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Gottes neuer Bund — Die Erfüllung nahtWeltweite Sicherheit unter dem „Fürsten des Friedens“
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4. (a) Gottes Bund mit David für ein ewiges Königtum steht im Zusammenhang mit welchem anderen Bund? (b) Was sagte Jesus Christus über diesen Bund, und unter welchen Umständen?
4 Dieser göttliche Bund für ein ewiges Königtum steht noch mit einem weiteren Bund in Zusammenhang: dem „neuen Bund“. Diesen Bund, der den alten Bund ersetzen sollte, erwähnte Jesus, als er in der Nacht des 14. Nisan 33 u. Z. mit seinen treuen Jüngern das jüdische Passah gefeiert hatte. Damals setzte er das sogenannte „Abendmahl des Herrn“ ein. Er wußte, daß er noch am selben Tag, am Passahtag, sein Blut opfern würde. Deshalb nahm er einen Becher Rotwein und sagte, bevor er ihn an seine treuen Apostel weiterreichte: „Dieser Becher bedeutet den neuen Bund kraft meines Blutes“ (Lukas 22:20; 1. Korinther 11:20, 23-26).
5. An wen war Gottes Verheißung eines neuen Bundes gerichtet, und behauptet die Republik Israel, in diesem Bund zu sein?
5 Wie der alte Bund, so ist auch der neue Bund mit einer Nation geschlossen worden, aber mit keiner der Nationen der Christenheit. Und obwohl die Verheißung des neuen Bundes durch den Propheten Jeremia vor mehr als 2 500 Jahren an das Volk Israel erging, erhebt die heutige Republik Israel nicht den Anspruch, im neuen Bund zu sein. Statt dessen ist sie ein Mitglied der UNO geworden.
6. Was veranlaßte Gott gemäß Jeremia, Kapitel 31, einen neuen Bund zu schließen, und was würde er bewirken?
6 Warum wünschte Gott einen neuen Bund? In Jeremia 31:31-34 heißt es: „ ‚Siehe! Es kommen Tage‘, ist der Ausspruch Jehovas, ‚da will ich mit dem Hause Israel und mit dem Hause Juda einen neuen Bund schließen; nicht einen wie den Bund, den ich mit ihren Vorvätern schloß an dem Tag, an dem ich ihre Hand ergriff, um sie aus dem Land Ägypten herauszuführen, „welchen meinen Bund s i e brachen, obwohl ich selbst ihr ehelicher Besitzer war“ ist der Ausspruch Jehovas.‘ ‚Denn das ist der Bund, den ich mit dem Hause Israel nach jenen Tagen schließen werde‘ ist der Ausspruch Jehovas. ‚Ich will mein Gesetz in ihr Inneres legen, und in ihr Herz werde ich es schreiben. Und ich will ihr Gott werden, und sie selbst werden mein Volk werden. Und sie werden nicht mehr ein jeder seinen Gefährten und ein jeder seinen Bruder lehren, indem sie sprechen: „Erkennt Jehova!“, denn sie alle werden mich erkennen, von ihrem Geringsten selbst bis zu ihrem Größten‘ ist der Ausspruch Jehovas. ‚Denn ich werde ihre Vergehung vergeben, und ihrer Sünde werde ich nicht mehr gedenken.‘ “
Ein besserer Bund mit einem besseren Mittler
7. Ist der neue Bund eine Erneuerung des Bundes, den die Israeliten brachen, und warum ist er besser als der Gesetzesbund?
7 Der neue Bund ist nicht lediglich eine Erneuerung des früheren Bundes, den die Israeliten brachen. Nein, keineswegs. Denn der Apostel Paulus schreibt an die Christen in Rom: „Ihr [seid] nicht unter Gesetz . . ., sondern unter unverdienter Güte“ (Römer 6:14). Es ist wirklich ein neuer Bund, und es konnte erwartet werden, daß es ein besserer sein würde, denn Jehova Gott, der Allmächtige, ist in der Lage, im Hinblick auf diejenigen, die er in den neuen Bund aufnimmt, Verbesserungen herbeizuführen. So erweckte er zum Beispiel zur Schließung des neuen Bundes einen besseren Mittler. Dieser Mittler war kein unvollkommener, sündiger Mensch, wie es der Prophet Moses war.
8. (a) Was hat der neue Bund, wodurch er besser ist als der Gesetzesbund? (b) Wer ist der Mittler des besseren, neuen Bundes? (c) Was wird in Hebräer 8:6, 13 über den neuen Bund und über die Vorzüglichkeit seines Mittlers gesagt, und welche Auswirkung hat das auf den früheren Bund?
8 Der durch den Propheten Moses vermittelte Gesetzesbund war an sich gut. Doch dieser Bund sah Tieropfer vor, deren Blut niemals menschliche Sünden wegwaschen konnte. Es bedurfte also eines besseren Mittlers mit einem besseren Opfer, damit Jehova Gott einen besseren Bund errichten konnte. Dieser so sehr benötigte Mittler war Jesus Christus. In der Bibel wird auf die Vorzüglichkeit dieses Mittlers im Vergleich zum Propheten Moses hingewiesen, wenn es heißt: „Nun hat aber Jesus einen vorzüglicheren öffentlichen Dienst erlangt, so daß er auch der Mittler eines entsprechend besseren Bundes ist, der aufgrund besserer Verheißungen gesetzlich festgelegt worden ist. . . . Indem er sagt ‚einen neuen Bund‘, hat er den früheren für veraltet erklärt“ (Hebräer 8:6, 13).
