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  • Jehovas Zeugen — Jahrbuchbericht 1994
    Jahrbuch der Zeugen Jehovas 1994
    • Polen

      Am 28. November, also im gleichen Monat, wurde ein anderes Zweigbüro der Bestimmung übergeben, und zwar in Nadarzyn bei Warschau (Polen). Theodore Jaracz von der leitenden Körperschaft, der bei diesem Anlaß zugegen war, sagte: „Diese Bestimmungsübergabe ist wirklich historisch. ... Es ist das erste neue Zweigbüro, das in dem früher als ‚hinter dem Eisernen Vorhang‘ bekannten Gebiet gebaut wurde und das jetzt eingeweiht wird. Aber der sogenannte Eiserne Vorhang konnte Jehovas Organisation auf ihrem Vormarsch nicht aufhalten. Und den Beweis dafür haben wir hier.“

      Einige der Gäste hatten Jahrzehnte auf eine solche Gelegenheit gewartet. Darunter waren Zeugen, die Jehova trotz schwerer Prüfungen 45, 50 oder mehr Jahre treu gedient hatten. Eine Anzahl von ihnen hatte im Untergrund über 40 Jahre Bethelarbeit geleistet. Ihr Herz war tief bewegt, als Zygfryd Adach, der Koordinator des Zweigkomitees, sagte: „Ihr lieben Brüder habt euch sehr angestrengt, um bei der Arbeit der Organisation Gottes mitzuwirken, nämlich in schwierigen, ja außergewöhnlich schwierigen Zeiten geistige Speise auszuteilen. Nach Jahren im Gefängnis habt ihr euch oft bereitwillig zur Verfügung gestellt, um das Werk fortzusetzen. Manche kamen vier- oder fünfmal oder sogar noch öfter ins Gefängnis. Wir alle erinnern uns an jene Zeit; daher zitieren wir die Worte aus Psalm 124 mit absoluter Überzeugung: ‚Hätte es sich nicht erwiesen, daß Jehova mit uns war, als Menschen gegen uns aufstanden, dann hätten sie uns sogar lebendig verschlungen ... Gesegnet sei Jehova, der uns nicht ihren Zähnen zum Raub gegeben hat. Unsere Seele ist wie ein Vogel, der entronnen ist der Falle der Vogelsteller. Die Falle ist zerbrochen, und wir selbst sind entronnen‘ “ (Ps. 124:2-7).

      Als angekündigt wurde, daß ein Zweigbüro gebaut werden sollte, gab es eine spontane Reaktion. Versammlungen brachten Kohlen und Holz, Kühlschränke, Nahrungsmittel und Werkzeuge. Brüder und Schwestern, die verschiedene Handwerke und Berufe beherrschten, stellten eifrig ihre Dienste zur Verfügung. Es waren Ältere darunter, die Jahre im Gefängnis verbracht hatten. Auch viele Junge boten sich bereitwillig an. Aus zehn Ländern kamen International Servants. Immer wieder waren die Arbeiter begeistert, wenn sie die Führung Jehovas und seinen Segen verspürten. Eine Anordnung des Gemeinderats, die Arbeit einzustellen, wurde aufgehoben. Scheinbar nicht erhältliche Artikel wurden zur Verfügung gestellt. In nur zwei Jahren und sechs Monaten nach Erteilung der Baugenehmigung wurde das Gelände eines geplünderten Motels in einen reizvollen Gebäudekomplex für den polnischen Zweig umgewandelt.

  • Jehovas Zeugen — Jahrbuchbericht 1994
    Jahrbuch der Zeugen Jehovas 1994
    • [Bild auf Seite 22]

      Das polnische Zweigbüro in Nadarzyn bei Warschau

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