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  • Können Gespräche über Religion etwas Gutes bewirken?
  • Der Wachtturm verkündigt Jehovas Königreich 1995
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Der Wachtturm verkündigt Jehovas Königreich 1995
w95 1. 4. S. 4-8

Können Gespräche über Religion etwas Gutes bewirken?

ELTERN warten gespannt auf die ersten Worte, die ihr Kind spricht. Sie sind ganz stolz und glücklich, wenn sie plötzlich aus dem kindlichen Geplapper ein „Mama“ oder „Papa“ heraushören. Freunde und Nachbarn erfahren die Neuigkeit in Windeseile. Und alle sind entzückt, daß das Baby zu sprechen anfängt.

Das kleine Kind reagiert auf das, was es mit seinem Gehör-, seinem Gesichts- und seinem Geruchssinn aufnimmt. Freilich fallen die Reaktionen unterschiedlich aus. Doch würde ein Säugling über längere Zeit nicht auf Stimulationen reagieren, würden sich die Eltern zu Recht sorgen, ihr Kind könne in seiner Entwicklung gestört sein.

Kleine Kinder reagieren am ehesten auf Personen, die sie kennen. Wenn eine Mutter ihr Baby liebkost, ist gewöhnlich ein strahlendes Lächeln die Folge. Hingegen kann allein die Berührung durch einen Verwandten, der zu Besuch kommt, Tränen auslösen, ja das Baby weigert sich womöglich hartnäckig, von dem Betreffenden auf den Arm genommen zu werden. Die meisten Verwandten, denen dies widerfährt, geben jedoch nicht auf. Je besser das Baby sie kennenlernt, desto weniger fremdelt es, und zu ihrem Entzücken erscheint irgendwann ein zaghaftes Lächeln auf seinem Gesicht.

Vielleicht läßt sich dies auf etliche Erwachsene übertragen, die nur zögernd bereit sind, sich mit jemand freimütig über ihre religiöse Überzeugung zu unterhalten, mit dem sie nicht schon lange bekannt sind. Möglicherweise können sie nicht verstehen, weshalb ein Fremder auf die Idee kommt, mit ihnen über eine sehr persönliche Angelegenheit — über Religion — sprechen zu wollen. Als Folge davon lassen sie zwischen sich und demjenigen, der über den Schöpfer spricht, eine Kluft entstehen. Sie lehnen es sogar rundweg ab, sich über etwas zu unterhalten, was schließlich ein dem Menschen von Natur aus angeborener Drang ist — das Bedürfnis, jemand anzubeten.

Eigentlich sollte uns etwas daran liegen, mehr über unseren Schöpfer zu erfahren, und das Gespräch mit anderen ist womöglich der Schlüssel dazu. Der Grund dafür ist, daß Gottes Name seit jeher für offene Kommunikation steht. Betrachten wir näher, inwiefern.

‘Hören und lernen’

Der erste Mensch, mit dem Gott Verbindung aufnahm, war Adam im Garten Eden. Nachdem Adam und Eva gesündigt hatten, zogen sie es indes vor, sich zu verstecken, als Gott sie rief, um weiter mit ihnen zu sprechen (1. Mose 3:8-13). In der Bibel sind jedoch Einzelheiten über Männer und Frauen aufgezeichnet, die Mitteilungen von Gott höchst aufgeschlossen gegenüberstanden.

Gott teilte Noah mit, die Vernichtung der bösen Welt seiner Tage stehe unmittelbar bevor, worauf Noah ein „Prediger der Gerechtigkeit“ wurde (2. Petrus 2:5). Als Gottes Sprachrohr gegenüber der damaligen Generation bewies Noah seinen Glauben an die Handlungsweise Gottes mit den Menschen und stellte sich gleichzeitig öffentlich auf die Seite Jehovas. Welche Reaktion erntete Noah? Bedauerlicherweise nahmen die meisten seiner Zeitgenossen „keine Kenntnis davon, bis die Sintflut kam und sie alle wegraffte“ (Matthäus 24:37-39). Wir können froh sein, daß im Gegensatz dazu sieben Familienangehörige Noahs auf ihn hörten, die Anweisungen Gottes befolgten und die Sintflut überlebten. Von ihnen stammen alle heute lebenden Menschen ab.

Später kommunizierte Gott mit einer ganzen Nation, dem Volk Israel. Durch Moses gab Gott diesem Volk die Zehn Gebote sowie etwa 600 weitere, ebenso verbindliche Gesetze. Jehova erwartete von den Israeliten, daß sie alle Gesetze befolgten. Moses gab die Anweisung, man solle alle sieben Jahre während des jährlichen Laubhüttenfestes das Gesetz Gottes laut vorlesen. „Versammle das Volk“, gebot er, „die Männer und die Frauen und die Kleinen und deinen ansässigen Fremdling, der innerhalb deiner Tore ist.“ Zu welchem Zweck? „Damit sie hören und damit sie lernen, da sie Jehova, euren Gott, fürchten und darauf achten sollen, alle Worte dieses Gesetzes auszuführen.“ Alle sollten hören und lernen. Man kann sich gut vorstellen, wieviel Freude es ihnen gemacht haben muß, sich über das Gehörte zu unterhalten (5. Mose 31:10-12).

