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„Sie sind kein Teil der Welt“Jehovas Zeugen — Verkündiger des Königreiches Gottes
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Jehovas Zeugen gerieten in einem Land nach dem anderen in Situationen, in denen ihre christliche Neutralität auf die Probe gestellt wurde. Unter anderem sind in Lateinamerika, Afrika, im Nahen Osten und in Nordirland Regierungen von revolutionären Kräften bekämpft worden. Als Folge davon sind Jehovas Zeugen sowohl von den Regierungen als auch von oppositionellen Kräften zur aktiven Unterstützung gedrängt worden. Aber sie sind ganz und gar neutral geblieben. Eine Anzahl von ihnen wurde wegen ihrer Haltung grausam geschlagen oder sogar hingerichtet. Doch durch ihre echte christliche Neutralität haben sie sich die Achtung von Verantwortlichen beider Seiten erworben, und man läßt sie unbehelligt mit ihrem Werk der Verkündigung der guten Botschaft von Jehovas Königreich fortfahren.
In den 60er und 70er Jahren wurde die Neutralität der Zeugen in Malawi brutal auf die Probe gestellt, als man von allen Bürgern forderte, Mitgliedskarten für die regierende politische Partei zu kaufen. Jehovas Zeugen betrachteten das als unvereinbar mit ihrem christlichen Glauben. Deshalb verfolgte man sie mit beispielloser sadistischer Grausamkeit. Zehntausende waren gezwungen, aus dem Land zu fliehen, und viele wurden nach einer Zwangsrücksiedlung erneut brutal behandelt.
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„Sie sind kein Teil der Welt“Jehovas Zeugen — Verkündiger des Königreiches Gottes
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[Kasten auf Seite 195]
Keine Bedrohung für irgendeine Regierung
◆ In einem Leitartikel über die Behandlung der Zeugen Jehovas in einem lateinamerikanischen Land schrieb die in Omaha (Nebraska, USA) erscheinende Zeitung „World-Herald“: „Wer glaubt, Jehovas Zeugen wären für eine Regierung eine Gefahr, muß eine bigotte und paranoide Denkweise haben; sie sind so wenig staatsgefährdend und so friedliebend, wie eine Religionsgemeinschaft nur sein kann, und wollen lediglich in Ruhe gelassen werden, so daß sie ihrem Glauben entsprechend leben können.“
◆ Die italienische Zeitung „Il Corriere di Trieste“ erklärte: „Jehovas Zeugen sind wegen ihrer Standhaftigkeit und ihres Zusammenhalts zu bewundern. Im Gegensatz zu anderen Religionen bewahrt sie ihre Einheit als Volk davor, im Namen Christi denselben Gott zu bitten, die beiden gegnerischen Seiten eines Konfliktes zu segnen, oder Politik mit Religion zu vermischen, um den Interessen von Staatsoberhäuptern oder politischen Parteien zu dienen. Und nicht zuletzt sind sie bereit, eher den Tod auf sich zu nehmen, als gegen ... das Gebot [zu verstoßen:] DU SOLLST NICHT TÖTEN!“
◆ Die Zeitung „Nová Svoboda“ schrieb 1990, nachdem Jehovas Zeugen in der Tschechoslowakei 40 Jahre verboten gewesen waren: „Der Glaube der Zeugen Jehovas verbietet den Gebrauch von Waffen gegen Menschen. Wer den Grundwehrdienst ablehnte und nicht in den Kohlenbergwerken arbeiten konnte, kam ins Gefängnis, teilweise bis zu vier Jahren. Allein daran läßt sich eines erkennen: Sie haben eine enorme moralische Stärke. Wir könnten solche selbstlosen Menschen sogar in den höchsten politischen Ämtern gebrauchen — doch da werden wir sie nie hinbekommen. ... Natürlich erkennen sie die staatliche Autorität an, aber sie glauben, daß nur Gottes Königreich alle Probleme der Menschen lösen kann. Man sollte sich allerdings nicht täuschen lassen: Sie sind keine Fanatiker. Sie sind Leute, die als normale Menschen unter uns leben.“
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