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Die Segnungen des PionierdienstesDer Wachtturm 1997 | 15. Oktober
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5 Es überrascht nicht, daß sich Vollzeitdiener oft über die Freude und die tiefe Befriedigung äußern, die ihnen der Dienst bereitet. „Ich weiß, daß mir keine andere Tätigkeit die Zufriedenheit geben könnte, die mir daraus erwächst, daß ich mit anderen über die Wahrheit spreche“, erklärte ein 64jähriger Pionier aus Großbritannien. Eine Witwe aus Zaire erwiderte auf die Frage, was der Pionierdienst für sie bedeute: „Nach dem Verlust meines geliebten Mannes hat sich der Pionierdienst für mich als echter Trost erwiesen. Je mehr ich in den Dienst gehe, um anderen zu helfen, desto weniger spüre ich den tragischen Verlust. Ich setze meinen Glauben in die Verheißungen Jehovas und denke überwiegend daran, wie ich den Personen, mit denen ich studiere, helfen kann, in ihrem Leben Änderungen vorzunehmen. Am Ende jedes Tages ist mein Herz voller Freude, und ich kann gut schlafen.“
6. Welche besondere Freude haben einige Pioniere erlebt?
6 Einige, die schon seit Jahrzehnten im Pionierdienst stehen, hatten die besondere Freude, in abgelegenen Gebieten zu dienen und Versammlungen zu gründen, aus denen schließlich Kreise entstanden. So gibt es in Abashiri auf Hokkaido (Japans nördlichster Insel) eine Schwester, die seit 33 Jahren Pionier ist. Sie erinnert sich, daß auf dem ersten Kreiskongreß, den sie besuchte, von ganz Hokkaido nur 70 Personen anwesend waren. Und heute? Auf der Insel gibt es mittlerweile 12 Kreise mit insgesamt über 12 000 Verkündigern. Stellen wir uns vor, wie das Herz der Schwester vor Freude überströmen muß, wenn sie auf der Insel Kongresse besucht und die Scharen von Mitverkündigern sieht!
7, 8. Welche erfreulichen Erfahrungen haben die meisten langjährigen Pioniere gemacht?
7 Andere langjährige Pioniere konnten voller Freude miterleben, daß sich Studierende taufen ließen und dann nach größeren Dienstvorrechten strebten. Eine Schwester aus Japan, die seit 1957 in neun verschiedenen Pionierzuteilungen gedient hat, gab einmal bei einer jungen Frau, die in einer Bank arbeitete, eine Erwachet!-Ausgabe ab. Innerhalb von neun Monaten ließ sich die Frau taufen. Später heiratete sie, und sie und ihr Mann wurden Sonderpioniere. Welch eine Freude war es für die Pionierschwester, als die Versammlung, mit der sie in ihrer dritten Zuteilung verbunden war, Besuch von einem neuen Kreisaufseher und seiner Frau erhielt — die Frau, mit der sie die Bibel studiert hatte!
8 Kein Wunder, daß diejenigen, die den Pionierdienst als Laufbahn gewählt haben, ihn als „kostbares Vorrecht, das man schätzen muß“, betrachten, wie sich jemand ausdrückte, der seit 22 Jahren im Pionierdienst steht!
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Die Segnungen des PionierdienstesDer Wachtturm 1997 | 15. Oktober
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10, 11. Was wissen viele Pioniere aus eigener Erfahrung über Jehovas Fähigkeit, für sie zu sorgen?