Der „veraltete“ frühere Bund ersetzt
9. (a) An welchem Tag erlosch der alte Bund? (b) Was ereignete sich am Vormittag jenes Tages, und was wurde dadurch bestätigt?
9 Dieser „veraltete“ Bund erlosch 50 Tage nach der Auferstehung des Mittlers des neuen Bundes. Das geschah am Pfingsttag. Am Vormittag jenes Tages begann das Gegenbild des jüdischen Festes der Einsammlung. Inwiefern? Nun, 120 treue Jünger des Mittlers des neuen Bundes versammelten sich in einem Obersaal in Jerusalem und empfingen den verheißenen heiligen Geist, wodurch sich die Prophezeiung aus Joel 2:28-32 erfüllte. Durch die für alle Beobachter hörbaren und sichtbaren Beweise wurde das Inkrafttreten des neuen Bundes bestätigt.
10. Wie wurde an jenem Pfingsttag offenbar, daß Jesu Jünger mit heiligem Geist gesalbt worden waren?
10 Als Jesus bei seiner Taufe aus dem Wasser heraufkam und heiliger Geist auf ihn ausgegossen wurde, wurde der Geist durch ein Wunder in der Form einer Taube, die über seinem Haupt schwebte, symbolisch dargestellt. Wie aber wurde im Fall der 120 hebräischen Jünger am Pfingsttag offenbar, daß sie mit heiligem Geist gesalbt wurden? Indem Zungen wie von Feuer über ihrem Haupt schwebten und ihnen die Fähigkeit verliehen wurde, Gottes Wort in fremden Sprachen zu verkündigen, die sie nie erlernt hatten (Matthäus 3:16; Apostelgeschichte 2:1-36).
11. (a) Was sollte für Juden offenkundig sein, und warum? (b) Wieso wissen wir, daß Juden nicht zueinander sagen: „Erkennt Jehova!“, und welche Freude kennen sie nicht?
11 Für Juden und ihre Rabbiner sollte es heute offenkundig sein, daß der durch Moses vermittelte Gesetzesbund nicht mehr in Kraft ist. Seit der Zerstörung Jerusalems durch die römischen Legionen im Jahre 70 u. Z. haben sie keinen Tempel mehr. Damals gingen ihre Geschlechtsregister verloren, oder sie wurden vernichtet. Folglich wissen sie heute nicht mehr, wer zum Stamm Levi gehört oder wer ein Nachkomme Aarons ist, so daß dieser für die jüdische Nation in der Eigenschaft des Hohenpriesters dienen dürfte. Statt zueinander zu sagen: „Erkennt Jehova!“, betrachten sie das Aussprechen des göttlichen Namens als ein Sakrileg. Sie freuen sich nicht mit Jehovas Zeugen darüber, daß der „veraltete“ frühere Bund durch den neuen Bund ersetzt worden ist.
Ein „ewiger Bund“
12. (a) Welchem Gebet können Jehovas Zeugen von Herzen zustimmen? (b) Womit wurde Jesus Christus von den Toten auferweckt?
12 Ganz im Gegensatz zu den Juden von heute haben Jehovas Zeugen einen Hohenpriester, der zur Rechten Gottes in den Himmeln amtiert. Er ist der Mittler des neuen Bundes, ein Mittler, der viel größer ist als Moses. Von Herzen können Jehovas Zeugen dem Gebet aus Hebräer 13:20, 21 zustimmen, wo der Schreiber sagt: „Der Gott des Friedens nun, der den großen Hirten der Schafe mit dem Blut eines ewigen Bundes, unseren Herrn Jesus, von den Toten heraufgebracht hat, rüste euch aus mit allem Guten, um seinen Willen zu tun.“ Da dieser „große Hirte“ sein menschliches Leben für die „Schafe“ hingab, konnte er nun mit einem unsterblichen, blutlosen Leib, einem geistigen Leib, von den Toten auferweckt werden, besaß aber noch den Wert seines Blutes — des Blutes des neuen Bundes, der gewissenhaft gehalten wird und dessen Auswirkungen zum Guten in alle Ewigkeit andauern werden.
13. (a) Wie gedenken Jehovas Zeugen alljährlich des Todes des Mittlers des neuen Bundes? (b) Was stellen die Symbole dar?
13 Jeweils am Jahrestag des „Abendmahls des Herrn“ gedenken Jehovas Zeugen des Opfertodes Jesu Christi, des Mittlers des neuen Bundes. Das ungesäuerte Brot, von dem diejenigen bei diesem „Abendmahl“ nehmen, die in den neuen Bund aufgenommen worden sind, ist ein Symbol des vollkommenen Fleisches des Mittlers, und der Wein ist ein Symbol des reinen, makellosen Blutes, das gemäß der Heiligen Schrift den Wert seines Lebens darstellt (1. Korinther 11:20-26; 3. Mose 17:11).
