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Prediger des Königreiches gehen vor GerichtGottes Königreich regiert!
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25, 26. Wie kam es, dass Jehovas Zeugen in Nicaragua vor den Obersten Gerichtshof gingen, und was war das Ergebnis?
25 Nicaragua. Am 19. November 1952 erschien der Missionar und Zweigdiener Donovan Munsterman auf der Einwanderungsbehörde der Hauptstadt Managua. Man hatte ihn zu Capitán Arnoldo García beordert, der die Behörde leitete. Er teilte Donovan mit, es sei allen Zeugen Jehovas in Nicaragua „verboten, ihre Lehren zu verbreiten und ihre religiöse Tätigkeit voranzutreiben“. Als Grund gab Capitán García an, den Zeugen fehle für ihre Mission die Erlaubnis des Innenministeriums und man beschuldige sie, Kommunisten zu sein. Wer waren die Ankläger? Katholische Geistliche.
Brüder in Nicaragua unter Verbot
26 Bruder Munsterman wandte sich sofort an das Ministerium für Inneres und religiöse Angelegenheiten und an Präsident Anastasio Somoza García. Das brachte jedoch nichts. Daraufhin änderten die Brüder ihre Vorgehensweise. Sie schlossen den Königreichssaal, kamen in kleineren Gruppen zusammen und stellten den Straßendienst ein, verkündigten aber weiter die Botschaft von Gottes Königreich. Gleichzeitig reichten sie beim Obersten Gerichtshof von Nicaragua eine Petition ein, um eine Aufhebung des Verbots zu erreichen. Viele Zeitungen berichteten über das Verbot und den Wortlaut der Petition, und der Oberste Gerichtshof erklärte sich bereit, den Fall anzuhören. Wie ging das Ganze aus? Am 19. Juni 1953 veröffentlichte das Gericht sein einstimmiges Urteil zugunsten von Jehovas Zeugen. Darin hieß es, das Verbot verstoße gegen das verfassungsmäßige Recht auf Rede-, Gewissens- und Bekenntnisfreiheit und das ursprüngliche Verhältnis zwischen dem Staat Nicaragua und Jehovas Zeugen sei wiederherzustellen.
27. Was war an dem Urteil so ungewöhnlich, und wie reagierten die Brüder in Nicaragua auf diesen Erfolg?
27 Die Einwohner Nicaraguas staunten, dass sich der Oberste Gerichtshof auf die Seite der Zeugen Jehovas gestellt hatte. Bis dahin hatte das Gericht Konflikte mit der Kirche vermieden und sich nur selten gegen staatliche Beschlüsse ausgesprochen, weil sowohl der Klerus als auch staatliche Stellen starken Einfluss ausübten. Unsere Brüder führten diesen Erfolg auf den Schutz ihres Königs und auf ihr unbeirrtes Predigen zurück (Apg. 1:8).
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