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  • Was hat es mit der New-Age-Bewegung auf sich?
    Erwachet! 1994 | 8. März
    • Eine Religion des Ich

      In ihrem autobiographischen Film Out on a Limb steht die berühmte Schauspielerin und New-Age-Autorin Shirley MacLaine mit ausgestreckten Armen am Strand vor einem aufgewühlten Meer und ruft aus: „Ich bin Gott! Ich bin Gott!“ Viele Anhänger des New Age fördern wie sie die Suche nach einem höheren Ich und die Vorstellung von einem Gott im Innern. Sie lehren, die Menschen brauchten nur ihr Bewußtsein zu erweitern, um ihre Göttlichkeit zu entdecken.

      Sobald dies erreicht ist, so behaupten sie, wird die Realität einer universellen Vernetzung offenkundig — alles ist Gott, und Gott ist alles. Das ist keineswegs ein neuer Gedanke. Schon im alten Mesopotamien und Ägypten glaubte man an die Göttlichkeit der Tiere, des Windes, des Himmels und des Wassers. In unserer Zeit soll Adolf Hitler „einen starken, heldenhaften Glauben an Gott in der Natur, an Gott im eigenen Volke, an Gott im eigenen Schicksal, im eigenen Blute“ propagiert haben.

      Die New-Age-Kultur verfügt über jede Menge Publikationen, Seminare und Ausbildungsprogramme, in denen es um das eigene Potential und um Selbstentfaltung geht. „Zu seinem inneren Ich finden“, so lautet ein populäres Motto. Die Leute werden aufgefordert, alles mögliche auszuprobieren, was ihnen helfen kann, ihre eigenen Möglichkeiten auszuschöpfen. In der Zeitschrift Wilson Quarterly wurde es so ausgedrückt: „Die Zentrallehre der Bewegung besteht darin, daß ‚es keine Rolle spielt, was man glaubt, solange der Glaube einem etwas gibt‘.“

      Margot Adler, eine New-Age-Lehrerin, erklärt, daß viele Frauen, die sich Frauenbewegungen des New Age anschließen, das „aus sehr persönlichen Gründen tun. ... Sie hassen ihren Körper, sie hassen sich selbst. Die Gruppen, zu denen sie kommen, vermitteln ihnen das Gefühl: ‚Du bist eine Göttin, du bist etwas ganz Besonderes.‘“

      In der Zeitschrift New York wird die Suche einer Gruppe nach einem höheren Ich wie folgt beschrieben: „Eine Frau psalmodiert: ‚Wir sind die Lehrer des „neuen Tagesanbruchs“. Wir sind die wichtigen Leute.‘ Andere Teilnehmerinnen mit gehörntem Kopfschmuck, Federmasken und schleierartigen Gewändern tanzen ächzend und gestikulierend, klagend und stöhnend durch den Wald.“

      Aufpoliertes Image des Okkultismus

      Durch einige New-Age-Vorstellungen erhält das Okkulte ein neues, aufpoliertes Image. In den Augen vieler „New Ager“ hat das Okkulte nichts mehr mit Satanismus zu tun. Die Zeitschrift Free Inquiry schreibt: „Immer mehr Leute praktizieren Hexerei, ohne irgendwelche Ansichten des Satanskults zu vertreten.“

      Eine Untersuchung ergab, daß in Deutschland 10 000 Hexen aktiv sind. Sogar Kinder werden geschickt zum Okkulten hingeführt. In dem Buch Der Griff nach unseren Kindern heißt es dazu: „Genau auf dieses neue Hexenbild der ganz normalen Frau, die die Magie für das Gute einsetzt, werden Millionen von kleinen Kindern eingestimmt: per Kinder-Hörspielkassette!“ Das Buch führt weiter aus: „Bereits kleine Kinder werden so auf einen New-Age-Weg aufmerksam, der sie an das Übersinnliche heranführen kann.“