14. Was tun diejenigen, die in den neuen Bund aufgenommen worden sind, sinnbildlich gesprochen, wenn sie von den Gedächtnismahlsymbolen nehmen?
14 Wenn diejenigen, die in den neuen Bund aufgenommen worden sind, beim „Abendmahl des Herrn“ Wein aus dem Gedächtnismahlbecher trinken, so trinken sie nur in sinnbildlicher Weise das Blut des Mittlers des neuen Bundes. Desgleichen essen sie in sinnbildlicher Weise sein Fleisch, wenn sie vom ungesäuerten Gedächtnismahlbrot nehmen. Durch diese Handlungen beweisen sie, sinnbildlich gesprochen, ihren Glauben an das Loskaufsopfer des Sohnes Gottes, des Erlösers der ganzen Menschheit.
15. (a) Wie lange besteht der neue Bund bereits, und inwiefern hat er sich tatsächlich als ein besserer Bund erwiesen? (b) Warum kann der neue Bund als ein „ewiger Bund“ bezeichnet werden?
15 Der neue Bund, der jetzt mehr als 1 950 Jahre besteht, wird bald seinen Zweck erfüllt haben. Er hat bereits Jahrhunderte länger bestanden als der durch Moses vermittelte Gesetzesbund. Da er auf besseren Verheißungen und einem besseren Opfer mit einem besseren Mittler beruht, hat er sich tatsächlich als ein besserer Bund erwiesen. Da dieser erfolgreiche neue Bund nicht durch einen neuen und besseren Bund ersetzt oder abgelöst werden muß, wird er als ein „ewiger Bund“ bezeichnet (Hebräer 13:20).
16. Wofür sollten wir Jehova Gott dankbar sein?
16 Dank sei Jehova, dem allmächtigen Gott, daß er einen besseren Mittler als Moses erweckt hat! Durch ihn konnte er sowohl den Gesetzesbund auf legale Weise aus dem Weg schaffen, indem er ihn an den Marterpfahl nagelte, als auch für das Blut des ewigen neuen Bundes sorgen.
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Der „Fürst des Friedens“ wendet sich Menschen zu, die nicht im neuen Bund stehenWeltweite Sicherheit unter dem „Fürsten des Friedens“
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Kapitel 13
Der „Fürst des Friedens“ wendet sich Menschen zu, die nicht im neuen Bund stehen
1. Warum können die heutigen Juden nicht leugnen, daß der durch Moses vermittelte Bund, der mit ihren Vorvätern geschlossen wurde, einmal enden sollte?
DIE fleischlichen Juden von heute, die Nachkommen des Patriarchen Abraham, können nicht leugnen, daß der durch Moses vermittelte alte Bund oder Gesetzesbund durch einen neuen und besseren Bund ersetzt werden sollte. Sie können aus ihren Handschriften der Hebräischen Schriften nicht die Worte Gottes aus Jeremia 31:31 streichen: „ ‚Siehe! Es kommen Tage‘, ist der Ausspruch Jehovas, ‚da will ich mit dem Hause Israel und mit dem Hause Juda einen neuen Bund schließen.‘ “
2. Wie wurde schließlich enthüllt, wer der Mittler des neuen Bundes sein würde?
2 Wer der Mittler dieses neuen Bundes sein sollte, wurde von Jeremia nicht vorhergesagt. Doch als Jesus Christus in der Nacht des 14. Nisan 33 u. Z. seinen Jüngern den Becher mit Passahwein reichte, zeigte er, daß er dieser Mittler sein sollte (Lukas 22:20). Aus Hebräer 7:22 erfahren wir, daß er der „Bürge“, die Sicherheit oder die Garantie, dieses neuen und „besseren Bundes“ ist.
3. Welches weitere Amt bekleidet Jesus Christus vor Gott, und ist dies auf seine Abstammung zurückzuführen?
3 Jesus wurde durch sein Opfer zugunsten des neuen Bundes Jehovas Hoherpriester. In diese Stellung gelangte er nicht durch Abstammung von Aaron, dem ersten Hohenpriester des Volkes Israel. Das Amt des Hohenpriesters wurde ihm zugeschworen durch einen Eid Jehovas, des höchsten Gottes, der Priester einsetzt. Auf Jesus treffen die Worte aus Psalm 110:4 zu: „Jehova hat geschworen (und es wird ihn nicht gereuen): ‚Du bist Priester auf unabsehbare Zeit nach der Weise Melchisedeks!‘ “ (Hebräer 7:20, 21).
4. (a) Mit was für einem „Israel“ schloß Jehova den verheißenen neuen Bund, und warum? (b) Diejenigen, die in den neuen Bund aufgenommen werden, werden die Söhne welcher Eltern?
