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  • Jehova gebührt ewiger Lobpreis
    Der Wachtturm 1990 | 15. September
    • Jehova gebührt ewiger Lobpreis

      „Den ganzen Tag will ich dich segnen, und ich will deinen Namen preisen auf unabsehbare Zeit, ja für immer“ (PSALM 145:2).

      1. Warum hatte David viele Gründe, Jehova zu preisen?

      JEHOVAS loyaler Diener David hatte viele Gründe, Gott zu preisen. Dieser bekannte König des Volkes Israel kannte Jehovas Größe und Güte und wußte, daß dessen Königtum ewig währt. Dem Höchsten gebührt Lobpreis dafür, daß er das Begehren alles Lebenden befriedigt und seinen treuen Dienern Barmherzigkeit erweist.

      2. (a) Welche Form hat der 145. Psalm? (b) Mit welchen Fragen werden wir uns befassen?

      2 Solchen Lobpreis brachte David im 145. Psalm Gott dar. Die Anfangsbuchstaben der Verse dieses akrostichischen Psalms entsprechen im Hebräischen den aufeinanderfolgenden Buchstaben des Alphabets; nur ein Buchstabe (Nun) wurde ausgelassen. Die akrostichische Form war vielleicht eine Gedächtnisstütze. Der 145. Psalm rühmt Jehova zum Beispiel mit den Worten: „Den ganzen Tag will ich dich segnen, und ich will deinen Namen preisen auf unabsehbare Zeit, ja für immer“ (Psalm 145:2). Aber wie sollte dieser Psalm uns berühren? In welcher Hinsicht kann er uns in bezug auf unser Verhältnis zu Gott eine Hilfe sein? Um das festzustellen, betrachten wir zunächst die Verse 1 bis 10.

      Jehovas Größe — unerforschlich

      3. Was schulden wir wie David ‘unserem Gott und König’, und warum?

      3 David war ein König, doch erkannte er an, daß Jehova als Souverän über ihm stand, indem er sagte: „Ich will dich erheben, o mein Gott und König, und ich will deinen Namen segnen auf unabsehbare Zeit, ja für immer“ (Psalm 145:1). Mit derselben Ehrfurcht erheben Jehovas Zeugen den Namen Gottes und preisen ihn auf der ganzen Erde. Die Beteiligung an dieser Tätigkeit bereichert unser Leben. Wie David schulden wir Jehova, ‘unserem Gott und König’, Gehorsam und Unterwürfigkeit. Und das zu Recht! Er ist der „König der Ewigkeit“ (Offenbarung 15:3). Außerdem gibt uns Jesus Christus, der größere David, der seit 1914 vom himmlischen Berg Zion aus herrscht, ein hervorragendes Beispiel der Unterwürfigkeit gegenüber Jehova, dem ewigen König.

      4. Wie können wir ‘den Namen Gottes segnen’?

      4 David sagte, er wolle ‘den Namen Gottes segnen’. Wie ist das einem Menschen überhaupt möglich? Nun, jemand zu segnen bedeutet unter anderem auch, gut von ihm zu reden. Dadurch, daß wir Gottes Namen segnen, lassen wir erkennen, daß wir tiefe Liebe zu ihm und zu seinem heiligen Namen, Jehova, haben. Wir beklagen uns nie über Gott, haben nie etwas an ihm auszusetzen, stellen seine Güte nie in Frage. Nur mit dieser Einstellung und nur wenn wir uns Jehova hingegeben haben und als seine getauften Zeugen die Lauterkeit bewahren, können wir mit David sagen, daß wir ‘Gottes Namen für immer segnen wollen’. Bewahren wir uns in Gottes Liebe, so werden wir die Gabe des ewigen Lebens empfangen und Jehova ewig segnen können (Judas 20, 21).

      5. Wie sollte sich der Wunsch, Jehova „den ganzen Tag“ zu segnen, auf uns auswirken?

      5 Wenn wir unseren Lebengeber wirklich lieben, werden wir mit David sagen: „Den ganzen Tag will ich dich segnen, und ich will deinen Namen preisen auf unabsehbare Zeit, ja für immer“ (Psalm 145:2). Wie nutzlos wäre ein Tag, an dem wir Gott nicht segnen würden! Seien wir nie so beschäftigt oder derart um materielle Dinge besorgt, daß wir es versäumen, täglich gut von unserem himmlischen Vater zu reden oder zu ihm zu beten. Daß wir jeden Tag beten sollten, deutete Jesus im Mustergebet mit den Worten an: „Gib uns unser Brot für den Tag, so wie der Tag es erfordert“ (Lukas 11:3). Viele Vollzeitdiener preisen Gott täglich in ihrem christlichen Predigtdienst. Doch ungeachtet unserer Verhältnisse sollte unser Herz uns drängen, Gott jeden Tag auf irgendeine Weise zu preisen. Bedenken wir: Als Jehova hingegebene Zeugen mit der Hoffnung auf ewiges Leben haben wir die wunderbare Aussicht, seinen Namen für immer zu preisen (Johannes 17:3).

      6. Warum ist Jehova „sehr zu preisen“?

      6 Wir haben wirklich Grund, Gott den ganzen Tag zu preisen, denn David sagte weiter: „Jehova ist groß und sehr zu preisen, und seine Größe ist unerforschlich“ (Psalm 145:3). Jehova ist in seiner Größe einzigartig, ja er ist der absolute Souverän. Der babylonische König Nebukadnezar gab zu: „Es existiert keiner, der seiner [Gottes] Hand wehren oder der zu ihm sprechen kann: ‚Was hast du getan?‘“ (Daniel 4:34, 35). Jehova „ist furchteinflößend über allen anderen Göttern“ (Psalm 96:4). Kein Wunder, daß er „sehr zu preisen“ ist! Es gibt keine Worte, die zu erhaben wären, wenn es darum geht, ihn zu loben. Ihm gebührt uneingeschränkter, ewiger Lobpreis.

