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  • Jahrbuch der Zeugen Jehovas 1990
    Jahrbuch der Zeugen Jehovas 1990
    • Historische Kongresse in Polen

      Im Oktober 1987 wurde bei der Jahresversammlung der pennsylvanischen Körperschaft bekanntgegeben, daß für 1989 in Polen internationale Kongresse geplant seien. Damals waren sich nur wenige bewußt, wie bedeutsam diese Zusammenkünfte werden würden. Die Kongresse in Chorzów und Poznań wurden zur gleichen Zeit, vom 4. bis 6. August, abgehalten. Der Kongreß in Warschau fand dann vom 11. bis 13. August statt.

      Man erwartete rund 140 000 Personen aus 22 Ländern zu diesen geistigen Festmählern. Doch die Gesamtbesucherzahl betrug 166 518, und die Zahl der Länder lag höher, als ursprünglich angenommen.

      Vom 28. Juli an herrschte auf dem Flughafen in Warschau zwei Wochen lang reger Betrieb, als Tag für Tag polnische Brüder Delegierte willkommen hießen, die aus allen Teilen Europas sowie aus Japan und Nordamerika eintrafen. Manche Delegierte reisten 11 000 km — sechs Tage und sechs Nächte — hauptsächlich mit der Eisenbahn. Es kamen Besucher aus Sibirien, aus Kasachstan, dem Kaukasus, dem Baltikum und aus der Ukraine. Trotz der Verzögerungen, die wegen der Urlaubszeit und gewisser Probleme entstanden, ließen sich die Brüder nicht beirren. Sie freuten sich einfach, zu diesem geistigen Festmahl zusammenzukommen.

      Das Orbis-Kongreßbüro, das offizielle polnische Reisebüro, erklärte, die Delegierten aus Westeuropa, Japan und Nordamerika seien bisher die größte Gruppe internationaler Besucher gewesen, die Polen bereist und Kongresse besucht habe. Die Angestellten waren von dem ausgezeichneten Benehmen der Brüder und dem reibungslosen Ablauf tief beeindruckt.

      Die Zusammenarbeit der Behörden wurde sehr geschätzt. Auf Flughäfen sowie Bus- und Zugbahnhöfen wurden die polnischen Kongreßarbeiter bereitwillig von Beamten und deren Mitarbeitern unterstützt.

      Etwa 12 000 Besucher waren in den verschiedenen Kongreßstädten in Hotels untergebracht, und über 60 000 Delegierte wohnten bei unseren einheimischen Brüdern in Privatwohnungen oder in Königreichssälen, Schulen und Zelten. Eine Versammlung mit 86 Verkündigern beherbergte mehr als 500 Gäste. Eine andere Versammlung mit 146 Verkündigern im westlichen Vorort von Warschau nahm 1 276 Delegierte auf.

      Bei jedem Kongreß waren am Freitagmorgen alle Durchgangsstraßen zum Stadion voll von Delegierten. Straßenbahnen mit gesprächigen, fröhlichen Zeugen kamen an. Gemietete Busse, mit denen unsere Brüder aus umliegenden Städten und Ortschaften eintrafen, parkten an dafür vorgesehenen Stellen. Andere Zeugen trafen mit Sonderzügen ein. Überall sah man Kongreßabzeichen.

      Bei den drei Kongressen gab es besonders gekennzeichnete Sektoren für die ausländischen Delegierten. Große Gruppen kamen aus verschiedenen Ländern, hauptsächlich aus der Tschechoslowakei. Viele aus der Sowjetunion, die Freunde und Verwandte besuchten, waren ebenfalls zugegen.

      Besondere Merkmale des Programms

      Da es sich um internationale Kongresse handelte, hörte man Berichte aus etwa 25 Ländern. Teile des Programms wurden simultan in 16 verschiedene Sprachen übersetzt, und jede Sprachgruppe konnte das Programm deutlich hören, ohne Störungen aus anderen Sprachsektoren im Stadion. Ein Tontechniker, den man zuvor um Rat gefragt hatte, wie sich so etwas verwirklichen ließe, erklärte: „Es ist unmöglich, den Schall im Stadion so zu verstärken, daß die Teilnehmer gleichzeitig in 16 Sprachen das Programm hören können.“ Dennoch machten unsere Brüder genau das, und alle konnten Gliedern des polnischen Landeskomitees und Gliedern der leitenden Körperschaft lauschen.

      Die Herausgabe von zwei Traktaten in polnischer Sprache am Samstagnachmittag war eine große Überraschung. Zum erstenmal erhielten die Brüder in Polen eine Kongreßfreigabe. Die Freigabe am Sonntagmorgen, die Broschüre Sollte man an die Dreieinigkeit glauben?, war eine noch größere Überraschung. In Polen wird sie ein äußerst wirksames Werkzeug zur Bloßstellung dieser falschen Lehre sein und eine Hilfe, damit aufrichtige Menschen die Wahrheit über den allein wahren und lebendigen Gott sowie seinen Sohn, Christus Jesus, kennenlernen.

