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SeeleEinsichten über die Heilige Schrift, Band 2
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Der griechische Philosoph Platon beispielsweise zitierte Sokrates wie folgt: „Wenn die Seele sich lauter und rein vom Körper trennt, ohne etwas von ihm mit sich zu ziehen, ... geht sie doch zu dem ihr ähnlichen Unsichtbaren, dem Göttlichen, Unsterblichen und Vernünftigen. Wenn sie aber dorthin gelangt, wird ihr Glückseligkeit zuteil, und sie ist von Irrtum und Unwissenheit, Furcht ... und allen anderen menschlichen Übeln befreit, indem sie wirklich ... mit den Göttern vereint lebt“ (Phaidon, übersetzt von F. Schleiermacher, 1982, Kap. 29, S. 61).
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SeeleEinsichten über die Heilige Schrift, Band 2
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Von Platon, auf dessen Philosophie das allgemeine Verständnis des Wortes „Seele“ wahrscheinlich zurückzuführen ist (wie allgemein anerkannt wird), heißt es: „Zuweilen sagt er, einer der [vermeintlichen] drei Teile der Seele, das ‚intelligible Sein‘, sei notwendigerweise unsterblich, während die anderen zwei Teile sterblich seien, aber er spricht auch so, als ob es zwei Seelen in einem Leib gebe – eine unsterbliche und göttliche und eine sterbliche“ („Thoughts on the Tripartite Theory of Human Nature“ [Gedanken zur Lehre der Trichotomie] von A. McCaig in The Evangelical Quarterly, London 1931, Bd. III, S. 121).
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