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Schweiz und LiechtensteinJahrbuch der Zeugen Jehovas 1987
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DAS PHOTO-DRAMA DER SCHÖPFUNG
Die Vorführung des Photo-Dramas der Schöpfung war ein großer Erfolg. Einige Wochen nach der Generalmobilmachung der Schweizer Armee zufolge des Ausbruchs des Ersten Weltkrieges wurde es zum ersten Mal in Bern gezeigt. In zwei Wochen zählte man insgesamt mehr als 12 000 Anwesende. Danach wurde es vor weiteren begeisterten Zuhörerschaften in kleineren Städten und Dörfern vorgeführt.
Unter den 3 000 Personen, die ihren Namen und ihre Anschrift mit der Bitte um mehr Informationen zurückließen, befand sich auch Heinrich Heuberger. Er hatte das Photo-Drama in der Ortschaft Safenwil gesehen. Die Vorführung erstreckte sich über vier Abende, und er war darauf bedacht, auch nicht einmal zu fehlen. „Ich war hellauf begeistert“, berichtete er. „Ich wollte mehr darüber erfahren. Deshalb füllte ich eine dazu bestimmte Karte aus und sandte sie noch am gleichen Abend ab. Bald darauf erhielt ich ein Traktat der Bibelforscher. Wenig später folgte ich einer Einladung zu einem öffentlichen Vortrag, und dort erwarb ich den ersten Band der Schriftstudien.“ Sein Arbeitgeber war der Schwager des protestantischen Pfarrers, und er machte kein Hehl daraus, daß er mit diesem Buch keineswegs einverstanden war. Aber Heinrichs Interesse war so brennend, daß er seine freien Stunden im Wald zubrachte, wo er das Buch ungestört lesen konnte.
Im Laufe des Jahres 1915 wurde das Photo-Drama im Gasthof „Zum Rothen Haus“ in der kleinen Stadt Brugg vorgeführt. Der Saal war schon lange vor der festgesetzten Zeit voll besetzt, so daß die Polizei keine weiteren Personen hineingehen ließ. Aber einige kühne junge Leute wollten sich dieses Ereignis nicht entgehen lassen. Sie stellten Leitern an das Gebäude und erreichten den Saal durch die offenen Fenster im ersten Stock.
ENTWICKLUNG IM FRANZÖSISCHSPRACHIGEN GEBIET
In den Jahren vor 1914 war im deutschsprachigen Teil der Schweiz eine gute Zunahme zu beobachten, aber die Fortschritte des Werkes unter der französischsprechenden Bevölkerung entsprachen nicht den Erwartungen. Diesem Gebiet wurde deshalb besondere Aufmerksamkeit geschenkt, indem mehr öffentliche Vorträge gehalten wurden und das Photo-Drama vorgeführt wurde. Gute Resultate ließen nicht lange auf sich warten.
Das Literaturdepot in Yverdon wurde im Laufe des Jahres 1912 nach Genf verlegt und in ein Zweigbüro umgewandelt. Nun wurde von dort aus nicht nur das Werk im französischsprachigen Teil der Schweiz, sondern im ganzen französischen Sprachgebiet Europas beaufsichtigt. Später befand sich das Büro in anderen Lokalitäten, jedoch in der gleichen Straße. Das Zweigbüro betreute nun 23 Versammlungen. Der Gedächtnismahlbericht des Jahres 1916 wies eine Gesamtzahl von 256 Anwesenden in der französischsprechenden Schweiz und 108 in Frankreich auf. Im folgenden Jahr zählte man eine Zuhörerschaft von insgesamt 56 550 bei den verschiedenen Vorführungen des Photo-Dramas.
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Schweiz und LiechtensteinJahrbuch der Zeugen Jehovas 1987
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Deshalb wurde es nötig, gerichtlich gegen ihn vorzugehen. Freytag verlor alle drei Fälle und mußte der Gesellschaft sowohl die Einrichtungen und die Literatur als auch das Photo-Drama der Schöpfung zurückgeben. Auch wurde er gezwungen, über die finanziellen Mittel Rechenschaft abzulegen.
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