Wachtturm ONLINE-BIBLIOTHEK
Wachtturm
ONLINE-BIBLIOTHEK
Deutsch
  • BIBEL
  • PUBLIKATIONEN
  • ZUSAMMENKÜNFTE
  • Die Entwicklung der organisatorischen Struktur
    Jehovas Zeugen — Verkündiger des Königreiches Gottes
    • Bereits in den 1870er Jahren besuchte Bruder Russell die Bibelforschergruppen — Gruppen, die aus zwei, drei oder mehr Personen bestanden —, um sie im Glauben zu erbauen. In den 1880er Jahren machten auch einige andere Brüder solche Besuche. 1894 sorgte die Gesellschaft dafür, daß befähigte Redner die Bibelforscher regelmäßiger besuchten, um ihnen zu helfen, in der Erkenntnis und in der Wertschätzung für die Wahrheit zu wachsen, damit eine engere Verbindung unter ihnen hergestellt wurde.

      Die Redner blieben möglichst einen oder vielleicht auch mehrere Tage bei der Gruppe, hielten einen oder zwei öffentliche Vorträge und besuchten dann kleinere Gruppen und Einzelpersonen, um mit ihnen einige tiefere Dinge des Wortes Gottes zu besprechen. Man war bemüht, daß jede Gruppe in den Vereinigten Staaten und in Kanada zweimal im Jahr besucht wurde, wenn auch gewöhnlich nicht von ein und demselben Bruder. Bei der Auswahl dieser reisenden Vortragsredner legte man Wert auf Sanftmut, Demut und ein klares Verständnis der Wahrheit sowie darauf, daß sie sich an die Wahrheit hielten und sie deutlich lehren konnten. Für ihren Dienst wurden sie selbstverständlich nicht bezahlt. Von den Brüdern am Ort erhielten sie lediglich Verpflegung und Unterkunft, und die Gesellschaft half ihnen nötigenfalls, die Reisekosten zu decken. Sie wurden als Pilgerbrüder bekannt.

      Viele dieser reisenden Beauftragten der Gesellschaft wurden von den Brüdern, denen sie dienten, innig geliebt. A. H. Macmillan, ein Kanadier, ist als ein Pilgerbruder in Erinnerung geblieben, für den sich Gottes Wort „wie brennendes Feuer“ erwies (Jer. 20:9). Er mußte einfach darüber reden, und das tat er vor Zuhörerschaften in Kanada, in vielen Teilen der Vereinigten Staaten und noch weiteren Ländern. An William Hersee, einen anderen Pilgerbruder, erinnert man sich gern, weil er jungen Menschen besondere Aufmerksamkeit schenkte. Von seinen Gebeten, die von tiefer Ergebenheit zeugten, waren Jung und Alt gleichermaßen beeindruckt.

      Auf ihren Reisen hatten es die Pilgerbrüder damals nicht leicht. Edward Brenisen beispielsweise fuhr, um einer Gruppe in der Nähe von Klamath Falls (Oregon, USA) zu dienen, zuerst mit dem Zug, dann ging es in der Postkutsche die Nacht hindurch weiter, und auf dem letzten Stück des Weges zu einem Gehöft in den Bergen, wo die Zusammenkunft stattfinden sollte, wurde er auf einem vierrädrigen Holzwagen so durchgerüttelt, daß er alle Knochen spürte. Am Tag nach der Zusammenkunft stellte ihm ein Bruder in aller Frühe ein Pferd zur Verfügung, auf dem er etwa 100 Kilometer bis zur nächsten Eisenbahnstation ritt, damit er seinen nächsten Bestimmungsort erreichen konnte. Die Pilgerbrüder führten ein anstrengendes Leben, doch ihre Bemühungen zeitigten gute Ergebnisse. Jehovas Diener wurden gestärkt, im Verständnis des Wortes Gottes vereint und fühlten sich enger miteinander verbunden, obwohl sie weit verstreut lebten.

      Ab 1926 führte Bruder Rutherford bei der Tätigkeit der Pilgerbrüder gewisse Neuerungen ein. Das hatte zur Folge, daß sie nicht lediglich reisende Vortragsredner waren, sondern reisende Aufseher, die den Predigtdienst der Versammlungen förderten. Um ihre neuen Verantwortlichkeiten zu betonen, nannte man sie 1928 Bezirksdienstleiter.

  • Die Entwicklung der organisatorischen Struktur
    Jehovas Zeugen — Verkündiger des Königreiches Gottes
    • a Von 1894 bis 1927 bezeichnete man die von der Gesellschaft ausgesandten reisenden Vortragsredner zunächst als Beauftragte der Watch Tower Tract Society, dann als Pilgerbrüder. Als von 1928 bis 1936 vermehrt Nachdruck auf den Predigtdienst gelegt wurde, nannte man sie Bezirksdienstleiter. Um ihr richtiges Verhältnis zu den Brüdern am Ort zu betonen, erhielten sie im Juli 1936 die Bezeichnung Bezirksdiener. In den Jahren 1938 bis 1941 wurden Zonendiener beauftragt, mit einer begrenzten Anzahl Versammlungen in einem gewissen Turnus zusammenzuarbeiten, so daß sie in regelmäßigen Abständen dieselben Gruppen wieder besuchten. Nach einer etwa einjährigen Unterbrechung wurde dieser Dienst 1942 wiederbelebt, und zwar mit den Dienern für die Brüder. Diese nannte man 1948 Kreisdiener, heute heißen sie Kreisaufseher.

      Von 1938 bis 1941 dienten Bezirksdiener in einer neuen Rolle regelmäßig auf regionalen Kongressen, zu denen Zeugen aus einem bestimmten Gebiet (einer Zone) zusammenkamen und bei denen ein besonderes Programm geboten wurde. Als diese Tätigkeit 1946 wiederbelebt wurde, bezeichnete man diese reisenden Aufseher als Bezirksdiener, heute heißen sie Bezirksaufseher.

Deutsche Publikationen (1950-2025)
Abmelden
Anmelden
  • Deutsch
  • Teilen
  • Einstellungen
  • Copyright © 2025 Watch Tower Bible and Tract Society of Pennsylvania
  • Nutzungsbedingungen
  • Datenschutzerklärung
  • Datenschutzeinstellungen
  • JW.ORG
  • Anmelden
Teilen