4 Die fleischliche Nation Israel — mit Ausnahme eines kleinen Überrestes — verwarf Jesus Christus, den Mittler des neuen Bundes. Daher handelt es sich bei dem „Hause Israel“, mit dem Gott den vorausgesagten neuen Bund schloß, um ein geistiges Israel, das „Israel Gottes“ (Galater 6:16). Dieses geistige Israel wurde am Pfingsttag des Jahres 33 u. Z. geboren. Da es geistig war, konnte sein Bürgerrecht auf gläubige Nichtjuden oder Heiden ausgedehnt werden (Apostelgeschichte 15:14). Petrus nannte es „ein auserwähltes Geschlecht, eine königliche Priesterschaft, eine heilige Nation, ein Volk zum besonderen Besitz“ (1. Petrus 2:9). Diese „heilige Nation“ besteht aus den geistigen Söhnen Jehovas, des größeren Abraham, der den abrahamischen Bund geschlossen hat und erfüllt. Sie sind somit gleichzeitig die „Söhne“ der mit einer Frau vergleichbaren himmlischen Organisation Jehovas, die durch Sara, die Frau Abrahams, vorgeschattet wurde. Diese himmlische Organisation, die Mutter des durch Isaak vorgeschatteten verheißenen „Samens“, wird in dem neuen Bund des größeren Abraham zwangsläufig berücksichtigt.
„Andere Schafe“ gehören zu der e i n e n Herde
5. Was wurde für den neuen Bund auf der Erde benötigt?
5 Für diesen neuen Bund wurden aktive Diener auf der Erde benötigt, und die Glieder des gesalbten Überrestes dienen als die hinreichend befähigten „Diener eines neuen Bundes“, der den durch Moses vermittelten alten Bund, den Gesetzesbund, ersetzt hat (2. Korinther 3:6). Sie gehören nicht zu den klerikalen Dienern der Hunderte von Sekten der Christenheit, die den führenden Teil des neuzeitlichen Groß-Babylon bildet. Sie haben den gebietenden Zuruf aus Offenbarung 18:4 befolgt und dieses Weltreich der falschen Religion verlassen.
6. (a) Auf wie viele sind die Diener des neuen Bundes zahlenmäßig beschränkt? (b) Wieso wissen wir, daß der vortreffliche Hirte seine Aufmerksamkeit Menschen zuwenden würde, die nicht im neuen Bund stehen?
6 Die Zahl der Diener dieses neuen Bundes sollte auf 144 000 beschränkt sein (Offenbarung 7:1-8, 14:1-5). So mußte zwangsläufig die Zeit kommen, wo der vortreffliche Hirte seine Aufmerksamkeit nicht nur den Dienern des neuen Bundes, sondern auch noch anderen zuwenden würde. Jehovas oberster Diener sah das voraus und bezog sich darauf, als er gemäß Johannes 10:16 sagte, er habe „andere Schafe“, die nicht zur „kleinen Herde“ der 144 000 gehörten (Lukas 12:32).
7. (a) Warum sind die Glieder der Klasse der „anderen Schafe“ keine Diener des neuen Bundes? (b) Inwiefern ist der Überrest derer, die im neuen Bund stehen, für die Familien und Nationen der Erde bereits zu einem Segen geworden?
7 Die „anderen Schafe“ würden zwar nicht zur „kleinen Herde“ gehören, doch wären auch sie Diener Gottes, nicht aber Diener des neuen Bundes. Und die Tatsache, daß sie zusammen mit dem Überrest der „Diener eines neuen Bundes“ „e i n e Herde“ werden sollen, läßt etwas Großartiges erkennen. Was? Folgendes: Bevor der Überrest im himmlischen Königreich verherrlicht wird, befindet er sich auf der Erde in Gemeinschaft mit den „anderen Schafen“. Auf diese Weise beginnt der geistige Same Abrahams bereits vor dem „Krieg des großen Tages Gottes, des Allmächtigen“, dem Krieg von Harmagedon, und vor dem Beginn des Millenniums, sich für alle Familien und Nationen als Segen zu erweisen (Galater 3:29; Offenbarung 16:14, 16).
8. Wann wandte der vortreffliche Hirte seine Aufmerksamkeit Menschen zu, die nicht im neuen Bund stehen, und was mußten diese „anderen Schafe“ als erstes tun?
8 Das ist tatsächlich der Fall, besonders seit 1935. Von da an haben sich auf der ganzen Erde Millionen dieser „anderen Schafe“ mit den Zigtausenden von Versammlungen der Zeugen Jehovas verbunden und sich Jehova Gott, dem Oberhirten, hingegeben. Dadurch sind sie in die „e i n e Herde“ des vortrefflichen Hirten, Jesus Christus, aufgenommen worden.
9. Bedeutete der Umstand, daß der Mittler des neuen Bundes seine Aufmerksamkeit auch anderen zuwandte, daß der Dienst des neuen Bundes auf der Erde endete?
9 Der Mittler des neuen Bundes richtete seine Aufmerksamkeit von da an auch auf die „anderen Schafe“. Bedeutete das, daß der Dienst des neuen Bundes im Jahre 1935 endete? Nein, denn auf der Erde gibt es immer noch einen Überrest der Diener des neuen Bundes, und sie haben diesen Dienst noch zu Ende zu führen.
10. Wer zieht heute Nutzen aus dem Dienst des neuen Bundes, den die acht Schreiber der Christlichen Griechischen Schriften leisteten?