      7. Was beweist, daß Gottes ‘Größe unerforschlich ist’?

      7 Jehovas „Größe ist unerforschlich“. Ungeachtet, wie groß er körperlich ist, besteht seine eigentliche Größe darin, was für ein Gott er ist. Ja, das von ihm Erschaffene ist zu wunderbar, als daß wir es begreifen könnten, und wir selbst sind „wunderbar gemacht“ (Psalm 139:14; Hiob 9:10; 37:5). Überdies ist auch sein Verhalten einfach großartig. Treu erfüllt er seine Verheißungen, und liebevoll offenbart er seine Vorsätze. Dennoch werden wir niemals alles über ihn wissen. Bis in alle Ewigkeit werden wir an Erkenntnis über ihn, seine Schöpfung und seine Vorsätze zunehmen können (Römer 11:33-36).

      Jehovas Werke loben

      8. (a) Wie hat „Generation um Generation“ Jehovas Werke gelobt? (b) Wie werden unsere Kinder wahrscheinlich zur Anbetung Jehovas eingestellt sein, wenn wir sie über seine Werke und Taten belehren? (c) Was tut der gesalbte Überrest als eine freudige „Generation“?

      8 Zum Lobpreis unseres unerforschlich großen Gottes ist so viel zu sagen, daß sich David zu den Worten gedrängt fühlte: „Generation um Generation wird deine Werke loben, und deine Machttaten werden sie kundtun“ (Psalm 145:4). Eine Menschengeneration nach der anderen hat Jehovas Werke gelobt und von seinen Machttaten gesprochen. Welch ein Vorrecht, davon all denen zu erzählen, mit denen wir ein Heimbibelstudium durchführen! Wir können mit ihnen zum Beispiel darüber sprechen, daß Gott alles erschaffen hat (1. Mose 1:1 bis 2:25; Offenbarung 4:11). Wir können erzählen, welche Machttaten er wirkte, als er die Israeliten aus der ägyptischen Knechtschaft befreite, als er ihnen beistand, die kanaanitischen Feinde zu besiegen, als er sie im alten Persien vor der Ausrottung bewahrte, und noch vieles andere (2. Mose 13:8-10; Richter 4:15; Esther 9:15-17). Und drängt es uns nicht, unseren Kindern von den Werken und Taten Jehovas zu berichten? Wenn wir unsere Kinder so unterweisen und sie sehen, daß wir Gott freudig dienen, betrachten sie die Gottesanbetung höchstwahrscheinlich als eine Freude und wachsen mit ‘der Freude Jehovas als ihrer Feste’ auf (Nehemia 8:10; Psalm 78:1-4). Der gesalbte Überrest bildet eine freudige „Generation“ von Zeugen Jehovas und lobt die Werke Gottes gegenüber der „großen Volksmenge“, die zu der Generation gehört, die die paradiesische Erde bewohnen wird (Offenbarung 7:9).

      9. Welche Überzeugung können wir erlangen, wenn wir über Gottes Werke und Machttaten nachsinnen?

      9 Wenn wir über Gottes Werke und Machttaten nachsinnen, wächst in uns die Überzeugung, daß Jehova „sein Volk um seines großen Namens willen nicht im Stich lassen“ wird (1. Samuel 12:22; Psalm 94:14). Wenn Prüfungen, Härten und Verfolgung auf uns zukommen, können wir beruhigt und davon überzeugt sein, daß der „Frieden Gottes“ unser Herz und unsere Denkkraft behüten wird (Philipper 4:6, 7). Wie passend ist es somit, daß wir mit anderen über unseren liebevollen himmlischen Vater sprechen, der uns beschützt!

      10. Was zählt unter anderem zu den ‘wunderbaren Werken’ Jehovas, und von welchem Nutzen ist es für uns, darüber nachzudenken?

      10 Wir sollten uns die Zeit nehmen, über Jehovas Majestät und seine Werke nachzusinnen, denn David sagte weiter: „Die herrliche Pracht deiner Würde und die Dinge deiner wunderbaren Werke, damit will ich mich befassen“ (Psalm 145:5). Gottes Würde ist furchteinflößend und ohnegleichen (Hiob 37:22; Psalm 148:13). David befaßte sich deshalb mit der herrlichen Pracht der Würde Jehovas. Auch seinen ‘wunderbaren Werken’ galt das Interesse des Psalmisten. Dazu zählte unter anderem, daß Gott durch die Sintflut Gerechtigkeit übte, indem er Sünder vernichtete und gottesfürchtige Menschen bewahrte (1. Mose 7:20-24; 2. Petrus 2:9). Über solche Ereignisse nachzudenken stärkt unser Verhältnis zu Jehova und befähigt uns, mit anderen über seine Würde und seine wunderbaren Werke zu sprechen. Während der 40 Tage, die sich Jesus in der Wildnis aufhielt, wurde er gestärkt, Versuchungen standzuhalten, indem er über das nachsann, was er durch die geöffneten Himmel erfahren hatte (Matthäus 3:13 bis 4:11). Danach sprach er mit anderen über die Würde und die wunderbaren Werke Jehovas.

      11. (a) Warum war Schrecken auf die Bewohner Jerichos gefallen? (b) Mit welchem Geist sprechen Jehovas Zeugen über die „furchteinflößenden Dinge“ und die „Größe“ Gottes?

