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  • Die Kollegianten — Anders auf Grund des Bibelstudiums
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Der Wachtturm verkündigt Jehovas Königreich 1999
w99 15. 4. S. 23-27

Die Kollegianten — Anders auf Grund des Bibelstudiums

Haben wir schon einmal von den Kollegianten gehört?

Diese kleine niederländische Religionsgemeinschaft des 17. Jahrhunderts unterschied sich wesentlich von den etablierten Kirchen jener Zeit. In welcher Hinsicht? Und was können wir von ihnen lernen? Um das herauszufinden, wollen wir uns im Geist in jene Zeit versetzen.

IM Jahr 1587 traf Jacobus Arminius (oder Jakob Hermansz) in Amsterdam ein. Er hatte keine Schwierigkeiten, eine Anstellung zu finden, denn sein Werdegang war beeindruckend. Im Alter von 21 Jahren hatte er an der holländischen Universität Leiden seinen Abschluß gemacht. Anschließend verbrachte er sechs Jahre in der Schweiz und studierte Theologie unter Theodor Beza, dem Nachfolger des protestantischen Reformators Johannes Calvin. Kein Wunder, daß die Protestanten in Amsterdam den 27jährigen Arminius gern als einen ihrer Pfarrer einsetzten! Ein paar Jahre später bereuten jedoch viele Kirchenmitglieder ihre Wahl. Warum?

Der Streit um die Prädestination

Bald nachdem Arminius sein Amt angetreten hatte, kam es unter den Protestanten in Amsterdam zu Spannungen wegen der Lehre von der Prädestination. Diese Lehre bildete die Kernaussage des Kalvinismus, aber einige Kirchenmitglieder meinten, daß ein Gott, der die einen für die Rettung vorherbestimme, die anderen dagegen zur Verdammnis, hart und ungerecht sei. Die Kalvinisten erwarteten, daß Arminius als Schüler Bezas die Andersdenkenden zurechtweisen würde. Doch zur Bestürzung der Kalvinisten schlug sich Arminius statt dessen auf die Seite der Andersdenkenden. 1593 hatte die Auseinandersetzung die Gemüter so sehr erhitzt, daß die Protestanten der Stadt in zwei Lager gespalten wurden — in diejenigen, die die Lehre unterstützten, und in die Gemäßigten, die sie verwarfen.

Innerhalb weniger Jahre führte diese lokale Auseinandersetzung zu einer landesweiten Spaltung der Protestanten. Im November 1618 spitzte sich die Situation derart zu, daß es schließlich zu der entscheidenden Kraftprobe kam. Die Kalvinisten, die das Militär und die öffentliche Meinung hinter sich hatten, luden die Abweichler (inzwischen Remonstrantena genannt) vor ein nationales Konzil, die Dordrechter Synode der reformierten Kirche. Am Ende der Tagung wurden alle remonstrantischen Geistlichen vor die Wahl gestellt, entweder schriftlich zu versprechen, nie wieder zu predigen, oder das Land zu verlassen. Die meisten wählten das Exil. Strenge Kalvinisten übernahmen die Kanzeln, die die remonstrantischen Geistlichen räumen mußten. Der Kalvinismus hatte triumphiert — jedenfalls hoffte das die Synode.

Entstehung und Entwicklung der Kollegianten

Wie vielerorts verlor auch die remonstrantische Gemeinde in dem Dorf Warmond bei Leiden ihren Pfarrer. Anders als an anderen Orten erkannte die Gemeinde aber nicht den von der Synode gebilligten Ersatz an. Als 1620 ein remonstrantischer Geistlicher, der sich um die Gemeinde kümmern wollte, unter Lebensgefahr nach Warmond zurückkehrte, wiesen einige Gemeindemitglieder sogar ihn ab. Die betreffenden Mitglieder hatten begonnen, ihre religiösen Zusammenkünfte im verborgenen und ohne die Hilfe eines Geistlichen abzuhalten. Später wurden diese Zusammenkünfte Kollegien genannt und die Anwesenden Kollegianten.