10 Heute ziehen sowohl der Überrest der „kleinen Herde“ als auch die zunehmende „große Volksmenge“ der „anderen Schafe“ des vortrefflichen Hirten aus dem Dienst anderer Nutzen, die als Vorläufer ihnen vorausgingen, wie zum Beispiel der Apostel Paulus. Paulus verrichtete den Dienst des neuen Bundes treu bis zu seinem Tod in Rom, einige Zeit vor der Zerstörung Jerusalems im Jahre 70 u. Z. Er wurde dazu inspiriert, 14 der 27 Bücher der Christlichen Griechischen Schriften zu schreiben. Wie dankbar der gesalbte Überrest und die „große Volksmenge“ der „anderen Schafe“ doch dafür sein können, daß treue Männer wie der Apostel Paulus und die sieben anderen Schreiber der Christlichen Griechischen Schriften im ersten Jahrhundert den Dienst des neuen Bundes bis zum Ende ihres irdischen Lebens verrichteten! Und in der heutigen Zeit ziehen bereits Millionen „andere Schafe“ Nutzen aus dem Dienst des neuen Bundes, den der gesalbte Überrest unter Jesus Christus, dem Mittler, leistet. Der „Fürst des Friedens“ hat jetzt seine Aufmerksamkeit diesen „anderen Schafen“ zugewandt, deren Zahl schnell zunimmt.
11. (a) Wie lange ist der neue Bund bereits in Kraft, und worauf deutet das hin? (b) In welcher Eigenschaft dient der Überrest der Diener des neuen Bundes heute?
11 Aber die Zeit muß nun bald ablaufen. Der neue Bund ist bereits mehr als 1 950 Jahre in Kraft, über 400 Jahre länger als der durch Moses vermittelte Gesetzesbund, den er ersetzte, und die Zahl der Diener des neuen Bundes nimmt ab, weil einer nach dem anderen durch den Tod den irdischen Schauplatz verläßt. Doch die heute noch Lebenden, der Überrest von ihnen, dient weiterhin als der „treue und verständige Sklave“, den der Herr, Jesus Christus, „über seine ganze Habe“ gesetzt hat (Matthäus 24:45-47).
Die Einladung „Komm!“ ergehen lassen
12. Welche Einladung läßt die „Braut“-Klasse gemäß Offenbarung 22:17 ergehen, und an wen?
12 Welch liebevollen Dienst diese Diener des neuen Bundes doch leisten! In Offenbarung 22:17 lesen wir zum Beispiel: „Der Geist und die Braut sagen fortwährend: ‚Komm!‘ Und jeder, der es hört, sage: ‚Komm!‘ Und jeder, den dürstet, komme; jeder, der wünscht, nehme Wasser des Lebens kostenfrei.“ Die „Braut“-Klasse läßt zusammen mit der wirksamen Kraft Jehovas, seinem Geist, diese Einladung an diejenigen ergehen, die außerhalb des neuen Bundes stehen. Die Einladung ergeht nicht an die Toten in den Gedächtnisgrüften, die mit einer Auferstehung gesegnet werden sollen, sondern an heute lebende Menschen, die in der Gefahr stehen, in Harmagedon vernichtet zu werden, aber ein hörendes Ohr haben.
13. (a) Ergeht die Einladung, die die „Braut“-Klasse erschallen läßt, umsonst? Erkläre es. (b) Was tun diejenigen, die die Einladung bereits angenommen haben, im Gehorsam gegenüber Offenbarung 22:17? (c) Was dürfte hinsichtlich der Zeit, die für die Einladung noch verbleibt, der Fall sein?
13 Diese liebevolle Einladung ergeht nicht umsonst, besonders seit 1935. Über drei Millionen haben die gütige Einladung, zu kommen und zu trinken, bereits angenommen. Sie haben diese Einladung dankbar vernommen und sagen gehorsam zu noch vielen weiteren Millionen, die nach endlosem Leben auf einer paradiesischen Erde „dürsten“: „Komm!“ Aber die Zeit, in der diese gütige Einladung an die „anderen Schafe“ ergeht, ist begrenzt. Nach über einem halben Jahrhundert, in dem die Einladung zu hören war, dürfte die dafür verbleibende Zeit jetzt nur noch kurz sein, da sich Gottes Krieg von Harmagedon in „dieser Generation“ unheilvoll abzeichnet (Matthäus 24:34).
14. Wofür sollten wir Jehova Dank und Lobpreis zollen?
14 Dank sei daher Jehova, daß er für den fähigen Mittler gesorgt hat, der den Zweck des neuen Bundes erfolgreich verwirklicht, nämlich ein Volk für Jehovas Namen hervorzubringen, das 144 000 Glieder umfaßt! Gepriesen sei Jehova auch dafür, daß sein Mittler als ein vortrefflicher Hirte bereits immer mehr „andere Schafe“, ja Millionen in die „e i n e Herde“ bringt, wo sie bereits die ersten Segnungen verspüren, die der Menschheit aus dem neuen Bund zufließen!
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Nach dem neuen Bund — das tausendjährige KönigreichWeltweite Sicherheit unter dem „Fürsten des Friedens“
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Kapitel 14
Nach dem neuen Bund — das tausendjährige Königreich
1, 2. (a) Mit wem können die Millionen, die heute aus der Wirksamkeit des neuen Bundes Nutzen ziehen, verglichen werden? (b) Was besagen die Bestimmungen des neuen Bundes?
