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Hüte dich vor schädlicher Musik!Der Wachtturm 1993 | 15. April
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1. Warum kann die Musik als eine „Gabe Gottes“ bezeichnet werden?
„DIE Musik ... ist eine Gabe Gottes.“ Das schrieb Lulu Rumsey Wiley in ihrem Buch Bible Music. Gottesfürchtige Männer und Frauen haben in alter Zeit genauso empfunden. Durch Musik bringt der Mensch seine innersten Gefühle zum Ausdruck — Freude, Sorge, Zorn oder Liebe. Die Musik spielte daher schon in biblischer Zeit eine wichtige Rolle, und von den ersten bis zu den letzten Kapiteln der Heiligen Schrift finden sich entsprechende Bezugnahmen (1. Mose 4:21; Offenbarung 18:22).
2. Wie wurde in biblischer Zeit die Musik zum Lobpreis Jehovas gebraucht?
2 Ihre vortrefflichste Ausdrucksform fand die Musik in der Anbetung Jehovas. Einige der erhabensten Äußerungen des Lobpreises Jehovas, die jemals gemacht wurden, waren ursprünglich mit Musik unterlegt. „Ich will den Namen Gottes im Lied preisen“, schrieb der Psalmist David (Psalm 69:30). Mit Musik begleitete man in einsamen Stunden tiefschürfende Überlegungen. „Ich will meines Saitenspiels gedenken in der Nacht; mit meinem Herzen will ich Besorgnis bekunden, und mein Geist wird gründlich nachforschen“, sagte Asaph (Psalm 77:6). Im Tempel Jehovas war die Musik in einem hervorragenden Umfang organisiert (1. Chronika 23:1-5; 2. Chronika 29:25, 26). Manchmal wurden Musiker in großer Zahl aufgeboten, beispielsweise bei der Einweihung des Tempels, als 120 Trompeter spielten (2. Chronika 5:12, 13). Es gibt zwar keine Aufzeichnungen darüber, wie diese majestätische Musik geklungen hat, aber in einem Buch heißt es: „Man kann sich unschwer ein Urteil über die allgemeine Wirkung der Tempelmusik bei feierlichen Anlässen bilden ... Könnte jemand von uns heute mitten in eine solche Szene hineinversetzt werden, würde ihn zwangsläufig ein überwältigendes Gefühl der Ehrfurcht und der Erhabenheit überkommen“ (The Music of the Bible).a
Der Mißbrauch der Musik
3, 4. Wie wurde die Gabe der Musik von Gottes Volk und von seinen heidnischen Nachbarn mißbraucht?
3 Doch die Musik diente nicht immer einem solch erhabenen Zweck. Am Berg Sinai wurde mit Musik zur götzendienerischen Anbetung eines goldenen Kalbes angeregt (2. Mose 32:18). Musik wurde gelegentlich mit Trunkenheit und sogar mit Prostitution in Verbindung gebracht (Psalm 69:12; Jesaja 23:15). Die heidnischen Nachbarn Israels machten sich ebenfalls des Mißbrauchs dieser göttlichen Gabe schuldig. „In Phönizien und Syrien drehte sich fast die gesamte populäre Musik um die Anbetung Ischtars, einer Fruchtbarkeitsgöttin. Bekannte Lieder bildeten daher gewöhnlich den Auftakt zu Sexorgien“ (The Interpreter’s Dictionary of the Bible). Die alten Griechen spielten in ähnlicher Weise Musik zu populären „erotischen Tänzen“.
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Hüte dich vor schädlicher Musik!Der Wachtturm 1993 | 15. April
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a Die Nation Israel tat sich offenbar in der Kunst der Musik hervor. Ein assyrisches Relief zeigt, daß König Sanherib von König Hiskia israelitische Musiker als Tribut verlangte. In einem Werk heißt es dazu: „Es war eigentlich ungewöhnlich, ... Musiker als Tribut zu fordern“ (Grove’s Dictionary of Music and Musicians).
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