      11 Dadurch, daß wir über Gottes Würde und seine Werke sprechen, veranlassen wir andere, ebenfalls darüber zu reden. David sagte: „Und sie werden von der Stärke deiner eigenen furchteinflößenden Dinge sprechen; und was deine Größe betrifft, ich will sie verkünden“ (Psalm 145:6). Rahab sprach von dem Schrecken, der auf die Bewohner Jerichos fiel, als sie erfuhren, wie Jehova die Israeliten am Roten Meer gerettet und ihnen zum Sieg über zwei amoritische Könige verholfen hatte. Man muß in Jericho viel über jene „furchteinflößenden Dinge“ gesprochen haben (Josua 2:9-11). Und bestimmt wird auch die bevorstehende „große Drangsal“ furchteinflößend sein (Matthäus 24:21). Was aber für Gott entfremdete Menschen so erschreckend ist, flößt gerechten Herzen die „Furcht Jehovas“ ein, das heißt eine heilsame Scheu vor ihm (Sprüche 1:7). Mit einem so ehrerbietigen Geist sprechen Jehovas Zeugen über die Kundgebungen der Macht Gottes. Ja, der große Wundertäter ist bei Gesprächen der Gesalbten mit ihren Gefährten, die eine irdische Hoffnung haben, das wichtigste Thema. Und selbst durch Verfolgung lassen sie sich nicht davon abhalten, anderen von diesen Dingen und von der „Größe“ Jehovas zu erzählen (Apostelgeschichte 4:18-31; 5:29).

      Jehova wegen seiner Güte preisen

      12. Wieso läßt Jehovas Güte uns „übersprudeln“?

      12 Gott gebührt nicht nur wegen seiner Größe Lobpreis, sondern auch wegen seiner Güte und Gerechtigkeit. Deshalb sagte David: „Bei der Erwähnung der Fülle deiner Güte werden sie übersprudeln, und deiner Gerechtigkeit wegen werden sie jubeln“ (Psalm 145:7). Jehovas Güte ist so groß, daß wir von Äußerungen darüber „übersprudeln“. Im Hebräischen wird hier der Gedanke vermittelt, daß Wasser aus einer Quelle hervorsprudelt. Lassen wir also dankbaren Lobpreis für Gott wie einen Wildbach hervorsprudeln (Sprüche 18:4). Die Israeliten vergaßen die Güte Jehovas, was für sie großen geistigen Schaden bedeutete (Psalm 106:13-43). Möge unser Herz vor Dankbarkeit überfließen, so daß andere bereuen, wenn sie erfahren, wie gut Jehova zu seinen ihm hingegebenen Zeugen ist (Römer 2:4).

      13. Wie sollten uns Kundgebungen des Rechts und der Gerechtigkeit Gottes berühren?

      13 Auch Kundgebungen des Rechts und der Gerechtigkeit Gottes sollten uns veranlassen zu jubeln. Mit einer solchen Einstellung werden wir nicht nur zuerst Gottes Königreich suchen, sondern auch seine Gerechtigkeit. Stets wird uns daran gelegen sein, Jehova durch unseren Lebenswandel Lobpreis zu bereiten. Ja, wir werden regelmäßige Königreichsverkündiger sein, die im Dienst Gottes reichlich beschäftigt sind. Unser Lobpreis für Jehova wird nie zur Grabesstille verstummen (Matthäus 6:33; 1. Korinther 15:58; Hebräer 10:23).

      Jehova ist barmherzig

      14. Was beweist, daß ‘Jehova gnädig und barmherzig ist’?

      14 David führte noch weitere lobenswerte Eigenschaften Gottes an, indem er sagte: „Jehova ist gnädig und barmherzig, langsam zum Zorn und groß an liebender Güte“ (Psalm 145:8). Gott ist insofern gnädig, als er uneingeschränkt gut und großmütig ist (Matthäus 19:17; Jakobus 1:5). Er tut selbst denen Gutes, die ihm nicht dienen (Apostelgeschichte 14:14-17). Jehova ist auch barmherzig, mitfühlend und „eingedenk dessen, daß wir Staub sind“. Ein zerbrochenes Herz verachtet er nicht, noch verfährt er mit uns gemäß unseren Sünden, sondern er ist weit barmherziger als der liebevollste menschliche Vater (Psalm 51:17; 103:10-14). Den größten Beweis seiner Barmherzigkeit lieferte Gott, als er seinen geliebten Sohn sandte und dieser für uns starb, damit wir mit Gott versöhnt werden und wirklich seine Gnade schmecken können (Römer 5:6-11).

      15. Warum kann gesagt werden, daß Jehova Gott „langsam zum Zorn“ ist und „groß an liebender Güte“?

      15 Unser himmlischer Vater ist langsam zum Zorn. Bei ihm gibt es keinen Wutausbruch. Jehova ist zudem „groß an liebender Güte“. Das hebräische Wort bezeichnet eine Güte, die der Liebe entspringt und an einer Sache festhält, bis der Zweck in Verbindung mit dieser Sache erfüllt ist. Eine andere Übersetzung wäre „loyale Liebe“. Gott bekundet zum Beispiel liebende Güte oder loyale Liebe, wenn er Menschen befreit oder am Leben erhält, wenn er sie behütet und beschützt, ihnen in Schwierigkeiten Erleichterung bringt und sie aufgrund des Lösegeldes von Sünde erlöst (Psalm 6:4; 25:7; 31:16, 21; 40:11; 61:7; 119:88, 159; 143:12; Johannes 3:16). Der Umstand, daß Jehova Harmagedon nicht sogleich nach dem ‘Krieg im Himmel’ herbeigeführt hat, ermöglicht es vielen, gerettet zu werden — ein Ausdruck großer liebender Güte Gottes (Offenbarung 12:7-12; 2. Petrus 3:15).