MILLIONEN auf der ganzen Erde empfangen bereits großartige Segnungen aufgrund der Wirksamkeit des neuen Bundes, obwohl sie nicht in diesen Bund aufgenommen worden sind. Sie gleichen den Nichtisraeliten, die zu der Zeit in Israel ansässig waren, als der durch Moses vermittelte Gesetzesbund noch in Kraft war (2. Mose 20:10). Inwiefern kann das von den Millionen von Nutznießern gesagt werden, die heute mit dem Überrest der geistigen Israeliten verbunden sind und ständig an Zahl zunehmen?
2 Gemäß der Prophezeiung aus Jeremia 31:31-34 sagte Jehova Gott, der die Bestimmungen des neuen Bundes festlegte: „Ich will mein Gesetz in ihr Inneres legen, und in ihr Herz werde ich es schreiben. Und ich will ihr Gott werden, und sie selbst werden mein Volk werden.“
3. (a) In welcher Form wurde das Gesetz des alten, durch Moses vermittelten Bundes den Israeliten gegeben? (b) Worauf begann Gott die Gesetze des neuen Bundes zu schreiben, bevor die Christlichen Griechischen Schriften geschrieben wurden?
3 Im Falle des Gesetzesbundes gab Jehova durch den Propheten Moses als Mittler dem natürlichen Israel die „handschriftliche Urkunde, die aus Verordnungen bestand“ (Kolosser 2:14). Wie verhält es sich aber mit dem Gesetz des neuen Bundes? Sein Mittler sollte es weder auf Stein eingravieren, noch sollte er eine andere schriftliche Urkunde anfertigen. Er hinterließ keine eigenen Aufzeichnungen. Worin das Gesetz des neuen Bundes besteht, ermitteln wir aus den inspirierten Christlichen Griechischen Schriften (2. Timotheus 3:16). Doch bevor mit der Niederschrift dieser Griechischen Schriften um das Jahr 41 u. Z. begonnen wurde, begann Jehova Gott bereits, sein Gesetz des neuen Bundes zu schreiben. Wann? Am Pfingsttag des Jahres 33 u. Z. Worauf schrieb er? Genau darauf, worauf zu schreiben er vor langem verheißen hatte: „Ich will meine Gesetze in ihren Sinn legen, und in ihre Herzen werde ich sie schreiben“ (Hebräer 8:10).
4. Welche guten Auswirkungen hatte es, daß Gott sein Gesetz auf das Herz schrieb und in den Sinn seiner Diener legte?
4 Da diese Gesetze in das Herz geschrieben wurden, bestand geringe Wahrscheinlichkeit, daß sie eines Tages von denen nicht mehr geliebt wurden, die ihnen gehorchten. Wenn diese Gesetze „in ihren Sinn“ gelegt wurden, war es weniger wahrscheinlich, daß sie sie vergaßen. Daher sagen diejenigen, die diese Gesetze halten, mit den Worten aus Psalm 119:97: „Wie liebe ich doch dein Gesetz! Den ganzen Tag befasse ich mich damit.“ Von ganzem Herzen lieben sie die Gesetze Jehovas, die durch seinen Mittler, Jesus Christus, gegeben wurden. Daher sind sie aus dem richtigen Beweggrund heraus entschlossen, diese wertvollen Gesetze zu halten. Das gilt sowohl für die in den neuen Bund aufgenommene „kleine Herde“ als auch für die „große Volksmenge“ „anderer Schafe“, die nicht in den neuen Bund aufgenommen worden sind, sondern unter diesem Bund stehen. (Vergleiche 1. Johannes 5:3; Johannes 14:15.)
Die Königreichsstreitfrage trete hervor!
5. Was sagte der Mittler des neuen Bundes gemäß Matthäus 24:12-14 vorher?
5 Wer die Gesetze des neuen Bundes halten möchte, darf nicht dem erliegen, was Jesus Christus, der Mittler, als Teil des „Zeichens“ des „Abschlusses des Systems der Dinge“ vorhersagte: „Wegen der zunehmenden Gesetzlosigkeit wird die Liebe der meisten erkalten.“ Er fügte hinzu: „Wer aber bis ans Ende ausgeharrt haben wird, der wird gerettet werden. Und diese gute Botschaft vom Königreich wird auf der ganzen bewohnten Erde gepredigt werden, allen Nationen zu einem Zeugnis“ (Matthäus 24:3, 12-14).
6. (a) Ist Matthäus 24:14 lediglich eine Prophezeiung? (b) Wer hat die Worte nicht nur als Prophezeiung aufgefaßt, und was kann über ihr Ausharren gesagt werden?
6 Diese Worte über ein weltweites Zeugnis für das Königreich waren nicht nur eine Voraussage, sondern auch eine Anweisung für seine Jünger, die in der Zeit des „Abschlusses des Systems der Dinge“ leben würden. Sie waren eine Richtlinie, damit sie richtig handeln könnten bis zum vollständigen Ende eines Systems der Dinge, das lieblos wäre und sich nicht nur durch die Mißachtung des Gesetzes Gottes auszeichnen würde, sondern auch durch Gesetzlosigkeit im allgemeinen. Welche Gruppe erweist sich heute als wahre Christen, die jene Worte Jesu Christi als eine an sie gerichtete Anweisung auffassen? Die geschichtlichen Tatsachen, die sich seit 1919 mehren, liefern die wahrheitsgemäße Antwort: Jehovas Zeugen. Der biblische Bildungsfeldzug der Zeugen Jehovas zur Bekanntmachung des Königreiches ist der größte, der geschichtlich belegt ist. Während der vergangenen 67 Jahre haben die Zeugen darin Ausharren bekundet. Mit jedem Jahr nimmt dieser Feldzug an Umfang und Wirksamkeit zu.
