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Religionskriege in FrankreichErwachet! 1997 | 22. April
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Die Waldenser bekamen die Verfolgung von offizieller Seite mit voller Wucht zu spüren. Sie waren eine Minderheit bibelgläubiger Menschen, die in ärmlichen Dörfern im Südosten des Landes lebten. Etliche wurden auf dem Scheiterhaufen verbrannt, Hunderte wurden niedergemetzelt, und ungefähr 20 ihrer Dörfer wurden zerstört. (Siehe Kasten auf Seite 6.)
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Religionskriege in FrankreichErwachet! 1997 | 22. April
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„Jahre später erreichte Kardinal de Tournon unter dem Vorwand, die Waldenser konspirierten gegen die Regierung, vom kränkelnden, willensschwachen König die Unterzeichnung eines Dekrets, das alle der Ketzerei schuldig befundenen Waldenser dem Tod auslieferte (1. Januar 1545). ... In der Woche vom 12. bis 18. April legten sie mehrere Dörfer in Asche; in einem wurden achthundert Personen jeden Alters umgebracht, und nach zwei Monaten zählte man dreitausend Tote, zweiundzwanzig zerstörte Dörfer; siebenhundert Männer kamen als Galeerensklaven mit dem Leben davon. Fünfundzwanzig Frauen, die sich in eine Höhle geflüchtet hatten, erstickte man durch ein großes Feuer vor dem Höhleneingang.“
Durants Kommentar zu diesen historischen Ereignissen lautete: „Diese Verfolgungen bilden den größten Mißerfolg der Regierung Franz’ I.“ Doch wie wirkte sich die Standhaftigkeit der Waldenser unter der vom König genehmigten Verfolgung auf Außenstehende aus? Durant schrieb: „Die aufrechte Haltung der Märtyrer verlieh ihrer Sache eine Würde und einen Heiligenschein, der die Zuschauer, die ohne diese spektakulären Hinrichtungen nie an einen Glaubenswechsel gedacht hätten, beeindruckt und beunruhigt haben muß.“
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