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    Jahrbuch der Zeugen Jehovas 2002
    • Später, im Jahre 1988, versuchte eine Anzahl von Brüdern den Bezirkskongress im benachbarten Polen zu besuchen. Laut ihrer Reisepapiere besuchten sie Freunde und Verwandte. Zu ihrer Überraschung wurde ihnen erlaubt, ins Ausland zu reisen. Die polnischen Brüder versorgten die Besucher aus der Ukraine großzügig mit Literatur. Auf dem Heimweg wurden die Brüder an der Grenze durchsucht, aber meistens wurde die biblische Literatur von den Zollbeamten nicht beanstandet. Somit konnten die Brüder Bibeln und andere Veröffentlichungen ins Land bringen.

      Die gastfreundlichen polnischen Brüder luden viele weitere Brüder aus der Ukraine zu einem Besuch im folgenden Jahr ein. Daher besuchten 1989 Tausende unauffällig drei internationale Kongresse in Polen, und sie nahmen noch mehr Literatur mit in die Ukraine.

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    Jahrbuch der Zeugen Jehovas 2002
    • Im Jahr darauf wurde es Tausenden von Zeugen Jehovas offiziell erlaubt, den Kongress in Polen zu besuchen. Bei der Beantragung der Reisedokumente gaben die Brüder nicht mehr an, in Polen Freunde und Verwandte besuchen zu wollen, sondern sie sagten stolz und mit leuchtenden Augen: „Wir möchten einen Kongress der Zeugen Jehovas besuchen.“

      Der Kongress in Warschau war für die Besucher aus der Ukraine etwas ganz Besonderes. Freudentränen liefen ihnen die Wangen hinunter. Sie konnten sich mit ihren Glaubensbrüdern und -schwestern treffen, ihre eigenen vierfarbigen Publikationen in ihrer Muttersprache erhalten, und sie durften sich frei versammeln. Die polnischen Brüder gewährten ihnen liebevoll Gastfreundschaft und sorgten für alles, was sie brauchten.

      Viele ehemals inhaftierte Zeugen sahen sich zum ersten Mal auf diesem Kongress in Warschau wieder. Dort trafen sich über hundert aus dem „Sonderlager“ in Mordwinien — wohin Hunderte von Zeugen gebracht worden waren. Viele standen nur da, sahen sich gegenseitig an und weinten vor Freude. Ein Zeuge aus Moldawien, der fünf Jahre zusammen mit Bela Meisar in einer Gefängniszelle verbracht hatte, erkannte ihn nicht wieder. Warum nicht? „Ich kenne dich nur in gestreifter Kleidung und nicht wie jetzt in Anzug und Krawatte!“, rief er aus.

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    Jahrbuch der Zeugen Jehovas 2002
    • Als man uns nach Sibirien schickte, hieß es, wir würden dort für immer bleiben. Wir hätten uns nie vorstellen können, dass es je wieder Freiheit für uns geben würde. Als wir im Wachtturm von Kongressen in anderen Ländern lasen, beteten wir zu Jehova, nur einmal im Leben einen Kongress besuchen zu können, wie es den Brüdern in anderen Ländern möglich ist. Und wie sollte es anders sein, Jehova segnete uns. 1989 konnten wir einen internationalen Kongress der Zeugen Jehovas in Polen besuchen. Es ist unbeschreiblich, wie begeistert, wie erfreut wir darüber waren, dort sein zu können.

      Die Brüder in Polen hießen uns herzlich willkommen. Wir waren vier Tage dort. Wir waren tatsächlich auf einem Kongress! Es war die reinste Freude, mehr über Jehova zu erfahren und aus dem Wort Gottes unterwiesen zu werden. Wir waren überglücklich. Allen erzählten wir, was wir erlebt hatten. Obwohl so viele Nationalitäten vertreten waren, waren doch alle unsere Brüder. Als wir im Stadion umhergingen, verspürten wir ein wunderbares Gefühl des Friedens. Nach alldem — nach einer solch langen Zeit unter Verbot — war es so, als wären wir bereits in der neuen Welt. Niemand fluchte und alles war schön sauber. Nach dem Programm waren wir mit anderen zusammen. Wir gingen nicht gleich weg; wir pflegten mit den Brüdern Gemeinschaft und redeten miteinander. Es waren auch Dolmetscher da, wenn wir jemandes Sprache nicht verstanden. Auch wenn wir uns nicht direkt verstehen konnten, küssten wir uns. Wir waren einfach glücklich.

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