7, 8. (a) Was versuchte Satan während des Ersten Weltkrieges denen anzutun, die im neuen Bund standen? (b) Wie trat die Königreichsstreitfrage in der Nachkriegszeit in den Vordergrund?
7 Satan, der Teufel, war bemüht, diesen einzigartigen biblischen Erziehungsfeldzug zu verhindern, indem er versuchte, den kleinen Überrest der geistigen Israeliten während des Ersten Weltkrieges zu beseitigen. Doch sein Versuch schlug fehl. Nachdem die Glieder des Überrestes im Sommer 1919 aus einem mit dem Tod vergleichbaren Zustand wiederbelebt worden waren, hielten sie noch im September desselben Jahres ihren ersten Nachkriegskongreß in Cedar Point (Ohio, USA) ab. Auf dem zweiten Kongreß in Cedar Point, im September 1922, trat die Königreichsstreitfrage in den Vordergrund. Am vierten Kongreßtag, der als „Der Tag“ bezeichnet wurde, brachte der Präsident der Watch Tower Society seinen begeisternden Vortrag zu einem eindrucksvollen Höhepunkt, als er ausrief:
8 „Dann zurück in das Feld, o ihr Söhne des höchsten Gottes! Umgürtet euch mit eurer Waffenrüstung! Seid nüchtern, seid wachsam, seid tätig, seid tapfer! Seid treue und glaubensstarke Zeugen für den Herrn! Geht mutig vorwärts in dem Kampfe, bis jede Spur Babylons wüst und öde gemacht ist! Verkündet die Botschaft weit und breit! Die Welt muß es wissen, daß Jehova Gott ist und daß Jesus Christus König der Könige und Herr der Herren ist! Dies ist der Tag aller Tage. Siehe, der König regiert! Ihr seid seine öffentlichen Verkündiger. Deshalb verkündet, verkündet, verkündet den König und sein Königreich!“
Jehova noch genauer erkennen
9. (a) Was müssen die Menschen wegen der sich mehrenden Beweise im Hinblick auf diese gerechte Regierung tun? (b) Welche Erkenntnis wird denen zuteil, die für das Königreich Stellung beziehen?
9 Inzwischen sind über 70 Jahre vergangen, seitdem Christus im Jahre 1914 auf den Thron erhoben und mit Königreichsmacht ausgestattet wurde. Seither haben sich die Beweise im Hinblick auf Gottes gerechte Regierung gewaltig gemehrt. Die Menschen müssen in der Königreichsstreitfrage Stellung beziehen, entweder für das Königreich oder dagegen. An denjenigen, die für diese göttliche Regierung einstehen, erfüllen sich folgende wichtige Worte des neuen Bundes: „Sie werden nicht mehr ein jeder seinen Gefährten und ein jeder seinen Bruder lehren, indem sie sprechen: ‚Erkennt Jehova!‘, denn sie alle werden mich erkennen, von ihrem Geringsten selbst bis zu ihrem Größten“ (Jeremia 31:34).
10. (a) Als was hieß der Überrest der geistigen Israeliten die „anderen Schafe“ willkommen? (b) Welche Erkenntnis erwarben sich die „anderen Schafe“?
10 Vom Jahre 1935 an hieß der Überrest der geistigen Israeliten die „anderen Schafe“ des vortrefflichen Hirten in der aktiven Gemeinschaft mit ihnen in „e i n e r Herde“ unter Jesus Christus willkommen, da sie alle Zeugen Jehovas sind. Diese „anderen Schafe“, die zu einer „großen Volksmenge“ anwuchsen, deren Zahl nicht vorherbestimmt ist, übernahmen die Verpflichtung, mit dem geistgezeugten Überrest „die Gebote Gottes [zu] halten“ und „das Werk des Zeugnisgebens für Jesus“ zu verrichten (Offenbarung 7:9-17; 12:17). Schon 1935, das heißt von Anfang an, erkannten auch diese „anderen Schafe“ Jehova, und zwar „von ihrem Geringsten selbst bis zu ihrem Größten“.
11. Inwiefern ist die Erkenntnis, die Christen über Jehova haben, anders und besser als die der Juden unter dem Gesetzesbund?
11 In welcher Hinsicht ist jedoch die Erkenntnis, die Christen über Jehova haben, anders und besser als die Erkenntnis, die die Juden unter dem alten, durch Moses vermittelten Gesetzesbund hatten? Der himmlische Stifter des neuen Bundes sagt uns: „Denn ich werde ihre Vergehung vergeben, und ihrer Sünde werde ich nicht mehr gedenken“ (Jeremia 31:34; Hebräer 8:12). Das ist dem Umstand zuzuschreiben, daß der neue Bund auf einem besseren Opfer beruht, das durch einen besseren Mittler dargebracht wurde (Hebräer 8:6; 9:11, 12, 22, 23). Das bessere Opfer des besseren Mittlers muß nicht wiederholt werden wie die alljährlichen Opfer am Sühnetag unter dem alten, durch Moses vermittelten Gesetzesbund (Hebräer 10:15-18). In Anbetracht all dessen ist die Erkenntnis Jehovas, die diejenigen besitzen, die in oder unter dem neuen Bund stehen, tatsächlich besser, wertvoller, genauer, vollständiger als die Gotteserkenntnis, die die Juden unter dem Gesetzesbund hatten.