      16. Wie hat Jehova bewiesen, daß er „gut gegen alle“ ist?

      16 In Anbetracht der Barmherzigkeit Gottes kann man bei ihm wirklich von Großherzigkeit sprechen. David erklärte: „Jehova ist gut gegen alle, und seine Erbarmungen sind über alle seine Werke“ (Psalm 145:9). Ja, Gott war gut zu den Israeliten. Auch kann gesagt werden, daß „er seine Sonne über Böse und Gute aufgehen und es über Gerechte und Ungerechte regnen läßt“ (Matthäus 5:43-45). In Eden verhieß Jehova einen „Samen“, der ein Segen sein würde. Später sagte er zu Abraham: „Durch deinen Samen werden sich bestimmt alle Nationen der Erde ... segnen“ (1. Mose 3:15; 22:18). Und seine Güte ist in der gegenwärtigen „Zeit des Endes“ so groß, daß jeder ‘kommen und vom Wasser des Lebens kostenfrei nehmen’ kann (Daniel 12:4; Offenbarung 22:17). Jehova ist bereit, allen vernunftbegabten Geschöpfen Gutes zu erweisen, und seine Güte sollte bewirken, daß wir uns immer mehr zu ihm hingezogen fühlen.

      17. In welchem Sinn sind Jehovas ‘Erbarmungen über alle seine Werke’?

      17 Jehovas „Erbarmungen sind [insofern] über alle seine Werke“, als er für Mensch und Tier reichlich sorgt. Er ist derjenige, „der Speise gibt allem Fleisch“ (Psalm 136:25; 147:9). Es ist keinesfalls so, daß Gott die Reichen ehrt und die Unterdrückten verachtet, daß er die Stolzen erhöht und die Demütigen verabscheut, daß er die Törichten erhebt und die Weisen erniedrigt. Sündige Menschen tun dies zwar, nicht aber unser barmherziger himmlischer Vater (Psalm 102:17; Zephanja 3:11, 12; Prediger 10:5-7). Und wie groß sind doch die Barmherzigkeit, die Güte und die loyale Liebe Gottes, die die Rettung durch das Loskaufsopfer seines geliebten Sohnes ermöglichen! (1. Johannes 4:9, 10).

      Loyalgesinnte segnen Jehova

      18. (a) Wie können Gottes Werke ihn „lobpreisen“? (b) Wann sollten wir uns gedrängt fühlen, Jehova zu lobpreisen?

      18 Gott gebührt der Lobpreis der ganzen Schöpfung. David drückte es in den Worten aus: „All deine Werke werden dich lobpreisen, o Jehova, und deine Loyalgesinnten werden dich segnen“ (Psalm 145:10). Gottes Schöpfungswerke „lobpreisen“ ihn, wie ein gut gebautes Haus seinen Erbauer ehrt und eine schöne Vase ihren geschickten Töpfer. (Vergleiche Hebräer 3:4; Jesaja 29:16; 64:8.) Jehovas Schöpfungswerke sind so wunderbar, daß sich Engel und Menschen bewogen fühlten, ihn zu preisen. Engelsöhne Gottes jauchzten beifällig, als er die Erde gründete (Hiob 38:4-7). David sagte, daß ‘die Himmel die Herrlichkeit Gottes verkünden und die Ausdehnung das Werk seiner Hände kundtut’ (Psalm 19:1-6). Wir können Jehova lobpreisen, wenn wir sehen, wie ein Falke in die Lüfte steigt oder wie eine Gazelle über einen Grashügel hinwegsetzt (Hiob 39:26; Hoheslied 2:17). Lobpreis geziemt sich, wenn wir Feldfrüchte ernten oder bei Freunden ein Mahl einnehmen (Psalm 72:16; Sprüche 15:17). Auch unser wunderbar gebildeter Körper kann uns zu Äußerungen dankbaren Lobpreises gegenüber Gott veranlassen (Psalm 139:14-16).

      19. Wer sind die „Loyalgesinnten“, und was tun sie?

      19 Jehovas geistgesalbte „Loyalgesinnte“, die noch auf der Erde sind, segnen ihn. Sie reden gut von ihm und sehnen sich danach, daß sein Wille auch auf der Erde wie bereits im Himmel geschieht (Matthäus 6:9, 10). Die Gesalbten sprechen mit anderen über Gottes wunderbare Werke, und als Ergebnis nimmt die große Volksmenge ständig zu. Alle ihre Glieder dienen zusammen mit den gesalbten Loyalgesinnten eifrig als Königreichsverkündiger. Drängt dich Dankbarkeit dazu, dich regelmäßig an diesem Werk zum Lobpreis Gottes zu beteiligen?

      20. (a) Wie wird Jehovas Name geheiligt werden? (b) Welche Fragen bleiben in bezug auf Psalm 145 noch zur Betrachtung?

      20 Als Zeugen Jehovas bringen wir wie David Gott Lobpreis dar. Die Heiligung des Namens Jehovas und der diesem Namen gebührende Lobpreis sind für uns von überragender Bedeutung. Da der göttliche Name durch Gottes Königreich geheiligt werden wird, ist die biblische Lehre vom Königreich ein wesentlicher Bestandteil der guten Botschaft, die wir verkündigen. Wirft der 145. Psalm auch darauf Licht? Was wird unsere Betrachtung des übrigen Teils dieses Psalms ergeben? In welch anderer Hinsicht beweist er, daß Jehova ewiger Lobpreis gebührt?

  • Segne Jehovas heiligen Namen!
    Der Wachtturm 1990 | 15. September
    • Segne Jehovas heiligen Namen!

      „Mein Mund wird den Lobpreis Jehovas reden; und alles Fleisch segne seinen heiligen Namen auf unabsehbare Zeit, ja für immer“ (PSALM 145:21).