Das Entstehen der Kollegiantenbewegung hatte zwar mehr mit den Umständen zu tun als mit religiösen Grundsätzen, aber das änderte sich bald. Das Gemeindemitglied Gijsbert van der Kodde argumentierte, die Gruppe entspreche dadurch, daß sie ohne klerikale Aufsicht zusammenkomme, genauer der Bibel und dem Vorgehen der ersten Christen als die etablierten Kirchen. Die Geistlichkeit, sagte er, sei nach dem Tod der Apostel erdacht worden, um Männern Arbeit zu verschaffen, die keinen Beruf erlernen wollten.

Im Jahr 1621 verlegten van der Kodde und gleichgesinnte Personen ihre Zusammenkünfte in den Nachbarort Rijnsburg.b Einige Jahre später, als die religiöse Verfolgung schließlich der Toleranz gewichen war, standen die Zusammenkünfte der Kollegianten bald überall im Land in hohem Ansehen, und sie zogen „ungleiche Gesellen“ an, wie der Historiker Siegfried Zilverberg es formulierte. Es waren Remonstranten, Mennoniten und Sozinianer darunter, sogar Theologen. Manche waren Bauern, andere Dichter, Drucker, Ärzte oder Geschäftsleute. Der Philosoph Spinoza (Benedictus de Spinoza) und der Pädagoge Johann Amos Comenius (oder Jan Komenský) sympathisierten ebenso mit der Bewegung wie der berühmte Maler Rembrandt van Rijn. Die verschiedenen Vorstellungen, die diese gottesfürchtigen Menschen mitbrachten, beeinflußten die Entwicklung der Glaubensansichten der Kollegianten.

Nach 1640 erlebte die dynamische Gruppe ein schnelles Wachstum. Kollegien entstanden in Rotterdam, Amsterdam, Leeuwarden und anderen Städten. Wie Andrew C. Fix, Professor für Geschichte, erklärt, entwickelten sich die Kollegianten in der Zeit zwischen 1650 und 1700 „zu einer der wichtigsten und einflußreichsten religiösen Kräfte in den Niederlanden des 17. Jahrhunderts“.

Die Glaubensansichten der Kollegianten

Da Vernunft, Toleranz und Redefreiheit die Kennzeichen der Kollegiantenbewegung waren, stand es den einzelnen Kollegianten frei, welche Glaubensansichten sie vertraten. Aber es verbanden sie auch einige gemeinsame Ansichten. Zum Beispiel erkannten alle Kollegianten die Bedeutung des persönlichen Bibelstudiums an. Jedes Mitglied solle „für sich forschen und Gott nicht durch einen anderen kennenlernen“, schrieb ein Kollegiant. Genau das taten sie. Gemäß Jacobus C. van Slee, einem Kirchenhistoriker des 19. Jahrhunderts, war unter den Kollegianten mehr biblische Erkenntnis zu finden als in anderen religiösen Gruppen jener Zeit. Sogar Gegner lobten die Kollegianten für ihre Fähigkeit, die Bibel geschickt zu gebrauchen.

Doch je mehr die Kollegianten die Bibel studierten, desto mehr erschlossen sich ihnen Lehren, die sich von denen der großen Kirchen unterschieden. In literarischen Quellen, die zwischen dem 17. und 20. Jahrhundert entstanden, werden einige ihrer Glaubensansichten beschrieben:

Die Urkirche. Der Kollegiant und Theologe Adam Boreel schrieb 1644, daß die Urkirche, als sie sich zur Zeit Kaiser Konstantins in die Politik verstrickte, ihren Bund mit Christus brach und die Inspiration des heiligen Geistes verlor. Wie er weiter ausführte, hatten sich als Folge davon falsche Lehren bis in seine Zeit hinein immer weiter gemehrt.

