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Das Verlangen nach Weltfrieden und internationaler SicherheitWeltweite Sicherheit unter dem „Fürsten des Friedens“
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Der Schöpfer hat die Menschen an ihrem Bemühen, weltweit Frieden und Sicherheit zu schaffen und zu wahren, nicht gehindert. Doch nur er ist in der Lage, unser natürliches Verlangen nach Frieden und Sicherheit auf vollkommene Weise zu befriedigen. Er selbst hat eine bestimmte Zeit festgesetzt, wo er all diejenigen beseitigen wird, die die Sicherheit derer gefährden, die ihn anbeten möchten. Wie froh können wir sein, zu wissen, daß seine Zeit dafür gekommen ist!
5. Was sagte der inspirierte Psalmist in bezug auf die Erde, und welchen Vorsatz hat der Schöpfer in Verbindung mit den Menschen gefaßt?
5 Nachdem die Menschheit unruhevolle Jahrtausende durchlebt hat, muß erwartet werden, daß sich erdenweit ein starkes Verlangen nach Frieden und Sicherheit zeigt. Die Erde ist von Anfang an die natürliche Heimat des Menschen gewesen. Der inspirierte Psalmist sagte: „Was die Himmel betrifft, Jehova gehören die Himmel, aber die Erde hat er den Menschensöhnen gegeben“ (Psalm 115:16). Von Anfang an war es der liebevolle Vorsatz des Schöpfers, daß sich der Mensch in seiner ihm von Gott gegebenen irdischen Heimat in vollem Maße des Lebens erfreue.
6. In welcher Hinsicht wären der erste Mensch und seine Nachkommen in der Lage gewesen, wie Gott zu handeln?
6 Gemäß dem Schöpfungsbericht in 1. Mose 2:7 ging Gott daran, „den Menschen aus Staub vom Erdboden zu bilden und in seine Nase den Odem des Lebens zu blasen, und der Mensch wurde eine lebende Seele“. Kein anderes auf der Erde lebendes Geschöpf befand sich auf der Lebensstufe des Menschen oder in seinem Zuständigkeitsbereich — mit der Fähigkeit ausgestattet, im Ausüben von Herrschaft wie Gott zu handeln. Überdies sollte nicht nur der erste Mensch Herrschaft ausüben, sondern auch seine Nachkommen sollten sich dieser Möglichkeit erfreuen.
7. Wie erhielt Adam eine Frau, und was sagte er, als ihm dieses vollkommene Geschöpf vorgestellt wurde?
7 Aus diesem Grund gab der Schöpfer Adam eine Frau. Sie sollte die Mutter aller künftigen Erdbewohner werden. Als dem Mann dieses vollkommene Geschöpf vorgestellt wurde, konnte er sagen: „Dies ist endlich Gebein von meinem Gebein und Fleisch von meinem Fleisch.“ Er bezeichnete sie daher als den weiblichen Menschen, als ’ischschahʹ — die weibliche Form des mit „Mann“ wiedergegebenen hebräischen Wortes ’isch (1. Mose 2:21-23).
8. Welche Anweisung erteilte der Schöpfer dem ersten Menschenpaar?
8 Der Schöpfer und himmlische Vater des Menschen sagte zu Adam und dessen Frau: „Seid fruchtbar, und werdet viele, und füllt die Erde, und unterwerft sie euch“ (1. Mose 1:28). Das war etwas völlig Neues in der Geschichte vernunftbegabter Geschöpfe. Die Geistgeschöpfe, die die unsichtbaren Himmel bewohnten, waren nicht durch Zeugung ins Dasein gekommen.