      Die Taufe am Samstag war ein bewegender Anblick. In jeder Kongreßstadt gab es donnernden Applaus, wenn sich die Taufanwärter erhoben, um die zwei Fragen zu beantworten. Nie zuvor ließen sich bei Kongressen in Polen so viele taufen. Allen stiegen Freudentränen in die Augen!

      Die Atmosphäre bei den drei Kongressen hinterließ einen unvergeßlichen Eindruck, und zwar aus mehreren Gründen. Erstens war es eine Freude und ein Vorrecht, in den großen Stadien ausgezeichnete geistige Nahrung, die „der treue und verständige Sklave“ vorbereitet hatte, am Tisch Jehovas einzunehmen (Mat. 24:45-47). Und wie herzerwärmend war es doch, neben Brüdern aus der Tschechoslowakei, aus Ungarn, der DDR, der Sowjetunion, aus Jugoslawien und aus anderen Ländern zu sitzen, die bisher nicht die Gelegenheit gehabt hatten, sich mit großen Gruppen von Mitgläubigen zu versammeln.

      Ein Besucher aus der Sowjetunion meinte: „Viele Jahre lang haben wir auf diesen Tag gewartet, und nun sind wir hier auf dem internationalen Kongreß. Wir können das alles kaum fassen. Es ist wie ein Traum. Es ist unmöglich, alles, was wir gesehen und gehört haben, in Worte zu kleiden. Als wir das riesige Stadion voller Menschen sahen und die Musik hörten, traten uns Tränen in die Augen. Und beim Gebet — während wir alle regungslos vereint waren — lief uns eine Gänsehaut über den Rücken. Es herrschte eine feierliche und geeinte Atmosphäre. Der Kongreß in Warschau ist ein so großartiges Ereignis, daß nur die neue Welt schöner sein wird. Wir werden immer an diese wundervollen Tage denken. Sie sind unvergeßlich. Besonderer Dank und Lobpreis gebührt unserem Schöpfer, Jehova Gott!“

      Die polnische Zeitung Życie Warszawy schrieb in der Ausgabe vom 16. August 1989 über den Kongreß in Warschau, der im Dziesieciolecia-Stadion abgehalten wurde, folgendes: „Diejenigen, die — wie sie selbst sagen — Jehova Gott anbeten, schätzen ihre Zusammenkünfte sehr, die bestimmt eine Manifestation der Einheit sind. ... Außerdem kann man sagen, daß die Kongreßbesucher, was Ordentlichkeit, Friedlichkeit und Reinlichkeit betrifft, ein nachahmenswertes Beispiel sind.“

      Natürlich ist es schwer, die Brüderlichkeit, Liebe und Freude zu beschreiben, die man bei Zusammenkünften erlebt. Es ist deshalb verständlich, daß die Brüder in jeder Kongreßstadt nach der Schlußansprache noch zusammenblieben und nicht gleich nach Hause gingen, sondern die Atmosphäre noch genießen wollten. Sie glauben fest daran, daß bald die ganze Erde mit Menschen gefüllt sein wird, die unseren großen Schöpfer Jehova vereint lieben und ihm gemeinsam dienen.

      Für diejenigen, die das Vorrecht hatten, im Sommer 1989 bei den Kongressen in Polen anwesend zu sein, sind die Worte aus Psalm 70:4 wirklich passend: „Mögen frohlocken und in dir sich freuen alle, die dich suchen, und mögen sie beständig sprechen: ‚Gott sei hochgepriesen!‘ — die, die deine Rettung lieben.“

  • Jahrbuch der Zeugen Jehovas 1990
    Jahrbuch der Zeugen Jehovas 1990
    • [Übersicht auf Seite 18]

      Bezirkskongresse 1989 in Polen

      STADT DATUM ANWESENDE GETAUFTE

      Poznań 4.—6. August 40 442 1 525

      Katowice 4.—6. August 65 710 2 663

      Warschau 11.—13. August 60 366 1 905

      GESAMTZAHL 166 518 6 093

  • Jahrbuch der Zeugen Jehovas 1990
    Jahrbuch der Zeugen Jehovas 1990
    • [Bilder auf Seite 19]

      Das Slaski-Stadion in Chorzów, in der Nähe von Katowice, war angefüllt mit Kongreßteilnehmern; viele ließen sich taufen

      [Bilder auf Seite 20]

      Delegierte aus Osteuropa waren begeistert, unter der riesigen Menschenmenge zu sein, die dem Kongreß in Poznań beiwohnte, wo die neue Broschüre „Sollte man an die Dreieinigkeit glauben?“ in Polnisch freigegeben wurde

      [Bilder auf Seite 21]

      Im Stadion in Warschau gab es Delegierte aus 28 Ländern. Hier wurden Teile des Programms simultan in 16 Sprachen übersetzt. Der französische Übersetzer steht bei den polnischen Rednern.

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