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Wunder und Erscheinungen — Zeichen von Gott?Erwachet! 1989 | 8. März
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Und die Kirche sieht diese Bedingung sowohl bei Bernadette, die behauptete, Maria in der Nähe von Lourdes gesehen zu haben, als auch bei Lucia, die sie in Fátima gesehen haben will, dadurch erfüllt, daß beide später Nonnen wurden.
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Wunder und Erscheinungen — Zeichen von Gott?Erwachet! 1989 | 8. März
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Auch Papst Johannes Paul II. erklärte, daß „die Botschaft, die 1917 in Fátima übermittelt wurde, die ganze Wahrheit des Evangeliums enthält“. Das alles bedeutet, daß die bei solchen Erscheinungen übermittelte Botschaft mit der „Offenbarung“, der Heiligen Schrift, übereinstimmen muß. Ist das auch wirklich der Fall?
Was ist von der Höllenvision zu halten, die den Hirtenkindern in Fátima übermittelt wurde? Aus der Heiligen Schrift geht eindeutig hervor, daß Sünder nicht auf diese Weise bestraft werden, wenn sie sterben. Jesus sagte selbst, wir sollten den fürchten, der sowohl Seele als Leib vernichten kann, und zeigte somit, daß die Seele sterblich ist. Andere Bibeltexte lehren unmißverständlich, daß die Toten ohne Bewußtsein sind und daß die Hoffnung, je wieder zu leben, auf der biblischen Verheißung beruht, daß es eine Auferstehung geben wird (Matthäus 10:28; Prediger 9:5, 10; Johannes 5:28, 29).
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Wunder und Erscheinungen — Zeichen von Gott?Erwachet! 1989 | 8. März
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Was aber ist von einer Erscheinung zu halten, die, wie die Erscheinung von Fátima, die Menschheit aufruft zu bereuen und die Gläubigen bittet, für die Bekehrung der Sünder zu beten? Interessanterweise wird in dem Buch Fátima—Merveille du XXe siècle (Fátima — Wunder des 20. Jahrhunderts), das Erscheinungen positiv bewertet, von dem Priester, der zur Zeit der Erscheinungen in Fátima amtierte, berichtet, daß er trotz des Inhalts der Botschaften Zweifel an ihrem Ursprung hegte. Er soll gesagt haben: „Sie könnten ja auch vom Teufel sein.“
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Wunder und Erscheinungen — Zeichen von Gott?Erwachet! 1989 | 8. März
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[Kasten/Bild auf Seite 8]
13. Mai 1917
Ein Junge und zwei Mädchen hüteten ihre Herden in Fátima (Mittelportugal). Hier sahen sie die erste Erscheinung der „Jungfrau“. Bei einer späteren Erscheinung waren sie in Begleitung vieler Zuschauer, die hofften, ein Zeichen zu empfangen. Danach behaupteten die Leute, sie hätten die Sonne am Himmel tanzen und dann zur Erde fallen sehen.
Die Kinder empfingen auch „Geheimnisse“. Sie hatten eine Vision von der Hölle, in der sie Sünder in schrecklichen Flammen furchtbar leiden sahen. Die „Jungfrau“ bat außerdem darum, Rußland ihrem „Unbefleckten Herzen“ zu weihen. Spätere Päpste erfüllten ihren Wunsch. Ein letztes „Geheimnis“ wird von den höchsten Stellen der katholischen Kirche gehütet, und sie lehnen es ab, es jetzt zu veröffentlichen.
[Bild]
Fátima
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