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    Jahrbuch der Zeugen Jehovas 1991
    • Das Photo-Drama — ein weiteres Werkzeug

      Die Ausrüstung für das Photo-Drama der Schöpfung — eine mehrstündige Vorführung aus vertonten Lichtbildern und Filmen — gelangte beim Ausbruch des Ersten Weltkriegs nach Schweden. Ein schwedisch-amerikanisches Ehepaar, William und Bella Undén, kam aus den Vereinigten Staaten, um den Brüdern zu zeigen, wie man es vorführt. Die helle Begeisterung der Brüder über das Photo-Drama kommt in der schwedischen Ausgabe des Wacht-Turms vom 15. Oktober 1914 zum Ausdruck:

      „Wir müssen jetzt so schnell wie möglich alle größeren Städte und Gemeinden in unserem Land erreichen, ... da wir beobachten können, wie sich der Himmel über uns bedrohlich verfinstert und die Menschheit vor Furcht zittert wegen des Sturmes, der die gegenwärtige Ordnung der Dinge erschüttert.“

      Die erste Vorführung fand am 25. September 1914 im Theater in Örebro statt. Der Saal war brechend voll, und auf der Straße draußen wimmelte es von Menschen, die nicht mehr eingelassen werden konnten. Die Darbietung wurde an den folgenden Abenden fortgesetzt. Im Wacht-Turm hieß es: „Es strömten immer mehr Leute herbei, so daß uns jedesmal Polizisten in Uniform tatkräftig dabei helfen mußten, die Massen zurückzuhalten.“

      Eine Zeitung berichtete 1915 aus Sundsvall: „Dank der hervorragenden Bewachung gab es keine Ausschreitungen, doch konnte man immer wieder Szenen stiller Verzweiflung beobachten, wenn sich die Türen unbarmherzig schlossen. Die Tausende, die abgewiesen werden mußten, gingen nur zögernd nach Hause, und die Hartnäckigsten blieben während der ganzen Vorführung draußen stehen, um wenigstens in der Nähe des Wunders zu sein.“

      Während der nächsten drei Jahre wurde das Photo-Drama an Hunderten von Orten gezeigt. Allein 1915 führte man es 1 256mal vor. Es war eine unschätzbare Hilfe, um den Menschen Jehovas Vorsätze näherzubringen und den Bibelbericht lebendig zu machen. Die obenerwähnte Zeitung fügte hinzu, daß C. T. Russell und seine Mitgläubigen „tätig sind, wie man weiß, um die Heilige Schrift der Allgemeinheit verständlich zu machen und durch Erklärungen verschiedener Bibeltexte ein vernünftiges Bild von Gott zu vermitteln“.

      Als junge Frau beteiligte sich Elin Andersson an der Vorführung des Photo-Dramas. Der heute 90jährigen Schwester stiegen Tränen in die Augen, als sie erzählte: „Ich gehörte zu einer Gruppe von 12 Brüdern und Schwestern, die mit einer Drama-Ausrüstung im Land umherreiste. Meine Aufgabe bestand darin, Plätze anzuweisen und mich um die Zuschauer zu kümmern. Es war wunderbar, zu beobachten, wie all die Leute hereinkamen und wie sehr die Darbietung sie beeindruckte. Etliche sahen sie sich mehrmals an, wobei sie stundenlang für einen Platz Schlange standen. Wirklich eine unvergeßliche und glückliche Zeit!“

  • Schweden
    Jahrbuch der Zeugen Jehovas 1991
    • Eine andere junge Frau, Maja Lundquist, half drei Jahre lang bei der Vorführung des Photo-Dramas mit. Dieses Vorrecht machte ihr so viel Freude, daß es sie anspornte, insgesamt 53 Jahre eifrig im Vollzeitdienst zu stehen, und zwar bis zu ihrem Tod.

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