      1, 2. (a) In welcher Hinsicht hat Satan die Herrschaft Gottes angefochten? (b) Welche Fragen werden in Verbindung mit Psalm 145:11-21 aufgeworfen?

      JEHOVA ist fraglos der universelle Souverän. Aber Satan hat die Gerechtigkeit und Rechtmäßigkeit der Herrschaft Gottes angefochten (1. Mose 2:16, 17; 3:1-5). Außerdem hat er die Lauterkeit aller Diener Gottes im Himmel und auf der Erde in Frage gezogen (Hiob 1:6-11; 2:1-5; Lukas 22:31). Deshalb hat Jehova Zeit eingeräumt, damit alle vernunftbegabten Geschöpfe die schlechten Früchte der Rebellion gegen seine Herrschaft sehen und auch zeigen können, wo sie in dieser Streitfrage stehen.

      2 Der 145. Psalm ist uns eine Hilfe, standhaft für die Herrschaft Gottes einzutreten. Wieso? Was sagt David über das Königtum Jehovas? Wie handelt Gott mit den Verfechtern seines Königtums? In Psalm 145:11-21 sind hilfreiche Antworten zu finden.

      Vom Königtum Jehovas sprechen

      3. Was werden wir tun, wenn uns das Königtum Jehovas am Herzen liegt?

      3 Die Herrschaft Jehovas war für David von großem Interesse. Er sagte: „Von der Herrlichkeit deines Königtums werden sie sprechen, und von deiner Macht werden sie reden, um den Menschensöhnen seine Machttaten bekanntzumachen und die Herrlichkeit der Pracht seines Königtums“ (Psalm 145:11, 12). Menschen sprechen über das, was sie interessiert. Ein Mann spricht beispielsweise über seine Familie, sein Zuhause oder seine Ernteerträge. „Ein guter Mensch bringt aus dem guten Schatz seines Herzens Gutes hervor“, sagte Jesus (Lukas 6:45). Wenn uns die Herrschaft Gottes am Herzen liegt, werden wir um das Kommen des Königreiches beten und mit anderen über das Recht, den Frieden und die Gerechtigkeit sprechen, durch die sich diese Regierung auszeichnen wird. Wir werden Jehova als den „König der Ewigkeit“ preisen und über den Ausdruck seiner Souveränität sprechen, das heißt über das messianische Königreich, an dessen Spitze sein geliebter Sohn, Jesus Christus, steht (Offenbarung 15:3; Jesaja 9:6, 7). Welch ein Vorrecht, über die himmlische Herrlichkeit des Königtums Jehovas zu sprechen, die sich bald in der Schönheit des irdischen Paradieses widerspiegeln wird, das von vollkommen glücklichen Geschöpfen bewohnt sein wird! (Lukas 23:43).

      4. Wann haben wir Gelegenheit, von Jehovas „Macht“ zu reden, und wie werden wir in diesem Werk unterstützt?

      4 Wertschätzung wird uns auch bewegen, von Jehovas „Macht“ zu reden. Er ist zwar „erhaben an Macht“, doch mißbraucht er sie nie (Hiob 37:23). Er gebrauchte seine Macht bei der Erschaffung der Erde und des Menschen und wird sie auch zur Vernichtung der Bösen einsetzen. Wenn wir die gute Botschaft verkündigen, haben wir Gelegenheit, von Gottes Macht zu reden. Und sind wir nicht dankbar dafür, daß wir durch die allerhöchste Kraftquelle befähigt werden, dieses Werk zu verrichten? (Jesaja 40:29-31). Ja, als Zeugen Jehovas werden wir im heiligen Dienst von Gottes Kraft und Geist unterstützt. Nur so kann die Königreichsbotschaft weltweit erfolgreich verkündigt werden (Psalm 28:7, 8; Sacharja 4:6).

      5. Was sollten wir tun, da viele nichts von Gottes „Machttaten“ wissen?

      5 Wir müssen den Menschensöhnen die „Machttaten“ Jehovas ebenso bekanntmachen, wie die Israeliten ihren Kindern davon berichteten, auf welche Weise Gott sie aus der ägyptischen Knechtschaft befreit hatte (2. Mose 13:14-16). Für Menschen, die als erinnerungswürdig gelten, errichtet man Denkmäler. Aber wie viele wissen heute etwas über die Machttaten Gottes? Ein Gelehrter schrieb: „Die Taten ihrer Helden halten sie in Bronze fest, doch die herrlichen Taten Jehovas werden in Sand geschrieben, und der Strom der Zeit wäscht sie aus der Erinnerung.“ In Wirklichkeit sind diese Taten nicht weggewaschen worden, wenn sie auch den meisten unbekannt sind. Daher sollten wir in unserem Haus-zu-Haus-Dienst, bei Heimbibelstudien und anderen Gelegenheiten voller Eifer über die Machttaten Gottes sprechen.

      6. (a) Bei welcher Gelegenheit wurde vor Jahren der Eifer, mit dem wir unseren Predigtdienst verrichten, gut zum Ausdruck gebracht? (b) Was wurde 1922 sinngemäß über die Verkündigung des Königreiches gesagt?