10 Pioniere in der ganzen Welt wissen aus eigener Erfahrung, daß Jehova für diejenigen sorgt, die sich seinen fürsorglichen Händen anvertrauen. Betrachten wir den Fall eines Pionierehepaars, das in eine Kleinstadt zog, wo ein größerer Bedarf an Königreichsverkündigern bestand. Nach einigen Monaten verschlechterte sich die Situation auf dem Arbeitsmarkt, und die Ersparnisse der beiden waren aufgebraucht. Dann erhielten sie eine Rechnung von ihrer Autoversicherung in Höhe von 81 US-Dollar. „Wir waren außerstande, sie zu bezahlen“, berichtete der Bruder. „An jenem Abend beteten wir mit tiefer Inbrunst.“ Tags darauf erhielt das Ehepaar einen Brief von einer Familie, die selbst finanziell zu kämpfen hatte. Darin hieß es, daß sie eine Steuerrückzahlung erhalten hatte, und da der Betrag höher war als erwartet, wollte sie dem Pionierehepaar etwas davon abgeben. Dem Brief lag ein Scheck über 81 Dollar bei! „Diesen Tag werde ich nie vergessen. Mir lief ein Schauer über den Rücken!“ sagte der Pionierbruder. „Wir schätzten die Großzügigkeit der Familie so sehr.“ Auch Jehova schätzt solche Freundlichkeit, und sie ist charakteristisch für den großzügigen Geist, zu dem er seine Diener ermuntert (Sprüche 19:17; Hebräer 13:16).
11 Viele Pioniere könnten ähnliche Erfahrungen erzählen. Fragen wir sie doch einmal, und sie werden uns berichten, daß sie niemals „gänzlich verlassen“ waren. Ein 72jähriger Pionier sagte nach 55 Jahren im Vollzeitdienst: „Jehova hat mich nie im Stich gelassen“ (Hebräer 13:5, 6).
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Die Segnungen des PionierdienstesDer Wachtturm 1997 | 15. Oktober
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13. Was haben einige gesagt, als sie gefragt wurden, wie sich der Pionierdienst auf ihr Verhältnis zu Jehova ausgewirkt hat?
13 Pioniere können jeden Monat viel Zeit einsetzen, um mehr über Jehova zu lernen und andere über ihn zu belehren. Haben sie das Gefühl, daß sich das auf ihr Verhältnis zu Gott auswirkt? „Der Pionierdienst ist eine hervorragende Möglichkeit, Jehova näherzukommen“, erklärte ein Ältester aus Frankreich, der über 10 Jahre Pionier ist. Ein anderer Pionier aus jenem Land, der seit 18 Jahren im Vollzeitdienst steht, sagte: „Der Pionierdienst ermöglicht es uns, ‘zu schmecken und zu sehen, daß Jehova gut ist’, und Tag für Tag können wir ein noch engeres Verhältnis zu unserem Schöpfer entwickeln“ (Psalm 34:8). Ähnlich empfindet eine Schwester aus Großbritannien, die seit 30 Jahren als Pionier dient. „Im Predigtdienst muß ich mich vom Geist Jehovas leiten lassen, und das bringt mich Jehova näher“, berichtete sie. „Ich habe oft erlebt, daß mich der Geist Jehovas zur richtigen Zeit zu einem bestimmten Haus geführt hat.“ (Vergleiche Apostelgeschichte 16:6-10.)
14. Welchen Nutzen haben Pioniere, die Tag für Tag die Bibel und biblische Veröffentlichungen verwenden, um andere zu unterweisen?
14 Viele Pioniere stellen fest, daß es ihnen hilft, an Erkenntnis aus Gottes Wort zuzunehmen, wenn sie Tag für Tag die Bibel und biblische Veröffentlichungen verwenden, um biblische Wahrheiten zu erklären und zu lehren. Ein 85jähriger Bruder aus Spanien, der seit 31 Jahren Pionier ist, erwähnte folgendes: „Der Pionierdienst hat mir geholfen, eine umfassende Erkenntnis der Bibel zu erlangen, eine Erkenntnis, die ich genutzt habe, um vielen Menschen zu helfen, Jehova und seine Vorsätze kennenzulernen.“ Eine Schwester aus Großbritannien, die seit 23 Jahren im Pionierdienst steht, sagte: „Der Vollzeitdienst hat mir geholfen, einen gesunden Appetit auf die geistige Speise zu entwickeln.“ Anderen den „Grund für die Hoffnung“ zu erklären, ‘die in uns ist’, kann unsere eigene Überzeugung in bezug auf die von uns geschätzten Glaubensansichten stärken (1. Petrus 3:15). Ein Pionier aus Australien formulierte es wie folgt: „Im Pionierdienst nimmt mein Glaube dadurch zu, daß ich mit anderen darüber spreche.“
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