Unsere Zukunft — Wie wird sie aussehen?
DIE Erforschung des menschlichen Genoms offenbart bereits viel über die potentiellen Erkrankungen, an denen jemand vielleicht eines Tages leidet. Wie steht es aber mit der Behandlung und der Vorbeugung solcher Krankheiten?
Je mehr man über das Genom von Pflanzen, Tieren und Menschen lernt, so die Londoner Times, desto größer sind die Möglichkeiten, Medikamente und Therapien zu entwickeln. Der Zeitschrift Industry Week zufolge dämpfen Wissenschaftler den Optimismus allerdings etwas, denn dieser Prozeß „könnte der Diagnose 20 bis 50 Jahre hinterherhinken“. Durch diese Situation wird man, wie Charles Cantor, Professor für Biochemie, sagte, „regelrecht der Hoffnung beraubt“. Doch das muß nicht so sein.
Die Bibel verheißt klar und deutlich das Ende aller Krankheiten. „[Gott] wird jede Träne von ihren Augen abwischen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch wird Trauer, noch Geschrei, noch Schmerz mehr sein“, heißt es in Offenbarung 21:4. Werden die Genetiker dies durch eine Art „genetische Mitschöpfung“ erreichen, wie sich die Zeitschrift The Christian Century ausdrückte? Die Erfüllung der biblischen Verheißungen hängt weder vom Abschluß des Genomprojekts noch von einer „genetischen Mitschöpfung“, noch von einer allmählichen Verbesserung der Umweltbedingungen ab. Vielmehr wird sie einzig und allein durch Gottes wirksame Kraft, seinen heiligen Geist, bewirkt.
Dem Einfluß von Erbmasse und Umwelt entgegenwirken
Vor etwa 3 000 Jahren sagte der israelitische König David: „Ich [bin] auf furchteinflößende Weise wunderbar gemacht.“ Obwohl er so etwas wie das Genomprojekt nicht einmal erahnen konnte, sang er zum Lobpreis Gottes: „Deine Augen sahen sogar den Embryo von mir, und in dein Buch waren alle seine Teile eingeschrieben“ (Psalm 139:14, 16).
Woher wußte dieser König in alter Zeit, daß sein Wachstum als Embryo im Mutterleib nach „geschriebenen“ Anweisungen erfolgt war? David räumte selbst ein: „Der Geist Jehovas war es, der durch mich redete, und sein Wort war auf meiner Zunge“ (2. Samuel 23:2). Das, was David niederschrieb, war von der wirksamen Kraft des Schöpfers, von seinem heiligen Geist, inspiriert.
Können wir hieraus nicht eine Lehre ziehen, die heute von vielen als allerletztes in Betracht gezogen oder ganz außer acht gelassen wird? Obwohl unsere Erbmasse und die Umwelt uns zu einem gewissen Grad zu dem machen, was wir sind, kann doch Gottes heiliger Geist stark auf uns einwirken und anderen Einflüssen entgegenwirken.
Greifen wir als Beispiel Ian heraus. „Als kleiner Junge war ich sehr reizbar“, erzählt er. „Mein Vater ist manchmal extrem reizbar, und bei meinen kleinen Söhnen ist es dasselbe Lied. In jüngeren Jahren war ich schrecklich nervös. Ich konnte kein Wort herausbringen, ohne zu stottern und zu stammeln. Dann suchte ich Hilfe beim Alkohol. Er beruhigte mich — dachte ich zumindest. In Wirklichkeit griff das Trinken meine Nerven noch mehr an.“ Als Ian anfing, mit Zeugen Jehovas die Bibel zu studieren, wurde ihm klar, daß er aufhören mußte, zur Beruhigung seiner Nerven zum Alkohol zu greifen. „Ich dachte, meine Willenskraft würde ausreichen, und tatsächlich rührte ich ein Jahr lang keinen Tropfen an“, sagt er. „Aber ich schaffte es nicht, trocken zu bleiben.“
Er fährt fort: „Eines Tages ging ich in strömendem Regen die Straße entlang. Ich dachte mir, ich laufe so lange, bis ich tot umfalle. Ich hatte mehrmals aufgehört zu trinken und wieder angefangen. Auf einmal begriff ich, daß ich versucht hatte, mein Alkoholproblem auf meine Art zu bewältigen, nicht so, wie Jehova es für richtig hielt. Daraufhin betete ich, während ich weiterlief, und sagte zu Jehova, daß ich von nun an so handeln würde, wie er es für richtig hält, und bat ihn, mir durch seinen heiligen Geist Kraft zu geben.“ Das ist ungefähr zehn Jahre her. Wie geht es Ian jetzt?
„Es kostet mich immer noch Mühe, meine Schwäche unter Kontrolle zu halten“, gesteht er. „Ich habe gelernt, mich ganz auf Jehova zu verlassen.“ Worauf führt Ian seinen bisherigen Erfolg zurück? „Ich kann mich noch gut an meine erste Bibellesung nach meiner Rückkehr in die Versammlung der Zeugen Jehovas erinnern. Es war Psalm 116, der mit den Worten beginnt: ‚Gewiß liebe ich, denn Jehova hört meine Stimme, meine flehentlichen Bitten.‘ Etwa nach der Hälfte des Psalms las ich: ‚Was soll ich Jehova vergelten für alle seine Wohltaten an mir?‘ [Vers 12]. Dadurch wurden für mich die Weichen für die Rückkehr in ein einigermaßen normales Leben gestellt.“ Ian rät jedem, der sich in einer ähnlichen Lage befindet: „Mach dir nichts vor! Erst als ich meine Probleme anpackte und um Jehovas heiligen Geist betete, um in meinem Entschluß bestärkt zu werden, schaffte ich es allmählich.“
Ian und mit ihm fast fünf Millionen Zeugen Jehovas lassen sich voller Vertrauen von Gottes heiligem Geist auf dem Weg leiten, der in der Bibel, dem wichtigsten Lehrbuch, aufgezeigt wird. Zeugen Jehovas erklären den Menschen in ihrer Umgebung gern die klare, unkomplizierte Botschaft von Gottes Königreich, Gottes himmlischer Regierung, die dem auferweckten Jesus Christus anvertraut worden ist. Durch dieses Mittel wird bald jede Spur genetischer Defekte beseitigt werden, und die Menschen werden für immer in einer paradiesischen Umgebung leben können. Lassen wir uns diese Gelegenheit nicht entgehen!