9. Wie wird in Psalm 8:4, 5 die göttliche Ordnung beschrieben?
9 Kein Wunder, daß zur Zeit der Erschaffung der Erde „die Morgensterne miteinander jubelten und alle Söhne Gottes beifällig zu jauchzen begannen“ (Hiob 38:7). Damals herrschte im gesamten Universum Frieden und Eintracht. In seinem Entzücken über die göttliche Ordnung ruft der Schreiber des achten Psalms in bezug auf den Menschen aus: „Auch gingst du daran, ihn ein wenig geringer zu machen als Gottähnliche, und mit Herrlichkeit und Pracht kröntest du ihn dann“ (Vers 4, 5). Gemäß diesem Psalm unterwarf Gott alles auf der Erde dem Menschen.
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Das Verlangen nach Weltfrieden und internationaler SicherheitWeltweite Sicherheit unter dem „Fürsten des Friedens“
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14. Welchen Friedens und welcher Sicherheit können wir uns heute schon erfreuen?
14 Die meisten Menschen sind zu ihrem eigenen Schaden nicht gewillt, Gottes Vorkehrung anzunehmen und daran zu glauben — die Vorkehrung, die der Allmächtige für seine Anbeter getroffen hat, damit sie sich selbst in der heutigen, höchst beklagenswerten Lage der Menschen relativen Friedens und einer gewissen Sicherheit erfreuen können. Jehova ist jedoch „der Gott, der Frieden gibt“, und wir haben das segensreiche Vorrecht, uns heute eines Friedens und einer Sicherheit zu erfreuen, die nie versagen werden (Römer 16:20; Philipper 4:6, 7, 9). Diesen Frieden und diese Sicherheit gewährt er der Gruppe seiner irdischen Diener, seiner sichtbaren Organisation, schon heute, wodurch sich seine zuverlässigen Verheißungen erfüllen. Es handelt sich um einen Frieden und eine Sicherheit, deren wir uns nur in Verbindung mit seiner sichtbaren irdischen Organisation erfreuen können.
15. Ist der Gedanke, daß Gott eine Organisation hat, vernünftig, und was erkannte Jesus an?
15 Zu glauben, Gott habe keine Organisation, kein organisiertes Volk, dem allein seine Anerkennung gilt, würde den deutlichen Lehren der Heiligen Schrift widersprechen. Jesus Christus erkannte an, daß sein himmlischer Vater eine sichtbare Organisation hatte. Bis Pfingsten des Jahres 33 u. Z. handelte es sich dabei um die jüdische Organisation, die unter dem mosaischen Gesetz in einem Bundesverhältnis mit Jehova Gott stand (Lukas 16:16).
16. (a) Zwischen wem war Moses der Mittler? (b) Zwischen wem ist Jesus Christus, der größere Moses, der Mittler?
16 Wie das Volk Israel durch den Mittler Moses in einem Bundesverhältnis mit Jehova Gott stand, so steht auch die Nation des geistigen Israel — „das Israel Gottes“ — durch einen Mittler in einem Bundesverhältnis mit ihm (Galater 6:16). Es treffen die folgenden Worte des Apostels Paulus zu, die er an seinen christlichen Mitarbeiter schrieb: „Da ist e i n Gott und e i n Mittler zwischen Gott und Menschen, ein Mensch, Christus Jesus“ (1. Timotheus 2:5). War Moses der Mittler zwischen Jehova Gott und den Menschen im allgemeinen? Nein, er war der Mittler zwischen dem Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs und der Nation ihrer fleischlichen Nachkommen. Desgleichen ist Jesus Christus, der größere Moses, nicht der Mittler zwischen Jehova Gott und der ganzen Menschheit. Er ist der Mittler zwischen Jehova Gott, seinem himmlischen Vater, und der Nation des geistigen Israel, die nur aus 144 000 Gliedern besteht. Diese geistige Nation gleicht einer kleinen Herde der „Schafe“ Jehovas (Römer 9:6; Offenbarung 7:4).
Hirte über mehr als die „kleine Herde“
17. (a) Welche Aufgabe hat Jehova Gott Jesus Christus übertragen? (b) Welche Worte richtete Jesus an diejenigen, die das himmlische Königreich ererben sollen?