12. Vor allem welche Stellung nimmt Jehova gegenüber denen ein, die in den neuen Bund aufgenommen worden sind, und gegenüber denen, die unter diesem Bund stehen?
12 Vor allem ist Jehova Gott, der Bundesstifter, der König über diejenigen, die er in den neuen Bund aufnimmt, und über die, die er diesem Bund unterstellt (Matthäus 5:34, 35; Jeremia 10:7). Der Apostel Paulus wies, 1 850 Jahre bevor Jesus 1914 im Himmel als König auf den Thron erhoben wurde, auf Jehovas Königtum über diejenigen hin, die den Gesetzen des neuen Bundes gehorchen, indem er sagte: „Dem König der Ewigkeit nun, dem unvergänglichen, unsichtbaren, dem alleinigen Gott, sei Ehre und Herrlichkeit für immer und ewig. Amen“ (1. Timotheus 1:17).
Das tausendjährige Königreich nach der „großen Drangsal“
13. (a) Wann und unter welchen Umständen wird die „große Volksmenge“ in vollem Maß die Segnungen des neuen Bundes verspüren? (b) Welchen wunderbaren Zweck wird der neue Bund erfüllt haben?
13 Die „große Volksmenge“ „anderer Schafe“, die nicht in, sondern unter dem neuen Bund steht, wartet gespannt darauf, lebend aus der „großen Drangsal“ herauszukommen. Nach der Vernichtung des gegenwärtigen verurteilten Systems der Dinge wird sie sich tausend Jahre lang der Herrschaft erfreuen, die Jesus Christus und seine Miterben über die gereinigte Erde ausüben werden (Offenbarung 7:9-14). Der Zweck des neuen Bundes wird erreicht sein, nämlich „ein Volk zum besonderen Besitz“ hervorzubringen, das Gottes himmlisches Königreich ererbt (1. Petrus 2:9; Apostelgeschichte 15:14). Durch Gottes Königreich werden der „großen Volksmenge“ „anderer Schafe“, die überlebt hat, in vollem Maße Segnungen zufließen. Satan, der Teufel, und seine unsichtbare Dämonenorganisation werden sich im Abgrund befinden und nicht störend eingreifen können (Offenbarung 21:1-4; 20:1-3).
14. Worauf wird die „große Volksmenge“, die überleben wird, gut vorbereitet worden sein?
14 Die „große Volksmenge“ „anderer Schafe“, die überleben wird, wird auf das Leben im neuen System der Dinge gut vorbereitet sein. Wie der Überrest der geistigen Israeliten werden sie Gott kennengelernt haben, und zwar „von ihrem Geringsten selbst bis zu ihrem Größten“ (Jeremia 31:34). Der nun herrschende König sagte einst im Gebet zu Gott: „Dies bedeutet ewiges Leben, daß sie fortgesetzt Erkenntnis in sich aufnehmen über dich, den allein wahren Gott, und über den, den du ausgesandt hast, Jesus Christus“ (Johannes 17:3). Diese umfassende Erkenntnis Jehovas wird also zu ewiger Rettung führen. Das wird nicht nur auf das „Fleisch“ zutreffen, das aus der „großen Drangsal“ gerettet werden wird, sondern auch auf die Milliarden Verstorbenen, die die Stimme des Königs hören und aus ihren Gedächtnisgrüften herauskommen werden. Diesen Auferweckten wird all die benötigte Erkenntnis über Jehova vermittelt werden (Matthäus 24:21, 22; Johannes 5:28, 29; Offenbarung 20:11-15).
15. Warum wird die Erfüllung des neuen Bundes für die Glieder der „großen Volksmenge“ „anderer Schafe“ keinen Nachteil mit sich bringen?
15 Für die Glieder der „großen Volksmenge“ schafähnlicher Menschen, die die Vernichtung des gegenwärtigen verurteilten Systems der Dinge überleben, wird die großartige Erfüllung des neuen Bundes Gottes glücklicherweise keinen Nachteil mit sich bringen, sondern sie wird ihnen den Weg zu noch großartigeren Segnungen auf der gereinigten Erde eröffnen, die sie ererben und mit deren Umgestaltung zu einem weltweiten Paradies sie beginnen werden (Matthäus 25:34; Lukas 23:43). In kurzem werden diejenigen verschwunden sein, die die Erde verderben; „die aber auf Jehova hoffen, sind es, die die Erde besitzen werden. . . . Die Sanftmütigen . . . werden die Erde besitzen, und sie werden wirklich ihre Wonne haben an der Fülle des Friedens“ (Psalm 37:9-11). Alle bejubeln das tausendjährige Königreich Jehovas, an dessen Spitze der „Fürst des Friedens“ steht und das auf die Erfüllung des neuen Bundes folgt.
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