Über fünfhundert Jahre später organisierte Josaphat, der König von Juda, einen Feldzug, um die reine Anbetung Jehovas wiederherzustellen. Fürsten und Leviten bereisten die Städte Judas und belehrten die Bewohner über die Gesetze Jehovas. Dadurch, daß der König die Gesetze öffentlich erörtern ließ, trat er mutig für die wahre Anbetung ein. Seine Untertanen sollten hören und lernen (2. Chronika 17:1-6, 9).

Durch das Gespräch Zeugnis ablegen

Gott sandte Jesus, seinen Sohn, auf die Erde, damit er als sein Sprachrohr diene (Johannes 1:14). Drei Jünger, die erlebten, wie Jesus vor ihnen umgestaltet wurde, hörten die Stimme Gottes ausrufen: „Dieser ist mein Sohn, der geliebte, an dem ich Wohlgefallen gefunden habe; hört auf ihn!“ (Matthäus 17:5). Bereitwillig gehorchten sie.

Desgleichen wies Jesus seine Apostel an, anderen die Vorsätze Gottes zu verkündigen. Als ihm nur noch sechs Monate für seinen Dienst hier auf der Erde verblieben, teilte er ihnen mit, das Werk des Predigens vom Königreich der Himmel sei so umfangreich, daß mehr Jünger benötigt würden. Er lehrte 70 seiner Jünger, wie sie mit Fremden über das Königreich Gottes sprechen sollten, und sandte sie aus, diese Botschaft öffentlich zu verbreiten (Lukas 10:1, 2, 9). Kurz bevor er zu seinem Vater in den Himmel zurückkehrte, forderte Jesus seine Nachfolger dringend auf, von sich aus mit anderen über jene Botschaft zu sprechen, ja er gebot ihnen sogar: „Geht daher hin, und macht Jünger aus Menschen aller Nationen, ... und lehrt sie, alles zu halten, was ich euch geboten habe“ (Matthäus 28:19, 20). Wahre Christen auf der ganzen Welt gehorchen heute diesem Gebot, indem sie mit ihren Mitmenschen über die gute Botschaft von Gottes Königreich sprechen. Durch diese Gespräche legen sie von der Wahrheit über den Schöpfer, Jehova, Zeugnis ab (Matthäus 24:14).

Friedliche, erbauende Gespräche

Auf welche Weise sollten Jesu Jünger mit anderen über ihren Glauben sprechen? Sie sollten Gegner weder verärgern noch mit ihnen streiten. Vielmehr sollten sie nach Menschen suchen, die die gute Botschaft gern hören wollten, und diesen dann biblisch begründete Beweise darlegen. Natürlich beobachtete Gott die Reaktion derer, die mit den Jüngern seines Sohnes in Kontakt kamen, so wie Jesus gesagt hatte: „Wer euch aufnimmt, nimmt auch mich auf, und wer mich aufnimmt, nimmt auch den auf, der mich ausgesandt hat“ (Matthäus 10:40). Die meisten Zeitgenossen Jesu wiesen Gott schroff zurück, indem sie Jesu Botschaft ablehnten.

„Ein Sklave des Herrn“, sagte der christliche Apostel Paulus, „hat es nicht nötig zu streiten, sondern muß gegen alle sanft sein, lehrfähig, der sich unter üblen Umständen beherrscht, der mit Milde die ungünstig Gesinnten unterweist, da Gott ihnen vielleicht Reue gewährt, die zu einer genauen Erkenntnis der Wahrheit führt“ (2. Timotheus 2:24, 25). Ein hervorragendes Beispiel dafür ist die Art und Weise, wie Paulus den Bewohnern von Athen die gute Botschaft verkündigte. Er unterredete sich mit den Juden in ihrer Synagoge. Jeden Tag redete er auf dem Marktplatz mit denen, „die gerade da waren“. Zwar hörten einige wohl einfach nur gern neue Ideen, doch Paulus sprach offen und freundlich mit ihnen. Er besprach mit seinen Zuhörern die Botschaft Gottes, gemäß der sie bereuen sollten. Sie reagierten im wesentlichen genauso wie die Menschen heute: „Einige [begannen] zu spotten, während andere sagten: ‚Wir wollen dich hierüber noch ein andermal hören.‘“ Paulus bestand nicht darauf, das Gespräch weiterzuführen. Er hatte die Botschaft gepredigt und „ging ... aus ihrer Mitte hinweg“ (Apostelgeschichte 17:16-34).

Zu Christen aus der Versammlung Ephesus sagte Paulus später, er habe sich ‘nicht davon zurückgehalten, ihnen alles, was nützlich war, kundzutun und sie öffentlich und von Haus zu Haus zu lehren’. Außerdem hatte er sowohl mit Juden als auch mit Griechen gründlich über ‘Reue gegenüber Gott und Glauben an Jesus’ gesprochen (Apostelgeschichte 20:20, 21).