17 David, der König des Volkes Israel, wurde zur Niederschrift der Worte in Psalm 23:1 inspiriert: „Jehova ist mein Hirte. Mir wird nichts mangeln.“ Jehova, der oberste Hirte, hat Jesus Christus die Aufgabe übertragen, der „vortreffliche Hirte“ zu sein (Johannes 10:11). Gemäß Lukas 12:32 sagte Jesus zu denen, deren vortrefflicher Hirte er ist: „Fürchte dich nicht, du kleine Herde, denn es hat eurem Vater wohlgefallen, euch das Königreich zu geben.“
18. (a) Wer entspricht den Nethinim und den Söhnen der nichtisraelitischen Knechte Salomos heute? (b) Mit wem sind sie eng verbunden?
18 In alter Zeit gab es Nichtjuden, die mit der Nation Israel verbunden waren, zum Beispiel die Nethinim und die Söhne der nichtisraelitischen Knechte Salomos (Esra 2:43-58; 8:17-20). Auch heute gibt es Männer und Frauen, die sich Gott durch Jesus Christus völlig hingegeben haben, aber keine geistigen Israeliten sind. Durch ihre Hingabe an Jehova Gott durch Jesus Christus, „der sich selbst als ein entsprechendes Lösegeld für alle hingegeben hat“, sind sie jedoch mit dem Überrest des geistigen Israel verbunden (1. Timotheus 2:6). Ihre Zahl übersteigt heute bei weitem die Zahl der 144 000 geistigen Israeliten, die das himmlische Königreich ererben werden.
19. Mit welchen Worten wies Jesus darauf hin, daß er über mehr als die „kleine Herde“ Hirte sein würde?
19 Jesus Christus sollte also zu Gottes bestimmter Zeit die Aufgabe erhalten, Hirte über eine viel größere Herde schafähnlicher Menschen zu sein, Menschen, die durch ihn in einen irdischen Erbbesitz gelangen würden. An diese dachte er, als er sagte: „Und ich habe andere Schafe, die nicht aus dieser Hürde sind; auch diese muß ich bringen, und sie werden auf meine Stimme hören, und sie werden e i n e Herde werden unter e i n e m Hirten.“ Auch der Apostel Johannes hatte diese „anderen Schafe“ im Sinn, als er über Jesus schrieb: „Er ist ein Sühnopfer für unsere Sünden, doch nicht nur für die unseren, sondern auch für die der ganzen Welt“ (Johannes 10:16; 1. Johannes 2:2).
20. (a) Was ergibt ein zahlenmäßiger Vergleich der „anderen Schafe“ mit den Übriggebliebenen der „kleinen Herde“? (b) Was bedeuten die Hirtendienste des vortrefflichen Hirten für sie alle?
20 Heute gibt es etwa 9 000 Personen, die bekennen, Glieder des Überrestes der „kleinen Herde“ geistiger Schafe zu sein. Doch mit diesem gesalbten Überrest sind Millionen Gott hingegebene Menschen verbunden, die mit dem Überrest den Fußstapfen Jesu Christi, des vortrefflichen Hirten, nachfolgen. Sie sind in über 200 Ländern auf der ganzen Erde anzutreffen. Was bedeuten die Hirtendienste des vortrefflichen Hirten für sie alle? Sie erfreuen sich dadurch des Friedens und der Sicherheit. Hätten sie in ihren Reihen keinen Frieden, so gäbe es bei ihnen keine von Herzen kommende Einheit und keine unerschütterliche Zusammenarbeit. Wären sie nicht liebevoll umeinander besorgt, was die geistigen Interessen betrifft, dann würden sie sich nicht einer derartigen Sicherheit erfreuen. Die Befriedigung ihres Verlangens nach weltweitem Frieden und internationaler Sicherheit hat also schon jetzt begonnen.
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