noad sagte: „Man sollte das Stück so gut kennen, daß man es fast auswendig spielen kann und gleichzeitig an etwas anderes denken könnte.“ Daher ist es klug, sich neugelernte Stücke für später aufzuheben. Außerdem meinte Noad: „Es ist viel besser, ein einfaches Stück gut zu spielen, als ein eindrucksvolleres zu verderben.“

Das Publikum einbeziehen. Ein erfahrener Profimusiker betonte, daß es sehr wichtig sei, das Publikum einzubeziehen; er würde die Liedertexte austeilen und zum Mitsingen einladen. Wenn die Zuhörer an der Darbietung teilhaben, machen sie auch weiterhin begeistert mit.

Auf Abwechslung bedacht sein. Viele neigen dazu, die Musikstücke zaghaft und leise zu spielen. Frederick Noad empfiehlt jedoch: „Man sollte sich stets bemühen, bei jedem Musikstück die Lautstärke zu variieren; wenn beispielsweise ein Part wiederkehrt, wirkt es meistens gut, ihn das erste Mal laut zu spielen und das zweite Mal leise, wodurch es beinahe wie ein Echo klingt. ... Bringt man auf diese Art Abwechslung in ein Stück — wodurch sich simple Noten in schöne Musik verwandeln —, ist die Freude am Spielen schon zur Hälfte gewährleistet.“

Selbst Spaß haben. Die Gäste werden nicht entspannt sein, wenn der Darbietende steif, nervös oder unsicher wirkt; sie werden es auch nicht unterhaltsam finden, wenn er bekannte Künstler nachahmt. Es fällt schwer, locker zu bleiben, wenn alle Augen auf einen gerichtet sind, doch man muß lernen, aus sich herauszugehen, man selbst zu sein und Spaß an dem zu haben, was man vorträgt. Nur dann werden sich die Zuhörer wohl fühlen und gern zuhören.

Es kurz halten. Der echte Alleinunterhalter singt lieber ein Lied weniger als ein Lied zuviel. In einer zwanglosen „Wohnzimmerrunde“ fangen die Gäste vielleicht nach 20 oder 30 Minuten an, unruhig zu werden. Nach der Darbietung sollte es wieder ungezwungen zugehen. Die Vorführung ist zwar zu Ende, aber die Anwesenden werden noch gern daran denken, weil man rechtzeitig aufgehört hat.

Mit Nervosität umgehen

Selbst Berufskünstler haben mit Lampenfieber zu kämpfen. Aber sie lernen, es unter Kontrolle zu halten und wenigstens entspannt zu wirken. Wie ist das zu schaffen?

Einmal ist Vorbereitung nötig. Dale Carnegie, der jährlich Tausende von Reden beurteilte, erklärte: „Nur der wohlvorbereitete Redner verdient seine Zuversicht.“ Das gleiche trifft gewiß auf den zu, der andere unterhalten möchte. Vorher zu üben und sich einzuspielen kann entscheidend sein. Während der Darbietung sollte man voll in der Materie aufgehen. Man sollte das, was man spielt, denken und fühlen. Frank Battisti vom New England Conservatory of Music empfiehlt: „Es kommt darauf an, sich voll auf das, was man tut, zu konzentrieren und sich nicht zu überlegen, was wohl die anderen denken. Wenn man das schafft, kann man eigentlich keine Angst haben.“

Unterläuft einem ein Fehler, muß man die Zuhörer nicht durch seine ärgerliche Reaktion darauf aufmerksam machen. Wahrscheinlich haben es nur wenige gemerkt. Sie warten darauf, daß es weitergeht, und setzt man sofort wieder ein, als ob der Fehler belanglos gewesen wäre, werden sie ihn auch als solchen betrachten.

Talente, die den Schöpfer ehren

Wenn Freunde gelegentlich fragen, ob man ihnen etwas vorspielen würde, sollte man nicht sofort ablehnen, weil man sich vielleicht für unqualifiziert hält. Hätten sie gern Perfektion, würden sie sich wahrscheinlich für „gekaufte“ Musik entscheiden. Eine Frau, die bei ihren Freunden dafür bekannt ist, bei sich zu Hause öfter ein kleines, geselliges Beisammensein zu veranstalten, sagte: „Es ist wunderbar, wenn ein Gast musikalisch ist und sich darauf vorbereitet hat, etwas vorzutragen, wobei alle mitmachen können.“

Ja, vielen macht es Spaß, der einzigartigen „Live-Musik“ im häuslichen Rahmen zuzuhören. Wir sollten auch nicht vergessen, daß unsere Freunde womöglich nach guter, sauberer Unterhaltung suchen, die in der Welt der Profis immer seltener wird. Hat man daher das Talent, andere zu unterhalten, sollte man es zur Ehre unseres großen Schöpfers, des Gebers ‘jeder guten Gabe und jedes vollkommenen Geschenks’, einsetzen (Jakobus 1:17).

[Kasten auf Seite 16]

Zusätzliche Tips

VIELSEITIGKEIT: Es ist von Vorteil, wenn man Musik verschiedener Richtungen spielen kann, seien es auch nur wenige Stücke aus jeder Kategorie, denn dadurch kann man auf die unterschiedlichen Vorlieben und Wünsche der Zuhörer eingehen.

Die Stücke in einer ansprechenden Reihenfolge spielen: Gewöhnlich ist es am besten, mit kurzen, bekannten Stücken zu beginnen und abzuschließen. Stehen auch längere oder schwierigere Stücke auf dem Programm, sollten sie zwischendurch gespielt werden.

Kontakt zum Publikum: Man sollte die Zuhörer zwar nicht anstarren, was ihnen unangenehm sein könnte, aber man kann sie zwischen den Stücken durchaus freundlich anschauen und mit ihnen reden.

Keine langen Unterbrechungen: Gelegentlich einige einleitende Worte zu sprechen kann dazu beitragen, daß alle entspannter sind (auch der Darbietende), doch damit sollte man sparsam umgehen. Auch lange Pausen, die durch übertrieben langes Stimmen der Musikinstrumente entstehen, sollten vermieden werden. Höchstwahrscheinlich werden die Zuhörer ein kleines Intonationsproblem nicht bemerken im Gegensatz zu ständigen Verzögerungen, über die sie sich eher ärgern.

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