-
Ihre Zuflucht — eine LügeDer Wachtturm 1991 | 1. Juni
-
-
Vergebliche Friedenshoffnungen
12, 13. Warum sind Jehovas Zeugen trotz der weitverbreiteten Friedenshoffnungen davon überzeugt, daß sie mit ihren Warnungen recht haben?
12 Einer der mächtigsten politischen Führer der Welt gab der Hoffnung vieler Ausdruck, als er erklärte: „Die Menschen der heutigen Generation auf der Erde können Zeitgenossen des Beginns einer unumkehrbar friedlichen Periode in der Geschichte der Zivilisation werden.“ Hatte er recht? Bedeuten die jüngsten Entwicklungen, daß das, was Jehovas Zeugen über die Vollstreckung des Gerichts Jehovas an den Nationen warnend verkündigt haben, nicht eintrifft? Haben Jehovas Zeugen unrecht?
13 Nein, sie haben nicht unrecht. Sie wissen, daß sie die Wahrheit sagen, weil sie auf Jehova und auf die Bibel vertrauen, die Gottes Wort der Wahrheit ist. In Titus 1:2 heißt es, daß „Gott ... nicht lügen kann“. Deshalb sind sie völlig davon überzeugt, daß etwas, was in einer biblischen Prophezeiung vorausgesagt wird, unfehlbar eintreten wird. Jehova selbst sagte: „So wird sich mein Wort erweisen, das aus meinem Mund hervorgeht. Es wird nicht ergebnislos zu mir zurückkehren, sondern es wird gewiß das tun, woran ich Gefallen gehabt habe, und es wird bestimmt Erfolg haben in dem, wozu ich es gesandt habe“ (Jesaja 55:11).
14, 15. (a) Was verkündeten die Führer Judas kurz vor der Zerstörung Jerusalems 607 v. u. Z.? (b) Was würde gemäß der Voraussage des Paulus verkündet werden, bevor plötzliche Vernichtung die Welt überfällt? (c) Was können wir auf dem Höhepunkt der in 1. Thessalonicher 5:3 vorausgesagten Proklamation erwarten?
14 In den Jahren vor der Zerstörung Jerusalems, die 607 v. u. Z. erfolgte, riefen die Führer, wie uns Jeremia berichtet, ständig: „Da ist Frieden! Da ist Frieden!“ (Jeremia 8:11). Das war jedoch eine Lüge. Jerusalem wurde zerstört, wodurch sich die inspirierten Warnungen der wahren Propheten Jehovas erfüllten. Aus den warnenden Worten des Apostels Paulus geht hervor, daß in unseren Tagen etwas Ähnliches geschehen würde. Er sagte, die Menschen würden „Frieden und Sicherheit!“ rufen. Doch anschließend würde, wie er weiter erklärte, „plötzliche Vernichtung sie überfallen“ (1. Thessalonicher 5:3).
15 Zu Beginn der 1990er Jahre war in Zeitungen und Zeitschriften überall zu lesen, der kalte Krieg sei vorüber und Weltfrieden stehe zumindest in Aussicht. Aber dann brach im Nahen Osten ein heißer Krieg aus. Früher oder später wird sich jedoch die Weltlage so weit entwickeln, daß der in 1. Thessalonicher 5:2, 3 vorausgesagte Ruf „Frieden und Sicherheit!“ einen Höhepunkt erreichen wird. Da unsere Hoffnung fest in Gottes Wort verankert ist, wissen wir, daß Gottes Strafgerichte schnell und unfehlbar vollzogen werden, wenn dieser Höhepunkt erreicht ist. Keinerlei Erklärungen über Frieden und Sicherheit — was allerdings nur Flickwerk sein wird — sollten uns zu dem Gedanken verleiten, die vorausgesagte göttliche Vernichtung werde nicht kommen. Die in Jehovas Wort angekündigten Strafgerichte sind unabänderlich. Die Christenheit wird vernichtet werden, ja die gesamte falsche Religion. Dann werden die vernichtenden Strafgerichte Jehovas am übrigen Teil der Welt Satans vollstreckt werden (2. Thessalonicher 1:6-8; 2:8; Offenbarung 18:21; 19:19-21). Jehovas Zeugen sind davon überzeugt, daß Jehova sein Wort erfüllen wird. Deshalb bleiben sie unter der Leitung der Klasse des treuen und verständigen Sklaven wachsam und beobachten sorgfältig die Entwicklung des Weltgeschehens (Matthäus 24:45-47). Auf keinen Fall sollten wir uns durch irgendwelche menschliche Friedensbemühungen zu dem Gedanken verleiten lassen, Jehova sei von seinem Vorsatz abgerückt, über die sündenbeladene Christenheit eine vernichtende Sturzflut zu bringen.
-
-
Ihre Zuflucht — eine LügeDer Wachtturm 1991 | 1. Juni
-
-
[Kasten auf Seite 17]
HOHE ERWARTUNGEN IN DIE UNO GESETZT
„Zum erstenmal seit dem Zweiten Weltkrieg ist die internationale Gemeinschaft geeint. Die führende Rolle der Vereinten Nationen, einst nur ein erhofftes Ideal, bestätigt heute die Vision ihrer Gründer. ... Die Welt kann daher diese Gelegenheit nutzen, die lange versprochene neue Weltordnung zu verwirklichen“ (George Bush, Präsident der Vereinigten Staaten, in seinem Bericht zur Lage der Nation am 29. Januar 1991).
-