      In ihren Büchern vertritt Shirley MacLaine die Auffassung, das Okkulte sei lediglich verborgenes Wissen und daß es verborgen sei, bedeute nicht, daß es nicht die Wahrheit sei. Diese Anschauung hat unzählige Menschen verleitet, geheimnisvolle spiritistische Praktiken auszuprobieren, wie zum Beispiel Wahrsagerei, Astrologie, Telepathie und Kommunikation mit Geistern. Letzteres wird seit Jahrtausenden unter Spiritismus eingereiht. Doch die New-Age-Anhänger sprechen vom Channeling. Nach ihrer Theorie suchen sich die Geister der Toten bestimmte Einzelpersonen als Kanäle (englisch: „channels“) für die Kommunikation mit der Menschheit aus.

      Diese vermeintlichen menschlichen Kanäle können nach Belieben in Trance fallen und Botschaften der „Erleuchtung“, die von Toten oder von außerirdischen Wesen stammen sollen, hersagen oder aufschreiben. Die Geister der Toten werden als weise Meister angesehen, die den rechten Zeitpunkt für ihre Reinkarnation abwarten. In der Zwischenzeit, so glaubt man, führen sie die Menschheit in ein neues Zeitalter.

      Viele „New Ager“ besuchen regelmäßig Treffen, um sich anzuhören, was die angeblichen Meister durch ihre Kanäle zu sagen haben. Die Gläubigen verfügen über eine Auswahl von Geistern, die sie zu Rate ziehen können. Zu diesen sollen der Geist John Lennons und der Geist Elvis Presleys gehören, ferner außerirdische Wesen mit Namen wie Attarro und Rakorczy und ein 35 000 Jahre alter Krieger aus dem mythischen Atlantis namens Ramtha.

  • Was hat es mit der New-Age-Bewegung auf sich?
    Erwachet! 1994 | 8. März
    • [Kasten auf Seite 6]

      Shirley MacLaine, New Age und Ramtha

      „DIE Astraldimension ist real, auch wenn wir sie in linearen Begriffen weder sehen noch messen können. Es gibt eine höhere Realität als unsere ‚wahrgenommene‘ bewußte Realität. Dies ist das Neue Zeitalter des Denkens. Ein Neues Zeitalter des Bewußtseins. ...

      Ich [suchte] namhafte Medien auf, die spirituelle Meister der Astralebene übermittelten. Ich entwickelte Beziehungen zu diesen ‚Wesenheiten‘. ... Doch eine Beziehung war tiefer als alle anderen. Die Wesenheit nannte sich ... Ramtha der Erleuchtete ... Er berichtete, er habe eine Inkarnation in Atlantis gehabt und in diesem Lebensabschnitt vollkommene Verwirklichung erlangt. ... Während ich in Ramthas Augen blickte, hörte ich mich sagen: ‚Warst du in deiner Atlantis-Inkarnation mein Bruder?‘

      ... Tränen [standen] in seinen Augen. ‚Ja‘, antwortete er, ‚du warst mein geliebter Bruder.‘“

      Shirley MacLaine sagt weiter: „Der Zweck seiner spirituellen Lehren lag darin, mir die Wahrheit bewußtzumachen, daß wir Gott sind. Wir sind ebenso fähig zu höheren Erkenntnissen wie Er“ (Shirley MacLaine, Tanz im Licht).

      Man betrachte zum Vergleich 1. Mose 3:5, wo von der Schlange (Satan) die Rede ist, die Eva belog. Sie sagte: „Gott weiß, daß an demselben Tag, an dem ihr davon eßt, euch ganz bestimmt die Augen geöffnet werden, und ihr werdet ganz bestimmt sein wie Gott, erkennend Gut und Böse.“ Wer in Gottes Gunst stehen möchte, darf sich auf keinen Fall mit bösen, betrügerischen Geistgeschöpfen einlassen. Im mosaischen Gesetz heißt es: „Wendet euch nicht den Geistermedien zu, und zieht nicht berufsmäßige Vorhersager von Ereignissen zu Rate, so daß ihr durch sie unrein werdet. Ich bin Jehova, euer Gott“ (3. Mose 19:31).

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