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    Jahrbuch der Zeugen Jehovas 1994
    • Den Gegnern gelang es schließlich, die Einfuhr des Goldenen Zeitalters aus der Schweiz ganz und gar zu unterbinden. Daraufhin ließen die Brüder von 1933 an in Lodz drucken. Jedesmal, wenn die Geistlichkeit auf einen Druckereibesitzer Zwang ausübte und er dann nicht mehr für die Brüder arbeiten wollte, fanden sie einen anderen, der das gern tat. Das geschah wiederholt, bis nach vielen von der Zensur angeordneten Beschlagnahmungen die Zeitschrift verboten wurde. Nachdem die Brüder gegen das Urteil Berufung eingelegt hatten, veröffentlichten sie Das Goldene Zeitalter unbeirrt so lange weiter, bis das Verbot bestätigt wurde und man Augustyn Raczek, den verantwortlichen Redakteur der Zeitschrift, zu einem Jahr Gefängnis verurteilte.

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    Jahrbuch der Zeugen Jehovas 1994
    • In dieser Zeit gründete Bischof Jasiński von Lodz mit Unterstützung der Katholischen Aktiona ein „Amt zur Bekämpfung religiöser Minderheiten“. Diese Behörde wiederum verschaffte ihren eigenen Leuten systematisch die höchsten Regierungsposten. Eines ihrer Ziele bestand darin, alle Wachtturm-Publikationen zu beschlagnahmen. Trotz der Gefahr, gefaßt zu werden, machten sich die Zeugen daran, zwei neue Broschüren zu veröffentlichen. Die Behörden verhängten Strafen. Wer steckte aber hinter der Aktion? Oft griff man auf die kanonischen Gesetze der katholischen Kirche zurück statt auf weltliche Gesetze, um Anklage zu erheben. Es läßt sich wohl kaum ein besserer Beweis als dieser dafür finden, daß die ganze Kampagne unter der Anleitung der katholischen Hierarchie geführt wurde.

      Während des Jahres 1937 war die Katholische Aktion in 75 Fällen für Gewalttaten gegen die Zeugen verantwortlich; in 2 von diesen Fällen wurden Brüder ermordet. Bei 263 Gerichtsverhandlungen gab es 99 Freisprüche und 71 Verurteilungen. Die übrigen waren noch in der Schwebe. 129mal wurde Literatur beschlagnahmt, doch die Brüder kämpften in 99 Fällen mit Erfolg darum, sie zurückzuerhalten. Das Jahrbuch 1938 berichtete: „Das ganze Volk des Herrn hierzulande ist entschlossen, das Zeugniswerk fortzusetzen, ungeachtet ob das Menschen gefallen sollte oder nicht, eingedenk ..., daß ‘wir Gott mehr gehorchen müssen als Menschen’.“

      So empfanden bestimmt die Verkündiger in den 121 auf Predigtdienst ausgerichteten Versammlungen. Im Durchschnitt berichteten monatlich rund 800 Verkündiger über ihre Tätigkeit, und im Monat des Gedächtnismahls waren es 1 040. Aber die Gegner waren entschlossen, zu einem tödlichen Schlag auszuholen. Zweifellos dachten sie, das sei ihnen gelungen, als die Behörden am 22. März 1938 die Türen unseres Büros in Lodz versiegelten. Publikationen konnten nicht mehr mit der Post oder durch Eisenbahnkuriere weitergeleitet werden; sowohl die Absender als auch die Empfänger mußten mit Bestrafung rechnen. Die Zeugen wollten vor einem höheren Gericht Rechtsmittel einlegen, aber ein ihnen wohlgesinnter hoher Beamter sagte ihnen im Vertrauen, das sei zwecklos. Der „Geist der Zeit“ habe sich geändert, meinte er, und selbst wenn die Zeugen den Fall gewinnen würden, würde der Innenminister dafür sorgen, daß ihre Tätigkeit im ganzen Land stark eingeschränkt würde. Man beschloß daher, wegen der Sache nicht weiter vor Gericht zu gehen, sondern auf Jehova zu vertrauen und andere Wege zu suchen.

      Glücklicherweise hatte die Polizei beim Versiegeln unseres Büros einen Notausgang im Literaturlager übersehen. So konnten die Bethelmitarbeiter Tag für Tag eine gewisse Menge wegholen, bis sie Tonnen von biblischer Literatur ausgeräumt und an die Versammlungen verteilt hatten. Außer in Polnisch gab es auch Publikationen in Ukrainisch, Russisch, Deutsch und Jiddisch.

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