      6 Auch die Herrlichkeit des Königtums Gottes sollten wir eifrig bekanntmachen. Eifer für diesen Königreichsdienst sprach sicherlich aus den Worten, die J. F. Rutherford 1922 als damaliger Präsident der Watch Tower Society an die Anwesenden auf dem Kongreß in Cedar Point (Ohio) richtete. Er sagte: „Seit 1914 hat der König der Herrlichkeit seine Macht an sich genommen ... Das Königreich des Himmels ist nahe gekommen; der König regiert; Satans Reich bricht zusammen; Millionen jetzt Lebender werden nie sterben. Glaubt ihr es? ... Dann zurück in das Feld, o ihr Söhne des höchsten Gottes! Umgürtet euch mit eurer Waffenrüstung! Seid nüchtern, seid wachsam, seid tätig, seid tapfer! Seid treue und glaubensstarke Zeugen für den Herrn! Geht mutig vorwärts in dem Kampfe, bis jede Spur Babylons wüst und öde gemacht ist! Verkündet die Botschaft weit und breit! Die Welt muß es wissen, daß Jehova Gott ist und daß Jesus Christus König der Könige und Herr der Herren ist! Dies ist der Tag aller Tage. Siehe, der König regiert! Ihr seid seine öffentlichen Verkündiger ... Deshalb verkündet, verkündet, verkündet den König und sein Königreich.“

      7. Wie sollten wir zu unserer Tätigkeit als Verkündiger des Königreiches eingestellt sein?

      7 Welch eine Freude, ‘an Gottes Namen zu denken’, mit anderen über seine Herrschaft zu sprechen und das messianische Königreich seines geliebten Sohnes zu verkündigen! (Maleachi 3:16). Als Verkündiger und Verfechter des Königreiches lieben wir unser Vorrecht, die gute Botschaft zu verkündigen und dazu beizutragen, daß sich weitere Menschen mit ganzem Herzen Gott, Christus und dem Königreich zuwenden. Ja, wir sollten von dem brennenden Wunsch erfüllt sein, mit anderen über die herrliche Pracht des Königtums Jehovas zu sprechen. (Vergleiche Jeremia 20:9.)

      8. (a) Wodurch wird die Herrschaft Jehovas heute vertreten? (b) Wieso kann gesagt werden, daß Gott „durch alle sich folgenden Generationen hindurch“ herrscht?

      8 Wir sollten uns gedrängt fühlen, eifrig Gottes Königtum bekanntzumachen, denn David sagte: „Dein Königtum ist ein Königtum für alle unabsehbaren Zeiten, und deine Herrschaft währt durch alle sich folgenden Generationen hindurch“ (Psalm 145:13). Während der Psalmist seine Betrachtung über das Königtum Jehovas fortsetzt, wechselt er vom Fürwort „sein“ zum Fürwort „dein“ und richtet somit seine erhebenden Worte direkt an Gott. Gottes ewiges Königtum wird natürlich nicht durch das messianische Königreich, das die Herrschaft Jehovas vertritt, abgelöst. Im Gegenteil. Wenn die gehorsame Menschheit zur Vollkommenheit emporgehoben worden ist, wird Christus das Königreich seinem Vater übergeben (1. Korinther 15:24-28). Gott herrscht also „durch alle sich folgenden Generationen hindurch“. Jehova war König, als Adam erschaffen wurde, und wird ewig über gerechte Menschen herrschen.

      9. Was ist über den Vers des 145. Psalms zu sagen, der mit dem hebräischen Buchstaben Nun beginnt?

      9 Im massoretischen Text dieses akrostichischen Psalms fehlt ein Vers mit dem hebräischen Anfangsbuchstaben Nun. Doch im Einklang mit der Septuaginta (griechisch), der Peschitta (syrisch) und der Vulgata (lateinisch) lautet dieser Vers in einer hebräischen Handschrift wie folgt: „Jehova ist treu in all seinen Worten und loyal in all seinen Werken“ (Neue-Welt-Übersetzung der Heiligen Schrift — mit Studienverweisen, Fußnote). Gott erfüllt all seine Verheißungen und ist gegenüber allen, die seine Güte schätzen, loyal, liebevoll und gütig (Josua 23:14).

      Jehovas Unterstützung versagt nie

      10. Wie „stützt“ uns Gott?

      10 Dem König der Ewigkeit entgeht es nicht, wenn sich seine Diener in einer mißlichen Lage befinden. Daher konnte David sagen: „Jehova stützt alle Fallenden und richtet auf alle Niedergebeugten“ (Psalm 145:14). Von den Tagen Abels an hat Jehova seine Anbeter gestützt. Wären wir uns selbst überlassen, so würden wir oftmals unter unseren Bürden zu Fall kommen. Unsere Kraft reicht nicht aus, allen Widerwärtigkeiten des Lebens und der über uns als Volk Gottes kommenden Verfolgung gewachsen zu sein, doch Jehova hält uns aufrecht. Die Form des hier gebrauchten hebräischen Verbs deutet an, daß Gott uns stets stützt. Wir sollten daran denken, daß Johannes der Täufer und Gottes Sohn Gestrauchelte oder Sünder in moralischer Hinsicht aufrichteten. Wenn diese Menschen bereuten und Diener Jehovas wurden, verspürten sie den wunderbaren Segen, von Gott gestützt zu werden (Matthäus 21:28-32; Markus 2:15-17).

      11. Auf welche Weise ‘richtet Jehova alle Niedergebeugten auf’?

      11 Zu wissen, daß ‘Jehova alle aufrichtet’, die durch verschiedene Prüfungen ‘niedergebeugt worden sind’, ist sehr tröstlich. Er muntert die Verzweifelten unter uns wieder auf, tröstet die Trauernden und hilft uns, sein Wort selbst unter Verfolgung freimütig zu reden (Apostelgeschichte 4:29-31). Nie wird er zulassen, daß wir von unseren Bürden erdrückt werden, vorausgesetzt, wir nehmen seine Hilfe an (Psalm 55:22). Wir sollten also wie jene „Tochter Abrahams“, die „zusammengekrümmt“ war, aber von Jesus physisch geheilt wurde, ‘Gott verherrlichen’, wenn er uns in liebevoller Weise geistig aufrichtet (Lukas 13:10-17). Die Gesalbten, die in babylonischer Knechtschaft niedergebeugt waren, waren dankbar, als Gott sie 1919 aufrichtete; seit 1935 hat er auch dankbare „andere Schafe“ aufgerichtet (Johannes 10:16).