Die Reformation. Die Reformation des 16. Jahrhunderts unter der Führung von Luther, Calvin und anderen sei nicht weit genug gegangen, um die Kirche wirklich zu reformieren. Statt dessen habe sich, wie der führende Kollegiant und Arzt Galenus Abrahamsz (1622 bis 1706) erklärte, die religiöse Situation durch die Reformation verschlechtert, weil sie Anlaß gebe zu Streit und Haß. Eine echte Reform hätte das Herz ändern müssen, was die Reformation jedoch versäumt habe.

Die Kirche und die Geistlichkeit. Die etablierten Kirchen seien verdorben, verweltlicht und ohne göttliche Autorität. Wer die Religion ernst nehme, könne nichts Besseres tun, als die Kirche, zu der er gehört, zu verlassen, um keine Mitschuld an ihren Sünden zu tragen. Das Amt der Geistlichen stand nach Auffassung der Kollegianten im Gegensatz zur Bibel und war „dem geistigen Wohl der Christenversammlung abträglich“.

Königreich und Paradies. Daniel de Breen (1594—1664), einer der Gründer des Amsterdamer Kollegiums, schrieb, daß Christi Königreich nicht ein geistiges Königreich im Herzen der Menschen sei. Nach den Worten des Lehrers Jacob Ostens, eines Kollegianten in Rotterdam, „freuten sich die Patriarchen auf irdische Verheißungen“. Die Kollegianten erwarteten in gleicher Weise, daß die Erde eines Tages in ein Paradies umgestaltet werden wird.

Dreieinigkeit. Einige führende Kollegianten, die durch sozinianische Glaubensansichten beeinflußt worden waren, verwarfen die Dreieinigkeit.c So schrieb Daniel Zwicker (1621—1678), daß irgendeine Lehre, die im Widerspruch zur Vernunft steht, wie zum Beispiel die Dreieinigkeit, „unmöglich und falsch“ ist. Im Jahr 1694 wurde eine Bibelübersetzung des Kollegianten Reijnier Rooleeuw veröffentlicht. Darin wurde der letzte Teil von Johannes 1:1 wie folgt wiedergegeben: „... und das Wort war ein Gott“ statt der üblichen Übersetzung: „... und das Wort war Gott.“d

Wöchentliche Zusammenkünfte

Die Kollegianten waren zwar nicht alle in Übereinstimmung, was ihre Glaubensansichten anbetraf, aber das Wirken ihrer Kollegien in den verschiedenen Städten war recht ähnlich. Laut dem Historiker van Slee gab es in den Anfangstagen der Kollegiantenbewegung kaum irgendwelche Vorbereitung auf Zusammenkünfte. Gestützt auf die Worte des Apostels Paulus über die Notwendigkeit zu „prophezeien“, glaubten die Kollegianten, daß sich alle männlichen Mitglieder frei vor dem Kollegium äußern könnten (1. Korinther 14:1, 3, 26). Daher dauerten die Zusammenkünfte häufig bis weit in die Nacht hinein, und einige Anwesende fielen „in tiefen Schlaf“.

Später wurden die Zusammenkünfte besser organisiert. Die Kollegianten trafen sich nicht nur sonntags, sondern auch an Abenden in der Woche. Damit sich die Redner und die Gemeinde im voraus auf alle Zusammenkünfte des Jahres vorbereiten konnten, wurden in einem gedruckten Programm sowohl die Bibelverse angegeben, die betrachtet werden sollten, als auch die Initialen der Redner. Nachdem die Zusammenkunft mit Lied und Gebet eröffnet worden war, erklärte ein Redner die Bibelverse. Am Ende bat er die Männer, sich zu dem gerade Besprochenen zu äußern. Dann zeigte ein zweiter Redner die Anwendung der Verse. Gebet und Lied beendeten die Zusammenkunft.