An diesen Beispielen aus der Heiligen Schrift wird deutlich, wie treue Diener Gottes in biblischer Zeit Gespräche über Religion führten. Jehovas Zeugen heute führen gehorsamerweise mit ihren Mitmenschen ebenfalls Gespräche über Religion.

Gespräche, die viel bewirken

Wie oft findet man doch in der Bibel die Ermahnung, auf das Wort Gottes zu hören und seinen Geboten zu gehorchen! Wenn Jehovas Zeugen das nächste Mal bei dir vorsprechen, bietet sich dir die Gelegenheit, diese biblische Aufforderung zu befolgen. Hör dir die Botschaft an, die sie dir aus der Bibel übermitteln. Ihre Botschaft hat nichts mit Politik zu tun, sondern tritt für eine himmlische Regierung, Gottes Königreich, ein. Dieses Königreiches wird sich Gott bedienen, um die Ursachen der heutigen Konflikte zu beseitigen (Daniel 2:44). Danach wird die Gottesherrschaft vom Himmel aus dafür sorgen, daß die ganze Erde in ein Paradies umgewandelt wird, wie es der Garten Eden war.

Ein ehemaliger Polizist lehnte es früher häufig ab, Zeugen Jehovas zuzuhören, wenn sie mit ihm über die Bibel sprechen wollten. Weil er aber durch seine Arbeit mit immer mehr Verbrechen konfrontiert wurde, war er irgendwann vom Leben enttäuscht. Als wieder einmal ein Zeuge bei ihm vorsprach, sagte der Polizist, er würde die Beweise für die biblische Botschaft gern genauer untersuchen. Es kam zu regelmäßigen Gesprächen. Der Polizist zog mehrmals um, doch Zeugen Jehovas machten ihn jedesmal wieder ausfindig und setzten die Gespräche gern fort. Schließlich kam er zu der Einsicht, daß die Beweise, die er suchte, alle in der Heiligen Schrift zu finden waren. Er sagt: „Hätten Jehovas Zeugen nicht beharrlich mit mir darüber gesprochen, würde ich immer noch rätseln, welchen Sinn das Leben hat. Ich habe wirklich die Wahrheit kennengelernt, und den Rest meines Lebens werde ich damit verbringen, nach Menschen Ausschau zu halten, die genau wie ich früher nach Gott suchen.“

Interessierte Zuhörer möchten aufrichtig mehr erfahren. Sie erwarten zu Recht, daß die dargebotenen Glaubensansichten begründet werden (1. Petrus 3:15). Ein kleines Kind bombardiert seine Eltern mit Fragen und erwartet Antworten von ihnen; genauso kannst du zu Recht von den Zeugen erwarten, daß sie dir gut fundierte Antworten geben. Du kannst sicher sein, daß sie gern wiederkommen und weiter mit dir über die biblische Botschaft sprechen.

Vielleicht kennst du die Bibel schon ein wenig. Du bist dir womöglich dessen bewußt, daß du in deinem Leben einiges ändern mußt, um dem zu entsprechen, was Gott von dir erwartet. Zögere nicht, diese Änderungen vorzunehmen, weil du Angst hast, die Anforderungen Gottes könnten dich zuviel kosten. Sie werden nur echtes Glück zur Folge haben. Das wirst du erleben, wenn du nach und nach Fortschritte machst.

Befasse dich zuallererst damit, wer Jehova ist, was er von dir erwartet und was er zu bieten hat. Frage die Zeugen, was die Bibel darüber sagt. Prüfe das, was sie dir sagen, in deiner eigenen Bibel nach. Wenn du siehst, daß das, was Jehovas Zeugen als die Wahrheit in bezug auf Religion unterbreiten, vernünftig ist, wirst du dich bestimmt in viele weitere Kostbarkeiten vertiefen wollen, die sie dir in der Bibel zeigen können (Sprüche 27:17).

Du bist herzlich eingeladen, Jehovas Zeugen in ihrer Zusammenkunftsstätte, dem Königreichssaal, zu beobachten. Dort kannst du dir nützliche Darbietungen über Gottes Wort anhören. Du wirst erleben, wieviel Freude es den Anwesenden macht, miteinander über Gottes Vorsätze zu sprechen. Laß dir von den Zeugen helfen, die Wahrheit über Gottes Willen uns betreffend kennenzulernen. Nimm die Einladung Gottes an, über die wahre Anbetung zu sprechen und seine Gunst, ja ewiges Leben im Paradies zu erlangen (Maleachi 3:16; Johannes 17:3).

[Bild auf Seite 5]

Noah sprach offen über Gottes Vorsatz

[Bilder auf Seite 7]

Wie Paulus im alten Athen lehren Jehovas Zeugen andere die Wahrheit der Bibel

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