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NorwegenJahrbuch der Zeugen Jehovas 2012
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Ein Verkündiger voller Tatendrang in der Bergener Gegend war Torkel Ringereide. Er stieß 1918 auf eine Broschüre der Bibelforscher und versuchte daraufhin, Bruder Dahl zu finden, der damals der einzige Bruder in der Versammlung war. Die Zusammenkünfte fanden bei ihm daheim statt — mit sieben Schwestern! Darunter auch Helga Hess, die wieder nach Bergen zurückgekommen war. Torkel schloss sich der kleinen Versammlung an — und 1919 heirateten die beiden.
Torkel war ein furchtloser Mann mit einer kräftigen Stimme. Jahrelang hielt er als Einziger in der Versammlung Vorträge — und zwar meist sonntags. Er nahm kein Blatt vor den Mund, um die Heuchelei der Geistlichkeit und ihre Irrlehren aufzudecken. Seine Vorträge wurden oft in Zeitungen angekündigt, und es waren immer weit mehr Interessierte als Bibelforscher da.
Er feuerte dabei auch immer alle an, die Wahrheit weiterzuerzählen. Im Jahr 1932 saß unter seinen Zuhörern ein gewisser Nils Raae. Er kannte die Wahrheit schon seit einem Jahr, hatte aber, was das Predigen anging, noch nicht so recht die Kurve bekommen. Die Versammlung stand nun gerade vor einer intensiven Kampagne mit der Broschüre Das Königreich — die Hoffnung der Welt und Torkel führte aus, wie wichtig das Predigen sei. Nils erzählte: „Seine Rede war so mitreißend, dass es mir förmlich in den Beinen kribbelte.“ Zum Schluss zitierte Torkel noch Jehovas Worte aus Jesaja 6:8: „Wen soll ich senden, und wer wird für uns gehen?“, und sagte dann: „Lasst uns doch alle so antworten wie Jesaja: ‚Hier bin ich! Sende mich.‘ “ Das war genau das, was Nils und seine Frau noch brauchten. Jetzt waren sie nicht mehr zu bremsen.
Die Brüder gingen bei Torkel und Helga ein und aus. Die beiden sprudelten von der Wahrheit nur so über; das hat die neuen und jungen Verkündiger immer sehr beflügelt.
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NorwegenJahrbuch der Zeugen Jehovas 2012
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[Bild auf Seite 108]
Torkel Ringereide
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