Kollegianten in der Stadt Harlingen (Provinz Friesland) führten eine Neuerung ein, damit ihre Zusammenkünfte planmäßig durchgeführt wurden. Ein Redner, der länger sprach als vorgesehen, mußte ein kleines Bußgeld entrichten.

Nationale Zusammenkünfte

Die Kollegianten spürten auch das Bedürfnis nach größeren Zusammenkünften. Deshalb reisten ab 1640 Kollegianten aus dem ganzen Land zweimal im Jahr (im Frühling und im Sommer) nach Rijnsburg. Diese Zusammenkünfte gestatteten ihnen, „sich mit den Vorstellungen, Eindrücken, Glaubensansichten und Tätigkeiten ihrer Brüder aus nah und fern vertraut zu machen“, so der Historiker Fix.

Einige der angereisten Kollegianten mieteten Zimmer von den Dorfbewohnern, während andere im Groote Huis (Großes Haus) unterkamen, einem Herrenhaus mit 30 Räumen, das den Kollegianten gehörte. Gemeinsame Mahlzeiten für 60 bis 70 Personen wurden dort serviert. Nach dem Mahl konnten Besucher durch den weitläufigen Garten des Herrenhauses schlendern und sich an Gottes Werken erfreuen, eine ruhige Unterhaltung führen oder einen Augenblick des Nachsinnens genießen.

Obwohl nicht alle Kollegianten die Taufe für erforderlich hielten, entschlossen sich doch viele zu diesem Schritt. Folglich war die Taufe ein wichtiger Bestandteil der großen Zusammenkünfte. Wie der Historiker van Slee sagte, fand die Zeremonie üblicherweise am Samstagvormittag statt. Auf Lied und Gebet folgte eine Ansprache über die Notwendigkeit des Untertauchens. Dann forderte der Redner die Erwachsenen, die sich taufen lassen wollten, auf, ein Glaubensbekenntnis abzulegen, wie zum Beispiel: „Ich glaube, daß Jesus Christus der Sohn des lebendigen Gottes ist.“ Nachdem die Ansprache mit Gebet beendet worden war, gingen alle Anwesenden zu einem Taufbecken und wurden Zeuge, wie Männer und Frauen darin niederknieten, so daß ihnen das Wasser bis an die Schultern reichte. Der Täufer drückte dann den Kopf des neuen Gläubigen langsam nach vorn unter das Wasser. Im Anschluß an die Zeremonie kehrten alle auf ihre Plätze zurück und lauschten einer weiteren Rede.

Am Samstagnachmittag um 17 Uhr begann die eigentliche Zusammenkunft mit einer kurzen Bibellesung, gefolgt von Lied und Gebet. Um zu gewährleisten, daß es immer einen Redner gab, stellten die Kollegien in Rotterdam, Leiden, Amsterdam und Nordholland abwechselnd die Redner für die Zusammenkünfte. Der Sonntagvormittag war für die Feier des Abendmahls des Herrn reserviert. Im Anschluß an eine Ansprache sowie ein Gebet und ein Lied nahmen zunächst die Männer und dann die Frauen von Brot und Wein. Weitere Vorträge folgten am Sonntagabend, und am Montagvormittag kamen alle zur Schlußansprache zusammen. Wie van Slee feststellte, waren die meisten Vorträge, die während dieser Zusammenkünfte gehalten wurden, praktischer Natur, sie betonten mehr die Anwendung als die Erklärung.

Das Dorf Rijnsburg war gern Gastgeber dieser Zusammenkünfte. Ein Beobachter schrieb im 18. Jahrhundert, daß der Zustrom von Fremden, die ziemlich viel benötigten, dem Dorf ein gutes Einkommen sicherte. Außerdem spendeten die Kollegianten nach jedem Kongreß etwas für die Armen in Rijnsburg. Das Dorf spürte zweifellos den Verlust, als die Zusammenkünfte im Jahr 1787 aufhörten. In der Folge löste sich die Kollegiantenbewegung auf. Warum?