      12. Inwiefern ‘schauen die Augen aller hoffnungsvoll’ auf Gott?

      12 Jehova läßt sein Volk niemals im Stich, was David als nächstes mit den Worten ausdrückte: „Auf dich schauen hoffnungsvoll die Augen aller, und du gibst ihnen ihre Speise zu seiner Zeit. Du öffnest deine Hand und sättigst das Begehren alles Lebenden“ (Psalm 145:15, 16). Es ist, als ob die Augen aller lebenden Geschöpfe hoffnungsvoll auf den universellen Souverän gerichtet sind. Die Engel erwarten von Gott, daß er sie am Leben erhält. Und wie sich ein Kind an seinen Vater oder seine Mutter wendet, wenn es etwas benötigt, so schauen wir auf unseren himmlischen Vater. Tatsächlich erhalten Mensch und Tier gleicherweise von ihm Nahrung. Niemand anders kann ihre Bedürfnisse befriedigen. Gott gibt ihnen „ihre Speise zu seiner Zeit“, das heißt, wenn sie benötigt wird.

      13. Auf welche Weise ‘öffnet Jehova seine Hand und sättigt das Begehren alles Lebenden’?

      13 Gott ‘öffnet seine Hand und sättigt das Begehren alles Lebenden’ (Psalm 104:10-28). Zugegeben, einige Tiere verhungern. Und viele Menschen darben als Opfer der Selbstsucht, der Bedrückung oder des Mißbrauchs der Ressourcen. Zudem sagte Jesus für die heutigen letzten Tage „Lebensmittelknappheit“ als einen Bestandteil des „Zeichens“ seiner Gegenwart voraus (Matthäus 24:3, 7). Aber all das geschieht nicht etwa, weil Jehova geizig wäre oder unfähig, für seine Schöpfung zu sorgen. Denken wir doch an die Milliarden von Geschöpfen, die ernährt werden! Überdies wird uns durch diesen Psalm zugesichert, daß Gott unter der Königreichsherrschaft, wenn ‘der Mensch nicht mehr über den Menschen zu seinem Schaden herrscht’, unsere materiellen und geistigen Bedürfnisse befriedigen wird (Prediger 8:9; Jesaja 25:6). Selbst heute schon brauchen wir nicht geistig zu hungern, denn Gott sorgt durch den „treuen und verständigen Sklaven“ in reichem Maß für geistige Speise zu seiner Zeit (Matthäus 24:45-47; 1. Petrus 2:2). Jehovas Zeugen sind die in geistiger Hinsicht am besten genährten Menschen auf der Erde. Bekundest du Dankbarkeit für diese großzügigen Gaben?

      Jehova behütet alle, die ihn lieben

      14. Warum konnte David sagen: „Jehova ist gerecht in all seinen Wegen und loyal in all seinen Werken.“?

      14 Unsere Torheit mag ‘unseren Weg verdrehen’ und gewisse Härten für uns mit sich bringen, doch sollten wir nie Gott die Schuld für diese Schwierigkeiten geben (Sprüche 19:3). David nannte den Grund, indem er sagte: „Jehova ist gerecht in all seinen Wegen und loyal in all seinen Werken“ (Psalm 145:17). Gott handelt stets rechtschaffen, gerecht und barmherzig. Seine Barmherzigkeit zeigt sich besonders in der Rettungsvorkehrung, die er durch das Loskaufsopfer Jesu getroffen hat (Apostelgeschichte 2:21; 4:8-12). Jehova ist auch „loyal in all seinen Werken“; er ist immer treu, liebevoll und unparteiisch. Seien wir daher als „Nachahmer Gottes“ rechtschaffen, gerecht, barmherzig, unparteiisch und loyal (Epheser 5:1, 2; 5. Mose 32:4; Psalm 7:10; 25:8; Jesaja 49:7; Apostelgeschichte 10:34, 35).

      15. Inwiefern haben wir ‘Gott in Wahrhaftigkeit angerufen’, und was hat sich daraus ergeben?

      15 Da Gott gerecht und loyal ist, fühlen wir uns zu ihm hingezogen. Außerdem versichert uns David: „Jehova ist nahe allen, die ihn anrufen, allen, die ihn in Wahrhaftigkeit anrufen“ (Psalm 145:18). Dadurch, daß wir uns als Gott hingegebene Gläubige taufen ließen, haben wir den Namen Jehovas angerufen (Apostelgeschichte 8:12; 18:8; Römer 10:10-15). Da wir uns Gott auf diese Weise genaht haben, naht er sich uns (Jakobus 4:8). Wir ‘rufen ihn in Wahrhaftigkeit an’, weil wir ihn auf die richtige Weise anbeten, nämlich durch Jesus Christus. Und Jehova wird uns nahe bleiben, wenn wir ihn „mit Geist und Wahrheit“ anbeten, ‘ungeheuchelten Glauben’ bekunden und ‘standhaft bleiben, als sähen wir den Unsichtbaren’ (Johannes 4:23, 24; 1. Timotheus 1:5; Hebräer 11:27). Dann werden wir nicht vergeblich beten oder der Welt Satans allein gegenübertreten müssen, sondern werden uns fortgesetzt der Hilfe und Leitung Gottes erfreuen (Psalm 65:2; 1. Johannes 5:19). Welch eine Sicherheit das bedeutet!

