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Wird es immer Kriege geben?Der Wachtturm 1988 | 1. November
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In den Jahren 1899 und 1907 fanden in Den Haag (Niederlande) internationale Konferenzen statt. Auf der 1899 abgehaltenen Konferenz wurde eine Übereinkunft zur „friedlichen Beilegung internationaler Streitigkeiten“ erzielt. An der Schwelle zum 20. Jahrhundert hofften somit viele, daß die Welt ihre kriegerische Neigung überwinden könnte. Diese Hoffnung wurde jedoch im Geschützfeuer des Ersten Weltkriegs zunichte gemacht.
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Der Krieg, der allen Kriegen ein Ende machtDer Wachtturm 1988 | 1. November
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Eine Friedensorganisation
Als im Jahre 1918 die Waffen schwiegen, forderte eine verbitterte Generation, daß Schritte unternommen wurden, um einen solchen Krieg für alle Zeiten unmöglich zu machen. Zu diesem Zweck wurde 1919 der Völkerbund gegründet. Er erwies sich jedoch als große Enttäuschung, denn im Jahre 1939 wurde die Welt in einen weiteren globalen Konflikt gestürzt — in einen Krieg, der noch grausamer war als der Erste Weltkrieg.
Während des Zweiten Weltkriegs wurden viele Städte in Schutt und Asche gelegt — mit grauenhaften Folgen für die Zivilbevölkerung. Mit dem Abwurf der Atombomben auf Hiroschima und Nagasaki im Jahre 1945 begann für die Menschheit das Atomzeitalter. Die furchterregenden Atompilze, die sich über den beiden japanischen Städten erhoben, waren die Vorboten jener Bedrohung, mit der der Mensch seither leben muß.
Doch schon vor der Explosion dieser Bomben wurden Vorbereitungen für die Gründung einer Organisation ähnlich dem funktionslosen Völkerbund getroffen. Das Resultat war die Organisation der Vereinten Nationen, die im Grunde genommen dasselbe Ziel verfolgt wie ihr Vorgänger: zu versuchen, in der Welt Frieden zu bewahren. Was hat sie erreicht? Zwar hat es seit 1945 keinen Weltkrieg mehr gegeben, dafür aber zahlreiche kleinere Kriege, in denen Millionen von Menschen umgekommen sind.
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