Gründe der Auflösung

Ende des 17. Jahrhunderts kam es zu einer Kontroverse über die Rolle der Vernunft in der Religion. Die Auffassung einiger Kollegianten, menschlichen Schlußfolgerungen sollte der Vorzug vor göttlicher Offenbarung gegeben werden, stieß bei anderen auf Ablehnung. Die Auseinandersetzung entzweite schließlich die ganze Kollegiantenbewegung. Erst nachdem die Hauptkontrahenten beider Seiten gestorben waren, vereinigten sich die Kollegianten wieder. Doch nach dieser Spaltung war die Bewegung „nie wieder dieselbe“, wie der Historiker Fix feststellte.

Die zunehmende Toleranz innerhalb der protestantischen Kirchen des 18. Jahrhunderts trug ebenfalls zum Niedergang der Kollegianten bei. Als Grundsätze der Kollegianten wie Vernunft und Toleranz mehr und mehr Allgemeingut der Gesellschaft wurden, „verblaßte das einst einsame Licht des Kollegiantismus im strahlenden Anbruch der Aufklärung“. Ende des 18. Jahrhunderts hatten sich die meisten Kollegianten den Mennoniten oder anderen religiösen Gruppen angeschlossen.

Da die Kollegianten nicht nach Einheit im Denken innerhalb ihrer Bewegung strebten, gab es etwa so viele verschiedene Ansichten wie Kollegianten. Sie waren sich dessen bewußt und erhoben daher nicht den Anspruch, „in demselben Gedankengang fest vereint [zu] sein“, wozu der Apostel Paulus Christen aufforderte (1. Korinther 1:10). Gleichzeitig freuten sich die Kollegianten jedoch auf die Zeit, in der grundsätzliche christliche Vorstellungen, wie zum Beispiel die Einheit im Denken, Wirklichkeit werden würden.

Trotz der Tatsache, daß die wahre Erkenntnis in den Tagen der Kollegianten noch nicht überströmend war, gaben sie vielen heutigen Religionen ein beachtenswertes Beispiel. (Vergleiche Daniel 12:4.) Daß sie die Notwendigkeit des Bibelstudiums hervorhoben, war im Einklang mit dem Rat des Apostels Paulus: „Vergewissert euch aller Dinge“ (1. Thessalonicher 5:21). Jacobus Arminius und andere erkannten durch das persönliche Bibelstudium, daß sich einige seit langem gehegte Glaubenslehren und Bräuche überhaupt nicht auf die Bibel stützten. Als sie sich dessen bewußt wurden, hatten sie den Mut, anders zu sein als die etablierten Religionen. Hätten wir es ihnen gleichgetan?

[Fußnoten]

a Im Jahr 1610 hatten die Abweichler eine formelle Remonstration (ein Dokument, in dem sie die Gründe für ihren Widerstand darlegten) an die niederländischen Herrscher gesandt. Daraufhin wurden sie als Remonstranten bezeichnet.

b Nach diesem Ort wurden die Kollegianten auch Rijnsburger genannt.

c Siehe Erwachet!, 22. November 1988, Seite 19, „Die Sozinianer — Warum lehnten sie die Dreieinigkeit ab?“

d Het Nieuwe Testament van onze Heer Jezus Christus, uit het Grieksch vertaald door Reijnier Rooleeuw, M.D. (Das Neue Testament unseres Herrn Jesus Christus, übersetzt aus dem Griechischen von Reijnier Rooleeuw, M.D.).

[Bild auf Seite 24]

Rembrandt van Rijn

[Bilder auf Seite 26]

Das Dorf Warmond, wo die Kollegianten ihren Anfang nahmen, und der Vliet, ein Fluß, wo Taufen stattfanden

[Bildnachweis auf Seite 23]

Background: Courtesy of the American Bible Society Library, New York

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