      16. Warum und wie ‘führt Jehova das Begehren derer aus, die ihn fürchten’?

      16 Aber auch in bezug auf andere Dinge, die Jehova für uns tut, erfreuen wir uns wahrer Sicherheit. David erklärte: „Das Begehren derer, die ihn fürchten, wird er ausführen, und ihren Hilferuf wird er hören, und er wird sie retten“ (Psalm 145:19). Jehova ‘führt unser Begehren aus’, weil wir tiefe Ehrfurcht vor ihm haben und eine heilsame Scheu, ihm zu mißfallen (Sprüche 1:7). Unser gehorsames Herz hat uns bewogen, uns Jehova hinzugeben, und unsere Einstellung ist: „Dein Wille geschehe.“ Da es sein Wille ist, daß wir die Königreichsbotschaft verkündigen, erfüllt er unser Begehren, dieses Werk zu verrichten (Matthäus 6:10; Markus 13:10). Gott ‘führt unser Begehren aus’, weil wir nicht in selbstsüchtiger Weise beten, sondern um etwas bitten, was mit seinem Willen im Einklang ist. Er gewährt uns das, was seinem Willen entspricht und uns zum Guten gereicht (1. Johannes 3:21, 22; 5:14, 15; vergleiche Matthäus 26:36-44).

      17. Warum dürfen wir davon überzeugt sein, daß Gott unseren „Hilferuf“ hört?

      17 Als loyale Zeugen Jehovas dürfen wir auch davon überzeugt sein, daß unser „Hilferuf“ nie auf taube Ohren stößt. Gott befreite David aus Bedrängnis und rettete Jesus, indem er ihn sogar von den Toten auferweckte. Bei einem Angriff des Feindes — besonders während des Angriffs Gogs — können wir sicher sein, daß uns Jehova befreien wird (Hesekiel 38:1 bis 39:16). Tatsächlich können wir in jeder schwierigen Situation wie David vertrauensvoll beten: „Erweise mir Gunst, o Jehova, denn ich bin in Bedrängnis. ... ich habe den schlechten Bericht vieler gehört, Schrecken ist auf allen Seiten. Wenn sie sich wie e i n Mann gegen mich zusammenrotten, planen sie tatsächlich, mir die Seele wegzunehmen. Ich aber — auf dich habe ich mein Vertrauen gesetzt, o Jehova. Ich habe gesagt: ‚Du bist mein Gott‘“ (Psalm 31:9-14).

      18. Von welchem Nutzen ist für uns das Bewußtsein, daß Jehova ‘alle behütet, die ihn lieben’, aber ‘alle Bösen vertilgen wird’?

      18 Jehova Gott ist stets bereit, uns zu helfen. David erklärte: „Jehova behütet alle, die ihn lieben, aber alle Bösen wird er vertilgen“ (Psalm 145:20). Ja, wenn wir Gott lieben, wird er uns segnen und bewahren (4. Mose 6:24-26). Er ‘vergilt den Hochmütigen über die Maßen’, aber schützt seine demütigen Diener, indem er nichts zulassen wird, wodurch ihnen bleibender Schaden erwachsen würde. Seien wir also mutig, denn Jehova ist mit uns! (Psalm 31:20-24; Apostelgeschichte 11:19-21). ‘Keine gegen uns gebildete Waffe wird Erfolg haben’ (Jesaja 54:17; Psalm 9:17; 11:4-7). Diese Erfahrung machen diejenigen, die ihre Liebe zu Gott als seine ihm hingegebenen treuen Diener unter Beweis stellen. Jehovas Zeugen werden als Gruppe die über die Bösen kommende „große Drangsal“ sicher überstehen (Offenbarung 7:14). Und welch ein Segen wird die Klärung der großen Streitfrage des universellen Königtums Jehovas für „alle, die ihn lieben“, sein!

      Segne weiterhin Jehovas heiligen Namen

      19. Warum redet unser Mund „den Lobpreis Jehovas“?

      19 David sagte zum Schluß dieses bewegenden Psalms: „Mein Mund wird den Lobpreis Jehovas reden; und alles Fleisch segne seinen heiligen Namen auf unabsehbare Zeit, ja für immer“ (Psalm 145:21). Als Zeugen Jehovas schätzen wir seine Größe, seine Güte und sein segensreiches Königtum sowie seine nie versagende Unterstützung und unermüdliche Fürsorge. Deshalb redet unser Mund wie der Mund Davids den Lobpreis Gottes. Wir fühlen uns bewogen, ihm ausschließlich ergeben zu sein, ihm für die vielen Segnungen zu danken und seinen „herrlichen Namen“ zu preisen (1. Chronika 29:10-13; 2. Mose 20:4-6).

      20. Wozu sollten wir angesichts der Ewigkeit fest entschlossen sein?

      20 Da Jehova uns täglich segnet, sollten wir ihn ebenfalls regelmäßig segnen oder gut von ihm reden. Eifrig sollten wir die gute Botschaft zum Lobpreis Gottes predigen, indem wir andere darauf hinweisen, daß bald ‘alles Fleisch seinen heiligen Namen segnen wird’. Wie herrlich wird es sein, dann zu leben, wenn alle Bewohner der Erde — ja alle vernunftbegabten Geschöpfe im Universum — unserem himmlischen Vater Lobpreis singen werden! (Psalm 148:1-13). Gesegnet sei Jehova, daß er uns seinen Namen geoffenbart und uns das Vorrecht gewährt hat, seine Zeugen zu sein! (Psalm 83:18; Jesaja 43:10-12). Mögen wir uns so benehmen, wie es sich für diejenigen geziemt, die diesen Namen heilighalten und um seine Heiligung beten (Lukas 11:2). Mögen wir Gott loyal dienen, damit unsere Stimme in seinem neuen System im Chor derer zu hören ist, die Jehovas heiligen Namen für immer segnen.

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