-
Wie tief ist doch Gottes Weisheit!Der Wachtturm 2011 | 15. Mai
-
-
17. Wieso war das, was Jehova tat, „entgegen der Natur“?
17 Jehova tat etwas, womit viele absolut nicht rechneten. Nach Paulus war das, was passierte, „entgegen der Natur“ (Röm. 11:24). Wieso? Na ja, auf den ersten Blick war es ziemlich ungewöhnlich und sogar gegen die natürliche Ordnung, den Zweig eines wilden Baums in einen edlen Baum einzupfropfen. Doch genau das machten einige Landwirte im ersten Jahrhundert.b So hat auch Jehova etwas völlig außer der Reihe getan. Aus jüdischer Sicht waren Nichtjuden nicht imstande, die rechten Früchte zu bringen. Doch genau diese Nichtjuden wurden Teil „einer Nation“, die die Früchte des Königreichs hervorbrachte (Mat. 21:43).
-
-
Wie tief ist doch Gottes Weisheit!Der Wachtturm 2011 | 15. Mai
-
-
a Offensichtlich hat der Olivenbaum hier weder die Funktion eines Vorbilds noch eines Gegenbilds. Die Nation Israel hatte zwar Könige und Priester, doch sie wurde kein „Königreich von Priestern“. Das Gesetz gestattete den israelitischen Königen nicht, Priester zu sein. Deshalb kann der Olivenbaum nicht das Volk Israel darstellen. Paulus macht hier anschaulich, wie Gott seinen Vorsatz, „ein Königreich von Priestern“ zu bilden, verwirklicht, und zwar mit dem geistigen Israel. Das aktualisiert die Erklärung im Wachtturm vom 15. November 1983, Seite 14—19.
-
-
Wie tief ist doch Gottes Weisheit!Der Wachtturm 2011 | 15. Mai
-
-
[Kasten/Bild auf Seite 24]
Wozu Zweige eines wilden Olivenbaums einpfropfen?
▪ Lucius Iunius Moderatus Columella war ein römischer Soldat und Landwirt im ersten Jahrhundert u. Z. Besonders bekannt ist er für seine 12 Bücher, die er über die Landwirtschaft und das Leben auf dem Land verfasste.
In seinem fünften Buch zitiert er eine alte Redensart, „die besagt, dass, wer eine Ölpflanzung pflügt, um Frucht bittet, wer sie düngt, Frucht erhält, wer sie ausschneidet, Frucht erzwingt“.
Für lebenskräftige Olivenbäume, die keine Frucht trugen, empfahl er, „solche Bäume mit dem gallischen Bohrer zu durchbohren und in das Bohrloch sofort einen Schnittling von einem wilden Ölbaum einzustecken. Dadurch wird der Baum, gleich als wäre er mit fruchtbarem Samen begattet worden, tragfreudiger“.
-